“Andersrum” von Rosa Ananitschev — Buchvorstellung im Hamburger Literaturradio

Am 1.4.2015 um 10:00 Uhr liest Rena Larf (Ham­burg­er Lit­er­atur­ra­dio) aus dem Buch von Rosa Ananitschev “Ander­srum
Eine Geschichte, die sich irgend­wann vor vie­len Jahren zuge­tra­gen hat … wenn sie der Real­ität entspringt. Ob dem so ist, mag der Leser für sich entschei­den. Doch das The­ma, das dem Inhalt des Buch­es zugrunde liegt, ist brandaktuell.
Auf ganz beson­dere Weise wird in „Ander­srum“ die Prob­lematik des sex­uellen Miss­brauchs – ins­beson­dere im Fam­i­lienkreis – behan­delt. Was sich beina­he wie ein Märchen liest, hat mit dem genan­nten Genre wenig zu tun und lässt den Blick in die Seele eines Kindes zu, das vor­erst verge­blich ver­sucht, Erlebtes zu ver­drän­gen und zu vergessen.
Erst ein rät­sel­hafter Fremder kann Lisa aus der Reserve lock­en und ver­hil­ft ihr mit Ver­ständ­nis und dem ver­mit­tel­ten Gefühl, immer für das Kind da zu sein, das Trau­ma aufzuar­beit­en und sich zu wehren.
„Ander­srum“ hat seinen Ursprung 1958, irgend­wo in einem deutsch-rus­sis­chen Dorf, doch ereignen sich gle­ichgeart­ete Fälle viel zu oft auch in heutiger Zeit und nicht sel­ten in unmit­tel­bar­er Umgebung.
Das Buch soll uns fein­füh­liger machen im Bezug darauf, Anze­ichen für sex­uelle Über­griffe bess­er zu erken­nen. Nicht wegse­hen und reagieren kann vielle­icht helfen, Dinge zu ver­hin­dern, die einem Kind nie ange­tan wer­den sollten.

Dieser Beitrag wurde unter Pressemeldungen abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setzen Sie ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.