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Aus dem Buch: Bestseller - Verliere mich. Nicht. - Laura Kneidl
 
1. Kapitel

Ich starrte auf die zerkratzte Tür mit dem abgesprungenen Lack und zögerte, den Schlüssel herumzudrehen. Wie war ich hierhergekommen? Noch vor wenigen Stunden war ich so glücklich gewesen wie noch nie zuvor, und nun stand ich hier. Alleine. Verzweifelt. Gebrochen. In einem schäbigen Motelflur, in dem der Putz von den Wanden bröselte. Den Gang aufwärts begann ein Hund zu jaulen, und als Antwort auf sein Klagen wurde ein Fernseher lauter gestellt, bis ich die blechernen Stimmen so deutlich verstehen konnte, als säße ich daneben.
Frohe Weihnachten, Sage.
Erneut stiegen mir Tränen in die Augen, aber ich zwang mich, sie zurückzublinzeln. Ich wollte nicht schon wieder weinen. Es grenzte an ein Wunder, dass ich überhaupt noch Flüssigkeit im Körper hatte. Mehrfach hatte ich auf dem Weg von Brinson nach Melview an den Straßenrand lenken müssen, da mir meine Tränen die Sicht und meine Schluchzer die Kontrolle über das Lenkrad geraubt hatten. Und jedes Mal, wenn ich stehen geblieben war, hatte ich darüber nachgedacht, umzudrehen und zu Luca zurückzufahren, um ihn um Verzeihung zu bitten. Doch Lucas eisiger Blick und seine letzten Worte an mich hatten sich wie Säure in mein Gedächtnis und mein Herz gebrannt. Verschwinde.
Er wollte mich nicht mehr wiedersehen. Nie wieder. Ich hätte gerne geglaubt, dass er nur aus gekränktem Stolz so mit mir gesprochen hatte. Aber in Wirklichkeit war er vermutlich froh, mich los zu sein, nachdem ich ihn so offensichtlich belogen hatte. Womöglich war er bereits in einem seiner verhassten Clubs, um unserer gemeinsamen Zeit ein für alle Mal ein Ende zu bereiten.
Bei der Vorstellung, seine Hände konnten in diesem Moment über den Körper einer anderen Frau wandern, wurde mir schlagartig übel. Das Gefühl, mich übergehen zu müssen, war so übermächtig, dass ich hektisch den Schlüssel im Schloss herumriss, um im Notfall schnell das Badezimmer erreichen zu können.
Augenblicklich schlug mir der Gestank von abgestandenem Rauch und chinesischem Essen entgegen. Großartig. Ich versuchte, durch den Mund zu atmen. Die Vorhänge im Raum waren noch zugezogen, und ich tastete nach dem Lichtschalter neben der Tür. Die Tapete fühlte sich rau und klebrig unter meinen Fingerspitzen an. Ich fand den Schalter. Die Lampe an der Decke erwachte flackernd zum Leben und gab den Blick auf ein karges Zimmer frei, das kaum mehr Platz bot als mein Transporter. Gegenüber dem Bett, auf dem eine kotzgrüne dünne Decke lag, stand eine Kommode, die aussah, als würde sie jeden Moment unter dem Gewicht des alten Röhrenbildfernsehers zusammenbrechen. Und im Teppichboden klebten kleine braune Brocken, die verdächtig nach Mäusekacke aussahen.
Es war grauenhaft, und ich konnte die Tränen, die mir in den Augen brannten, nicht länger zurückhalten. Schluchzend brachen sie aus mir heraus, während ich benommen ins Zimmer wankte. Als ich vor fünf Monaten in Melview angekommen war, ohne Dach über dem Kopf und mit leerem Konto, hatte sich das unglaublich gut und befreiend angefühlt. Ich hatte ein leeres Blatt vor mir gesehen, mit der Chance, meine Zukunft nach meinen eigenen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Heute stand ich wieder vor dem Nichts, aber dieses Mal erschien mir die Leere einsam und erdrückend.
Ich ließ die Tür hinter mir zufallen und schob das Hängeschloss vor. Sollte es jemand darauf anlegen, in dieses Zimmer zu kommen, würde ihn das nicht daran hindern; nicht bei diesen dünnen Wänden aus Pappe, die man vermutlich mit einem kräftigen Tritt durchschlagen konnte. Doch ich war zu benommen, um mir wirklich Sorgen um den schmierig aussehenden Mann zu machen, der im Eingangsbereich des Motels gesessen hatte. Und Alan konnte mich hier nicht finden, das war die Hauptsache. Ich hatte bar bezahlt und an der Rezeption einen falschen Namen eingetragen. Und dies war kein Ort, an dem viele Fragen gestellt wurden.
Ich warf meinen Rucksack achtlos auf den Boden, wankte zum Bett und ließ mich auf die durchgelegene Matratze fallen. Trotz meines eher schmalen Körperbaus quietschten die Federn lautstark unter meinem Gewicht, als ich unter die Decke kroch und mich zu einer Kugel zusammenrollte. Ich ignorierte den staubigen Gestank der Laken und hieß die Dunkelheit willkommen, die sich über mich legte und die Außenwelt verschwinden ließ. Meine Gefühle dagegen ließen sich weniger leicht aussperren.
Vermutlich hätte ich mir Sorgen um Alan machen sollen und darum, dass er seine Drohung, mich mit Gewalt zurück nach Maine zu holen, in die Tat umsetzen könnte. Aber alles, woran ich denken konnte, war Luca und die Kälte in seinen Augen, als ich ihm vorgeworfen hatte, Ekel nach unserer einzigen gemeinsamen Nacht empfunden zu haben. Was hatte ich mir nur dabei gedacht? Wie hatte ich Luca nur in dem Glauben verlassen können, ich würde unsere gemeinsame Zeit bereuen?
Ein Schluchzen brach aus mit heraus. Schnell presste ich die Lippen aufeinander, um die wimmernden Geräusche zurückzuhalten, die meine Kehle hinauf stiegen. Vergebens. Die Tränen waren nicht mehr zu stoppen. Ich begann, am ganzen Körper zu beben, und weinte, bis meine Nase vollkommen verstopft war. Mein Bauch schmerzte, und ich japste nach Luft. Unter der Decke war es warm und stickig, und die Laute, die ich von mir gab, klangen ungewöhnlich laut. So laut, dass ich beinahe das Klingeln meines Handys überhört hätte, das irgendwo in meiner Tasche steckte.
Hastig schlug ich die Decke zurück und streckte mich über die Bettkante, um nach dem Riemen meines Rucksackes zu fischen. Ich bekam ihn zu fassen und zerrte ihn zu mir heran. Mit verschleiertem Blick zog ich mein Handy hervor, das genau in diesem Moment verstummte. Mein Hera pochte wie wild, und ich hoffte mit all meinem Sein, dass es Luca gewesen war, der versucht hatte, mich zu erreichen, um die Sache zwischen uns geradezurücken. Es war allerdings nicht Lucas Name, der auf dem Display angezeigt wurde, sondern Aprils.
Ich zog mir wieder die Decke über den Kopf, das Handy noch in der Hand. Das grelle Licht des Displays blendete mich. Ich kniff die Augen zusammen, und ehe mir wirklich bewusst wurde, was ich da tat, öffnete ich die Kontaktliste und scrollte zu Luca. Zitternd schwebte mein Daumen über dem grünen Telefonsymbol. Nur eine Bewegung, ein einziger Klick trennte mich von ihm. Aber was sollte ich zu ihm sagen? Und vor allem, würde er überhaupt zuhören? Vermutlich nicht. Nach allem, was ich ihm an den Kopf geworfen hatte, konnte ich es ihm nicht mal verdenken.
Bevor ich eine Entscheidung treffen konnte, begann das Handy abermals zu klingen. Wieder April, die versuchte, mich zu erreichen.
Ich war noch nicht bereit, mich ihren Fragen und womöglich auch Vorwürfen zu stellen, denn immerhin war genau das passiert, vor dem sie mich gewarnt hatte. Die Sache zwischen Luca und mir hatte nicht funktioniert, und jetzt war sie gezwungen, eine Seite zu wählen. Ich ließ das Handy neben mir auf die Matratze fallen, als hätte ich mich an dem Plastikgehäuse verbrannt, und vergrub das Gesicht in den Händen. Der Gedanke, dass ich nicht nur Luca, sondern möglicherweise auch April verloren hatte, war einfach zu viel.
Ich hatte keine Ahnung, wie lange ich weinend unter der Decke lag und wie oft in dieser Zeit mein Handy klingelte, dennoch glitt ich schließlich in einen unruhigen Schlaf, aus dem ich gefühlt alle fünf Minuten aufschreckte, nur um bereits Sekunden später wieder von meinen Albträumen eingefangen zu werden bis mich das erneute Piepsen meines Telefons endgültig in die Wirklichkeit zurückholte. Blind tastete ich danach, mit verschwommenem Blick und von meinen Tränen verklebten Wimpern.
Luca.
Noch nie hatten vier Buchstaben eine solche Wirkung auf mich gehabt. Ich schoss in die Höhe und blinzelte mir hektisch den Schlaf aus den Augen, bereit, den Anruf entgegenzunehmen, als ich noch einmal genauer hinsah und alle Hoffnung in mir erstarb. Wie ein abgeschossener Vogel fiel sie vom Himmel und knallte mir vor die Füße.
Nora.
Wie konnte er es wagen, mich noch einmal anzurufen? Ihm musste doch klar sein, wie viel Schaden er bereits angerichtet hatte. War das nicht genug? Oder konnte er selbst erst glücklich sein, wenn er mir sämtlichen Lebenswillen geraubt hatte? Eigentlich hätte ich den Anruf nicht entgegennehmen und die Nummer sperren sollen. Doch da er von Luca wusste und seine Adresse kannte, konnte ich ihn nicht ignorieren. Ein Zittern ging durch meinen Körper, und obwohl sich jeder Instinkt in mir dagegen sträubte, wischte ich mit dem Daumen über das Display.
"Was willst du?", zischte ich.
Es herrschte eine Sekunde Schweigen. "Ich ... wollte dir frohe Weihnachten wünschen", stotterte Nora verunsichert.
Ich war so überrascht, ihre Stimme zu hören, dass ich einen Augenblick überhaupt nichts erwidern konnte. Ich war so fest davon überzeugt gewesen, dass es Alan war, der mich von Noras Handy anrief, dass ich nicht damit gerechnet hatte, dass es tatsächlich meine Schwester sein könnte.
"Tut mir leid", erwiderte ich stockend. "Dir auch frohe Weihnachten. Ich bin gerade erst aufgewacht."
"Oh, stimmt. Sorry. Ich vergesse immer die Zeitverschiebung." Sie klang nicht wirklich so, als würde es ihr leidtun. "Mir ist nur langweilig. Ich warte darauf, dass Mom und Dad aufstehen, damit ich meine Geschenke aufmachen kann."
Mom und Dad. Dad. Dad. Dad. Ein kalter Schauer lief mir über den Rücken, und die Angst vor Alan, die von meiner Trauer über die Trennung von Luca verdrängt worden war, rückte wieder in den Vordergrund. Hatte ich Nora eben richtig verstanden?
"Alan und Mom schlafen noch?"
"Ja." Sie schnaubte ungeduldig. "Das habe ich doch gerade gesagt."
"Natürlich." Ich lachte nervös und rieb mir über die Stirn, Alan war nicht auf dem Weg zu mir. Anspannung und Sorge fielen schlagartig von mir ab. Gleichzeitig spürte ich, wie ein nagender Kopfschmerz hinter meinen Schläfen zu pochen begann. "Sind meine Geschenke rechtzeitig angekommen?", fragte ich Nora hastig, um sie abzulenken, damit sie nichts von meiner Erleichterung bemerkte.
"Ja, sie liegen hier unterm Baum."
"Perfekt. Ich hatte schon Angst, dass ich sie nicht rechtzeitig abgeschickt habe."
Ich hatte sie erst Anfang der Woche zur Post gebracht - natürlich ohne Absenderadresse auf dem Paket, Für Nora hatte ich ein Notizbuch mit Kiwi-Vögeln darauf besorgt, Mom hatte ich eine meiner neuen Ketten geschickt, und um keinen Verdacht zu wecken, hatte ich Alan ein billiges Aftershave gekauft.
"Ich finde es wirklich schade, dass du nicht da bist", sagte Nora.
"Ich auch", erwiderte ich und stellte erstaunt lest, dass das noch nicht mal komplett gelogen war. Wäre ich nach Maine gefahren, anstatt Luca nach Brinson zu begleiten, wären wir jetzt vielleicht noch zusammen. Dann härte ich zwar Alan ein paar Tage ertragen müssen, aber anschließend wäre ich in mein neues Leben zurückgekehrt.
Nein, wärst du nicht. Erneut Alans Nähe ertragen zu müssen, nachdem ich nun wusste, wie unbeschwert das Leben sein konnte, hätte mich gebrochen. Und es wäre Luca gegenüber nicht fair gewesen. Fr hatte etwas Besseres verdient, eine Frau, die weniger Ballast mit sich herumtrug und vollkommen ehrlich zu ihm sein konnte. Solange es Alan gab und er mit Nora Druck auf mich ausüben konnte, war es, als gäbe es eine unerwünschte dritte Person in unserer Beziehung, von der Luca nichts wusste und von der ich ihm nicht erzählen konnte. Und an jedem Tag, an dem ich nichts sagte, tischte ich ihm eine weitere Lüge auf.
"Ich muss Schluss machen", sagte Nora plötzlich. "Mom und Dad sind wach. Sie rufen dich sicherlich später noch mal an. Grüß Luca von mir." Sie legte auf, bevor ich mich verabschieden oder die Sache mit Luca richtigstellen konnte.
Benommen und noch immer von dem Wort "Dad" gefesselt, starrte ich auf das Display meines Handys, das mir anzeigte, dass ich drei Minuten und zwanzig Sekunden mir Nora telefoniert hatte. Ich betrachtete die Zahl, bis das Leuchten verblasste und der Bildschirm schließlich schwarz wurde. Ein Teil von mir realisierte, dass ich Erleichterung verspüren sollte. Erleichterung darüber, dass Alan nicht auf dem Weg zu mir war. Ein anderer Teil von mir hingegen war einfach nur wütend. Wütend auf Alan. Wütend auf die Situation. Aber vor allem wütend auf mich selbst. Wie hatte ich nur so dumm sein und ihm glauben können, er würde nach Brinson kommen, um mich zu holen? Er hatte geblufft. Natürlich. Wieso war ich nicht früher darauf gekommen?
Niemals würde er meine Mom und Nora über die Feiertage und Neujahr allein lassen. All die Jahre, in denen er auf mich herabgesehen und mich dominiert hatte, hatte er nicht einmal die Fassung verloren, sondern stets die Kontrolle behalten. Er war sich seiner Handlungen immer genauestens bewusst gewesen und hatte alles darangesetzt, dass unser Geheimnis ein Geheimnis blieb. Seine leibliche Tochter sitzen zu lassen, um überstürzt seine volljährige Stieftochter zu besuchen, hätte einen fälschen Eindruck erweckt. Eine Tatsache, die mir hätte klar sein müssen, aber meine Angst vor ihm hatte mich blind werden lassen.
Ich krallte die Finger um mein Handy. Am liebsten hätte ich es gegen die Wand geworfen, aber es war derzeit meine einzige Verbindung zu Luca. Ich wischte über das Display und wollte erneut seinen Kontakt öffnen, als ich das rote Symbol über dem grünen Hörer bemerkte. Siebzehn verpasste Anrufe, die bis tief in die Nacht reichten. Die meisten stammten von April, und ein paarmal hatte es Megan hei mir versucht. Mehrere SMS informierten mich über Nachrichten auf meiner Mailbox.
Ich wählte die Nummer des Anrufbeantworters.
"Hey Sage", grüßte mich Aprils Stimme. "Ruf mich an."
Ein Piepsen ertönte, und eine zweite Sprachnachricht, die nur wenige Minuten später mitgenommen worden war, wurde abgespielt.
"Offensichtlich ist Luca nicht der Einzige, der nicht mit mir reden will. Ich habe keine Ahnung, was zwischen euch vorgefallen ist. Ich würde es gerne verstehen. Was ist passiert? Ruf mich an. Bitte."
Pieps.
Nächste Nachricht.
"Hey, ich bin?s noch mal. April. Ich habe gerade in unserer Wohnung angerufen, und entweder ignorierst du das Telefon, oder du bist schon ausgezogen. Ich kann nicht glauben, dass Luca dich rausgeschmissen hat. Falls du schon weg bist, hoffe ich wirklich sehr, dass du nicht in deinem Transporter schläfst. Es ist viel zu kalt. Aaron ist die Feiertage über in Melview, aber seine Mitbewohner nicht. Wenn du ein Zimmer brauchst, ruf ihn an. Ich habe dir seine Nummer schon mal gegeben, oder? Falls nicht, melde dich. Nein warte, melde dich auch, wenn du die Nummer schon hast."
Pieps.
"Wenn du nicht mit mir sprechen willst, kann ich das verstehen. Aber lass mich zumindest wissen, ob es dir gut geht. Ich mache mir Sorgen."
Die Verzweiflung in Aprils Stimme wuchs mit jeder Nachricht, und ich bereute es, nicht zumindest einmal ans Telefon gegangen zu sein. Sie hatte nichts falsch gemacht und es nicht verdient, dass ich ihr solche Bauchschmerzen bereitete.
Erneut ertönte ein Piepsen. Ich war schon bereit aufzulegen, um April anzurufen, als mich der tiefe Klang einer männlichen Stimme innehalten ließ.
"Hey Sage."
Luca.
Unwillkürlich schossen mir Tränen in die Augen. Ich hatte nicht damit gerechnet, hier und jetzt seine Stimme zu hören. Gebannt hielt ich den Atem an, um kein einziges Wort zu verpassen.
"Ich hoffe, du bist gut in Melview angekommen. April hat noch nichts von dir gehört, und Megan meinte, dass du auf ihre Anrufe auch nicht reagierst. Die beiden machen sich Sorgen um dich, also melde dich bei ihnen."
Die beiden machen siech Sorgen um dich. Megan und April. Er nicht. Ich wusste, dass es ein egoistischer Gedanke war, aber ich wollte, dass er sich genauso um mich sorgte. Ich wollte ihm nicht egal sein.
Wider besseres Wissen spielte ich die Nachricht ein zweites, drittes und viertes Mal ab, nur um Lucas Stimme zu hören. Mein Herz verkrampfte sich. Ich vermisste ihn schon jetzt. Erschöpft ließ ich mich gegen die Rückenlehne des Bettes sinken und ließ die Aufnahme ein fünftes Mal durchlaufen. Erst als sich das "Hey Sage" erneut wiederholte, brachte ich es über mich, die Verbindung zur Mailbox zu trennen.
Eigentlich hatte ich vor, April anzuraten, da sie sogar Luca für mich ans Handy gezwungen hatte, aber wie von selbst scrollte mein Daumen bis zu Megans Namen. Alte Gewohnheiten ließen sich eben nur schwer brechen.
Sie nahm gleich nach dem ersten Klingeln ab.
"Sage!", rief Megan so laut in den Hörer, dass ich zusammenzuckte. "Wo zum Teufel steckst du? Geht es dir gut? Bitte sag mir, dass du nicht mit gebrochenen Knochen in irgendeinem Krankenhaus liegst. Muss ich nach Nevada kommen?" Zorn und Sorge lagen gleichermaßen in ihrer Stimme.

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