Das Exposé

Liebe Autoren, liebe Freunde!

Es scheint sicher­lich leichter, sein Manuskript als Self­pub­lish­er irgend­wo hochzu­laden und auf Verkäufe zu warten, als bei einem reg­ulären Buchver­lag unterzukom­men. Da aber gute Self­pub­lish­er anscheinend nach und nach ‚doch’ wieder die Dien­stleis­tun­gen eines Ver­lags in Anspruch nehmen, weisen wir hier auf das wichtig­ste Werkzeug in Bezug auf die Ein­sendung eines Manuskrips bei ein­er Agen­tur oder bei einem der größeren oder ganz großen Buchver­lage hin: Auf das Exposè.

Bei Kurgeschicht­en ist es ein­fach. Man kann get­rost den gesamten Text als Leseprobe ein­re­ichen. Natür­lich wäre es eine Möglichkeit, auch den fer­ti­gen Roman im Ganzen an den Ver­lag zu schick­en. Machen wir uns jedoch nichts vor: Lek­toren sind auch nur Men­schen. Sie wer­den tagtäglich ger­adezu mit Manuskripten über­häuft und sind deshalb so manch­es Mal ver­sucht, sich das Bequem­ste zuerst auszusuchen. Und das Bequem­ste für einen über­ar­beit­eten Lek­tor ist nun mal ein pro­fes­sionell erscheinen­des Exposé mit Kurzvi­ta und Leseprobe.

Wie also gestal­ten wir ein möglichst pro­fes­sionell wirk­endes Exposè?

Anschreiben:

Heutzu­tage gehen kaum mehr Anschreiben per Post ein. Aber wenn schon, dann bitte kein rosa Papi­er mit Herzchen ver­wen­den. Ein Anschreiben sollte geschäftsmäßig ausse­hen und nur das notwendig­ste enthal­ten: Etwas so:

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei sende ich Ihnen das Exposè eines his­torischen Romans zu. Die Geschichte spielt in der Zeit der öster­re­ichis­chen Monar­chie in der ein junges Mäd­chen aus ein­fachen Ver­hält­nis­sen zur Kaiserin gekrönt wird, wobei die Liebe zu ihrem Gat­ten vor eine kräftige Zer­reißprobe gestellt wird. Die per­sön­lichen und poli­tis­che Ereignisse in jen­er Zeit belas­ten die bei­den aufs Äußerste.

Mit fre­undlichem Gruß und so weiter.

Ihr habt das The­ma sicher­lich erkan­nt. Cle­vere Filmemach­er haben eine weltweit erfol­gre­iche Trilo­gie draus gestrickt mit der unvergesslichen Romy Schnei­der in der Haup­trol­le und mit ihrer leib­lichen Mut­ter Mag­da in der Neben­rolle der Kaiserin-Mut­ter. Oder wer hat noch nie was von Sis­si gehört?

Ungeachtet dessen braucht über­haupt nicht ‘mehr’ im eurem Anschreiben zu ste­hen. Eher noch weniger. Kommt ganz drauf an WEN ihr damit erre­ichen wollt.

Das Exposè sel­ber enthält dann eine Zusam­men­fas­sung der kom­plet­ten Geschichte, kurz und präg­nant. Der Lek­tor will näm­lich genau wis­sen, ob das The­ma inter­es­sant genug ist, ob genug falsche Fährten und uner­wartete Wen­dun­gen für Span­nung sor­gen und ob das Ende über­raschend genug aus­fällt oder ob es dem Leser wenig­stens zu Herzen geht und so weit­er. Der Lek­tor MUSS das wis­sen, denn er hat darüber zu urteilen, ob sich das Manuskript als Buch auf dem Markt behaupten kann oder nicht.

Die meis­ten Ablehnun­gen entschei­den sich genau in dieser Phase, und zwar noch ehe der Lek­tor den Tex­tauszug probege­le­sen hat. Seinem Gespür obliegt es, einen poten­ziellen Sell­er von ein­er Aller­welts­geschichte zu unter­schei­den. Denn der Ver­lag investiert sein Geld nicht gerne in soge­nan­nte Laden­hüter, die nie­mand lesen will.

Es ist natür­lich kein Geheim­nis, dass sich Lek­toren auch mal irren. Man erzählt sich die Sto­ry von einem Schrift­steller, der rund vierzig Ver­lage abklap­pern musste, ehe ein­er der Lek­toren so gnädig war, es mit dem hoff­nungsvollen Schreiber­ling zu ver­suchen. Das Buch wurde — wider Erwarten — zum Weltbest­seller und kaum ein Lit­er­aturfre­und, der den Namen des Autors nicht ken­nen würde: Ernest Hemmingway.

Aber zumeist läuft der Hase ein biss­chen anders. Und trotz­dem muss man auch heute noch zunächst die Lek­toren beein­druck­en, ehe irgen­dein Ver­lag ein größeres finanzielles Risiko einge­ht. Es ist eben eine Sache des Ver­trauens — oder der Sym­pa­thie. Wenn man Glück hat, kann man sich vielle­icht auch auf irgen­deine Art und Weise ander­weit­ig nüt­zlich machen; aber das hängt vom jew­eili­gen Ver­leger ab. Nicht jed­er Ver­lag ist auf Team­work gegrün­det wie Sar­turia®. Man muss sich eben im Vor­feld darüber informieren, was möglich ist und was nicht.

For­mat der Leseprobe ist üblicher­weise *.doc oder *.docx, DIN A4 mit Times New Roman 12 pt und etwa 1800 Zeichen mit Leerze­ichen auf der Norm­seite. Größere Abwe­ichun­gen davon verärg­ern zumeist den Lek­tor, und er kommt gar nicht erst in den Genuss eine ‘möglicher­weise’ supergute Geschichte ken­nen­zuler­nen. Bei Sar­turia darf es auch Gara­mond 12pt und eben­falls etwa 1800 Zeichen (mit Leerze­ichen) pro Seite; das entspricht der Stan­dard­seite unser­er Trainings-Anthologien.

Ist der Lek­tor schließlich durch die Lek­türe der Textvorschau überzeugt wor­den, so sind bere­its die gröb­sten Hür­den über­wun­den. Er will dann wahrschein­lich nur noch wis­sen, wie alt ihr seid und ob ihr schon irgen­det­was veröf­fentlicht habt. Nicht jed­er Ver­lag gibt sich mit bluti­gen Anfängern ab. Und kein­er da draußen ver­fügt über solch markengeschützte und wertvolle Text-Aufw­er­tungs-Werkzeuge wie sie die Sarturia®-Literatur-Akademie vorzuweisen hat.

Mit Hil­fe dieser Werkzeuge haben es bish­er nicht nur Top-Autoren, Lit­er­atur­preisträger, Lek­toren und sog­ar Ver­leger geschafft, erfol­gre­ich zu wer­den. Das hängt allerd­ings vom Einzel­nen sel­ber ab. Auf jeden Fall haben bis­lang hun­derte lern­begeis­tert­er Neo-Autoren gezeigt, dass sie sich prak­tisch spielerisch weit­er­en­twick­eln kön­nen während sie in der Haupt­sache immer noch ihre Self­pub­lish­er-Kar­riere verfolgen.

Die Sarturia®-Literatur-Akademie ‘wartet’ näm­lich nicht auf beg­nadete Kün­stler, son­dern ‘erschafft’ sie ein­fach — sofern die Mitar­beit seit­ens des betr­e­f­fend­en Autoren gewährleis­tet ist.

Die oben vorgestell­ten vier Kom­po­nen­ten soll­ten eigentlich genü­gen, um sich bei einem wirk­lich poten­ten Ver­lag vorstellen zu kön­nen. Ein inter­essiert­er Lek­tor wird sich dann ganz von sich aus bei euch melden, wenn er weit­ere Einzel­heit­en oder Infor­ma­tio­nen benötigt.

Zusam­men­fas­sung der Komponenten:

1. Höflich­es Anschreiben
2. Inhaltliche Zusam­men­fas­sung (Treat­ment)
3. Leseprobe (bis zu etwa 30 Seiten)
4. Kurzvi­ta (Werde­gang des Autors)

Wer wis­sen will, worauf die Lek­toren im Einzel­nen acht­en, der kann sich die im Best­seller-Shop von Sar­turia® erhältliche Autoren­schule anschauen. Sie beschränkt sich auf das Wesentliche und ist schnell durchge­le­sen. Sie ist — so ganz ohne ern­sthaftes Train­ing — kein Garant für nach­halti­gen Erfolg; sie bein­hal­tet jedoch so gut wie alles, was ein Manuskript haben sollte, wenn es Gnade vor den Augen eines maßge­blichen Lek­tors find­en soll.

http://www.sarturia.com/bestseller/index.php?kat=Wissenschaft#a30036

Welchen Weg ihr auch ein­schla­gen mögt, wir hal­ten euch die Dau­men und wün­schen euch auf jeden Fall recht viel Erfolg mit eurem Manuskript.

Dieter König
Ver­leger, Coach, Lek­tor, Buchautor
.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.