Making of – Das Buch der magischen Sprüche

Making of zu „Das Buch der magischen Sprüche“
(Band II zu „Das Erbe des Casparius“)

Meist findet eine Geschichte nach 300 Seiten wirklich ein Ende, manchmal aber schütteln deren Hauptpersonen energisch die Köpfe und wollen das ihnen eingehauchte Leben nicht abgeben. Dem Autor gelingt es eine Weile, den Protest zu überhören; wenn aber die Leser oder gar ein Verlag der Meinung sind, das könne doch nicht alles gewesen sein, ja dann …

Jeder ahnt es: Caspar Fröhlich und seine Freundinnen blieben bei diesem Tauziehen Sieger!
Der Hans-guck-in-die-Luft hatte ja inzwischen die grünen Spaßhosen ausgezogen und kam recht vernünftig daher. Im zweiten Band seiner abenteuerlichen Lebensgeschichte macht er nun die Behauptung wahr: Ich kann auch anders! Er wirft sich aufs Studium der Chemie – in der es zischt, duftet und stinkt, je nachdem.

Wo studiert er? Wo befindet sich ein weiterer Schauplatz des Geschehens?
Das war für mich als Autorin einfach zu bewerkstelligen: Man schreibt stets am besten über das, was man kennt. ’Rammstadt an der Ramme’ ist daher für Ortskundige Sachsen-Anhalts sehr schnell zu erkennen als die Universitätsstadt … o, nein! Den Namen verrate ich nicht.

Und wie es im Leben zugeht – Caspar findet dort einen Freund, der zu ihm passt – Frieder, ebenfalls ein ’Spökenkieker’ (Geisterseher), nur etwas weniger verrückt. Man soll ja nicht übertreiben!
Frieders Großvater lehrt Caspar Latein und so kann dieser endlich den alten Wälzer des Urahns Casparius lesen. Das ist unerlässlich für den Fortgang der Geschichte, wie aus dem Titel ersichtlich! Es hieß aber auch, ich selbst musste mein arg verstaubtes Latinum hervorzerren. Korrigiert wurden meine gequälten Sätzchen dann in Wien! Das erwies sich als gute Idee, sonst hätte ich mich ziemlich blamiert.

Als Caspar zum Studium aufbrach, hatte ihm der Urahn aufgetragen, niemals den Weg der Geradlinigkeit zu verlassen. Der junge Student begreift schnell, dass solch ein ’gerader’ Weg auch um tausend Ecken führen kann, in denen nicht nur sein Lieblingsfeind der Teufel, sondern auch dessen Ausgeburten und sogar die unheimlichen Geister Mexikos lauern – quasi Berufskollegen Seiner Ungnaden. Das Böse ist schließlich nicht nur auf e i n e m Platz der Erde daheim.
Und warum treibt Caspar sich in der großen weiten Welt herum?
Er sucht seinen verschollenen Vater! Den hätte er niemals gefunden ohne die Hilfe des jungen Schamanen Xolotl, der nun allerdings genau so ’tickt’ wie Caspar.

Wer annimmt, meine Enkel hätten auf die Fortführung der Geschichte diesmal keinen Einfluss gehabt, der irrt! Eingedenk der Feststellung des ehemals grün-behosten Helden, ich sei ein altes Weib und habe von manchen Dingen keine Ahnung, orientierte ich mich flugs an deren kleinen Liebschaften und adaptierte sie. Ohne Liebe und Küsse geht es nun mal nicht zufriedenstellend im Leben zu! Caspar kriegt deshalb am Ende die ’Prinzessin’ Louise und der Freund Frieder die bodenständige Grit.
Eine nicht unerhebliche Rolle spielt in der Liebesgeschichte zwischen Caspar und Grit übrigens die Schwarze Magie einer gewissen sich hilfreich einschaltenden Hexen-GmbH (Gesellschaft mit besonderer Hinterhältigkeit), sei es auch nur, um Seiner Ungnaden dadurch eins auszuwischen!
Und wie ergeht es zuletzt dem Teufel? Dazu kann ich nur sagen: Er ist nicht totzukriegen!
Aber ein rosafarbenes Kügelchen-Schäumen – der Ausbruch der ’Gute-Welt-Pest’ in der Hölle – schafft ihn den Menschen zumindest für eine gewisse Zeit vom Leibe.
Und das ist nun wirklich das Ende der Geschichte. Viel Spaß beim Lesen!

Das Buch im Sarturia®-Bestseller-Shop: http://bit.ly/2lAh2bR

Dieser Beitrag wurde unter Makingof veröffentlicht. Setzen Sie ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.