Making of – Traumfängerin

Genre: Kindergeschichten. Herausgeberin: Helga Sadowski

Der Traumfänger ist ein indianisches Kultobjekt. Es besteht im Wesentlichen aus einem Netz in einem  Reif aus einer  Weidenrute, die noch mit persönlichen oder heiligen Gegenständen dekoriert wird. Der Traumfänger soll für eine gesegnete Nachtruhe sorgen. Das tut er dem Vernehmen nach, indem er die guten Träume durch das Netz dringen lässt, während er die schlechten Träume im Netz zurückhält. Die unerwünschten Träume werden später durch die Morgensonne neutralisiert.

Der Kult um den Traumfänger kommt aus der Chippewa-Kultur. Dabei lässt sich aus dem Begriff ‚Ojibwe asabikeshiinh’, die Bezeichnung von ‚Spinne’ ableiten oder ‚bawaajige nagwaagan’ die Bedeutung ‚Traumfalle’. Erst in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde der Kult von anderen indigenen Völkern Nordamerikas übernommen.

Heute gibt es Traumfänger auch in Europa zu kaufen.

Die Herausgeberin Helga Sadowski erzählt:

Im Laufe unserer Arbeiten an viel beachteten Kinderbüchern stellten wir fest, dass die Urheber sich sehr stark für Traumwelten interessierten. Also beschlossen wir ganz gezielt ein Buch nur über Träume zu publizieren und veröffentlichten eine entsprechende Ausschreibung.

Bei dieser Ausschreibung kamen so viele Geschichten zusammen, dass wir sie nicht in ein einziges Buch pressen konnten. In Kürze starten wir unsere neue Kinderbuchreihe „Tante Fietje erzählt…“, in der wir die restlichen Geschichten über Traumwelten publizieren werden.

Wer daran interessiert ist: Das entsprechende Buch in dieser Reihe wird den Titel tragen: „Tante Fietje erzählt Traumabenteuer“

Wir wissen ja längst, dass Träume wichtige Begleiter unseres Schlafes sind. Dies gilt in besonderem Maße für unsere Kinder. Dabei gibt es schöne und weniger schöne Träume, Tagträume, Wunschträume, immer wiederkehrende Träume und auch Albträume.

Träume sind wie Bilder oder Videoclips der Nacht. Jeder Mensch träumt im Schlaf, um die Erlebnisse des Tages zu verarbeiten. Ob jeder Traum einen tieferen Sinn hat, ist auch heute noch nicht gewiss. Aber dass man Träume in Bezug auf unser Leben deuten könnte, wage ich zu bezweifeln.

Auf alle Fälle würden wir gerne unsere Liebsten vor all den schlimmen Träumen und Albträumen bewahren. Aber dafür scheint es keine wissenschaftlich untermauerte Möglichkeit zu geben. Vielleicht aber reicht es ja auch, wenn unsere Lieben spüren, dass wir es gut mit ihnen meinen, wenn wir ihnen einen Traumfänger übers Bett hängen. Und – wer weiß – vielleicht haben diese Kunstwerke ja ‘doch’ mehr Macht über böse Träume, als wie uns eingestehen wollen.

Träume sind ganz offensichtlich ein wichtiges Thema, denn sonst hätten die Geschichten zu dieser Anthologie gar nicht erst geschrieben werden können. Wir konnten Geschichten zusammentragen, in denen nicht nur von Traumfängern zu lesen ist, sondern auch von Träumen und Träumern im Allgemeinen. Auch die Wünsche und Sehnsüchte unserer Kinder haben hier ihre Ausdrucksform gefunden.

Wir erzählen von einem Traumfänger, der daran zu verzweifeln droht, dass die Menschen das Träumen verlernt haben. Von einer guten Fee ist zu lesen, die eine besondere Geburtstagsüberraschung parat hält. Von einem Mädchen, das den Sandmann auf der Jagd nach bösen Träumen unterstützt. Und wir erzählen noch von viele andere zauberhaften Begegnungen in einer Traumwelt für Klein und Groß.

Lesen Sie ‘Die Traumfängerin’.

Ihre Herausgeberin
Helga Sadowski

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