Making of — CERNobyl

CERN, Cer­nobyl — und die Fol­gen unseres Tuns

Im Juli 2012 ging die Mel­dung, dass Physik­er am CERN Hin­weise auf die Exis­tenz des Hig­gs-Boson gefun­den hät­ten, um die ganze Welt. Schon im näch­sten Jahr kon­nte dann der Nach­weis erbracht wer­den, dass es sich bei dem zuvor mith­il­fe des Teilchenbeschle­u­nigers (LHC) ent­deck­ten Teilchen tat­säch­lich um das Hig­gs-Boson handelte.

Damit kon­nte die let­zte Lücke, die bis dato im Stan­dard­mod­ell der Teilchen­physik noch klaffte, geschlossen wer­den. Wegen sein­er uni­versellen Bedeu­tung als Beweis für die Exis­tenz des Hig­gs-Feldes, das der Materie ihre Masse beschert, erhielt das Hig­gs-Boson die Beze­ich­nung ‚Gottesteilchen‘. Für die Entwick­lung des Hig­gs-Mech­a­nis­mus wurde den Wis­senschaftlern Fran­cois Englert und Peter Hig­gs im Okto­ber 2013 schließlich der Nobel­preis für Physik verliehen.

Das war ohne Zweifel ein bedeu­ten­der Meilen­stein in der Physik, genau wie auch die erfol­gre­iche Mes­sung von Grav­i­ta­tion­swellen im Sep­tem­ber 2015 oder das Bea­men eines Bildes von Licht­strahl zu Licht­strahl, das Quan­ten­physik­ern der Uni­ver­sität Wien im Jahr 2014 gelun­gen ist.

Doch was bringt uns diese Vielfalt an physikalis­chen Exper­i­menten über­haupt? Nun, sie sind der Grund­stein für das Mak­ing of unseres Welt­bildes – wir wollen die Zusam­men­hänge der Ereignisse im Uni­ver­sum ver­ste­hen. Wir wollen den Ursprung des Lebens ergrün­den und wir wollen wis­sen, wohin uns die Zukun­ft führen kön­nte. Es ist auch unser gutes Recht, all diese Dinge, in die unser eigenes Leben voll und ganz einge­bet­tet ist, zu erforschen. Wir sind schließlich ein Teil vom Ganzen!

Doch gehen wir dabei vielle­icht eines Tages zu weit? Will die Wis­senschaft etwa „Gott spie­len“, ohne sich der Gefährlichkeit manch­er Exper­i­mente bewusst zu sein? Was ist, wenn uns beispiel­sweise die exper­i­mentelle Teilchen­physik in naher Zukun­ft ein riesiges Schwarzes Loch beschert, das alles ver­schlingt? Oder wer­den wir gar Por­tale zu frem­den Wel­ten öff­nen, ohne zu wis­sen, was uns in diesem Fall erwartet?

All diese Fra­gen sind ganz gewiss Wass­er auf die Mühlen manch­er Ver­schwörungs­the­o­retik­er, die ger­ade der exper­i­mentellen Teilchen­physik Wel­tun­ter­gangspoten­zial zuschreiben. Doch wir haben uns längst für den tech­nol­o­gis­chen und wis­senschaftlichen Fortschritt entsch­ieden – ein Zurück gibt es aus jet­ziger Sicht nicht mehr. Ger­ade die Teilchen­physik hat uns zahlre­iche bahn­brechende Erken­nt­nisse über die Entste­hung des Uni­ver­sums und seine Geset­zmäßigkeit­en beschert. Nur, wenn wir begreifen, wie unsere Welt ‚tickt‘, kön­nen wir auch ver­ste­hen, wie unser Plan­et und wie wir selb­st tick­en. Exper­i­mente lehren uns, was wir tun müssen und nicht tun dür­fen, wenn wir das Leben erhal­ten wollen. Nicht die Teilchenbeschle­u­niger oder son­stige Forschung­sein­rich­tun­gen, die ver­meintlich gefährliche Exper­i­mente durch­führen, sind unsere Feinde. Es gibt nur einen einzi­gen Feind des Men­schen und das ist der Men­sch selb­st. Solange die Wis­senschaftler dieser Welt einen ‚kühlen Kopf bewahren‘ und umsichtig mit ihren Erken­nt­nis­sen umge­hen, anstatt ‚Gott spie­len‘ zu wollen, stellt die exper­i­mentelle Forschung keine Gefahr für uns dar. Es liegt an uns selb­st, ob wir weit­er an dem Ast sägen, auf dem wir sitzen oder kom­pe­tent und umsichtig mit dem umge­hen, was die Natur uns preis­gibt. Wir ste­hen an einem Schei­deweg und müssen uns für eine Rich­tung entscheiden …

Doch wer­den wir uns am Ende wirk­lich für den richti­gen Weg entschei­den? Wird uns der gewis­senhafte Umgang mit unseren Fähigkeit­en, unserem wis­senschaftlichen Know-how und unserem tech­nol­o­gis­chen Fortschritt gelin­gen? Oder wer­den wir gegen die Geset­ze der Natur ver­stoßen und alles Leben auf diesem Plan­eten zerstören?

Mit diesen und zahlre­ichen anderen Fra­gen haben sich die Autoren von „CER­Nobyl“ auseinan­derge­set­zt. Siebzehn span­nende Geschicht­en kreieren Zukun­ftsszenar­ien, die Angst machen aber gle­ichzeit­ig auch Hoff­nung schaf­fen, weil sie am Ende oft­mals doch noch eine pos­i­tive Wen­dung nehmen. In dem Buch lesen wir von miss­lun­genen Exper­i­menten, die für chao­tis­che Ver­hält­nisse sor­gen, faszinieren­den Zeitreisen und fan­tastis­chen Aben­teuern auf frem­den Planeten.

Erleben wir möglicher­weise eine ähn­liche Zukun­ft wie die Haupt­fig­uren aus den gelun­genen Geschicht­en unser­er Autoren? Kann sein oder auch nicht – wir wis­sen es nicht. Wed­er die Wis­senschaft noch unsere Autoren kön­nen voraus­sagen, was die Zukun­ft brin­gen wird. Aber vielle­icht regen die Geschicht­en dieser Antholo­gie zum Nach­denken an, welche Zukun­ftsmod­elle vielle­icht zur Real­ität wer­den kön­nten, wenn wir unseren Plan­eten weit­er­hin rück­sicht­s­los aus­beuten und unseren eige­nen Leben­sraum immer mehr zerstören.

Die Autoren

Tibor Lehberg, geboren 1984 in Sach­sen, schrieb schon während sein­er Schulzeit Gedichte und Kurzgeschicht­en. Aktuell studiert er Geografie in Bam­berg. In sein­er Freizeit spielt er Bad­minton, Fußball und Bas­ket­ball. Er liest sehr gerne Hor­ror und Mys­tery Büch­er und begeis­tert sich für Fach­lit­er­atur aus ver­schiede­nen Bere­ichen. Seit einiger Zeit ver­fasst er wieder Kurzgeschicht­en, vornehm­lich in den Gen­res Mys­tery, Sci­ence-Fic­tion und Horror.

Georg Jansen, geboren 1960 in einem kleinen Ort bei Rees am Nieder­rhein, ver­heiratet und drei Kinder, schlug nach seinem Schu­la­b­schluss die Beamten­lauf­bahn ein.
Bere­its in der Jugend erwachte sein Inter­esse an der Lit­er­atur, ins­beson­dere Fantasy.
2002 bis 2004 absolvierte er einen Lehrgang für Bel­letris­tik und schrieb anschließend Kurzgeschicht­en, mit denen er erfol­gre­ich an Lit­er­atur­wet­tbe­wer­ben teilnahm.
„Dop­pelte Men­schen“ war seine erste Veröf­fentlichung im Jahr 2012. Die let­zte Pub­lika­tion erschien im August 2015 als E — Book und trägt den Titel „Men­schen­schweine“.

Christoph Kolb, geboren 1985, wohnt mit sein­er Lebens­ge­fährtin und ein­er Arma­da an Haustieren in der Nähe der baden-würt­tem­ber­gis­chen Stadt Hei­del­berg. Seit seinem zwölften Leben­s­jahr hat ihn das Schreib­fieber gepackt. Er befasst sich in seinen Tex­ten bevorzugt mit der fer­nen Zukun­ft und frem­den Wel­ten, doch auch Geschicht­en für Kinder stam­men aus sein­er Fed­er. Seit 2016 betreut er als Her­aus­ge­ber mehrere Antholo­gien für Sarturia®.

Dr. Bar­bara Hagen, geboren 1955, lebt mit ihrem Ehe­mann, einem Hund, ein­er Katze und einem Pferd in der Süd­steier­mark, wo sie als Ärztin tätig ist. Die Begeis­terung fürs Schreiben – haupt­säch­lich Fan­ta­sy und Sci­ence-Fic­tion – hat sie schon früh entwick­elt. Unter Sar­turia® ist ihr Debütro­man „Im Tief­flug über die Milch­straße“ erschienen.

Sven Haupt, geboren 1976 in Bonn, hat ein Studi­um der Biolo­gie mit Pro­mo­tion in kog­ni­tiv­er Hirn­forschung 2008 am Uniklinikum Bonn absolviert. Aktuell ist er als IT-Experte für ein Soft­ware-Unternehmen tätig. Schon seit sein­er Jugend schreibt er Blogs, Lyrik und Kurzgeschicht­en. 2016 fasste er den Entschluss, kün­ftig an Lit­er­atur-Auss­chrei­bun­gen teilzunehmen.

Dr. Elis­a­beth Ger­ing, geboren 1977 in Wien, ver­heiratet, Mut­ter dreier Kinder, arbeit­et als angestellte Apothek­erin in Hol­labrunn (Öster­re­ich). Seit Mitte 2015 schreibt sie als spät berufene in ihrer Freizeit Kurzgeschicht­en mit bere­its eini­gen Veröf­fentlichun­gen bei Antholo­gien unter­schiedlich­ster Stil­rich­tun­gen (Sci­Fi, Mys­tery, Humor, Hor­ror, Fan­ta­sy, Kri­mi uvm.) bei ver­schiede­nen Ver­la­gen (z. B. Wel­tentor von NOEL-Ver­lag, Sar­turia-Ver­lag, Net-Verlag).

Ste­fan Jung­hanns, 1979 in Leipzig geboren, lebt dort auch heute mit sein­er Fam­i­lie. Er schreibt seit 1998 Kurzgeschicht­en im Bere­ich Sci-Fi, Fan­ta­sy und Aben­teuer. Nach Ver­suchen in Inter­net­foren gelang seine Erstveröf­fentlichung 2015 mit der Geschichte “Wie der Fluch in das Gold kam” in der Antholo­gie “Gold­fluch” des net-ver­lag Maria Weise.

Enzo Asui (So sein Pseu­do­nym) wurde im Jahr 1962 in der west­fälis­chen Kle­in­stadt Ahlen geboren. Nach Aus­bil­dung und Studi­um zog es ihn im Jahr 1991 nach Ham­burg. Seit 2008 veröf­fentlicht er – teil­weise unter seinem Pseu­do­nym — Kurzgeschicht­en in Anthologien.

Eileen Leist­ner, wurde 1993 in Erlabrunn, ein­er Gemeinde im Land­kreis Würzburg, geboren. Im Jahr 2013 absolvierte sie ihr Abitur und sam­melte im Anschluss daran wertvolle Erfahrun­gen in einem FÖJ in Stuttgart. Sie absolvierte ein sech­swöchiges Prak­tikum in Kenia und studiert aktuell Ger­man­is­tik und Sozi­olo­gie an der Goethe Uni­ver­sität in Frank­furt am Main.

Flo­ri­an Krenn, geboren 1980, Vater von zwei Kindern, lebt in Niederöster­re­ich und arbeit­et im Con­trol­ling. Seit sein­er Jugend begeis­tern ihn Fan­ta­sy und Hor­ror quer durch Lit­er­atur, Film, Spiele, Musik und Comics. Dabei wer­den immer wieder eigene Ideen geboren, die dann in Geschicht­en und Spie­len Ein­fluss find­en. Unter Sar­turia® erschienen unter anderem fol­gende Werke:
Das Geschenk – Märchen unterm Regenbogen
Der Atem des Schläfers – Der schwarze Gott des Wahnsinns
Wer zulet­zt lacht – Böse Clowns

Dr. Karsten Beuchert, geboren 1965 in Bad Schwal­bach, aufgewach­sen in Werther bei Biele­feld, besuchte das human­is­tis­che Gym­na­si­um in Wiesbaden.
Danach absolvierte er ein Studi­um der (Teilchen-)Physik in Mainz und Bochum (dabei Mitar­beit an zwei CERN-Exper­i­menten), wohnt aktuell in München. Bei deut­lich­er Vor­liebe für Fan­tastik (Sci­ence-Fic­tion, Fan­ta­sy, Sur­re­al­is­mus, Grotesken) lässt er sich gerne auch zu anderen Gen­res ver­führen. In den 90ern aktiv bei der Gruppe »Schreib­haus« in Bochum, seit 2008 beim Münch­n­er »REALTRAUM«. Veröf­fentlichun­gen von Kurzgeschicht­en in diversen Antholo­gien — eine Veröf­fentlichungsliste ist unter www.realtraum-muenchen.de/mitglieder/literatur/karsten-beuchert/ zu find­en. Aktuell beschäftigt er sich neben dem Brötch­en­er­werb in der IT mit spi­ral­dy­namis­ch­er Bewusst­sein­sevo­lu­tion und ver­wandten Themen.

Elis­a­beth Schreck, geboren 1994 in Graz, arbeit­et als Ser­vicetech­nikerin in einem Elek­tro­fach- geschäft und studiert berufs­be­glei­t­end Automa­tisierung­stech­nik. In ihrer Freizeit ver­fasst sie immer wieder gerne Kurzgeschichten.

Alber­tine Gaul, (Pseu­do­nym) die schon als Kind von der Welt der Büch­er fasziniert war, schreibt seit der Grund­schulzeit selb­st Geschicht­en und Romane. Später nahm sie an mehreren Fern­stu­di­en zum The­ma Schreiben teil, um sich weit­er zu entwick­eln. Heute lebt und arbeit­et sie im Ruhrge­bi­et, ihre Freizeit ver­bringt sie mit ihrer Fam­i­lie und ihren Tieren. Sie schreibt bevorzugt Kurzgeschicht­en im Genre Fan­ta­sy, Kri­mi und Mys­tery, hat sich aber auch an Roma­nen ver­sucht. Im Jahr 2016 erschienen ihre Kurzgeschicht­en „Die Elfe und der Mann“, „Eine märchen­hafte Reise“ und „Nacht­fahrt“ in den Ver­la­gen Sper­ling, Sar­turia® und Thrillercriminal.

Sima Mous­sa­vian wurde 1988 in München geboren, wo sie im Abschluss­jahrgang 2014 slaw­is­che Philolo­gie, all­ge­meine Sprach­wis­senschaften und NDL studierte. Seit 2010 pub­liziert sie in freiberu­flich­er Zusam­me­nar­beit mit diversen Onlin­eange­boten als Rat­ge­ber­tex­terin, Sprach­wis­senschaft­lerin, Inter­view­erin und Filmjour­nal­istin. Eben­so ist sie seit dieser Zeit als Ghost­wri­terin tätig und seit 2015 ist sie zusät­zlich an Film- und Serien­pro­duk­tio­nen beteiligt.

Susanne Wein­san­to wurde 1966 in Karl­sruhe geboren und lebt dort auch heute noch in der näheren Umge­bung. Sie ist in vielfältiger Weise kün­st­lerisch tätig und hat schon immer gerne Geschicht­en ver­fasst. Über den Umweg ein­er selb­st mod­erierten und gestal­teten Radiosendung kam sie in einem freien Radio in Karl­sruhe zum Gesang. Par­al­lel dazu entwick­elte sich das Inter­esse am eige­nen Büh­nen­pup­pen­spiel und am Schreiben von Geschicht­en. Seit einiger Zeit macht sie bei Auss­chrei­bun­gen für Antholo­gien ver­schieden­er Ver­lage mit und nimmt Keyboardunterricht.

Cov­ergestal­tung

Clau­dia Gornik ist seit gut zwei Jahrzehn­ten als freie Kom­mu­nika­tions­de­signer­in tätig. Ein Faible für Buchgestal­tung entwick­elte sie bere­its im Studi­um. Auf www.coverboost.de bietet sie indi­vidu­elle Designs und Pre­Mades für Self­pub­lish­er und Ver­lage an sowie Unter­stützung bei der Buch­block-gestal­tung und Ausstat­tung mit Werbe-/Pro­mo-Mate­r­i­al.

Die Her­aus­ge­berin

Anke Tholl, geboren 1966, lebt mit ihrem Mann im nor­drhein­west­fälis­chen Rhein-Kreis-Neuss. Schon früh war sie fasziniert von der Kul­tur des Vorderen Ori­ents. Nach dem Abitur und einem zwei­monati­gen Aufen­thalt in den Vere­inigten Staat­en von Ameri­ka studierte sie in Köln Archäolo­gie mit Fachrich­tung Vorderasien / Alto­ri­en­tal­is­tik. Im Rah­men ihres Studi­ums ver­brachte sie als Teil­nehmerin ein­er Grabungskam­pagne der Deutschen Ori­ent­ge­sellschaft Berlin mehrere Monate in Nordsyrien. Aktuell ist sie haupt­beru­flich im IT-Bere­ich und neben­beru­flich als freie Autorin für einen SEO-Dien­stleis­ter und Archäolo­gin tätig. In ihrer Freizeit küm­mert sie sich um Pferd, Hund, Katz‘ und Maus.
Sie ist ein großer Fan des Gen­res Sci­ence-Fic­tion, mag vor allem Star Wars und Star Trek, befasst sich voller Begeis­terung mit The­men rund um das Uni­ver­sum und schreibt aktuell an einem eige­nen Buch (Genre: Sci­ence-Fic­tion natürlich).

Weit­er­führende Links:

Das Buch ‘CER­Nobyl’ bestellen: http://bit.ly/2xN4TX2
Sie inter­essieren sich selb­st fürs Schreiben? Vielle­icht wer­den Sie bei unseren Auss­chrei­bun­gen fündig http://bit.ly/2zO4YHR

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