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Aus dem Buch: Nächte, in denen der Sturm aufzieht
 
Prolog
Kathleen

Mein Name ist Kathleen Whittier-Mostyn, und im Alter von siebzehn Jahren wurde ich für den Fang des größten Fisches in ganz New South Wales berühmt. Es war ein grauer Ammenhai, und selbst nach zwei Tagen öffentlicher Zurschaustellung blickte er mich mit einem Auge immer noch so böse an, als wollte er mich in Stücke reißen. Damals tat man in Silver Bay kaum etwas anderes als Sportfischen, und ganze drei Wochen lang war jener Hai bei uns Thema Nummer eins. Ein Zeitungsreporter nahm sogar die Anfahrt aus Newcastle auf sich und machte ein Bild von mir und dem Fisch. Obwohl mich der Fotograf schon gebeten hatte, meine höchsten Schuhe zu tragen, war das Vieh immer noch ganze dreizehn Zentimeter größer als ich.
Was man auf dem Foto sieht, ist ein hochgewachsenes, eher finster dreinblickendes Mädchen, das besser aussah, als es ihm selbst bewusst war, mit - zum Leidwesen seiner Mutter - sehr breiten Schultern und einer vom Einholen und Befestigen der Leinen so schmalen Taille, dass sie nie ein Korsett benötigte. Und da stand ich nun und platzte fast vor Stolz, weil ich noch nicht wusste, dass ich bis ans Ende meiner Tage selber am Haken dieses Monstrums hängen würde, als wären wir verheiratet. Was man auf dem Foto allerdings nicht erkennen kann, sind die beiden Drähte, an denen mein Vater und sein Geschäftspartner, Mr. Brent Newhaven, den Hai in der Vertikalen hielten. Das war dann doch etwas zu schwer für mich.
Trotzdem war mein Ruf durch diesen Vorfall zementiert.
Jahrelang war ich nur als das "Haimädchen" bekannt, auch als ich längst kein Backfisch mehr war. Meine Schwester Norah zog mich immer damit auf, angesichts meiner äußeren Erscheinung wäre der Name "Seeigel" wohl angebrachter, doch mein Vater glaubte fest daran, dass mein legendärer Fischzug dem Silver Bay Hotel zum Durchbruch verhalf. Zwei Tage nach Erscheinen meines Konterfeis in der Zeitung waren wir restlos ausgebucht, und das blieben wir auch bis ins Jahr 1962, als der Westflügel des Hotels einem Brand zum Opfer fiel. Männer reisten an, weil sie meinen Rekord überbieten wollten: Wenn schon ein Mädchen in der Lage war, einen solchen Brummer an Land zu ziehen, was konnte dann wohl erst ein richtiger Sportangler in dieser sagenhaften Bucht ausrichten? Ein paar von ihnen machten mir sogar einen Heiratsantrag, aber mein Vater pflegte zu sagen, bei denen hätte er schon Lunte gerochen, noch bevor sie Port Stephens erreichten. Also schickte er sie zum Teufel. Die Frauen kamen, weil sie es bis dato nicht für möglich gehalten hatten, dass sie auch angeln könnten, geschweige denn eine Beute, mit der sie in Konkurrenz zu den Männern treten könnten. Und die Familien schließlich kamen, weil Silver Bay mit seiner geschützten Bucht, den endlosen Sanddünen und der ruhigen See einfach ein wunderbarer Ferienort war.
Um es mit dem zusätzlichen Bootsverkehr aufzunehmen, wurden rasch zwei neue Molen gebaut, und jeden Tag war die Luft erfüllt vom Klicken der Riemen und dem Brummen der Außenbordmotoren, während die See in und außerhalb der Bucht von Anglern und Sportfischern durchforstet wurde. Bis spät in die Nacht hinein hörte man am Hafen das Aufheulen von Automotoren, leise Musik und Gläsergeklirr.
Während der fünfziger Jahre gab es wohl kaum einen Ort in der Gegend, der angesagter gewesen wäre als Silver Bay.
Heute haben wir immer noch unsere Boote und unsere Molen, obwohl wir nur noch eine Anlegestelle benutzen, und die Beute, der die Leute hinterherjagen, hat sich geändert. Ich selbst habe fast zwanzig Jahre lang keine Angelrute mehr in der Hand gehabt. Das Töten von Lebewesen jedweder Art interessiert mich nicht mehr.
Das Leben hier verläuft selbst im Sommer in ruhigen Bahnen. Die meisten Urlauber verschlägt es heutzutage in die Clubs und die mehrstöckigen Hotels, an schickere Badeorte wie Coffs Harbour oder Byron Bay, und uns ist das, um die Wahrheit zu sagen, nur recht so.
Den Rekord von damals halte ich immer noch. Er ist in diesem Wälzer verzeichnet, der sich angeblich wie geschnitten Brot verkauft, obwohl man keinen kennt, der jemals einen erworben hat. Ab und zu rufen die Herausgeber mich an, um mir mitzuteilen, dass mein Name auch im nächsten Jahr wieder drinstehen wird. Es kommt vor, dass Schulkinder bei mir klingeln und mir erzählen, sie seien in der Bibliothek auf meinen Namen gestoßen, und ich tue jedes Mal so, als wäre ich überrascht, weil ich ihnen eine Freude machen will.
Jawohl, den Rekord von damals halte ich bis heute. Das sage ich nicht, weil ich damit prahlen oder im Alter von sechsundsiebzig Jahren das Gefühl genießen will, wenigstens einmal im Leben etwas Bemerkenswertes vollbracht zu haben. Nein, wenn man wie ich in einer Welt voller Geheimnisse lebt, tut es einfach gut, wenigstens ab und zu eine Sache beim Namen zu nennen.

Kapitel 1
Hannah
Man brauchte bloß die Hand bis zum Gelenk hineinzustecken, um in der Keksdose der Moby One auf mindestens drei verschiedene Sorten Plätzchen zu stoßen. Yoshi sagte, die Besatzungen der anderen Boote seien bei den Keksen geizig und kauften immer nur die billigste Sorte mit Pfeilwurz, die in Großpackungen im Supermarkt erhältlich ist. Sie hingegen war der Meinung, wenn jemand hundertfünfzig Dollar dafür bezahlt, mit einem Boot auf Delphinjagd zu gehen, dann könne er auch einen anständigen Keks als Snack an Bord erwarten. Aus diesem Grund kaufte sie meistens Double Chocolate Anzacs, fingerförmige Shortbreads oder hauchdünne Pfefferminzplätzchen, in Folie gehüllt, und ab und an sogar selbstgebackene Kekse. Lance, der Skipper, meinte, sie kaufe nur deshalb anständige Kekse, weil das so ziemlich alles sei, was sie überhaupt zu sich nehme. Er sagte auch, wenn ihr Chef jemals dahinterkäme, wie viel Geld sie für Knabberkram ausgab, würde er einen Tobsuchtsanfall bekommen. Ich starrte die Plätzchendose an, als Yoshi den Passagieren Tee und Kaffee anbot, während die Moby One langsam in die Bucht hinausfuhr. Ich hoffte inständig, sie würden nicht alle Anzacs aufessen, bevor ich die Gelegenheit hatte, mir einen zu schnappen. Am Morgen hatte ich mich ohne Frühstück aus dem Haus gestohlen und erst erfahren, dass Yoshi mich mitfahren lassen würde, als wir ins Cockpit gegangen waren.
"Moby One an Suzanne. Sag mal, Greg, wie viele Bierchen hast du gestern eigentlich gezischt? Du hältst Kurs wie ein einbeiniger Besoffener."
Lance saß am Funkgerät. Während er weiterredete, steckte ich die Hand in die Keksdose und angelte mir den letzten Anzac heraus. Der Bordfunk zwischen den beiden Booten knisterte, und eine Stimme brummelte etwas vor sich hin, das ich nicht verstehen konnte.
Lance versuchte es wieder: "Moby One an Sweet Suzanne. Reiß dich jetzt besser zusammen, Mann. Vier von deinen Fahrgästen hängen schon über der Reling."
Yoshi trat zu ihm und reichte ihm einen Pott Kaffee. Ich duckte mich hinter ihr. Die Gischttropfen auf ihrer marineblauen Uniform glitzerten wie Pailletten.
"Hast du Greg gesehen?", brummte Lance.
Sie nickte. "Ich durfte ihn bewundern, bevor wir losgefahren sind."
"Er ist so besoffen, dass er nicht geradeaus lenken kann." Lance zeigte durch das wasserverspritzte Fenster auf das kleinere Boot vor uns. "Ich sag dir was, Yoshi, die Passagiere werden ihr Geld zurückverlangen. Der mit dem grünen Hut hat kein einziges Mal den Kopf gehoben, seit wir Break Nose Island passiert haben. Was zum Teufel ist denn in ihn gefahren?"
Yoshis Haar war das schönste, das ich jemals gesehen hatte. Es hing wie ein dicker, schwarzer Vorhang rund um ihr Gesicht und war trotz Wind und Meerwasser niemals zerzaust. Ich nahm eine meiner eigenen kümmerlichen Locken zwischen die Finger. Obwohl wir erst eine halbe Stunde auf See waren, fühlte sie sich bereits klebrig an. Meine Freundin Lara sagte, wenn sie erst vierzehn war, also in vier Jahren, würde ihre Mutter ihr Strähnchen erlauben. Genau in diesem Moment fiel Lance’ Blick auf mich. Irgendwann hatte es ja passieren müssen.
"Was machst du denn hier, Mäuschen? Deine Mami macht mir die Hölle heiß, wenn sie das erfährt. Hast du keine Schule?"
"Ferien." Ich trat ein wenig verlegen hinter Yoshi.
"Sie kommt dir schon nicht in die Quere, keine Sorge", sagte Yoshi. "Sie wollte bloß so gerne die Delphine sehen."
Ich schaute Lance an und zog mir die Ärmel bis über die Handgelenke.
Er erwiderte meinen Blick und zuckte schließlich mit den Schultern. "Dann zieh aber eine Schwimmweste an."
Ich nickte.
"Und steh mir nicht im Weg rum."
Ich legte den Kopf auf die Seite. Als würde ich das je tun.
"Ach, was soll’s. Hauptsache, deine Mutter gibt nicht hinterher mir die Schuld. Und hör mal, Mäuschen, das nächste Mal steuerst du die Moby Two an, okay - oder besser gleich das Boot von jemand anderem."
"Jetzt reg dich ab. Sie ist überhaupt gar nicht hier", sagte Yoshi. "Und übrigens, Gregs Steuerkünste sind noch längst nicht das Beste." Sie grinste. "Warte nur, bis er wendet, dann siehst du, was er mit seinem Bug angestellt hat."
Während wir langsam die Bucht verließen, sagte Yoshi, es sei ein guter Tag für eine Tour. Die See war ein wenig kabbelig, aber es blies nur ein mäßiger Wind, und die Luft war so klar, dass man die weiße Gischt auf den Brechern meilenweit sehen konnte. Ich folgte Yoshi auf das Hauptdeck, wo sich auch das Restaurant befand, glich mühelos mit den Beinen das Auf und Ab des Katamarans unter mir aus und fühlte mich gleich ein bisschen wohler, weil der Skipper wusste, dass ich an Bord war.
Das hier, hatte Yoshi mir gesagt, war der anstrengendste Teil der heutigen Delphinbeobachtungstour, die Zeit bis zur Ankunft in dem geschützten Gewässer rund um die Bucht, wo man oft ganze Schulen von Großen Tümmlern antreffen konnte. Während die Passagiere auf dem Oberdeck Platz nahmen und, in dicke Schals gehüllt, die frische Juniluft genossen, baute Yoshi das Buffet auf, reichte Getränke herum und bereitete, wenn die See unruhig war, wie meistens in dieser Zeit kurz vor dem Winter, das Desinfektionsmittel und die Eimer für diejenigen vor, die seekrank wurden. Man könne es ihnen so oft sagen, wie man wollte, brummte sie vor sich hin und schaute zu den gut gekleideten Asiaten, die den größten Teil der morgendlichen Kundschaft ausmachten - sie blieben trotzdem unter Deck, sie aßen und tranken trotzdem zu schnell, und sie gingen auch trotzdem auf die Toilette, um sich zu übergeben, und machten sie damit unbenutzbar, anstatt sich einfach über die Reling zu beugen.
Und wenn es sich um ihre Landsleute, die Japaner, handelte, fügte sie mit einem Hauch boshaften Vergnügens hinzu, verbrachten sie den Rest der Fahrt in einem Zustand still verzweifelter Demut, versteckt hinter dunklen Sonnenbrillen und hochgeschlagenen Krägen, die aschgrauen Gesichter stoisch aufs Meer gerichtet.
"Tee? Kaffee? Kekse? Tee? Kaffee? Kekse?"
Ich folgte ihr hinaus aufs Vordeck und schloss meine Jacke am Hals. Der Wind hatte sich ein wenig gelegt, aber die eisige Brise war immer noch zu spüren und pfiff um meine Nase und Ohren. Die meisten der Passagiere wollten nichts - sie unterhielten sich laut, um sich über das Motorengeräusch hinweg verständlich zu machen, starrten auf den weit entfernten Horizont hinaus oder machten Fotos voneinander. Ich tauchte dafür meine Hand umso öfter in die Keksdose.
Die Moby One war der größte Katamaran in Silver Bay.
Normalerweise arbeiteten zwei Stewards auf einem Kat, doch mit abnehmenden Temperaturen kamen auch weniger Touristen, weshalb Yoshi den Job so lange alleine machte, bis es wieder mehr Buchungen gab. Mir war das nur recht, denn so war es leichter für mich, sie davon zu überzeugen, mich an Bord zu lassen. Ich half ihr dabei, die Tee und Kaffeekannen in ihre Halterungen zurückzustellen, dann traten wir wieder auf das schmale Seitendeck hinaus, lehnten uns mit dem Rücken fest gegen die Fenster und blickten auf die See hinaus, wo das kleinere Boot vor uns immer noch seinem unsteten Kurs über die Wellen folgte. Selbst auf diese Entfernung war deutlich zu erkennen, dass mittlerweile die meisten der Fahrgäste über der Reling der Suzanne hingen.
"Zehn Minuten Pause sind drin. Da." Yoshi öffnete eine Dose Cola und reichte sie mir. "Hast du schon mal was von der Chaostheorie gehört?"
"Hmm." Das sollte so klingen, als wäre es durchaus möglich, dass ich davon gehört hatte.
"Wenn diese Leute da drüben bloß wüssten", sie zeigte mit einem Finger hinüber, während wir spürten, wie das Boot langsamer wurde, "dass ihre lang ersehnte Fahrt zu den wild lebenden Delphinen durch eine Frau ruiniert wird, der sie niemals über den Weg laufen werden, und durch einen Mann, der mittlerweile zweihundertfünfzig Kilometer entfernt von hier in Sydney mit ihr zusammenlebt und der festen Überzeugung ist, lila Radlerhosen seien im Alltag ein akzeptables Kleidungsstück."
Ich nahm einen Schluck von meiner Cola. Das Prickeln der Kohlensäure im Hals trieb mir Tränen in die Augen, und ich schluckte schwer. "Du meinst, dass die Touristen auf Gregs Boot kotzen müssen, hat etwas mit der Chaostheorie zu tun?" Ich hatte gedacht, der Grund dafür sei die Tatsache, dass er am Abend zuvor zu viel Alkohol getrunken hatte. Yoshi lächelte. "In etwa, ja."
Die Maschinen waren gestoppt worden, die Moby One kam zur Ruhe, und rundherum wurde es still bis auf das Geplauder der Touristen und das Klatschen der Wellen am Rumpf. Ich liebte es, hier draußen zu sein, liebte es zuzuschauen, wie mein Zuhause langsam zu einem winzigen weißen Punkt wurde, der sich von dem schmalen Streifen Strand abhob und schließlich ganz hinter den endlosen Buchten verschwand.

Lara besaß eine Jolle, mit der sie ganz alleine hinaussegeln durfte, solange sie sich an die Bojen hielt, die die alten Austernbänke markierten, und darum beneidete ich sie sehr. Meine Mutter erlaubte mir nicht, in der Bucht herumzuschippern, obwohl ich doch schon fast elf war. "Alles zu seiner Zeit", murmelte sie jedes Mal, wenn ich fragte.
Wenn es nach ihr ginge, würde ich überhaupt nie raus aufs Wasser kommen.
Lance tauchte neben uns auf: Gerade war er mit zwei kichernden Teenagermädchen abgelichtet worden. Junge Frauen baten ihn oft, für sie zu posieren, und er lehnte nie ab. Aus diesem Grund trug er auch so gerne seine steife Kapitänsmütze, sagte Yoshi, selbst wenn die Sonne so heiß vom Himmel brannte, dass ihm darunter das Hirn wegschmolz.
"Was hat er denn da auf die Seite des Bootes geschrieben?" Lance kniff die Augen zusammen, um Gregs Kreuzer aus der Ferne besser zu erkennen. Offenbar hatte er mir verziehen, dass ich mich an Bord befand.
"Ich sag’s dir, wenn wir wieder an der Mole sind." Yoshi zog eine Augenbraue übertrieben hoch und nickte mit dem Kinn in meine Richtung.
"Ich kann sowieso lesen, was da steht, weißt du", sagte ich. Die Suzanne, die bis gestern noch Sweet Suzanne geheißen hatte, war über Nacht in ein böses Schimpfwort umgetauft worden, von dem Yoshi mir außerdem gesagt hatte, es sei biologisch unmöglich.
Yoshi wandte sich Lance zu und senkte, soweit möglich, die Stimme, als glaubte sie wirklich, dass ich sie dann nicht hören konnte. "Seine Frau hat ihm mitgeteilt, dass es doch einen anderen Mann in ihrem Leben gibt."
Lance stieß einen Pfiff aus. "Das hat er doch schon längst gewusst. Aber sie hat es immer geleugnet."
"Es war wohl auch besser, es nicht zuzugeben, weil sie genau wusste, wie er reagieren würde. Außerdem ist er selber ja wohl auch nicht gerade ein Unschuldslamm …" Sie warf mir einen Blick zu. "Jedenfalls hat sie sich nach Sydney abgesetzt und verlangt die Hälfte des Bootes."
"Und was sagt er dazu?"
"Ich denke, das steht deutlich genug auf dem Boot."
"Ich kann gar nicht fassen, dass er damit Touristen spazieren fährt." Lance hob seinen Feldstecher, um sich die hingeschmierte rote Schrift genauer anzuschauen.
Yoshi bat mit einer Handbewegung um das Fernglas.
"Heute Morgen war er so blau, dass ich mir nicht sicher bin, ob er überhaupt noch weiß, was er getan hat."
Auf dem Oberdeck wurden aufgeregte Rufe der Touristen laut. Sie drängten alle in Richtung Bug.
"Jetzt geht’s los", murmelte Lance, richtete sich auf und grinste mich an. "Die Fahrt hat sich gelohnt, Mäuschen. Wir müssen wieder an die Arbeit."
Manchmal, sagte Yoshi, fuhren sie die ganze Bucht ab, aber die Tümmler wollten sich einfach nicht zeigen, und ein Boot voller unzufriedener Delphin-Fans sei ein Boot voller Gratis-Fahrten und Fünfzig-Prozent-Rückzahlungen, die den Boss irgendwann garantiert in den Ruin treiben würden.
Heute jedoch stand eine Gruppe Touristen dicht gedrängt mit surrenden Kameras im Bug, und alle versuchten, die glänzenden grauen Körper, die unter uns durch die brechenden Wellen sprangen, für immer auf ein Bild zu bannen. Ich spähte ins Wasser, um festzustellen, wer da gekommen war, um mit uns zu spielen. Unter Deck hatte Yoshi eine ganze Wand mit Fotos der Finnen aller Delphine vollgehängt, die in der Gegend gesichtet worden waren, und ihnen Namen gegeben: Zigzag, One Cut, Piper. Die Crews der anderen Boote hatten anfangs über sie gelacht, aber mittlerweile konnten alle die verschiedenen Fluken voneinander unterscheiden - schon das zweite Mal, dass wir diese Woche Butterknife zu Gesicht bekommen, hieß es dann zum Beispiel.
Ich kannte alle Namen auswendig.
"Sehen aus wie Polo und Brolly", sagte Yoshi und beugte sich über die Seite. "Ist das Brollys Junges?"
Wie stille graue Bögen umrundeten uns die Delphine, als wären sie die Touristen, die uns bestaunten, und nicht umgekehrt. Jedes Mal, wenn einer von ihnen die Wasseroberfläche durchstieß, klickten die Kameras. Was dachten die Tiere wohl, wenn wir sie so anstarrten? Ich wusste, dass sie so klug waren wie Menschen. Oft stellte ich mir vor, wie es wäre, sie hinterher bei den Felsen zu treffen, wo sie in Delphinsprache über uns lästerten - weißt du noch, der mit dem blauen Hut? Und der mit der komischen Brille?
Lance’ Stimme kam über den Lautsprecher. "Meine Damen und Herren, bitte laufen Sie nicht alle auf eine Seite des Bootes, um die Delphine zu beobachten. Wir machen eine langsame Wende, damit jeder einmal eine gute Sicht auf sie bekommt. Wenn Sie alle auf eine Seite gehen, kentern wir. Und Delphine mögen keine Boote, die umkippen."
Als ich aufblickte, entdeckte ich zwei Albatrosse, die für einen Moment in der Luft stillzustehen schienen und dann ihre Flügel anlegten und nach unten schossen, wo es nur ganz wenig spritzte, als sie aufs Wasser trafen. Einer tauchte gleich wieder auf und kreiste in der Luft, auf der Suche nach irgendeiner unsichtbaren Beute, dann gesellte sich auch der andere zu ihm, und sie schwebten eine Weile über der Bucht, um schließlich zu verschwinden. Ich blickte ihnen lange hinterher. Während die Moby One langsam ihre Position änderte, beugte ich mich über die Seite und schob die Kappen meiner neuen Turnschuhe unter der Reling durch, damit ich sie bewundern konnte. Yoshi hatte mir versprochen, bei wärmeren Temperaturen würde sie mir erlauben, mich in das Netz zwischen den Kufen zu legen, damit ich die Delphine berühren und vielleicht sogar ein 16
Stück mit ihnen schwimmen konnte. Aber nur, wenn meine Mutter einverstanden war. Ich seufzte. Wir alle wussten, was das bedeutete.
Als das Boot ein plötzliches Manöver machte, stolperte ich fast. Dann wurde mir klar, dass der Motor wieder angeworfen worden war. Erschrocken hielt ich mich an der Reling fest. Ich war in Silver Bay aufgewachsen und wusste, dass es bei den Beobachtungstouren ein paar Regeln gibt, die man befolgen muss. Wenn man Delphine spielen sehen will, muss man den Motor ausschalten. Sind sie in Bewegung, hält man am besten parallel zu ihnen Kurs und lässt sich von ihnen führen. Die Delphine zeigen einem sofort, was Sache ist: Wenn sie dich mögen, kommen sie näher, oder sie halten sich in einer gleichbleibenden Entfernung.
Wenn sie ihre Ruhe haben wollen, schwimmen sie davon.
Yoshi schaute mich stirnrunzelnd an, und als der Katamaran einen Satz machte, griffen wir nach den Rettungsleinen. Ich sah bestimmt genauso verwirrt aus wie sie.
Plötzlich beschleunigte das Boot und schoss vorwärts.
Über uns wurden kreischende Touristen in ihre Sitze zurückgeschleudert.
Lance sprach ins Funkgerät. Während wir hinter ihm ins Cockpit kletterten, sahen wir die Sweet Suzanne in der Ferne an uns vorbeijagen. Sie sprang wie wild über die Wellen, ohne auch nur im Geringsten auf die zunehmende Anzahl von seekranken Passagieren Rücksicht zu nehmen, die über der Reling hingen.
"Lance! Was machst du denn da?" Yoshi hielt sich an einer Handleine fest.
"Wir sehen uns, Kumpel … Sehr verehrte Damen und Herren …" Lance verzog das Gesicht und streckte den Finger nach dem Einschaltknopf des Lautsprechers aus.
Ich brauche eine Übersetzung, bedeutete er Yoshi wortlos. "Heute Morgen haben wir eine Sensation für Sie. Eine zauberhafte Begegnung mit unseren Silver-Bay-Delphinen konnten wir Ihnen schon bieten, aber wenn Sie noch ein wenig Geduld haben, möchten wir Ihnen etwas ganz Besonderes zeigen. Wir haben bereits die ersten Wale dieser Saison gesichtet, etwas weiter draußen auf See. Dabei handelt es sich um die Buckelwale, die jedes Jahr auf ihrer langen Wanderung nach Norden aus der Antarktis an uns vorbeiziehen. Ich kann Ihnen versprechen, dass dies ein Anblick ist, den Sie nie vergessen werden. Also, nehmen Sie bitte Platz oder halten sich gut fest. Es könnte jetzt etwas rauer werden, da der Seegang von Süden her zunimmt, aber ich will Sie rechtzeitig zu den Walen bringen. Wer vorne im Boot sitzen möchte, dem empfehle ich, sich bei uns eine wasserdichte Jacke auszuleihen. Im hinteren Teil des Bootes gibt es jede Menge davon."
Er kurbelte am Steuerrad und nickte Yoshi zu, die das Mikrophon übernahm. Sie wiederholte das, was er gesagt hatte, auf Japanisch und dann in verkürzter Version auch auf Koreanisch. Ich blickte angestrengt auf die See. In meinem Kopf hallte ein einziges Wort nach: Wale!
"Wie weit noch?" Yoshi spähte konzentriert auf das glitzernde Wasser hinaus. Die entspannte Atmosphäre von vorher war wie weggeblasen. Mein Magen krampfte sich vor lauter Aufregung zusammen.
"Vier, fünf Meilen vielleicht? Keine Ahnung. Der Touristenhubschrauber ist drüber weggeflogen und hat gesagt, sie hätten zwei Tiere ein paar Meilen vor Torn Point gesichtet. Ist ein bisschen früh für die Jahreszeit, aber …"
"Letztes Jahr war es der vierzehnte Juni. So lange ist es nicht mehr bis dahin", sagte Yoshi. "Verflucht und zugenäht! Schau dir Greg an! Bei dem gehen noch ein paar Fahrgäste über Bord, wenn er in dem Tempo weitermacht.
Sein Boot ist einfach nicht groß genug, um es mit so hohen Wellen aufzunehmen."
"Er will eben nicht, dass wir vor ihm da sind." Lance schaute auf den Geschwindigkeitsmesser. "Volle Fahrt voraus. Dieses Jahr ist die Moby One als Erste da, dafür werde ich sorgen. Endlich mal."
Die Mitglieder der Crews arbeiteten aus den verschiedensten Gründen auf den Booten. Manche machten den Job, um ihre Pflichtstunden an Bord zu absolvieren, damit sie später auf größeren Schiffen und zu besseren Bedingungen anheuern konnten. Einige, wie Yoshi, hatten damit als Teil ihrer Ausbildung begonnen und einfach Gefallen daran gefunden. Aber egal, aus welchem Grund jemand hier war – ich hatte schon lange begriffen, dass von der ersten Walsichtung der Saison ein ganz besonderer Zauber ausging, als könnte man erst dann an eine Rückkehr der Meeresriesen glauben, wenn man sie zum ersten Mal wieder erblickt hatte.
Eigentlich machte es keinen großen Unterschied, wer den Wal als Erster sah. Hatte sich die Neuigkeit erst mal wie ein Lauffeuer verbreitet, schalteten alle fünf Boote, die von der Walmole aus starteten, sofort von der Delphinbeobachtung auf Walbeobachtung um. Doch den Besatzungen war es keineswegs egal. Um genau zu sein, sie drehten fast durch im Bestreben, als Erste zu den Walen zu gelangen.
"Schau dir bloß diesen Idioten an! Ist schon komisch, dass er plötzlich doch einen geraden Kurs halten kann", stieß Lance wütend hervor. Greg war backbord von uns und schien noch an Tempo zuzulegen.
Yoshi angelte sich eine wasserdichte Jacke und warf sie mir zu. "Da! Nur für den Fall, dass wir vorne rausgehen müssen. Wird ziemlich nass."
"Verflucht noch mal, ich glaub’s einfach nicht." Lance zeigte auf ein weiteres Boot am Horizont. "Da ist Mitchell!
Könnte wetten, dass der den ganzen Morgen am Funkgerät gesessen hat, und jetzt taucht er einfach auf, mit einer Handvoll Passagieren an Bord. Irgendwann kriegt die faule Ratte von mir noch mal eine auf die Zwölf, das sag ich dir."
Über Mitchell Dray gab es immer Beschwerden. Im Gegensatz zu den anderen machte er sich gar nicht erst die Mühe, nach Delphinen Ausschau zu halten; er hörte seelenruhig einfach den Funkverkehr zwischen den Schiffen ab und fuhr dann schnurstracks dorthin, wo alle hinfuhren.
"Werde ich wirklich einen echten Wal sehen?", fragte ich. Unter unseren Füßen klatschte der Bug des Schiffes mit einem lauten Knall auf die Wellen, und ich musste mich am Kartentisch festhalten. Durch das offene Fenster waren die aufgeregten Rufe der Touristen zu hören, das Gekreische derjenigen, die bei besonders hohen Wellen einen Schwall Wasser abbekommen hatten.
"Wenn wir Glück haben, schon." Yoshis Augen ruhten immer noch konzentriert auf dem Horizont.
Ein echter Wal. Ich hatte noch nie im Leben einen gesehen.
"Da … Da! Ach nein, das ist nur Gischt." Yoshi suchte jetzt mit ihrem Feldstecher das Wasser ab. "Kannst du nicht den Kurs ändern? Es blendet so."
"Nicht, wenn wir als Erste da sein wollen." Lance schwenkte das Boot trotzdem ein wenig nach steuerbord, damit die Sonne in einem anderen Winkel auf die Wellen schien.
"Wir sollten die Küste anfunken. Nachfragen, wo der Hubschrauber den Wal gesichtet hat."
"Hat keinen Sinn", sagte Lance. "Der kann mittlerweile schon zwei Meilen weiter sein. Und Mitchell hört mit.
Ich gebe diesem Scheißkerl keine weiteren Informationen mehr. Der schnappt uns schon den ganzen Sommer über die Passagiere weg."
"Halt einfach Ausschau nach dem Blas."
"Aye, aye. Und nach dem kleinen Schildchen, auf dem steht: Wal. "
"Ich wollte nur helfen, Lance."
"Da!" Ich hatte den Umriss gesehen, wie ein großer schwarzer Kiesel, bevor er in der Ferne ins Wasser untertauchte. "Nordnordost. Schwimmt direkt auf Break Nose Island zu. Ist gerade abgetaucht." Mir war ganz schlecht vor Aufregung.
Hinter mir hörte ich, wie Lance anfing zu zählen. "Eins
… zwei … drei … vier … Wal!"
Eine unverwechselbare Fontäne stieg fröhlich am Horizont hoch. Yoshi quiekte vor Begeisterung.
Lance schaute zu Greg, der den Wal aus seiner Position offenbar noch nicht entdeckt hatte. "Wir haben sie!", stieß Lance hervor. Für ihn waren alle Wale weiblich, so wie alle Kinder für ihn "Mäuschen" waren.
Wal. Ich nahm das Wort in meinen Mund und ließ es mir genüsslich auf der Zunge zergehen. Dabei verlor ich die Wasseroberfläche keine Sekunde aus den Augen. Die Moby One änderte ihren Kurs, und der riesige Katamaran knallte jedes Mal aufs Wasser, wenn er nach einer Welle wieder landete. Ich stellte mir vor, wie der Wal hinter der Insel aus dem Wasser sprang und der Welt seinen weißen Bauch zeigte, so unbändig und voller Freude, am Leben zu sein.
"Ein Wal", flüsterte ich.
"Wir sind die Ersten", murmelte Yoshi aufgeregt. "Endlich sind wir mal die Ersten da draußen."
Ich sah, wie Lance das Steuer herumriss und leise vor sich hin zählte, um festzustellen, wie oft der Wal blies. Wenn mehr als dreißig Sekunden zwischen den Blasen lagen, würde er wieder tief hinabtauchen. Dann hatten wir ihn verloren. Lag weniger Zeit dazwischen, hatten wir eine Chance, ihm zu folgen.
"Sieben … acht … Jetzt ist sie oben. Jaaaa. "Lance schlug mit der Hand auf das Steuerrad und griff dann nach dem Mikrophon." Meine Damen und Herren, wenn Sie dort hin über nach rechts schauen, können Sie den Wal erkennen, der gerade auf dem Weg hinter die Landzunge ist."
"Jetzt hat Greg gemerkt, wo wir hinfahren." Yoshi grinste. "Bloß einholen kann er uns nicht mehr. Sein Motor ist nicht stark genug."
"Moby One an Blue Horizon. Mitchell", brüllte Lance in sein Mikrophon, "wenn du das Schätzchen da draußen sehen willst, musst du aufhören, an unseren Rockschößen zu hängen."
Mitchells Stimme kam über den Sender. "Blue Horizon an Moby One. Ich wollte bloß dafür sorgen, dass jemand die Leute aufnimmt, die bei Greg über Bord gehen."
"Ach, geht es dir etwa gar nicht um den Wal?", antwortete Lance knapp.
"Blue Horizon an Moby One. Das Meer ist alt und groß, Lance. Ist genug Platz für alle da."
Ich umklammerte die hölzerne Kante des Kartentischs so fest, dass meine Fingerknöchel ganz weiß wurden, während ich zusah, wie die Landzunge größer wurde. Ich fragte mich, ob der Wal dort langsamer werden und uns gestatten würde, näher an ihn heranzukommen. Möglicherweise würde er den Kopf heben und uns beäugen, und vielleicht würde er sogar an das Boot heranschwimmen und uns sein Junges zeigen.
"Zwei Minuten", sagte Lance. "In etwa zwei Minuten sind wir um die Landzunge herum. Hoffentlich kommen wir noch näher heran."
"Na los, Mädchen. Zeig uns, was du draufhast", sprach Yoshi wie zu sich selbst, den Feldstecher immer noch vor den Augen.
Wal, sprach ich leise zu dem Tier, warte auf uns, Wal.
Ich fragte mich, ob er mich bemerken würde. Ob er spüren würde, dass gerade ich unter all den Menschen auf dem Boot eine besondere Beziehung zu Meerestieren hatte. Ich war mir ziemlich sicher, er würde es spüren.
"Ich - kann - es - einfach - nicht - glauben." Lance hatte seine Schirmmütze abgenommen und starrte finster aus dem Fenster.
"Was denn?" Yoshi beugte sich zu ihm.
"Da hinten."
Ich folgte ihrem Blick. Während die Moby One langsam die Landzunge umrundete, wurden wir alle still. Nur eine halbe Meile draußen auf See, kurz vor der Landzunge, mitten im tiefblauen Wasser, lag die Ishmael vor Anker. Der frisch gestrichene Rumpf des Bootes glänzte in der Mittagssonne.
Am Ruder stand meine Mutter, lässig über die Reling gebeugt, das Haar zerzaust unter der ausgebleichten Mütze, die sie immer trug, wenn sie aufs Meer hinausfuhr. Milly, unser Hund, lag zu ihren Füßen. Meine Mutter sah so aus, als hätte sie schon seit Jahren dort auf den Wal gewartet.
"Wie zum Teufel hat sie das geschafft?" Lance fing Yoshis warnenden Blick auf und bedachte mich mit einem entschuldigenden Achselzucken. "Sorry, Mäuschen, aber – Mann …"
"Sie ist immer zuerst da." Yoshis Reaktion war halb amüsiert, halb resigniert. "Ich komme jedes Jahr hierher.
Und immer ist sie schon da."
"Von einer verdammten Engländerin geschlagen.
Schlimmer kann’s nicht mehr kommen." Lance zündete sich eine Zigarette an und warf das Streichholz verärgert über Bord.
Ich trat auf das Deck hinaus. Genau in diesem Moment tauchte der Wal auf. Während wir ihn bestaunten, schlug er mit der Fluke flach auf und blies eine gewaltige Fontäne in Richtung der Ishmael. Die Touristen an Deck der Moby One brachen in Jubel aus. Das Tier war gigantisch und so nah, dass wir die mit Seepocken bewachsenen Auswüchse an seinem Körper und den gerillten weißen Bauch sehen konnten; so nah, dass ich ihm kurz ins Auge blicken konnte. Dabei war es unglaublich flink - wie konnte etwas, das einen so gewaltigen Körper hatte, bloß so wendig sein?
Mir stockte der Atem. Ich hielt mich mit der einen Hand an den Rettungsleinen fest, hob mit der anderen den Feldstecher vor meine Augen und schaute hindurch - nicht auf den Wal, sondern auf meine Mutter. In diesem Moment hörte ich nichts mehr, weder die erstaunten Ausrufe über die Größe des Tieres noch über die Dünung, die es vor dem kleineren Boot hervorrief, und ganz kurz vergaß ich auch, dass ich mich nicht an Bord der Moby One sehen lassen durfte.
Selbst aus der Entfernung konnte ich erkennen, dass meine Mom lächelte, während sie mit zusammengekniffenen Augen nach oben blickte. Diesen Gesichtsausdruck zeigte sie an Land nur selten - wenn überhaupt …


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