Making of – Lustige Kindergeschichten

Making of „Lustige Kindergeschichten“

Die Resonanz auf unsere Ausschreibung „Lustige Kindergeschichten“ war überwältigend. Sie zeigt, dass Märchen und Geschichten für Kinder ein modernes und aktuelles Thema sind, das Autoren und Leser gleichermaßen anspricht. Die Auswahl ist uns nicht leichtgefallen.

Vierzehn spannende und fantasievolle Erzählungen haben wir in dem Sammelband „Lustige Kindergeschichten“ zusammengestellt. Die kleinen und großen Leser gehen auf eine abwechslungsreiche literarische Reise. Sie können Eisbären treffen, Märchenfiguren retten, Schätze finden und Abenteuer erleben. Und nicht immer, aber manchmal ist Magie und Zauberei im Spiel. Bebildert werden die Geschichten durch farbenfrohe Illustrationen, welche das Gesamtwerk abrunden.

Es war ein heißer und sehr produktiver Sommer. Viele Wochen fand ein reger Austausch zwischen den Autoren, den Lektoren, der Illustratorin und mir statt. Auch unsere Coverdesignerin war mit Begeisterung dabei. Wir alle haben viel gelernt. Die Motivation und der Optimismus der Autoren haben mich nachhaltig beeindruckt. Das Ergebnis zeigt, wenn alle das Gleiche wollen, lassen sich konstruktive Lösungen finden.

Die Geschichten:

Der Eisbär
Groß und stark sein, bedeutet nicht automatisch schlau und klug zu sein. In der Geschichte „Der Eisbär“ von Barbara Merten glaubt der große, starke Bär schlauer und klüger zu sein als alle Tiere um ihn herum. Er trägt die Nase ziemlich hoch und meint, dass seine Stimme sein bester Freund ist. Erst als es ihm ziemlich schlecht geht, erfährt er, dass Hilfsbereitschaft und Freundschaft das Wichtigste und Größte im Leben sind. Diese Geschichte hat die Autorin für ihre geschichtenhungrigen Schüler geschrieben, die, ähnlich wie der kleine Häwelmann, rufen: „Mehr, mehr! Schreib noch mehr!“

Märchenträume
Die Geschichte „Märchenträume“ von Justyna Piecyk führt den Leser in die Welt der Märchengeschichten und warnt vor ihrer völliger Vergessenheit. Diese Geschichte verbindet Vergangenheit und Gegenwart, Realität und Traum. Betreten Sie die verzauberte Welt der Märchen, und erleben Sie ein erstaunliches Abenteuer mit Melania und Nikolaus.
Das Märchen wurde als bester Beitrag der Ausschreibung ausgezeichnet.

Lustige Piraten im Sturm – Ich kämpfe, ich laufe, ich bleibe stehen
In der Geschichte „Piratenmäuse im Sturm – Ich kämpfe, ich laufe, ich bleibe stehen“ von Lydia Hinze begeben sich die Mäuse Erich, Oliver und Alexander auf eine Schatzsuche. Vielfältige Gefahren müssen sie auf Ihrer Reise meistern, die demonstrieren, wie unterschiedlich ein jeder auf Angst reagiert und wie sich unterschiedliche Persönlichkeiten wunderbar ergänzen können. Die Geschichte entstand aus dem Wunsch, Kindern beizubringen, sich ihrer Emotionen bewusst zu sein und sich nicht von ihnen beherrschen zu lassen.

Ludwig und Charlotta
Die Idee zu „Ludwig und Charlotta“ entstand als die Tochter von Lea Ochßner zu ihrer Taufe einen Stoffelch namens Ludwig und eine Spardose, die wie ein buntes Huhn gestaltet ist und „Charlotta“ getauft wurde, geschenkt bekam. Sie dachte sich, warum könnten die beiden nicht miteinander befreundet sein, und kreierte kurzerhand das Abenteuer dieser außergewöhnlichen Freundschaft.

Der Drache unter der Schulbank
Es scheint ein völlig normaler Schultag zu werden, doch plötzlich klappert der Deckel von Linus‘ Schulbank. Dort hat sich tatsächlich ein Drache eingenistet! Linus wird angst und bange, aber gleichzeitig will er niemanden von seiner Entdeckung erzählen. Wie die Geschichte „Der Drache unter der Schulbank“ von LuX Clara endet erfahren sie im Buch.

Der Wasserkönig
Tauchen sie ein in die Welt eines Protagonisten, der vor allem eines liebt – Wasser. Die Kurzgeschichte „Der Wasserkönig“ von Susanne Rzymbowski entsprang der Idee, Selbst- und Umweltbewusstsein zu wecken und zu fördern.

Ein Tag in Kofferhausen
Katharina Bosch entführt mit ihrer Geschichte „Ein Tag in Kofferhausen“ in die Welt, in der die Redewendungen der Erwachsenen leben. Die Idee kam der Verfasserin spontan. Inspiriert wurde sie von der Autorin Nina George, deren Figur Max Jordan auch sehr gute Ideen für Kindergeschichten hat, und von ihrer präsenten Erinnerung daran, wie es war, selbst ein Kind zu sein.

Dreimal schwarzer Katzenpups
Kinder lieben Hexen, und das trifft auch auf die Jungs von Sarah Drews zu. Um ihren Kindern Fair Play beizubringen, hat sich die Autorin die Geschichte „Dreimal schwarzer Katzenpups“ ausgedacht. Magisch, witzig und hoffentlich lehrreich.

Der kleine Clown
In der Geschichte von Sebastian Nokelsky geht es um das Mädchen Noxana, die zum ersten Mal einen Zirkus besucht. Während die anderen Kinder großen Spaß an der Vorstellung haben, bekommt sie Angst und versteckt sich hinter ihrer Mama. Ob „Der kleine Clown“ es schafft sie wieder zum Lachen zu bringen?

Mia und die geheime Tür
Wie stark kann eine Zauberschülerin sein, das fragt sich Mia in „Mia und die geheime Tür“ von Luna Day. Sie ist mit ihrer Familie in den Ferien unterwegs auf einer Bergwanderung. Zu Beginn ist Mia missmutig, bis sie durch Magie eine geheime Tür entdeckt, hinter der zauberhafte Wesen umherwandeln. Sie lernt die Dinodame Krisuna kennen, die verzaubert wurde und gerne wieder normal wäre. Kann Mia ihrer neuen Freundin und den anderen Verzauberten helfen?

Lottas Andersrum Tag
Die Geschichten von Lydia Mahnke entstehen in Rückbesinnung an die eigene Kindheit, so auch der Titel „Lottas Andersrum-Tag“. Der Gedanke “Was wäre, wenn alles anders wäre?“ hat sie viele Jahre ihrer Kindheit begleitet und inspirierte sie, eine Welt zu zeichnen, in der diese Frage beantwortet werden kann.

Störtebekers Pickel
Hans Schernthaner denkt sich gern Geschichten aus, die seinen Kindern gefallen könnten. Sie sind auch seine ersten Leser und seine härtesten Kritiker. Über Störtebeker wollte er immer schon eine Geschichte schreiben, und leider hatte er als Kind auch den einen oder anderen Pickel. Was es mit dem Pickel auf sich hat erfahren sie in „Störtebekers Pickel“.

Der Prinz und die falsche Braut
Märchen verleihen der Seele Flügel, sie ziehen ihre Leser in ihren Bann und tragen sie fort in eine Welt, in der alle Wünsche und Träume wahr werden. Das Märchen „Der Prinz und die falsche Braut“ entstand in einer für Irmtraut Jesse schwierigen Zeit. Schreiben als Therapie. Nach Meinung der Autorin hat dies funktioniert; das Ergebnis ist ein fantasievolles Märchen.

Ein Frosch mit Namen: Erdolin
Die Nachbarn von Edith Maria Bürger hatten sich ihre Terrasse neu gestaltet, und der Springbrunnen bekam zur Zierde einen Frosch aus Keramik. Die Figur erhielt durch die Handmalerei eine gewisse Lebendigkeit und inspirierte die Autorin, eine Geschichte daraus zu spinnen mit dem Titel „Ein Frosch mit Namen: Erdolin“.

Danksagung
Mein Dank gilt Marianne Thiele. Als Supervisorin dieses Projektes stand sie mir allzeit mit Rat und Tat zur Seite und war maßgeblich am Lektorat und Coaching der Autoren beteiligt.

Ich danke zudem Dr. Daniel Schulzek und Christine Jurasek für die tatkräftige Unterstützung und die Ausmerzung letzter Fehler. Die Bewertungsschreiben von Christine Jurasek und die literarische Kreativität von Daniel Schulzek beeindrucken mich nachhaltig. Ein spezieller Dank gebührt Georgina Hartmann für das fantastische Cover sowie Justyna Piecyk für die großartigen Illustrationen.

Ohne das Engagement der freiwilligen Helfer und Mitglieder des Gemeinnützigen Förderverein Sarturia® Autorenschule e. V. hätte diese Anthologie nicht entstehen können.

Das größte Dankeschön geht an die Autoren, durch die dieses Kinderbuch mit ihren fantastischen Geschichten überhaupt erst möglich geworden ist.
Ihre Herausgeberin
Barbara Bellmann

Die Autoren
Katharina Bosch schreibt bereits, seit sie fünf Jahre alt ist. Nun hat sie selbst ein Kind und beginnt, ihr Geschriebenes zu veröffentlichen. Bücher sind für sie eine tolle Möglichkeit, in allerlei fremde Welten einzutauchen, und sie wünscht jedem Kind und auch jedem Erwachsenen viel Freude dabei!

Edith Maria Bürger, geb. 1946 in Hagen-Haspe, arbeitet als Drogistin. Sie ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt mit ihrer Familie in Ennepetal. Seit 1994 schreibt sie Gedichte (mit Federzeichnungen), Geschichten für Kinder (mit eigener Illustration), Kurzprosa, sowie Beiträge in Zeitschriften, Zeitungen und unzähligen Anthologien, die im In- und Ausland veröffentlicht werden. Von 1997 bis 2007 war sie Mitglied des Autorenkreises Ruhr-Mark e.V. Hagen / Westfalen. Im Jahr 2000 veröffentlichte sie ihr Buch „Leben ist …“ im Goki-Verlag Kirspe. Dabei handelt es sich um ein lyrisches Werk, das Frau Bürger mit Federzeichnungen illustrierte.

LuX Clara, geboren und aufgewachsen in den Bergen Südtirols, flüchtete zum Studieren in die österreichische Hauptstadt, sowie später nach Barcelona und Granada. Zwischendurch und immer wieder verschlug es ihn auch in andere Länder, entweder um neue, fremde Kulturen zu entdecken oder um zu arbeiten. Block und Stift begleiten ihn dabei stets und ermöglichten ihm so auch die ein oder andere Veröffentlichung in Zeitschriften, Anthologien oder Webseiten.

Sarah Drews wurde in Hamburg geboren und entdeckte schon als Kind die Liebe zu Büchern. Seit Dezember 2016 erweckt sie Geschichten zum Leben. Im Juli ist ihr Jugendbuch „Magie der Angst“ im Kelebek Verlag erschienen.

Luna Day wurde 1982 in Wertigen geboren und wuchs in Augsburg auf, wo sie immer noch mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern lebt. Ihre Liebe zum Schreiben entdeckte sie durch Harry Potter und Roll-Play-Games schreiben in Foren. Sie verfasst Kindergeschichten, aber auch Fantasy- und Liebesgeschichten. Die Autorin hofft darauf, bald ihren ersten Fantasyroman zu veröffentlichen.

Lydia Hinze lebt mit ihrer Familie auf einer Farm in Südafrika. Ihre Leidenschaft fürs Schreiben entwickelte sie während ihrer Arbeitszeit als Bauingenieurin. Nach der Geburt ihres zweiten Sohns begann sie, Geschichten für Kinder zu schreiben, die ihre Emotionen ansprechen und ihre Fantasie anregen sollen.

Irmtraut Jesse wurde 1948 in Berlin geboren, studierte Nachrichtentechnik und arbeitete an einer Hochschule. Sie veröffentlichte verschiedene Märchen und Kurzgeschichten. Sie ist Mutter von zwei Kindern und lebt in Berlin- Pankow.

Lydia Mahnke tummelt sich seit der vierten Klasse irgendwo zwischen Krimi, Thriller und Lyrik. Bis heute hat sie zwei Romane veröffentlicht, einige Werke haben einen Platz in diversen Anthologien gefunden. Darunter sind auch Kindergeschichten, die sie seit der Geburt ihrer beiden Kinder bevorzugt schreibt.

Barbara Merten malte sich schon in Ihrer Kindheit Geschichten aus, nicht immer zur Freude der Eltern. Seit ihre eigenen vier Kinder erwachsen sind, arbeitet sie an einer Grundschule als Erzieherin. Sechs Kinderbücher, Gedichte, Geschichten und Krimis für Erwachsene hat sie veröffentlicht. Mit ihrem Erzähltheater tourt sie unter verschiedenen Themen durch Schulen und Kitas.

Sebastian Nokelsky, der gelernte Glasreiniger wurde 1987 in Lauchhammer geboren. Für den Sportler und Zeichner ist es die erste Verlagsveröffentlichung einer seiner Kurzgeschichten.

Lea Ochßner, geboren 1992, ist zurzeit Volontärin bei der RHEINPFALZ. Bereits seit ihrer Kindheit schreibt sie Geschichten. Ihre Babypause nach dem Studium nutzte sie zur Teilnahme an verschiedenen Kurzgeschichtenwettbewerben. Am liebsten schreibt sie Kindergeschichten.

Justyna Piecyk studierte Kunst und Germanistik in Polen. Derzeit arbeitet sie als Deutschlehrerin in einer Grundschule. In ihrer Freizeit schreibt und illustriert sie Märchen für Kinder. Zu ihrem Erfolg gehört die Veröffentlichung eines E-Books mit dem Titel „Marienkäferchen Klara“ für Kinder mit Leukämie. Sie schrieb und illustrierte auch andere polnische therapeutische Märchen, die unter dem gemeinsamen Titel „Bajki Uzdrawiajki“ veröffentlicht wurden. http://justart5.simplesite.com/

Susanne Rzymbowski, geb. 1964 in Köln, Spinnerin von Wort und Sinn, nimmt seit 2015 an den unterschiedlichsten Ausschreibungen teil, um neue Ideen zu entwickeln. Neben lyrischen Texten schreibt sie auch gerne Kurzgeschichten und lässt sich hier u.a. von den unterschiedlichen Ausschreibungsthemen inspirieren. Ihr Anspruch: zum Nachdenken anzuregen. Ihre Texte lassen in ihrer kritischen Auseinandersetzung dabei immer einen Verständnis-Spielraum für den Leser und stellen ein Potpourri der unterschiedlichen Genres dar. Von niedlich bis bitterböse, findet der Leser in ihnen eine Bandbreite des alltäglichen Lebens, das komprimiert in fantasievollen Bildern geschildert wird. Ihre Texte berühren gedanklich und emotional und zeichnen sich vor allem durch einen ihr eigenen, ästhetischen Wert aus, der einer engagierten Literatur zu Eigen ist.

Hans Schernthaner wurde 1966 in Berlin geborene und studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock. Er ist als freiberuflicher Regisseur, Schauspieler, Dozent und Autor tätig und lebt in Hamburg.

Die Illustratorin
Justyna Piecyk studierte Kunst und Germanistik in Polen. Derzeit arbeitet sie als Deutschlehrerin in einer Grundschule. In ihrer Freizeit schreibt und illustriert sie Märchen für Kinder. Zu ihrem Erfolg gehört die Veröffentlichung eines E-Books mit dem Titel „Marienkäferchen Klara“ für Kinder mit Leukämie. Sie schrieb und illustrierte auch andere polnische therapeutische Märchen, die unter dem gemeinsamen Titel „Bajki Uzdrawiajki“ veröffentlicht wurden. http://justart5.simplesite.com/

Die Coverdesignerin
Georgina Hartmann hat schon als Kind gerne gezeichnet, die Vernunft brachte sie jedoch auf eine kaufmännische Laufbahn, die sie auch weiterhin ausübt. Über die Jahre hat sie sich neue Techniken angeeignet und sich in die digitale Illustration vertieft. Mit ihrem ersten veröffentlichten Buchcover erfüllt sie sich einen lange gehegten Traum.

Die Herausgeberin
Barbara Bellmann wurde 1984 in Hagen/Westfalen geboren. Nach dem Studium der Humanmedizin an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, begann sie ihre Facharztausbildung zur Kardiologin am Aachener Universitätsklinikum. Im Sommer 2013 setzte sie ihren Weg an der Charité Berlin fort. Seit August 2017 arbeitet sie als Kardiologin an der Universitätsklinik Köln. Im Jahr 2015 publiziert die Autorin erstmalig für den Sarturia-Verlag Kurzgeschichten und hat im Frühjahr 2018 die Herausforderung als Herausgeberin für den Märchenbereich angenommen. Ihre ersten Projekte sind die „Lustigen Kindergeschichten“ und der „Zaubermärchenwald“.
www.barbarabellmann.berlin
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