Making of — Die Sieben Wanderer

Autor: Man­fred Base­dow — Her­aus­ge­berin Hel­ga Sad­ows­ki — ISBN: 978–3‑940830–95‑1

Das Wort Märchen kommt vom mit­tel­hochdeutschen Begriff „maere“ und bedeutet „Bericht, Nachricht oder Kunde“. Man würde also einem Irrtum unter­liegen, wenn man unsere Märchen ein­fach der Fan­tasie eines begabten Träumers zuschreiben würde. diesiebenwanderercover

Und doch unter­schei­det sich die Gat­tung Märchen von den Sagen und Leg­en­den, die meist einen erlebten und dur­chaus erfahrbaren Hin­ter­grund ihr Eigen nen­nen. Märchen beruhen dage­gen nicht unbe­d­ingt auf ver­brämten Tat­sachen, son­dern stam­men allein aus der Vorstel­lungswelt des Schriftstellers.

Wie aber passen dann die Begriffe ‚Bericht, Nachricht oder Kunde’ zu dieser Vorstellungswelt?

Nehmen wir Wil­helm Busch als Vertreter ein­er abso­lut erfol­gre­ichen Gat­tung illus­tri­ert­er Märchen. Er zele­bri­erte seine Verse – etwa Max und Moritz – mit erhoben­em Zeigefin­ger aber auch mit einem belustigten Zwinkern im Auge. Wer will bestre­it­en, dass seine Verse nicht Kunde geben von Din­gen, die wohl nicht unbe­d­ingt so sein soll­ten, wie sie tat­säch­lich zu sein schienen …?

Man­fred Base­dow ist unzweifel­haft ein inter­es­san­ter Märch­en­erzäh­ler und ‚Die Sieben Wan­der­er’ sind auch nicht seine erste Geschichte. Nun wäre es wohl doch zu ein­fach, ihm ‚die Kunde’ anzu­dicht­en, die in den Werken von Wil­helm Busch zum Aus­druck kommt. Wer sich aber mit den Tex­ten von Man­fred Base­dow auseinan­der­set­zt, der spürt schnell, dass auch ‚sie’ einen gewis­sen Gehalt trans­portieren, einen Erzählwitz, der nur Weni­gen gegeben ist, die sich an Märchen ver­suchen. Und so kommt es, dass die Märchen von Man­fred Base­dow nicht nur unsere Kinder ansprechen, son­dern auch den geneigten ‚erwach­se­nen’ Leser dur­chaus zum Schmun­zeln und zum Nach­denken brin­gen können.

Dabei erzählt der Autor Man­fred Base­dow gekon­nt und völ­lig kindgerecht von Drachen, Feen und Prinzessin­nen; es gibt ‚alles’ zu lesen was das Kinder­herz erfreut. Aber es spricht auch die Erwach­se­nen an. ‚Die Sieben Wan­der­er’ kön­nten helfen, unsere Fan­tasie erneut zu beflügeln.

Man­fred Base­dow berichtet: Es drängte mich ein­fach dazu, ger­ade ‚diese’ Märchen zu schreiben. Ich wusste ja aus Erfahrung, dass sich Men­schen gerne Geschicht­en erzählen, wenn sie beieinan­der sitzen oder sich am Lager­feuer wärmen.

Unsere Woche hat sieben Tage. So fiel es mir nicht schw­er, sieben Wan­der­er zu ersin­nen, die sich miteinan­der auf den Weg machen. Ein jed­er von ihnen sollte an einem der Tage, zur Mit­täglichen Rast, eine Geschichte zum Besten geben. Sieben Wan­der­er, sieben ver­schiedene Geschichten.

Als die Her­aus­ge­berin bei Sar­turia, Hel­ga Sad­ows­ki, diese Geschicht­en gele­sen hat­te, war sie begeis­tert und schlug vor, sie als Buch her­auszubrin­gen. Es würde jedoch ein sehr dünnes Büch­lein wer­den, und so regte sie an, dass meine Wan­der­er doch ein­fach ‚noch’ ein­mal sieben Tage lang auf Wan­der­schaft gehen soll­ten um ‚neue’, zusät­zliche Aben­teuer zu erleben und sie zu erzählen.

Diese Idee fand ich genial. Ich kon­nte näm­lich im Geiste schon die Kinder­au­gen leucht­en sehen, wenn ihnen des Abends am Bett jew­eils eine der span­nen­den Geschicht­en vorge­le­sen würde. Diese Vorstel­lung spornte natür­lich meine Fan­tasie an, und so haben wir nun schlussendlich vierzehn span­nende Erzäh­lun­gen in einem fan­tastis­chen Vor­lese­buch, das sich­er Jung und Alt begeis­tern wird.

Dem kön­nen wir nur zustimmen!

Man­fred Base­dows Werke find­et man unter http://sarturia.com/buch-shop/index.php?kat=Maerchen

 

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