Making of — Traumabenteuer

Mak­ing of zur Antholo­gie “Traum­aben­teuer”

Die Res­o­nanz auf unsere Auss­chrei­bung „Traum­fän­gerin“ war über­wälti­gend. Es kamen weit mehr gelun­gene Geschicht­en zusam­men, als in einem Buch unterge­bracht wer­den kon­nten. Daher wurde noch während der Arbeit an „Traum­fän­gerin“ entsch­ieden, einen Nach­fol­ge­band in Angriff zu nehmen — „Traum­aben­teuer“!
Dreizehn span­nende und fan­tasievolle Erzäh­lun­gen haben wir für dieses Buch zusam­mengestellt. Neben den überzäh­li­gen Ein­sendun­gen der „Traum­fän­gerin“ fan­den auch Geschicht­en ihren Weg in den Sam­mel­band, die wir schon längst veröf­fentlichen woll­ten, aber denen bis­lang der passende Rah­men fehlte.

Die Geschicht­en

Den Anfang macht die Geschichte „Alles Käse“ von Angela Hop­tich. Das Mäusemäd­chen Mil­li­cent ist der fes­ten Überzeu­gung, dass der Mond ganz und gar aus Käse beste­ht. Emmen­taler, um genau zu sein. Meint ihr, dass sie Recht hat?

Die Gewin­ner-Sto­ry in diesem Band ist die magis­che Erzäh­lung „Nord­wind“ von Mag­dale­na Eck­er. Wir begeg­nen darin dem jun­gen Prinzen Stur­mius, genan­nt Nord­wind, der wahrlich kein leicht­es Leben hat. So oft es ihm möglich ist, ver­bringt der Junge Zeit im Wald, um seinem gewalt­täti­gen Vater zu entkom­men. Eines Tages begeg­net er der mys­ter­iösen Fin­ja; ein Mäd­chen, welch­es von einem Geheim­nis umgeben ist. — Die Autorin hat diese Geschichte für ihren Brud­er Philip geschrieben und selb­stver­ständlich habe ich diese Wid­mung sehr gerne für das Buch übernommen.

Wenn ihr bis­lang geglaubt habt, Elfen wür­den mit Flügeln auf die Welt kom­men, dann seid ihr im Irrtum. Wie wir in der Geschichte „Flügel für Per­pet­ua“ von San­dra Pul­letz erfahren, müssen Flügel ver­di­ent wer­den. Die junge Elfe Per­pet­ua sehnt sich so sehr nach ihnen, doch bevor es soweit ist, muss sie ein gefährlich­es Aben­teuer in der Men­schen­welt bestehen.

In der Geschichte „Die Beschützer des Regen­bo­gens“ von Regi­na Zörn­er sucht das junge Mäd­chen Marie ihren ver­loren gegan­genen Brud­er. Sie kann ihn nicht find­en und wird darüber sehr trau­rig. Das ruft die drei Ros­inchen Sleepi, Mec­ki und Softi auf den Plan. Ihr müsst wis­sen, dass Kinderträ­nen einen Regen­bo­gen schwächen. Da die Ros­inchen jedoch den Regen­bo­gen beschützen, helfen sie Marie bei ihrer Suche … — Die Geschichte ent­stand durch die beza­ubern­den Fan­tasiebilder der Kinder der Autorin. Diese wur­den liebevoll Pha­tim­ilu­nas genan­nt und haben eine große Ähn­lichkeit mit den beschriebe­nen Figuren.

Mal ganz ehrlich: Möchte nicht jed­er einen Drachen zum Fre­und haben? In mein­er Geschichte „Ryon, der rote Drache“ find­et der junge Prinz Anwyn mit­ten im Wald ein Ei, aus dem ein klein­er Drache schlüpft. Das feuer­rote Kerlchen ist nicht nur nett, son­dern auch schlau und listig. Diese Eigen­schaften wird Anwyn schon bald zu schätzen wis­sen. – Diese Geschichte spielt in Wales und ent­stand während mein­er let­zten Reise in dieses wun­der­schöne, britis­che Land.

Der junge Har­ald aus der Geschichte „Die Nacht vor dem ersten Schul­t­ag“ von Tam­my Bam­bi­no kann es kaum erwarten, endlich in die Schule gehen zu kön­nen. Doch dann tritt der böse Gnom Bogol­und auf den Plan …

Um nächtlichen Besuch geht es auch in der Geschichte „Das geheimnisvolle Land“ von Thomas J. Bür­venich. Lars ist ein net­ter Junge, doch von seinen Mitschülern wird er wegen eines Haut­flecks an seinem Hals gehänselt. Eines Nachts erhält er plöt­zlich merk­würdi­gen Besuch und erfährt, dass dieser Fleck eine ganz beson­dere Bedeu­tung hat.

Die kleine Tan­ja aus der Geschichte „Mau Mau um Mit­ter­nacht“ von Dörte Müller wacht in ein­er Nacht auf und stellt fest, dass ihre Eltern außer Haus sind. Ein heftiges Unwet­ter tobt und sie wün­scht sich, nicht mehr allein zu sein. Meint ihr, dass dieser Wun­sch erfüllt wird?

Was machen eigentlich die Zahlen in einem Schul­heft wenn es Nacht wird? Bleiben Sie brav so ange­ord­net, wie sie hineingeschrieben wur­den? Oder entwick­eln sie ein Eigen­leben? Das erfahrt ihr in der spritzi­gen Geschichte „Lena und die Zahlen“ von Wilma Frohne.

Ein Traum­fänger hat es heutzu­tage nicht leicht. In „Traum­fänger 005“ von Susanne Rzym­bows­ki begeg­nen wir dem kleinen Traum­fänger, dem es in unser­er hek­tis­chen, abges­tumpften Welt immer schw­er­er fällt, schöne Träume einz­u­fan­gen. Wen­det sich das Schick­sal für ihn noch zum Guten?

Von den überzäh­li­gen Ein­re­ichun­gen unser­er Auss­chrei­bung „See­manns­garn“ kommt die Geschichte „Die Meer­jungfrau“ von Bar­bara Bell­mann. Sie erzählt von der Romanze der Meer­jungfrau Balua und dem Seep­fer­d­chen Eucan­tho. Doch Meer­men­schen und Seep­fer­d­chen sind seit langem untere­inan­der ver­fein­det. Kann die Liebe der Bei­den gegen diese Widrigkeit­en beste­hen? – Die Idee zu dieser far­ben­fro­hen Geschichte kam der Autorin während ein­er Reise in Kana­da, auf der sie Wal­forsch­er begleitete.

„Sei vor­sichtig was du dir wün­schst – es kön­nte in Erfül­lung gehen“. Diesen Spruch hat sich­er jed­er schon ein­mal gehört. Der kleine Tim­my aus der Geschichte „Der Schatz der Pirat­en“ von Mar­i­anne Thiele bekommt die Bedeu­tung dieses Sprich­worts zu spüren. Denn der Bücher­wurm liest mit Vor­liebe Piratengeschicht­en und find­et die Flasche eines lau­ni­gen Dschinn. Also wün­scht sich Tim­my in ein Aben­teuer … und der ganze Schla­mas­sel begin­nt. – Die Geschichte ent­stand, weil die Autorin selb­st gerne See­aben­teuer liest. Zudem ist ihr Brud­er Seemann.

Den Abschluss des Buch­es bildet die Geschichte „Ein klein­er Schnee­mann auf der Suche nach Wärme“ von Jacque­line V. Droul­li­er. Diese wun­der­schöne Win­tergeschichte hat es lei­der nicht in unser Wei­h­nachts-Buch geschafft, set­zt nun jedoch einen passenden Schlussstrich unter die „Traum­aben­teuer“. In dieser Geschichte begeg­nen wir einem Schnee­mann, der ein­sam und allein im Wald ste­ht, und sich nach Liebe und Zunei­gung sehnt.

Was wäre ein Kinder­buch ohne schöne Bilder?
Für die Illus­tra­tio­nen gelang es mir, meine wertvoll­ste ‘Mitar­bei­t­erin‘ zu gewin­nen: Jene Dame, die seit über einem Jahrzehnt an mein­er Seite weilt. Es ist mir eine beson­dere Freude, dass ihre Kun­st nun nicht nur mich, son­dern hof­fentlich viele Leser, Vor­leser und Zuhör­er erfreut. Von Anfang an stand fest, dass wir einen Makel von vie­len Kinder­büch­ern auf dem Markt ver­mei­den woll­ten. Die Bilder mussten unbe­d­ingt passend zu den Geschicht­en sein, um die span­nen­den Werke der Autoren optisch zu ver­stärken. Neben eini­gen, kleineren Zeich­nun­gen hat jede Geschichte in diesem Band ein indi­vidu­elles Bild spendiert bekommen.

In einem Traum ist alles möglich – das haben die Autoren mit diesen dreizehn Geschicht­en ein­drucksvoll bewiesen. Eine Samm­lung, die nicht nur span­nende (Vor)Lesestunden bere­it­en wird, son­dern ganz sich­er für angenehme Träume sorgt.

Ihr Her­aus­ge­ber
Chris Kolb

Danksa­gung

Mein Dank gilt Bar­bara Bell­mann, Thomas J. Bür­venich, Lau­ra Cabr­era, Jacque­line V. Droul­li­er, Robert Hel­big, Hans Jür­gen Het­ter­ling, Chris­tine Jurasek, Dieter König, Flo­ri­an Krenn, Eileen Leist­ner und Hel­ga Sadowski.
Ein spezieller Dank gebührt Clau­dia Gornik für das fan­tastis­che Cover.
Ohne das Engage­ment der frei­willi­gen Helfer und Mit­glieder des Gemein­nützi­gen Fördervere­ins Sar­turia® Autoren­schule e. V- hätte diese Antholo­gie nicht entste­hen können.

Das größte Dankeschön geht an die Autoren, welche dieses Kinder­buch mit ihren fan­tastis­chen Geschicht­en über­haupt erst ermöglichen.

Die Autoren

Angela Hop­tich wuchs in Bay­ern auf, studierte in Hes­sen und ließ sich schließlich in Nor­drhein-West­falen nieder. In ihrem All­t­agsjob jongliert sie mit bun­ten Bildern, nachts tippt sie Geschicht­en. Zur Zeit arbeit­et sie an Kurzgeschicht­en ver­schieden­er Gen­res und an eini­gen Roman-Pro­jek­ten für Jugendliche und Erwachsene.

Mag­dale­na Eck­er, geboren 1987, ist von Beruf Garten­fachar­bei­t­erin bzw. Stu­dentin. Schon im Alter von zwölf erwachte ihre Lei­den­schaft für Lyrik und Prosa, die schon mehrmals durch Veröf­fentlichun­gen in Antholo­gien belohnt wurde. Sie lebt in Wels- Land (Oberöster­re­ich) und ist regelmäßig bei lokalen Lesun­gen dabei. Zurzeit studiert sie Deutsch und Geschichte UF an der Paris-Lodron-Uni­ver­sität in Salzburg. Seit 2002 nimmt sie regelmäßig an Prosa- und Lyrik­wet­tbe­wer­ben ver­schieden­ster Ver­lage teil. Im Jahr 2014 brachte sie zusam­men mit dem Ohneohren Ver­lag (Wien) ihren ersten Fan­ta­sy­ro­man für Kinder als E‑Book her­aus. Im April 2015 fol­gte die Taschen­buchveröf­fentlichung von „Zwer­gen­schw­ert“. Eben­falls 2014 veröf­fentlichte das Ver­lagshaus Schloss­er ihren Lyrik­band „Dies­seits der Sterne“ als Taschenbuch.

San­dra Pul­letz wurde 1981 in Graz geboren, wo sie noch immer lebt. Bere­its als Kind ent­stand der Traum, irgend­wann ein Buch zu schreiben. Neben zahlre­ichen Kurzgeschicht­en in Antholo­gien veröf­fentlicht die Autorin ihre Kurzgeschicht­en im Selb­stver­lag. Vornehm­lich schreibt sie Märchen, Jugend­büch­er und Liebesromane.

Regi­na Zörn­er, geboren 1961, schreibt am lieb­sten Kurzgeschicht­en für Kinder. Schon von klein auf liebte sie Büch­er über alles und tauchte gern in die Welt der Phan­tasie, um dem All­t­ag zu ent­fliehen. Aber erst ihre bei­den Töchter inspiri­erten sie und macht­en ihr Mut, selb­st Geschicht­en zu verfassen.

Dr. Thomas J. Bür­venich, Jahrgang 1973, pro­movierte in Physik und arbeit­ete anschließend in der Forschung. Danach absolvierte er die Aus­bil­dung zum Paten­tan­walt und arbeit­et in diesem Beruf seit 2013. Er ist ein­er der Grün­der der Fir­ma “TaleTekk”, die sich mit orts­basiertem, dig­i­talem Geschicht­en­erzählen beschäftigt und entwick­elt Apps für mobile Geräte. Er schreibt kleine Gedichte und Geschicht­en seit er 16 ist und in den let­zten Jahren meis­tens Kurzgeschichten.

Wilma Frohne, 1931 in Bochum geboren, gab nach der Geburt ihres ersten Kindes ihren Beruf als Indus­triekauf­frau auf, lebt heute in Schw­erte, schreibt Gedichte und Erzäh­lun­gen für Kinder und Erwach­sene. Sie veröf­fentlicht in Antholo­gien und Zeitschriften, gehört zur Redak­tion der Schw­ert­er Senioren­zeitung AS und ist Mit­glied im Autorenkreis Ruhr-Mark e.V., Hagen.

Susanne Rzym­bows­ki, geboren 1964 in Köln, Studi­um in The­ater- Film- Fernse­hwis­senschaften, Ger­man­is­tik und Kun­st­geschichte (nicht been­det), im Büroall­t­ag zu Hause, den­noch nicht die Lust am Schreiben und Staunen ver­loren. Vor allem lyrische Texte liegen ihr am Herzen. Sie nimmt seit Beginn 2015 an den unter­schiedlich­sten Auss­chrei­bun­gen teil um das eigene Schreib­fieber auszuleben und neue Ideen zu entwick­eln. Neben lyrischen Tex­ten schreibt sie auch gerne Kurzgeschicht­en und lässt sich hier von den unter­schiedlichen Auss­chrei­bungs­the­men inspiri­eren. Ihre Kurzgeschicht­en sollen zum Nach­denken anre­gen, lassen in ihrer kri­tis­chen Auseinan­der­set­zung immer einen Ver­ständ­nis-Spiel­raum für den Leser und stellen ein Pot­pour­ri der unter­schiedlichen Gen­res und The­men dar. Von niedlich bis bit­ter­böse, find­et der Leser in ihnen eine Band­bre­ite des alltäglichen Lebens, das kom­prim­iert in fan­tasievollen Bildern geschildert wird.

Dörte Müller, geboren 1967, schreibt Kurzgeschicht­en und Gedichte. Sie hat bere­its in mehreren Antholo­gien veröf­fentlicht. 2014 erschien ihr Debütro­man „Geschicht­en aus dem Leben eines Au-pairs“. Weit­ere Jugend- und Kinder­büch­er fol­gten. Die Autorin lebt mit ihrer Fam­i­lie in den Niederlanden.

Dr. med. Bar­bara Bell­mann wurde 1984 in Hagen/Westfalen geboren. Nach dem Studi­um der Human­medi­zin an der Rheinis­chen Friedrich-Wil­helms-Uni­ver­sität Bonn, begann sie in Aachen ihre Facharz­taus­bil­dung zur Kar­di­olo­gin am dor­ti­gen Uni­ver­sität­sklinikum. Seit 2013 lebt und arbeit­et sie in Berlin als Kardiologin.

Mar­i­anne Thiele arbeit­et als Lehrerin in Meck­len­burg. Sie liest gerne und mag Tiere. Für die jun­gen Leser schreibt sie regelmäßig Kurzgeschicht­en, die in Zeitun­gen und Antholo­gien abge­druckt wer­den. Sechs Büch­er hat sie bish­er veröf­fentlicht. Wenn Mar­i­anne Thiele am Schreibtisch arbeit­et, sitzt ihr weißer nor­wegis­ch­er Wald­kater daneben und leis­tet ihr Gesellschaft.

Jacque­line V. Droul­li­er wurde 1994 in Wup­per­tal geboren. Sie ist gel­ernte Indus­triekauf­frau und absolviert zurzeit ein Fern­studi­um zur Betrieb­swirtin. In ihrer Freizeit ist sie Bad­minton­trainer­in und ehre­namtliche Schaus­pielerin im Kinder- und Jugendthe­ater ‘Fliegen­pilz‘. Seit Anfang 2016 veröf­fentlicht sie Kurzgeschicht­en und Gedichte.

Cov­ergestal­tung

Clau­dia Gornik ist seit gut zwei Jahrzehn­ten als freie Kom­mu­nika­tions­de­signer­in tätig. Ein Faible für Buchgestal­tung entwick­elte sie bere­its im Studi­um. Auf www.coverboost.de bietet sie indi­vidu­elle Designs und Pre­Mades für Self­pub­lish­er und Ver­lage an, sowie Unter­stützung bei der Buch­block-Gestal­tung und Ausstat­tung mit Werbe-/Pro­mo-Mate­r­i­al.

Illus­tra­tio­nen

Dori­na Grimm, geboren 1988, arbeit­et haupt­beru­flich als Sach­bear­bei­t­erin. In ihrer Freizeit tobt sie sich kreativ in mehreren Gebi­eten aus: Von der Anfer­ti­gung von Illus­tra­tio­nen und das Schreiben von Geschicht­en über die Gestal­tung von Geschenkver­pack­un­gen bis hin zur Her­stel­lung ess­bar­er Kun­st ist alles dabei.

Der Her­aus­ge­ber

Chris Kolb, geboren 1985, wohnt mit sein­er Fre­undin und ein­er Arma­da an Haustieren nahe der Stadt Hei­del­berg. Seit seinem zwölften Leben­s­jahr ist er an chro­nis­chem Schreib­fieber erkrankt. Bevorzugt weilen seine Gedanken in fern­er Zukun­ft und frem­den Wel­ten, doch auch Geschicht­en für Kinder entsprin­gen sein­er Fan­tasie. Für den Gemein­nützi­gen Fördervere­in Sar­turia® Autoren­schule betreute er die SF Antholo­gie „Totes Leben“ als Herausgeber.

Dieser Beitrag wurde unter Makingof abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setzen Sie ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.