Verleger Blog 2017

Ver­leger Blog 20171221
DER BUSINESS PLAN

Wir wis­sen, dass ein herkömm­lich­es Lit­er­atur-Studi­um oder auch die entsprechen­den Kurse eine Menge Geld kosten. Wir wis­sen aber auch, dass eine rein the­o­retis­che Aus­bil­dung — und natür­lich auch die diversen Ratschläge im Inter­net — nicht das gewün­schte Ergeb­nis erbrin­gen, auch wenn die Self­pub­lish­er Plat­tfor­men das ganz anders darstellen. Aber genau ‚das’ war der Grund dafür, Sar­turia® als funk­tion­ierende Alter­na­tive ins Leben zu rufen.
Das war im Jahre 2004.

Die Sarturia®-Literatur-Akademie fußt auf dem gemein­nützi­gen Fördervere­in Sar­turia® Autoren­schule e.V. und ist für die Stu­den­ten kosten­los. Das funk­tion­iert deshalb, weil die Stu­den­ten durch ihr Studi­um in der Prax­is nicht nur sich selb­st, son­dern auch all den auf­streben­den Autoren eine bleibende Weit­er­en­twick­lung ermöglichen.

Sar­turia® bietet seinen Stu­den­ten ein per­fek­tes, ‚kom­pe­ten­zori­en­tiertes Studi­um’ direkt in der Prax­is. Dabei greifen die Stu­den­ten mit den derzeit mod­ern­sten Werkzeu­gen, die es in Bezug auf mögliche Schulis­che-Leis­tun­gen über­haupt gibt, nicht nur sich selb­st, son­dern auch unseren Autoren unter die Arme.

Wer etwas über eine erfol­gre­iche ‚kom­pe­ten­zori­en­tierte Unter­stützung’ von Schülern und Stu­den­ten erfahren will, sollte drin­gend fol­gen­den Spiegel-Artikel lesen Zum Artikel

Schon lange, bevor die in diesem Spiegel-Artikel dargestellte Art und Weise des ‚kom­pe­ten­zori­en­tierten Studi­ums’ in unserem Schul­sys­tem getestet wor­den ist, unter­richteten wir unsere Schüt­zlinge genau nach diesen Richtlin­ien. Seit dem Jahre 2006 genießen wir sog­ar offiziell Marken­schutz auf unsere Lehrmethoden.

Dass ein the­o­retis­ches Studi­um ohne Prax­is nicht funk­tion­ieren kann erleben wir tagtäglich. Deut­lich wird es jedoch, wenn wir uns vorstellen, dass jemand einem ange­hen­den Reit­er in der Schul­bank erk­lären will, wie er reit­en müsse und wie er ein Ren­npferd zu behan­deln hätte, damit er in der Lage wäre, ein Der­by zu gewinnen

Wir hal­ten – ganz offen gesprochen – nichts von Schul­sys­te­men, die nur the­o­retis­ches Wis­sen zu ver­mit­teln suchen. Unser­er Überzeu­gung nach liegt die einzig funk­tion­ierende Meth­ode ‚darin’, etwas Erstrebenswertes so oft und so inten­siv zu üben, bis man es aus dem Handge­lenk her­aus kann. Ver­gle­iche dazu einen gut trainierten Reit­er aus der Prax­is mit dem ‘the­o­retisch’ geschul­ten Reit­er aus unserem Beispiel. Wer von Bei­den wird wohl beim näch­sten Ren­nen die Nase vorne haben …? 🙂

In der Sarturia®-Literatur-Akademie schmeißen wir die neuen Schüt­zlinge kopfüber ins kalte Wass­er. Sie ver­suchen sich zunächst an ein­er Aufw­er­tung der Dra­maturgie der einge­sandten Manuskripte. Das geht natür­lich nur, wenn Ihnen ein kom­pe­ten­ter Helfer zur Hand geht. Bei uns ist es der Tech-Keep­er. Er überwacht jeden einzel­nen Schritt des Stu­den­ten, bis dieser schließlich selb­st im Traum’ mögliche Schwach­stellen im Manuskript erken­nt und seinen Autoren passende Vorschläge erteilen kann.

Das Lek­torat bildet die näch­ste Stufe. Der ange­hende Lek­tor bringt den auf­streben­den Autoren den Umgang mit Werkzeu­gen wie dem Duden näher. Dabei gewin­nt er – mit unser­er Hil­fe – die notwendi­ge Sicher­heit in der Verbesserung von Gram­matik, Les­barkeit und Aufw­er­tung eines Manuskripts.

Als Her­aus­ge­ber schließlich eignet sich der Stu­dent das Know-how an, welch­es die Her­aus­ge­ber der größeren und ganz großen Ver­lage bei einem erfol­gshun­gri­gen Autoren suchen und zurecht erwarten. Um das zu ver­ste­hen muss man nur in sich gehen und sich fra­gen, welche Art von Schrift­steller man sel­ber unter dem Erfol­gs­druck eines Her­aus­ge­bers bevorzu­gen würde: einen aus dem Heer der Schreiber­linge, der sich mit Tipps der weniger erfol­gre­ichen Kol­le­gen aus dem Inter­net zufrieden geben, oder einen erfol­gre­ichen Stu­den­ten mit bemerkenswert­er Vita, der sich zudem – auf Augen­höhe – mit dem Her­aus­ge­ber eines Großver­lags über Dra­maturgie, Lek­torat und über die Mark­tchan­cen eines lit­er­arischen Werks unter­hal­ten kann …

Man hat in diesem Fall nicht nur sein Sarturia®-Diplom in der Tasche. Man find­et auch seinen eige­nen Namen auf dem Cov­er der einen oder anderen Antholo­gie wieder; ein nicht zu unter­schätzen­des Argu­ment. Man weist aber auch die entsprechen­den Ein­träge als Dra­maturgie-Coach und als Lek­tor in der Vita vor. Und diese Dat­en sind wichtig, wenn unsere Agen­tur schließlich den Schlüs­sel­ro­man eines Diplom-Inhab­ers bei den ver­schiede­nen Kon­tak­ten im Busi­ness vorstellen soll.

Man sieht, ein Räd­chen greift in das andere. Wer aber weiß, wie oft die Manuskripte der hoff­nungsvollen Schreiber­linge da draußen schon abgelehnt wor­den sind, der verzichtet gerne auf das Herumpro­bieren und greift zu einem ‚Busi­ness Plan’, wie ihn Sar­turia® anbi­etet. Denn ein ‚Busi­ness Plan’ enthält alle notwendi­gen Schritte, die getan wer­den müssen, wenn eine Unternehmung Erfolg haben will.

Doch der Sarturia®-Business-Plan geht noch weit­er. Denn mit dem Diplom sind nur die unteren Stufen des prak­tis­chen Lit­er­atur-Studi­ums erre­icht. Aber ein Diplom-Inhab­er hat dann schon mal das Recht, an den Volk­shochschulen entsprechend lukra­tive Sarturia®-Literatur-Kurse abzuhal­ten. Das Schöne: Sein Ver­di­enst dabei bleibt ihm in voller Höhe. 🙂

Mehr noch: Als Tal­ent-Scout oder Pro­jek­tleit­er ist der Sar­turia®-Stu­dent auf den höheren Förder­stufen bere­its am Einkom­men des angeschlosse­nen Ver­lags beteiligt. Es mag zumin­d­est für einen net­ten Urlaub reichen oder – je nach Wach­s­tum der Insti­tu­tion – auch zu wesentlich mehr.

Wenn erst ein­mal gewährleis­tet ist, dass das Schreiben auch ein gewiss­es Auskom­men abwirft, dann tut man sich leichter mit gewagten Luft­sprün­gen. Man springt dann aber auch nicht mehr vol­lkom­men blind. Es reicht vielle­icht nicht, J. R. R. Tolkien vom Thron zu stoßen, aber da ist ja auch noch die Agen­tur. Mit anderen Worten: Als Profi hat man weitaus bessere Aus­sicht­en als das Heer der Hob­by-Autoren da draußen, die es immer noch mit bloßem ‚Glück’ versuchen.

Ver­leger Blog 20171125
SPIEL DES LEBENS

Ich glaube, dass auch die Jün­geren unter uns wenig­stens einige der diversen Karten­spiele ken­nen, die es zu kaufen gibt. Die alten Hasen sind ja ohne­hin damit groß gewor­den; zu dieser Zeit gab es noch kein ‚What­sUp’ oder ‚Face­book’.

Aber man kann sich vorstellen, dass nicht alle Mit­spiel­er ein­er Runde beim Austeilen der Karten die gle­ichen Chan­cen erhal­ten. Die Karten wer­den ja vorher gemis­cht, und der Zufall entschei­det, welche Karten man beim anschließen­den Spiel in der Hand hält.

Egal wie einen das Schick­sal bedacht hat; wichtig ist dabei vor allem, dass man ‚das Beste’ aus den erhal­te­nen Karten macht, wenn man am Ende nicht als ständi­ger Ver­lier­er daste­hen will.

Anfängern gelingt das noch nicht so richtig, drum ziehen sie all­ge­mein den Kürz­eren gegen all die abge­brüht­en Zock­er. Das muss man anfangs eben in Kauf nehmen. Im Laufe der Zeit ändert sich das jedoch zum Pos­i­tiv­en hin und man gewin­nt öfter und öfter. Erfahrung halt. Know-how. Professionalität.

Aber ist denn das Leben schlechthin nicht eben­falls als Spiel zu betra­cht­en? Ist es nicht eben­falls so, dass einem das Schick­sal bei der Geburt eine Hand­voll Karten mit­gibt, mit denen man zurechtkom­men muss, weil es eben keine anderen Karten gibt? Der Eine wird mit hohem IQ geboren und der Andere kommt schon begriff­sstutzig auf die Welt. Der Dritte hat ein hun­dertjähriges Leben vor sich, während der Vierte gle­ich bei der Geburt stirbt. Der Fün­fte hat eine engels­gle­iche Stimme und gewin­nt jedes Cast­ing, währen die Fre­unde beim Sech­sten alle Heili­gen anfle­hen, er möge doch wenig­stens eine Weile mit dem Sin­gen aufhören.

Und natür­lich mag dem Einen oder Anderen ein gold­en­er Fed­erkiel mit in die Wiege gelegt wor­den sein. Aber erfahrungs­gemäß tun sich die meis­ten Erden­bürg­er nicht gar so leicht beim Umgang mit dem Wort in der Deutschen Sprache.

Man sieht, wir haben auch hier unter­schiedliche Karten aus­geteilt bekom­men, und die müssen wir nun ord­nen, um her­auszufind­en, wie wir sie am besten ausspie­len können.

Und schon fängt das Tohuwabo­hu an, denn wir haben nie­man­den, der uns den richti­gen Umgang mit unseren Karten beib­rin­gen kön­nte. Die Eltern …? Na ja, hin und wieder kön­nen sie helfen. Aber in den meis­ten Fällen geht das wohl tüchtig in die Hose.

Ich per­sön­lich bin ein Parade­beispiel dafür, wie blind Eltern manch­mal sein kön­nen. Schon in der Grund­schule hat­te ich in Musik und Lit­er­atur lauter Ein­sen; im Gegen­satz zu anderen Fäch­ern. Klar­er Fall eigentlich. Aber ich musste erst müh­sam den Beruf eines ‚Maschi­nen­schlossers’ erler­nen und mich später als Com­put­er­pro­gram­mier­er beweisen, nur um schlussendlich dann doch noch ein anerkan­nter Schrift­steller zu werden.

Das heißt, ich habe in den ersten dreißig Jahren dieses Lebens über­haupt nicht gewusst wie ich meine Karten ausspie­len musste, damit ich nicht ständig ver­liere. Gott sei Dank hat­te ich eine Erken­nt­nis: Es gab es einen Ruck, und auf ein­mal war’s ganz leicht. 🙂

Umgekehrt geht’s natür­lich genau­so: Man kann stram­peln und fluchen wie man will. Wenn man nicht zum Ath­leten geboren wurde, gewin­nt man keine Olympiade. Und das bringt mich auf das The­ma ‚Tal­ent’.

Woher wis­sen wir, dass wir Tal­ent haben? Nun, manch­mal wird es einem gesagt. Aber manch­mal wird es einem auch ein­gere­det. Das sind natür­lich zwei völ­lig ver­schiedene Paar Stiefel. Und weil das so ist, bleibt einem nichts andere übrig als es für sich sel­ber her­auszufind­en. Hat man nun wirk­lich Tal­ent oder hat man es nicht.

Auch diese Entschei­dung ist nicht leicht. Bei Dieter Bohlen und DSDS kann man beobacht­en, dass sich so manch­es ‚Super­tal­ent’ heil­los über­schätzt. Andere trauen sich erst gar nicht. Es gehört also auch eine gewisse Por­tion Glück dazu, dass man’s über­haupt erst ein­mal auf die richtige Weise pro­bieren kann.

Lasst es mich bitte so aus­drück­en: Am ein­fach­sten ist es, wenn man sich sel­ber immer wieder dabei ertappt, dass man etwas ganz Bes­timmtes tut, ein­fach weil es Spaß macht und weil man anderen Men­schen damit Freude bere­it­en kann.

In solchen erleuchteten Augen­blick kann man die ungeah­n­ten Möglichkeit­en ent­deck­en, die im ure­ige­nen vom Schick­sal aus­geteil­ten Karten­spiel stecken.

Genau so war es bei mir. Das Schick­sal hat mich förm­lich mit der Nase drauf gestoßen, denn ich begann in ein­er ziem­lich düsteren Stunde mit dem Schreiben, ein­fach um etwas Anderes zu sehen, zu hören und zu fühlen. Und da wurde mir mit einem Mal bewusst, dass ich alles — wirk­lich alles — dafür tun musste, um zu ler­nen wie man anderen Men­schen mit dem geschriebe­nen Wort recht viel Freude bere­it­en kann. Nun, der Rest ist Geschichte.

Ich sagte ja schon mal, dass wir hier bei Sar­turia® unmöglich ‚alle’ mit­nehmen kön­nen. Wer das Tal­ent zu einem bril­lanten Chemik­er mit auf den Weg bekom­men hat, muss nicht unbe­d­ingt auch ein beg­nade­ter Schreiber­ling sein. Man muss schon ‚spüren’, dass es einen gepackt hat. Man muss inner­lich bren­nen. Man muss von einem unstill­baren Ver­lan­gen durch­drun­gen sein, andere Men­schen mit dem Schreiben zu begeistern.

Und dann braucht man nur das notwendi­ge Know-how, und schon ‚prügeln’ sich die Fans um unsere Fabulierkünste.

Man sieht es hier bei Sar­turia®. Die Einen reißen sich ein Bein aus, um zu helfen, während die anderen genü­gend Gründe dafür find­en, warum es bess­er wäre, etwas ganz anderes zu tun.

Wir hier bei Sar­turia® helfen jedem, auch wenn er das Zeug zu etwas ganz Anderem mit­bringt. Man sieht es den Men­schen nicht an der Nasen­spitze an, und oft­mals wis­sen sie ja sel­ber nicht, wohin die Reise schlussendlich gehen wird.

Wir sind aber auch nie­man­den böse, wenn er her­aus­find­et, dass ihn die Akademie über­fordert oder dass er doch lieber etwas ganz anders machen will. Unsere Tür ist nach bei­den Seit­en hin offen.

Es spricht auch nichts dage­gen, später vielle­icht noch ein­mal anzuk­lopfen. Viele der früheren Fre­unde haben das getan. Ich per­sön­lich pflege auch heute noch Kon­takt zu ehe­ma­li­gen Schüt­zlin­gen. Halt nicht zu allen; man sollte näm­lich schon wis­sen, wie man sich zu benehmen hat.

Ich helfe gerne dabei, wenn jemand her­aus­find­en will, ob das Schreiben tat­säch­lich sein ulti­ma­tives Tal­ent ist. Und inzwis­chen haben wir Mit­stre­it­er genug, um unseren Schüt­zlin­gen auf pro­fes­sioneller Basis unter die Arme greifen zu kön­nen. Wir wollen aber noch ‚mehr’, noch ‚viel’ mehr.

Jet­zt, da wir her­aus­ge­fun­den haben, wie wir es anpack­en müssen, wollen wir sel­ber ver­suchen unsere Tal­ente als solche ‚groß zu machen’. Ein paar wenige Grund­vo­raus­set­zun­gen sind noch zu schaf­fen, wenn wir unsere Diplomträger wirkungsvoll auf dem Markt bekan­nt machen wollen. Wir sind ger­ade dabei, die let­zten Vorbe­din­gun­gen abzuwick­eln. Denn nach der ‚Akademie’ und der ‚Lit­er­atur-Agen­tur’ wartet der ‚pro­fes­sionelle Ver­trieb’ auf uns.

Wir bleiben also dran.
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Ver­leger Blog 20171117
VORLESETAG

Zum heuti­gen Vor­lese­tag ein paar Gedanken über den Buch­markt und über die Förderung auf­streben­der Talente:

ZITAT Quelle: Zum Artikel

Über 160.000 Vor­leserin­nen und Vor­leser wer­den sich am (heuti­gen d.R.) Bun­desweit­en Vor­lese­tag beteili­gen. Gemein­sam lesen sie rund zwei Mil­lio­nen Zuhörerin­nen und Zuhör­ern in Schulen, Kindergärten, Bib­lio­theken, Buch­hand­lun­gen, Flüchtling­sun­terkün­ften und anderen Orten vor.

Die Staatsmin­is­terin für Kul­tur und Medi­en, Moni­ka Grüt­ters, erk­lärt dazu in ein­er Pressemit­teilung: „Mit vor­bild­haftem Enthu­si­as­mus und Engage­ment geben Tausende Vor­leserin­nen und Vor­leser am Bun­desweit­en Vor­lese­tag einen wichti­gen Impuls: Sie schär­fen das öffentliche Bewusst­sein für die Notwendigkeit der Lese­förderung. In unser­er Gegen­wart des schnellen Infor­ma­tions­flusses ist es wichtig, allen Schü­lerin­nen und Schülern alters­gerechte und kreative Lese­förderange­bote zu unter­bre­it­en. Lesekom­pe­tenz ist notwendi­ger denn je! Denn Lesen ist in unser­er Infor­ma­tion­s­ge­sellschaft der Schlüs­sel zu Wis­sen, Bil­dung und demokratis­ch­er Teil­habe. Nur wer lesen kann, wird am gesellschaftlichen und kul­turellen Leben in vollem Umfang teil­haben kön­nen und Gefahren der Dumpfheit und Desin­for­ma­tion erkennen.“
ENDE ZITAT

Unsere Autoren lesen aber auch aus einem ganz anderen Grund, denn irgend­wo muss man ja anfan­gen, auf sich aufmerk­sam zu machen. Und warum nicht ger­ade da, wo man sich um guten Leses­toff bemüht und sein Geld dafür aus­gibt: In den Buchhandlungen.

Natür­lich bezahlen die Buch­hand­lun­gen nicht jedem New­com­er gle­ich ein ansehn­lich­es Salär. Aber darum geht es ja nicht vorder­gründig. Es geht zunächst darum, ein Gefühl dafür zu entwick­eln, wie die ‚eigene Schreibe’ bei den Zuhör­ern ankommt.

Und dann geht es natür­lich darum, wie viel Büch­er nach der Vor­lesung über die Theke gehen. Eine Buch­hand­lung, die nach der Lesung bemerkenswerte Umsätze macht, ist gerne bere­it das Buch des Autoren in die Aus­lage zu stellen. Wer­bung? Ja, wenn ‚das’ keine wirkungsvolle Wer­bung ist, was ist denn dann eine?

Glaubt ja nicht, dass Neulinge mit Anzeigen in Fachzeitschriften, die meist mehrere Tausend Euro ver­schlin­gen ‚mehr’ Buchverkäufe gener­ieren als – sagen wir – zehn gut gemachte Lesun­gen. Solche Anzeigen unter­stützen in der Prax­is eigentlich nur das Rin­gen ohne­hin gut platziert­er Titel um die Spitzen­plätze in den Spiegel Charts. Aber selb­st die Spitzen­re­it­er befleißi­gen sich dem Werbe­mit­tel der Vor­lesung, um genü­gend Sym­pa­thie zu gener­ieren, die sich ja schlussendlich in Tantiemen, also in Geld auszahlt.

Der Buch­han­del in Zahlen

ZITAT Quelle: http://bit.ly/2zOQ83C

Die Bedeu­tung des Buches:

Das Buch belegt 2016 erneut einen guten vierzehn­ten Platz im Rank­ing der häu­fig­sten Freizeitbeschäf­ti­gun­gen der Deutschen, das 51 Aktiv­itäten erfasst. 18,8 Prozent der Bun­des­bürg­er ab 14 Jahren lesen nach Feier­abend „häu­fig“ Büch­er (2015: 19,7 Prozent), 27,5 Prozent lesen immer­hin „gele­gentlich“ (2015: 28,3 Prozent). 28,5 Prozent vertreiben sich die Zeit „sel­ten“ mit einem Buch (2015: 27,8 Prozent), 25,2 Prozent lesen „nie“ (2015: 24,2 Prozent).
ENDE ZITAT

Man kann den Sta­tis­tiken ent­nehmen, dass der ‚mod­erne Zeitvertreib’ über Tablet und Smart­phone das Lesen von Büch­ern von sein­er anges­tammten Führungspo­si­tion ver­drängt hat. Damit ist nicht das Lesen von Ebooks gemeint, denn die Verkäufe der Ebooks erleben derzeit einen zweis­tel­li­gen Ein­bruch. Nein, die Kurzweil ist es, die den mod­er­nen Men­schen an What­sApp und seine Clone fes­selt. Es ist leichter über ver­drehet Film­clips zu lachen, als ganze Büch­er zu lesen.

Aber das Buch ist nicht tot. Es wird auch in den kom­menden Jahren nicht ster­ben. Im Gegen­teil: Sein Inhalt wird – mein­er beschei­de­nen Mei­n­ung nach – bloß bess­er wer­den. Zumin­d­est bei den Spitzen­büch­ern. Denn es beste­ht schon ein deut­lich­er Unter­schied zwis­chen Top-Sell­ern und Laden­hütern, der sich dur­chaus in den zu erwirtschaf­ten­den Tantiemen niederschlägt.

Wer also vorhat mit der Schreiberei seinen Leben­sun­ter­halt ver­di­enen zu wollen, muss sich schon ein biss­chen ‚ran­hal­ten’. Von nix kommt nix. Und die Ratschläge, die sei­ther aus den Schreib­grup­pen kamen, spiegel­ten eher die per­sön­liche Mei­n­ung der selb­ster­nan­nten Rat­ge­ber wieder.

Gut, das ändert sich ger­ade. Die Sarturia®-Literatur-Akademie entlässt die ersten Diplomempfänger ins raue Leben, und ich bin sich­er, die Schreib­grup­pen und Autoren­foren wer­den von ihrem Know-how prof­i­tieren. Doch das ist ein lang­wieriger Prozess, vor allem deshalb, weil sich manche Men­schen nichts sagen lassen wollen.

Deshalb sind Insti­tu­tio­nen wie Sar­turia® so immens wichtig. Denn auf­strebende Autoren brauchen ein sicheres Umfeld, in dem sie nicht wegen ihrer Schreibe gemobbt wer­den, und in dem sie auf ihre eigene Art und Weise wach­sen und gedei­hen kön­nen. Der beständi­ge Drill im Umgang mit dem geschriebe­nen Wort tut ein Übriges.

Alle Autoren, die jemals die Förderung durch unsre Coach­es und Lek­toren erhal­ten haben, bestäti­gen den Erfolg unser­er Bemühun­gen, auch wenn sie inzwis­chen wieder eigene Wege gehen. Und so ist es auch geplant: Wer sein Diplom in der Tasche hat, weiß, wie man sich weit­er­en­twick­eln kann und hat sicher­lich das Bedürf­nis, das Gel­ernte weit­erzugeben. Schließlich ste­ht unsere Auf­gabe in der vom Amts­gericht aus­gestell­ten Urkunde: Die Förderung von Kun­st und Kul­tur in deutschsprachi­gen Ländern.

Und nach lan­gen, lan­gen Jahre der Erfahrun­gen ste­ht fest, dass Autoren, die regelmäßig Lesun­gen ver­anstal­ten, viel leichter durch das Förder­pro­gramm kom­men als Autoren, die nur darauf warten, dass man sie entdeckt.

Schon allein das Feed­back seit­ens der Zuhör­er gibt den erfol­gshun­gri­gen Schüt­zlin­gen den notwendi­gen Schub. Ihre Begeis­terung ist spür­bar, wenn sie uns um eine Neuau­flage ihrer Büch­er bit­ten. Keine Frage: Unter den Emporkömm­lin­gen, denen wir später ein­mal einen lukra­tiv­en Ver­lagsver­trag ver­schaf­fen kön­nen, wer­den diejeni­gen die ersten sein, die sich durch die Erfolge auf Vor­lesun­gen ihr eigenes Kön­nen bestäti­gen ließen.

Alles begin­nt natür­lich mit der Teil­nahme an unseren Ausschreibungen.

http://www.sarturia.com/ausschreibungen/

Wo es endet, bes­timmt jed­er Autor sel­ber. Wir hof­fen jedoch, dass uns auch die Erfol­gre­ichen treu bleiben wer­den. Denn das Ler­nen endet nie …!

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Ver­leger Blog 20171021
Hat­ing, Flam­ing Cybermobbing

Nach dem let­zten Ver­leger Blog hat sich erneut eine Autorin bit­ter bei mir darüber beklagt, dass man kein gutes Haar an ihr gelassen hätte. Es passiert prak­tisch jede Woche min­destens ein­mal, dass sich jemand an mich wen­det. Dabei meinte die Autorin gestern, sie hätte ihr ganzes Herzblut in eine Geschichte gesteckt, ehe sie ihr Werk in einem wohlbekan­nten Forum für ihre Autoren­fre­unde pub­liziert hätte.

Ihr kön­nt euch sich­er vorstellen, was passiert ist. Sie meinte, sie hätte das alles gar nicht ver­di­ent, was man anschließend über sie geschrieben hätte; vor allen Din­gen von Leuten, die sel­ber keine guten Geschicht­en schreiben.

Sich­er ist das jedem von uns schon ein­mal passiert.
Es gelang mir jedoch nach eini­gen gut gemein­ten Mail­wech­seln, die tief gekränk­te Autorin zu beruhi­gen und sie wieder aufs Pferd zu set­zen. Als ich ihr die Zügel erneut in die Hand drück­te, wies ich sie auf ein paar immer wiederkehrende Geset­zmäßigkeit­en hin:

Das Inter­net ist keineswegs eine ‚Soziale Ein­rich­tung’. Nicht wenn Men­schen es nicht dazu ‚machen’. Auch wenn es unter dem Begriff „Social Net­work“ geführt wird, ver­leit­et die Anonymität des World Wide Web so manchen User dazu, sich hem­mungs­los gehen zu lassen. Vor allem Men­schen mit Groll im Herzen neigen dazu, ihre Frus­tra­tion an anderen Usern auszulassen.

Was solche Men­schen dann vom Stapel lassen, beze­ich­net man mit mod­er­nen Begrif­f­en wie ‚Hat­ing’, ‚Flam­ing’ oder ‚Cyber­mob­bing’.

Vor allem Kinder und Jugendliche sind für solch unterirdis­che Attack­en anfäl­lig, weil sie noch nicht über genü­gend Lebenser­fahrung ver­fü­gen und sich deshalb die Has­sat­tack­en zu Herzen nehmen. Das ist lei­der auch der Grund, warum sich hin und wieder empfind­same junge Men­schen vor Verzwei­flung das Leben nehmen.

Glaubt aber nicht, dass sich die ‚Hater’, ‚Flamer’ und ‚Cyber­mob­ber’ dadurch bess­er fühlen wür­den. Nein, ganz bes­timmt nicht. Ihr Groll ver­hin­dert, dass sie echte Ver­ant­wor­tung übernehmen kön­nen, und dadurch glauben sie, die Fol­gen ihrer Attack­en gin­gen sie nichts an.

Erfreulicher­weise beschäftigt sich bere­its die Geset­zge­bung mit diesem unseli­gen Phänomen, und es sind weltweit auch schon empfind­liche Strafen ver­hängt wor­den. Doch in Wirk­lichkeit lösen sie das eigentliche Prob­lem nicht. Nie­mand kann das. Außer man löst es ‚sel­ber’.

Was wäre denn dabei zu tun?

Wichtig bei ein­er möglichen Lösung des Prob­lems ist vor allem, dass man sich als Per­son sich­er ist, nichts Bös­es getan oder ver­bal Schlecht­es ver­bre­it­et zu haben. Integrität nen­nt man das. Man muss sich im Spiegel anschauen und sich bestäti­gen kön­nen, dass einem da ein wirk­lich inte­gr­er Men­sch entgegenblickt.

Gut, Fehler hat jed­er. Sobald ich per­sön­lich keine Fehler mehr habe, wer­den mir Flügel wach­sen und ich bekomme einen Heiligenschein.

Aber in der Tat braucht man nur anzuschauen, was mir trotz­dem passiert ist, seit ich es gewagt habe, einen gemein­nützi­gen Vere­in zu grün­den und hoff­nungsvolle Autoren zu unter­stützen: Man hat mich bel­o­gen und bet­ro­gen. Man hat mich belei­digt und mir gedro­ht. Man hat Büch­er bestellt und sie nicht bezahlt. Man hat Autoren gegen mich aufge­het­zt und sie ver­an­lasst, Geschicht­en aus dem Prozess zurück­zuziehen. Sog­ar ehe­ma­lige Helfer haben gegen die Richtlin­ien ver­stoßen und andere Helfer moralisch zur Sau gemacht. Andere haben die selb­st gewählten Auf­gaben ein­fach hingeschmis­sen und die von ihnen betreuten Autoren in der Luft hän­gen lassen. Und immer noch wer­den Stu­den­ten abge­wor­ben und gegen mich aufges­tachelt. Und die besten unser­er Helferin­nen bekom­men sog­ar offene Drohungen.

Wenn ich Sechzehn wär’ und die Welt erst ken­nen ler­nen würde, dann würde mich das wahrschein­lich erschreck­en und mich in Selb­stzweifel stürzen. Aber ich bin inzwis­chen ein paar Jährchen älter und habe einiges an Erfahrung aufzuweisen.

Vor allem stim­men bei mir die Grundlagen:
Ich helfe Men­schen ziem­lich selb­st­los dabei, ihre Ziele zu erre­ichen. Jed­er­mann – aus­nahm­s­los – hat mir schriftlich bestätigt, dass ich ‚gute Arbeit’ leiste. Sog­ar die von mir entwick­elte Schreib-Tech­nolo­gie wird schon seit langem – in alteriert­er und abgeschwächter Form – da draußen im Inter­net ange­wandt und ver­bre­it­et. Soge­nan­nte Stu­di­en­ab­brech­er sind anderen Schreib­grup­pen beige­treten und gel­ten nun dort als ‚Gute Autoren ’. Die Crux: Trotz ‚all dem’ wächst Sar­turia® und gedei­ht, obwohl sich da draußen ein paar Hater, Flamer und Cyber­mob­ber, liebend gerne ein Bein aus­reißen wür­den, um mich und meine Leis­tun­gen vom Plan­eten fegen zu können.

Man muss also schon genau hin­schauen können!

Die kor­rek­te Betra­ch­tung der Sit­u­a­tion ist näm­lich ganz ein­fach: Auf eine Hand­voll Hater und ein oder zwei Dutzend Mitläufer kom­men inzwis­chen mehr als Tausend zufriedene oder gar begeis­terte Autoren in stetig wach­sender Anzahl, die froh sind, wenn ich ihnen helfend unter die Arme greife.

Faz­it: Wenn die Grund­la­gen stim­men und die Integrität gewährleis­tet ist, dann kann ich mich ein­fach umschauen und unter­suchen, was denn die Hat­ings, Flam­ings, und Cyber­mob­bings in Wirk­lichkeit anrichten!

Über­legen wir mal: Trotz hart­näck­iger Anfein­dun­gen kom­men immer noch laufend neue und hoff­nungsvolle Autoren zu Sar­turia®, die sich von unser­er her­vor­ra­gen­den Tech­nolo­gie ein Weit­erkom­men ver­sprechen. Sie sind hel­lauf begeis­tert, wenn sie zum ersten Mal sehen, wie angenehm unsere Hil­fe tat­säch­lich ausfällt.

Inzwis­chen wur­den die ersten Diplom-Absol­ven­ten ins raue Leben ent­lassen und kön­nen nun unsere wertvolle Tech­nolo­gie weit­er­tra­gen um vielle­icht auch anderen Schrift­stellern in den Schreib­grup­pen da draußen zu helfen.

Und so darf ich fest­stellen, dass all die Hat­ings, und Flam­ings und Cyber­mob­bing und all die absichtlich falschen Darstel­lun­gen – samt und son­ders – ger­adeswegs an mir ‚vor­bei’ gehen. Ich wache jeden Mor­gen auf und schau beim Zäh­n­putzen in den Spiegel: Ja, der ver­rück­te Kerl, der – für’n App’l und’n Ei – prak­tisch seine gesamte Zeit zum Wohle ander­er Men­schen opfert, der ist noch da und tut das­selbe wie schon vor – mit­tler­weile – dreizehn Jahren.

Und er hat mächtig Spaß dabei. Denn es ist schon ein echt­es Erleb­nis, wenn man von total­en Anfängern ein lek­to­ri­ertes Manuskript zurück­bekommt, das abso­lut frei von Fehlern ist; heute Mor­gen ger­ade wieder erlebt! Unglaublich ‚das’ …!

Und genau ‚so’ – kein Haar anders – sieht die Sit­u­a­tion bei ange­hen­den Autoren aus. All die unberechtigten Ver­risse, Belei­di­gun­gen, Hat­ings und Flam­ings richt­en tat­säch­lich nur in der eige­nen Psy­che Schaden an, und dann auch nur, wenn man sich auf sie ein­lässt. In der physis­chen Welt haben sie dage­gen kein­er­lei Einfluss.

Jemand der ein wirk­lich gutes Manuskript in den Hän­den hält und damit einem Her­aus­ge­ber der Großver­lage gegenüber tritt, der wird nicht gefragt, was andere über ihn sagen: Sein Werk allein ist maßgebend – und nichts sonst.

Die weni­gen schlecht gelaunte Men­schen, die vorher schon Him­mel und Hölle auf euch niedergeschworen hat­ten, die wer­den euch ‚auch nach­her’ noch das Fege­feuer an den Hals wün­schen. Aber wenn ihr – im besten aller Fälle – mal einen Best­seller in den Regalen des Buch­han­dels ste­hen habt, dann wer­den ihre Stim­men sang- und klan­g­los unterge­hen in der wun­der­baren Begeis­terung viel­er Mil­lio­nen Buchkäufer.

Ver­ste­ht ihr nun, warum solche Insti­tu­tio­nen, wie Sar­turia®’ unbe­d­ingt notwendig sind? Man lernt nicht nur schneller und mehr als irgend­wo anders, man find­et sich auch in einem geschützten Umfeld wieder. Und wenn man es nicht zulässt, dass einen die paar weni­gen Besser­wiss­er vom Kurs abbrin­gen, dann kann man in aller Ruhe – ohne auf irgendwelche Anfein­dun­gen acht­en zu müssen – seinen Schlüs­sel­ro­man fer­tig stellen und zuschauen, wie die Agen­tursek­tion von Sar­turia® damit bei den Großen vorstel­lig wird.

Also beque­mer und sicher­er kann man es als Autor wohl nir­gend­wo finden …

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Ver­leger Blog 20171005
Bin ich denn wirk­lich eine Niete …?

Diese ‚doch sehr’ pro­voka­tive Frage hat einen ganz bes­timmten Grund. Ich unter­stütze auf­streben Autoren näm­lich schon seit dem Jahr 2004 … und da musste ich diese Frage schon Tausend Mal beantworten.

Denn damals – wie heute – tum­meln sich eine ganze Menge Autoren im Inter­net, die es nicht zu einem der großen Ver­lage geschafft haben, und nun prompt ver­sucht­en, ein­er andächtig lauschen­den Fan-Gemeinde zu erk­lären, wie man gute Büch­er schreibt.

Ja, ihr habt richtig gele­sen! Inzwis­chen erk­lärt jed­er­mann, der eine Tas­tatur bedi­enen kann, auf welche Weise junge, leicht­gläu­bige Autoren zum erfol­gre­ichen Schrift­steller avancieren kön­nten, und das, obwohl sie selb­st kaum mehr als hun­dert elek­tro­n­is­che Büch­er verkauft haben.

Einige von ihnen geben wenig­stens zu, dass sie noch an ihrem allerersten Buch arbeit­en. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass sie über­haupt keine Erfahrung besitzen und trotz­dem leicht­gläu­bige Men­schen unter­richt­en wollen. Kom­men­tar überflüssig.

Erlaubt mir bitte eine weit­ere Provokation:

Die bei­den wichtig­sten Tage in eurem Leben sind:
1. Der Tag an dem ihr geboren wurdet.
2. Der Tag, an dem ihr her­aus­ge­fun­den habt, dass neu­nund­ne­un­zig Prozent aller Ratschläge, die ihr jemals in Bezug auf die Schrif­stellerei erhal­tet, pur­er Quatsch sind und euch ger­adeswegs in eine Sack­gasse führen.

Man über­lege sich nur allen Ern­stes: Zeitgenossen, die teil­weise nicht ein­mal ein einziges Promille der Aufla­gen richtiger Schrift­steller aufweisen kön­nen, geben Ratschläge, wie man Büch­er schreibt. Ist das nicht vol­lkom­men irre? Mehr noch: Fehlgeleit­ete Mit­glieder wach­sender Grup­pierun­gen erdreis­ten sich, Abw­er­tun­gen über erfol­gre­iche Insti­tu­tio­nen zu pub­lizieren, um damit hoff­nungsvolle Autoren von erfol­gver­sprechen­den Recherchen abzuhalten.

Und Leute, die keine Ahnung von Tuten und Blasen haben, ver­wech­seln Druck­kosten­zuschuss-Ver­lage mit gemein­nützi­gen Insti­tu­tio­nen und Lit­er­atur-Akademien und – schlim­mer noch – sie ver­suchen deren Hil­festel­lun­gen in den Dreck zu ziehen.

Dabei machen sie natür­lich riesen­große Unter­schiede zwis­chen den ‚mächtig­sten’ der Druck­kosten­zuschuss-Ver­lage wie etwa BoD und den weitaus kleineren, die man leichter mit Füßen treten kann. Sie über­lassen es sog­ar branchen­frem­den Richtern, die über­haupt nichts von Lit­er­atur ver­ste­hen, ein Urteil zu fällen, und propagieren das Ergeb­nis als ‚gültige’ Wahrheit.

Dabei ist so manch­er bekan­nte Best­seller-Autor über einen Druck­kosten­zuschuss-Ver­lag eingestiegen, um sich zunächst sel­ber ein­mal bekan­nt zu machen. Aber solch inter­es­sante Fak­ten ver­schweigen die selb­ster­nan­nten Päp­ste wohlweis­lich, weil sie son­st keine Anhänger find­en würden.

Alte Weisheit: Wer sel­ber keinen Erfolg hat, betätigt sich eben als Kri­tik­er. Das hat schon immer funk­tion­iert, hil­ft aber niemandem.

Ich sage es ganz offen: Wer sich auf die Ratschläge der Erfol­glosen ein­lässt, der erblind­et gegenüber seinen wahren Chan­cen. Aber jed­er­mann, der in der Lage ist, ‚seine eige­nen’ Recherchen durchzuführen, find­et einen bege­hbaren Weg, sich die Ratschläge echter und erfol­gre­ich­er Autoren zu sich­ern. Doch jed­er kann sich selb­st fra­gen, welche Infor­ma­tio­nen wertvoller und authen­tis­ch­er sind: Diejeni­gen der selb­ster­nan­nten Schein-Rat­ge­ber im Inter­net, oder jene von Star-Schrift­stellern, die ein Tausend­fach­es der Anzahl an Büch­ern verkauft haben.

Die ein­fach­ste Möglichkeit für auf­strebende Autoren wäre natür­lich, sich auf der Messe mit einem der anerkan­nten Best­seller-Autoren zu unter­hal­ten. Doch, doch, das geht prob­lem­los. Man muss nur wollen. Wenn man dann das ganze Inter­net-Getratsche aus­blendet und wirk­lich intel­li­gente Fra­gen stellt, dann bekommt man auf ein­mal auch intel­li­gente Antworten.

Man bekommt dann beispiel­sweise solche Tipps, wie ich sie per­sön­lich vor knapp vierzig Jahren von echt­en Best­seller­autoren oder von den Lek­toren erfol­gre­ich­er Wirtschaftsver­lage erhal­ten habe. Offen­sichtlich waren es ‚die richti­gen’ Tipps, denn ich habe nicht umson­st jahrzehn­te­lang viel gele­sene Texte für Man­ag­er und Indus­trie­mag­nat­en ver­fasst. Und Tipps von echt­en Profis klin­gen doch auf­fal­l­end anders als die Ergüsse der Erfol­glosen aus dem Internet.

Bei aller Rück­sicht­nahme auf den guten Willen der Massen-Rat­ge­ber: Es gibt in Wirk­lichkeit keinen beque­men und ein­fachen Weg nach oben, und rel­e­vante Fak­ten erhält man nur durch eigene Recherchen … und natür­lich durch eigene Erfahrung!

Glück­licher­weise hat­te ich von Anfang an die richti­gen Rat­ge­ber: Profis und Lit­er­atur­preisträger wie unter anderem Wolf­gang Jeschke, bei Heyne, München. Sie küm­merten sich rührend um mich, denn damals gab es das Inter­net noch nicht.

Hätte ich mich sein­erzeit auf jene Tipps ver­lassen müssen, wie sie heute zuhauf im Inter­net grassieren, dann hätte ich mich genau­so heil­los verir­rt wie die leicht­gläu­bi­gen Hob­by-Autoren, die stram­peln und stram­peln, ohne wirk­lich vor­wärts zu kommen.

Glaubt mir: Ich wäre eben­so sang- und klan­g­los einge­fahren. Und genau aus diesem Grund opfere ich mich seit lan­gen Jahren täglich teil­weise an die achtzehn bis zwanzig Stun­den lang auf, um so viele Autoren wie nur möglich vor der Masse an Möchte­gern-Rat­ge­bern zu bewahren. Denn – ich sagte es schon – ich möchte wenig­stens einen Teil der wertvollen Unter­stützung zurück­geben, die ich damals, zum Start mein­er Kar­riere, erhal­ten habe. Und wie man inzwis­chen immer deut­lich­er sehen kann, klappt das ganz hervorragend.

Man darf natür­lich keinen erfol­glosen Stu­di­en­ab­brech­er um ein Urteil bit­ten; er wird sich nur zu recht­fer­ti­gen suchen und die Schuld auf seine führen Men­toren schieben. Man muss sich als Autor schon um seine eige­nen Recherchen bemühen, oder doch wenig­stens jeman­den fra­gen, der sich inzwis­chen weit genug hochgear­beit­et hat.

Wie auch immer: Fakt ist, dass inzwis­chen an mehr als hun­dert Schulen – allein hier in Deutsch­land – daran geforscht wird, wie schnell sich die Schüler mit der als neu gel­tenden Meth­ode des ‚Indi­vidu­ellen-Ler­nens’ weit­er­en­twick­eln kön­nen. Clou: Genau ‚diese’ Meth­ode ist es, die wir hier bei Sar­turia® seit nun­mehr dreizehn Jahren erfol­gre­ich anwen­den. Und wir genießen Marken­schutz darauf.

Das ist auch der Grund, warum sich hochkarätige Spon­soren um uns bemühen, von deren Wohlwollen andere Insti­tu­tio­nen nur träu­men kön­nen. Wir freuen uns über diese hil­fre­iche Anerken­nung und sind stolz darauf, dass die Sarturia®-Literatur-Akademie mit­tler­weile eine echte Vor­bild­funk­tion innehat. Deshalb sind wir auch auf dem besten Weg, die Num­mer Eins zu werden. 🙂

Sar­turia® war und ist halt doch etwas ganz Besonderes.

Mein Name ist Dieter König
Ich bin Leit­er der Sarturia®-Literatur-Akademie und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen ‚Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.’ Ich helfe clev­eren Autoren dabei, ihre Ziele zu erreichen.

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Ver­leger Blog 20170917
Wer will nicht haben, dass ich einen Besteller schreibe?

Gute Frage — oder etwa nicht …?

Denn seit nun­mehr dreizehn Jahren prak­tizieren wir hier bei Sar­turia® das soge­nan­nte „Indi­vidu­elle Ler­nen“. In diesen ver­gan­genen dreizehn Jahren mussten wir eine ganze Menge an Anfein­dun­gen erdulden. Men­schen, die es ein­fach nicht bess­er wussten, ver­sucht­en unsere wertvolle Tech­nolo­gie madig zu machen und tra­chteten danach, uns von unseren Zie­len abzubrin­gen. Und die Leute, die ihnen gut­gläu­big fol­gten, stram­peln immer noch herum, ohne vor­wärts zu kommen …! 🙂

Heute, nach dreizehn Jahren Erfahrung mit unseren ure­igen­sten Lehrmeth­o­d­en, stellen wir fest, dass inzwis­chen – außer uns selb­st – bere­its eine ganze Hun­dertschaft an Schulen in Deutsch­land das soge­nan­nte „Indi­vidu­elle Ler­nen“ prak­tiziert. Es ver­spricht näm­lich ‚weit mehr’ Erfolg, als all die herkömm­lichen Lehrmeth­o­d­en aus Schulen und Inter­net, die man inzwis­chen salopp als „Frontalun­ter­richt“ oder auch „Front­load­ing“ bezeichnet.

Wir hier bei Sar­turia® sind nicht länger mit unseren erfol­gre­ichen Meth­o­d­en allein: Ange­fan­gen von der Grund­schule an der Kleinen Kiel­straße in Dort­mund – von der man offiziell behauptet, sie sei eine der „besten Schulen Deutsch­lands“ – über die Bodenseeschule, im Süden der Repub­lik, und über die Berlin­er Han­nah-Höch-Schule, sowie über die Reform­schule Ham­burg-Win­ter­hude, bis hin zur Montes­sori-Ober­schule in Pots­dam; alle diese Schulen – und noch über hun­dert weit­ere – befassen sich inzwis­chen mit densel­ben erfol­gre­ichen Lehrmeth­o­d­en wie wir es hier bei Sar­turia schon seit jeher taten.

‚Indi­vidu­elles Ler­nen’ in sein­er rein­sten Form gilt inzwis­chen als absolutes Non Plus Ultra in der Gesellschaft. Wir hier bei Sar­turia® leben dieses ‘Indi­vidu­elle Ler­nen’ schon seit dreizehn Jahren der All­ge­mein­heit vor. Und noch immer ver­passt ein Großteil der Autoren, die dur­chaus von uns wis­sen, die Zeichen der Zeit. 🙂

Der Buch­markt ist im Wan­del begrif­f­en. Wer in der Lage ist, die laufend­en Verän­derun­gen aufmerk­sam zu ver­fol­gen, der stellt fest, dass die Umsätze für Ebooks drastisch gesunken sind. Elek­tro­n­is­che Büch­er haben also nicht mehr den Stel­len­wert, den sie noch vor zwei Jahren innehat­ten, obwohl die Self­pub­lish­er Päp­ste es vehe­ment leugnen.

Das ist aber nur die sicht­bare Seite. Die unsicht­bare Seite ist die, dass mehr und mehr Self­pub­lish­er ernüchtert bei uns anklopfen, weil sie von den hochtra­ben­den Ver­sprechun­gen der gängi­gen Ebook-Pub­lika­tion­splat­tfor­men ent­täuscht sind.

Natür­lich haben sie mit ihrer Ent­täuschung Recht: Denn wer von euch ken­nt schon einen Self­pub­lish­er, der – wie in der Wer­bung sug­geriert – mehrere Mil­lio­nen Ebooks verkauft hat …?

Inzwis­chen begin­nen einige der Hob­by-Schreiber­linge über all die leeren Ver­sprechun­gen nachzu­denken: Slo­gans wie: „Sie brauchen nur Ihr Manuskript hochzu­laden, und schon erre­ichen sie damit Mil­lio­nen von Lesern“ sind näm­lich geschickt for­mulierte Lügen. Ich meine, wenn die Wer­be­botschaft in etwas so laut­en würde „ … Sie erre­ichen Mil­lio­nen ‚möglich­er Inter­essen­ten’ …“, dann würde ich es noch durchge­hen lassen. Denn Inter­essen­ten sind noch lange keine Käufer oder gar zufriedene Leser.

Fragt doch mal spaße­shal­ber eure Fre­unde unter den Hob­by-Autoren, wie viele Ebooks sie tat­säch­lich verkauft haben. „Ein Dutzend“, wäre eine mögliche, ‚ehrliche’ Antwort. Mit „ein­hun­dert“ tat­säch­lichen Verkäufen wür­den die Fre­unde näm­lich schon unter den ‚besseren’ der Self­pub­lish­er rangieren.

Aber ich sage euch die scho­nungslose Wahrheit: Mit unserem eige­nen Test-Ebook, das im Jahre 2012 bis in die Nähe der Top 100 gek­let­tert ist, erre­icht­en wir weniger als hun­dert Down­loads pro Monat. Ein äußerst schwach­es Ergeb­nis, gegen die all­ge­meinen Buchverkäufe über den Handel …

Man darf also keines­falls auf die selb­ster­nan­nten Päp­ste hören. Im Gegen­teil: Man muss das alles in Rela­tion zueinan­der set­zen und sich vor allem ‚seine eige­nen’ Gedanken darüber machen.

Also „tausend“ oder gar „zehn­tausend“ bezahlte Down­loads wären nahezu ein Novum. Solche Zahlen erre­icht man eigentlich nur, wenn man einen Ver­lag mit genü­gend Wer­be­bud­get als Part­ner für sich gewin­nen kann. Und dann sind natür­lich solche und höhere Verkauf­szahlen kein Prob­lem mehr.

Ganz zu schweigen von den sagen­haften Print­book-Umsätzen, die große Ver­lage nun mal so ein­fach ‚en pas­sant’ hinlegen …! 🙂

Wenn ihr jet­zt nach dieser Lek­türe ins Grü­beln gekom­men seid, dann seid ihr wahrschein­lich auf der richti­gen Spur. Denn die echt­en Top-Sell­er auf dem Ebook-Markt haben so gut wie ‘alle’ einen poten­ten Ver­leger im Rück­en; einen poten­ten Part­ner, der genug Geld investieren kann, um euer Manuskript zu einem Best­seller zu machen.

Natür­lich kann ich sel­ber ein hohes Lied davon sin­gen, denn ohne das Wer­be­bud­get ein­er Ran­dom House Tochter wären meine Büch­er in den 80er Jahren nie und nim­mer Best­seller gewor­den, und kein Wirtschaftsver­lag hätte mich in den fol­gen­den dreißig Jahren beschäftigt und bei guter Laune gehalten.

Klar­er Fall: Von nix kommt nix …!

Ich kann nur jedem hoff­nungsvollen Schreiber­ling rat­en, sich nicht auf die üblichen Ein­flüsterun­gen und Ver­sprechun­gen zu ver­lassen. Nein, liebe Fre­unde! Der Tüchtige nimmt sein Schick­sal ’selb­st’ in die Hand.

Es wäre für den Anfang vielle­icht schon echt hil­fre­ich, wenn man wenig­stens unseren Ver­leger-Blog bis ganz nach hin­ten durch­le­sen würde.
Die wirk­lichen, echt­en Dat­en und Fak­ten bekommt jed­er­mann mit etwas Fleiß übers Inter­net. Allerd­ings nur, wenn er sich nicht von Schwätzern und bezahlten Mei­n­ungs­führern blenden lässt.
Wer jedoch geduldig recherchiert …! :-).

Mit etwas Geduld wird man sich­er her­aus­find­en, wo es tat­säch­liche Chan­cen für New­com­er gibt. Das ‘Börsen­blatt’ berichtet näm­lich regelmäßig über neue Best­seller­autoren. Es gibt sie also! Man muss sich halt auf seinem Weg zum Erfolg die richti­gen Fre­unde aus­suchen. Jeman­den mit Erfahrung. Jeman­den mit guten Kon­tak­ten im Busi­ness. Und möglichst auch jeman­den, der ein gutes Wort für einen ein­legt, wenn es endlich zu ein­er vielver­sprechen­den Vorstel­lung bei großen Ver­la­gen kommt.

Wer allerd­ings der Bequem­lichkeit hal­ber auf Recherchen verzichtet oder der fes­ten Überzeu­gung ist, dass er alle Vorteile bere­its in sein­er Schreib­gruppe gefun­den hat, der find­et sich ver­mut­lich gut berat­en, wenn er sich an diese Schreib­gruppe hält. Sie wird ihn möglicher­weise sich­er durch all die auf­tauchen­den Fährnisse und Wider­stände geleiten.

Wer jedoch immer noch nach echt­en Hil­festel­lun­gen sucht weil er sie trotz allen Bemühens ‚doch noch nicht’ gefun­den hat, der darf es gerne mit den mod­er­nen Lehrmeth­o­d­en von Sar­turia® ver­suchen. Sie zie­len näm­lich nicht nur auf erfol­gre­iche Schreibtech­niken ab, son­dern vor allem auf eine sta­bile Autoren­per­sön­lichkeit. Denn nichts ist wichtiger, als zu wis­sen was man tut, wenn man sich daran macht, es mit den vie­len Mil­lio­nen Mit­be­wer­bern aufzunehmen.

Ich sage es immer wieder: Wir kön­nen ’nicht alle’ Inter­essen­ten mit uns nehmen. Wir fördern ganz gezielt eine begren­zte Auswahl an Autoren; cle­vere Zeitgenossen, die in die erste der nach­fol­gen­den Kat­e­gorien passen; erfol­gshun­grige Schrift­steller, die in der Lage sind, ihren Weg zu gehen, ohne sich auf die Ein­flüsterun­gen der vie­len Besser­wiss­er zu verlassen.

Ich zitierte früher schon mal fol­gen­des Bonbon:

Der Kluge lernt von allem und jedem.
Der Durch­schnit­tliche lernt wenig­stens von den schein­bar Erfolgreichen.
Der Dumme aber weiß alles besser!
(Stammt lei­der nicht von mir) 🙂

Wir hier bei Sar­turia® kön­nen mit Recht stolz auf unsere Leis­tun­gen sein, denn wir haben es inzwis­chen schriftlich: Die Sarturia®-Literatur-Akademie arbeit­et mit den mod­ern­sten und erfol­gre­ich­sten Lehrmeth­o­d­en, die man sich auf diesem Plan­eten nur vorstellen kann.

Wer also die Fähigkeit besitzt, gewis­senhaft zu recher­chieren, der stellt fest, dass wir mit Sar­turia® seit dem Jahre 2004 die Nase vorne haben. Wir haben sie sog­ar so weit vorne, dass wir auf die hohen Stu­di­enge­bühren verzicht­en kön­nen, die kon­ser­v­a­tive Lit­er­atur-Akademien ver­lan­gen müssen, um gut über die Run­den zu kommen.

Es fragt sich also in Wirk­lichkeit gar nicht, wer denn nun tat­säch­lich die Num­mer Eins ist. Die clev­eren der Stu­den­ten haben es sowieso längst herausgefunden.

Und so genießen wir voller Stolz die Bestä­ti­gung, dass wir’s von Anfang an richtig gemacht haben.

Sagte ich es nicht schon mal? Sar­turia® ist auf jeden Fall etwas ganz Besonderes!

Ich bin Leit­er der Sarturia®-Literatur-Akademie und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen ‚Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.’ Ich helfe erfol­gshun­gri­gen Autoren dabei, ihre Ziele zu erreichen.

 

Ver­leger Blog 20170828
Mut, Zivil­courage und Eigeninitiative

Liebe Fre­unde!
Aus aktuellem Anlass möchte ich gerne ein paar per­sön­liche Worte an euch richt­en, denn es tut mir in der Seele leid, wenn ich zuguck­en muss, wie sich wieder mal ein hoff­nungsvoller Schüt­zlinge belabern lässt, uns doch die Fre­und­schaft zu kündi­gen, nur um zwei Jahre später wieder bei uns anzuk­lopfen, ob man ihn nicht doch wieder ins „warme Nest“ zurück­kehren lassen würde.

O ja, es passiert immer öfter, dass ehe­ma­lige Fre­unde erneut bei uns vorstel­lig werden.

Anfangs habe ich das Phänomen nicht wirk­lich ernst genom­men, so nach dem Motte: „Wer nicht will, der hat schon.“ Aber inzwis­chen sind mir vor der Haustür ein paar elo­quente Autoren begeg­net, die es eigentlich bess­er ver­di­ent hätten.

Der Weg zurück ist natür­lich steinig, auch wenn ich grund­sät­zlich auf nie­man­den böse bin – selb­st dann nicht, wenn sich jemand zu unterirdis­chen Äußerun­gen hat hin­reißen lassen. Ich bin von Natur aus kein Morala­pos­tel son­dern bloß der Leit­er der Sarturia®-Literatur-Akademie.

In diesem Sinne habe ich mir inzwis­chen gewis­senhaft angeschaut, was denn da genau passiert sein kön­nte, wenn begeis­terte Fre­unde uns plöt­zlich den Rück­en kehren. Vor allem wollte ich den genauen Grund her­aus­find­en, warum sie später dann trotz­dem wieder bei uns anklopfen.

Nun, sich­er will jed­er das Beste für sich. Das ist ver­ständlich. Aber da wir hier bei Sar­turia® nach den mod­ern­sten aller Lehrmeth­o­d­en unter­richt­en, gehört zu ein­er wirk­samen Aus­bil­dung zum Profi-Autor ganz offen­sichtlich schon ein biss­chen ‚mehr’ dazu, als bloß schreiben zu lernen.

Siehe: Lern­bare Intel­li­genz http://bit.ly/2wLkkOl

Die Welt ist nicht eindi­men­sion­al. Sie ist vielschichtig und nicht immer ganz logisch. Und so kommt es wahrschein­lich auch, dass sich so manch­er erfol­gshun­grige Autor vom eingeschla­ge­nen Weg abbrin­gen lässt und auf ein­mal etwas ganz anderes ver­suchen möchte, bloß weil es auf den ersten Blick viel inter­es­san­ter erscheint, als der bish­erige Weg.

Genau ‚das’ scheint dem einen oder anderen Stu­den­ten zu passieren, wenn er sich nicht sta­bil auf seine Ziele konzen­tri­ert. Er kommt sich vielle­icht ‚ver­nach­läs­sigt’ vor und ver­spricht sich Hoff­nung bei irgen­dein­er Schreib­gruppe, bei der ‚mehr los’ zu sein scheint.

Wir kön­nen und wollen nie­man­den hal­ten. Aber es geht einem doch an die Nieren, wenn jemand nach knapp zwei Jahren reumütig zurück­kehrt und auf unsere Fra­gen hin äußert: „Die haben ihre Ver­sprechun­gen nicht einge­hal­ten“, oder: „Kein­er der Ver­lage will mich“, oder: „Wenn ich nur gewusst hätte …“

Nein, nein, nein, liebe Fre­unde, das sind alles Orig­i­nalz­i­tate. Wiedergegeben, wie erhal­ten! Die rel­e­vante Frage ist jedoch: „Was – bitteschön – soll ich darauf antworten …?“

Ein „Ich hab’s dir ja gle­ich gesagt“ ist etwa so hil­fre­ich, wie ein Holzs­plit­ter im Hin­tern. Aber ich kann auch nicht mit einem lap­i­daren: „Komm, ich set­zt dich wieder in Amt und Wür­den ein“, alles und jedes wieder aus­bügeln. Die treuen und fleißi­gen unser­er Stu­den­ten wür­den mit Recht auf die Bar­rikaden gehen.

Der einzig mögliche Weg erscheint mir deshalb, dass sich der reumütige Autor im all­ge­meinen Teil des Forums zu seinen Entschei­dun­gen äußert und dann noch ein­mal ganz von vorne anfängt.

Ja, ja, ich weiß, so etwas ist nicht unbe­d­ingt jed­er­manns Sache. Aber im Ernst: Ein Studi­um wieder aufzunehmen ist doch auch eine ganz andere Haus­num­mer als neue Fre­unde zum Face­book-Account hinzuzufügen.

Und so kom­men wir direkt zum eigentlichen The­ma des heuti­gen Blogs: Mut, Zivil­courage und Eigeninitiative!

Wir hier bei Sar­turia® unter­schei­den im Prinzip zwis­chen zwei völ­lig unter­schiedliche Möglichkeit­en akademis­chen Ler­nens. Die eine Möglichkeit beschränkt sich darauf, sich eine Vor­lesung anzuhören und dann seine Hausauf­gaben zu machen. Die zweite, mod­erne Möglichkeit, bezieht dage­gen den Stu­den­ten in jene Rollen mit ein, welche die Lehrkräfte im All­ge­meinen innehaben.

Wir wis­sen jedoch durch unsere neu aufge­baut­en Kon­tak­te zu den Führungsper­so­n­en als mod­ern gel­tender Unis, dass die zweite Meth­ode der ersten haushoch über­legen ist; warum son­st hätte der aktuelle Umbruch im Schul­we­sen denn über­haupt erst seinen Anfang genommen …?

Wir hier bei Sar­turia® ver­wen­den unsere Schu­lungsmeth­ode schon seit dem Jahre 2004, als noch nie­mand vom „Ler­nen in sein­er eige­nen Geschwindigkeit“ sprach. Heute bestätigt man uns: Wir haben es intu­itiv von Anfang an richtig gemacht.
Und das, obwohl so manch­er unser­er früheren Schüt­zlinge gän­zlich ander­er Mei­n­ung gewe­sen ist. Doch per­ma­nente Ver­stöße gegen gel­tende Richtlin­ien waren natür­lich erst recht nicht die Lösung …

Dass hin und wieder ein­er der ehe­mals unzufriede­nen Autoren heute wieder an unsere Tür klopft, das freut uns natür­lich. Es bestätigt auch die Richtigkeit unser­er Lehrmeth­o­d­en. Eine Wiedere­ingliederung bed­ingt jedoch zumin­d­est das vol­lum­fängliche Ver­ständ­nis der Grund­la­gen eines erfol­gre­ichen Studi­ums bei Sarturia®.

Unsere Stu­den­ten auf den höheren Förder­stufen übernehmen näm­lich die Ver­ant­wor­tung für die noch unsicheren Neulinge, die erst noch Fuß fassen müssen. Warum? Na, weil sie daraus den aller­größten Lern­ef­fekt für sich sel­ber erzielen …

Was hat das nun mit Mut, Zivil­courage und Eigenini­tia­tive zu tun? Nun, ich glaube, ihr erah­nt es sich­er schon.

Begin­nen wir mit der Eigenini­tia­tive: Es ist in ein­er funk­tion­ieren­den Akademie nahezu unmöglich, jeden einzel­nen zu ver­hätscheln. Das schafft nur ver­wöh­nte Mitläufer und sorgt auf Dauer für unnötige Frus­tra­tion auf bei­den Seiten.

Alte Lebensweisheit: Jed­er ist zunächst sel­ber für sich ver­ant­wortlich. Das gilt natür­lich auch bei uns.

Aber was wäre schon dabei, wenn sich ein Schüt­zling aufraf­fen und äußern würde, dass er bere­it für eine der höheren Förder­stufen ist und gerne Ver­ant­wor­tung übernehmen will? Klar sprechen wir den einen oder anderen Proban­ten von unser­er Seite aus an; aber das ist nicht bei jed­er­mann angeraten.

Die Lösung ist natür­lich die, dass sich der Einzelne auf die Hin­ter­beine stellen und so lange präsent bleiben muss, bis wir die Zeit find­en, uns adäquat um ihn zu kümmern.

Das nen­nt man Eigenini­tia­tive. Es nützt näm­lich nichts, wenn man ständig bloß jam­mert, nie­mand würde sich um einen küm­mern. Das geht schief.

Wenn aber jemand behar­rlich auf der Mat­te ste­ht und sich immer wieder danach erkundigt, was denn nun als näch­stes anste­hen würde, dann funk­tion­iert das ein­wand­frei. Behar­rlich bleibende Zeitgenossen kön­nen sich vor lauter Hin­weisen und Hil­festel­lun­gen kaum mehr retten.

Es ist wie bei Geschwis­tern: Wer sich wehrt und in Szene set­zt, über­flügelt den Duck­mäuser, der ständig jam­mert. Nun ratet mal, wer von den Bei­den bess­er fährt?

Eigenini­tia­tive ist also der ulti­ma­tive Grund­baustein für jeglichen Erfolg; drin­nen wie draußen!

Kom­men wir deshalb gle­ich zum Mut:

Was ist Mut eigentlich?
Nun, ich will es mal ‚so’ aus­drück­en: Mut ist die Fähigkeit, zuzu­pack­en wenn Gefahr dro­ht. Mut ist die Fähigkeit, den Mund aufzu­machen, wenn Dinge schief laufen. Mut ist die Fähigkeit, etwas anzu­pack­en, das auf den ersten Blick viel zu groß erscheint. Genaueres find­et man hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Mut

Es erfordert natür­lich Mut, den Fre­un­den zu sagen, dass man sich für eine von ihnen ver­pönte Art und Weise der Aus­bil­dung entsch­ieden hat. Es erfordert Mut, den beständi­gen Ein­flüsterun­gen der Mit­men­schen zu wider­ste­hen. Es erfordert Mut, einen Möchte­gern-Rat­ge­ber zu fra­gen, wie viele Büch­er er denn sel­ber schon verkauft hat. Und es erfordert Mut, ‚Nein’ zu sagen, wenn man nicht die Mei­n­ung der Mehrheit teilen will.

Zivil­courage kann man beina­he mit Mut ver­wech­seln. Denn auch hier erweist sich, ob man fähig ist, auch mal ‚gegen’ den Strom zu schwim­men. Wenn Hinz und Kunz schre­it, dass man keinem Ver­leger trauen darf, weil man dann gle­ich in ein Haifis­chbeck­en sprin­gen kön­nte, dann braucht man Zivil­courage, um dagegenzuhalten.

Wenn die Herrschaften näm­lich im Inter­net recher­chiert hät­ten, wie viele Mil­lio­nen die ger­ade noch her­abgewürdigten Ver­lage in die erfol­gver­sprechen­den Büch­er ihrer Autoren investieren, dann hät­ten sie blitzschnell einen ganz anderen Stand­punkt. Viele der zahlre­ichen Face­book-Fre­unde reden ‚nur so daher’, weil sie’s ein­fach nicht bess­er wissen.

Es gibt näm­lich ‚immer’ zweier­lei Wahrheit­en: Ein­mal die eigene und dann noch die der Anderen. Aber Leute mit genü­gend Zivil­courage sind in der Lage, aus den bei­den wider­sprüch­lichen Wahrheit­en, die ulti­ma­tiv richtige her­auszu­fil­tern, oder – und das ist nun ganz beson­ders inter­es­sant – eine dritte und ganz neue Wahrheit als ‚gültig’ zu erkennen.

Ja, ja, es stimmt schon, dass der Inhalt dieses Blogs hier weit über das „Schreiben ler­nen“ hin­aus­ge­ht. Aber Sar­turia® hat sich die fol­gende Prämisse auf die Fahne geschrieben: Wir wollen so viele Autoren wie nur möglich bei möglichst großen Ver­la­gen unterzubrin­gen. Und mit Duck­mäusern und mut­losen oder wankelmüti­gen Zeitgenossen ist das ein­fach nicht zu schaffen.

Wir freuen uns deshalb auf mutige Leute, mit genü­gend Eigenini­tia­tive und Zivil­courage, die sich zutrauen, mit ihrem auf Hochglanz polierten Schlüs­sel­ro­man in der Hand vor die Her­aus­ge­ber der großen Pub­likumsver­lage zu treten und sie um ein sattes Wer­be­bud­get zu bitten.

‚DAS’ ist das Ziel der Sarturia®-Literatur-Akademie. Und genau „das“ wollen wir so oft wie möglich erre­ichen. Alle anderen Anstren­gun­gen sind erfahrungs­gemäß nur bloßes umher­tas­ten auf unsicherem Terrain.

Faz­it: Wer sich einre­den lässt, dass unser bewährtes Sys­tem nicht das richtige für ihn sei und er doch lieber einen ganz anderen – augen­schein­lich viel besseren – Weg ein­schla­gen möge, dann müssen wir ihn halt ziehen lassen. Er ver­sucht es dann eben weit­er­hin als Self­pub­lish­er oder ist genötigt, die Her­aus­ge­ber der großen oder auch kleinen Ver­lage auf ganz eigene Art und Weise zu überzeu­gen. Denn unsere derzeit noch kosten­losen Agen­turleis­tun­gen ste­hen nur muti­gen Leuten mit Eigenini­tia­tive und Zivil­courage zur Verfügung.

Aber Men­schen, die unter den laufend wech­sel­nden Ein­drück­en schwanken wie ein Blatt im Wind, sind nur sehr schw­er zu ver­mark­ten. Man bringt nicht genug Pow­er und Kraft auf die Waage, solange man ständig befürcht­en muss, dass sich’s ein Schüt­zling dann doch vielle­icht noch anders über­legt. Ohne Ver­trauen geht gar nix! Bess­er man küm­mert sich in solchen Fällen lieber ganz inten­siv um einen der zuver­läs­si­gen Zeitgenossen.

Wir warten also auf dich! Ja, genau: Ger­ade auf dich! Weil du den Mut hast, deinen eige­nen Weg zu gehen. Weil du wirk­lich Lust ver­spürst, mit uns zusam­men die einzel­nen Förder­stufen hin­auf zu klet­tern, bis wir deinen auf­polierten Schlüs­sel­ro­man unseren Kon­tak­ten im Busi­ness vorstellen können.

Dieses Pro­fil trifft doch auf dich zu. Ja?
Dann fang doch ein­fach mal an, indem du dich zum Beispiel ganz unverbindlich an unseren Fin­gerübun­gen beteiligst:
http://bit.ly/2wIWdMt

Oder du gehst gle­ich aufs Ganze und nimmst an einem unser­er aus­geschriebe­nen Wet­tbe­werbe teil. Bei den Auss­chrei­bun­gen kannst du unsere För­der­maß­nah­men testen. Es kön­nte tat­säch­lich der Durch­bruch sein.
http://www.sarturia.com/ausschreibungen/

Sar­turia® ist und bleibt näm­lich auf jeden Fall etwas ganz Besonderes!

Mein Name ist Dieter König
Ich bin Leit­er der Sarturia®-Literatur-Akademie und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen ‚Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.’ Ich helfe erfol­gshun­gri­gen Autoren dabei, ihre Ziele zu erreichen.

 

Ver­leger Blog 20170817
Der aktuelle Buchmarkt

Trotz mas­siv­er Anfein­dun­gen von Leuten, die es halt nicht bess­er wis­sen, ist Sar­turia® zu ein­er kom­pe­ten­ten und erfol­gre­ichen Insti­tu­tion herangewach­sen, die mit den anerkan­nt mod­ern­sten aller Lehrmeth­o­d­en sym­pa­this­che und ziel­stre­bige Autoren weit über sich selb­st hin­aus erhebt.

Sar­turia® ist nach wie vor vol­lkom­men unab­hängig. Unsere Mit­glieder und Fre­unde beobacht­en den Buch­markt tat­säch­lich so wie er ist, ohne irgendwelche Rück­sicht­en auf aktuelle Strö­mungen oder gut bezahlte Mei­n­ungs­führer zu nehmen. Deshalb lesen sich unsere Erken­nt­nisse und Über­legun­gen über die aktuelle Sach­lage auch oft ganz anders, als sie üblicher­weise im Inter­net dargestellt wird.

Unser erk­lärtes Ziel ist es, so viele Autoren wie möglich an die aller­wichtig­sten Kon­tak­te im Busi­ness zu ver­mit­teln. Aber das geht nur, wenn wir ihnen ungeschönte Dat­en und Fak­ten zur Ver­fü­gung stellen, damit sie sich nicht im Dschun­gel der all­ge­gen­wär­ti­gen Aller­weltsmei­n­un­gen verir­ren, son­dern sich in die richtige Rich­tung entwick­eln können.

In diesem Bemühen fall­en uns natür­lich auch die Kleinigkeit­en auf, die ein enthu­si­astis­ch­er Autor nicht auf Anhieb sehen mag. So bericht­en wir schon seit ger­aumer Zeit vom aktuellen Rück­gang der Ebook-Umsätze, obwohl die ein­schlägi­gen Plat­tfor­men immer noch mit hehren Slo­gans neue Self­pub­lish­er anzuwer­ben versuchen.

Aber die Wahrheit ist oft schmerzhaft. In unseren früheren Blogs — Siehe weit­er unten — hat­ten wir schon aufgedeckt, dass nur ganz wenige Self­pub­lish­er nen­nenswerte oder gar hohe Verkäufe erzie­len, während 99,9% der hoff­nungsvollen Autoren mit lach­haft niederen Tantiemen nach Hause gehen müssen. Nein, das passt nicht zu den hehren Ver­sprechun­gen, auf die unzäh­lige Hob­by-Autoren immer noch hereinfallen.

Der ‚Buchre­port’ http://bit.ly/2uKIxnC berichtet aktuell: „Die Zahl der E‑Book-Käufer ist im 1. Hal­b­jahr 2017 um 12,3% gesunken“. Insofern inter­essiert uns natür­lich, warum ein Erfol­gsautor wie ‚Sebas­t­ian Fitzek auf der Messe einen Work­shop für Self­pub­lish­er durch­führt, obwohl ein­er­seits „… der Durch­schnittspreis für E‑Books um 4,4% gesunken ist …“ und der Autor ander­er­seits sel­ber das Werbe-Bud­get von Großver­la­gen wie „Droe­mer“ in Anspruch nimmt.

Zugegeben: Das Beispiel kling reich­lich pro­voka­tiv. Aber es gibt unseren Lesern eine Idee davon, auf was wir acht­en soll­ten, wenn wir uns nicht auf Schritt und Tritt die Augen auswis­chen lassen wollen.

Somit haben wir also eine Ahnung davon, warum der Ebook-Markt immer noch von den ein­schlägi­gen Plat­tfor­men ver­her­rlicht wird, obwohl das Börsen­blatt berichtet: „Der Umsatzan­teil von E‑Books am Gesamt­markt liegt unverän­dert bei 5,4%.“ — Klar­er Fall: Die entsprechen­den Plat­tfor­men ver­di­enen sich eine Gold­ene Nase an diesen 5,4%. Oder ist da jemand ander­er Meinung?

Es wiegt daher sicher­lich dop­pelt so schw­er, wenn wir unser­er­seits nun sel­ber den Hob­by-Autoren rat­en, das Self­pub­lish­ing zu nutzen. Auf diese Weise bekom­men sie näm­lich einen ersten Ein­druck vom wahren Wert ‚ihrer Schreibe’. Denn nicht die Face­book-Fre­unde oder die Ver­wandten entschei­den, was ‚gut’ ist, son­dern ganz allein der zahlende Kunde.

Insofern erfol­gt hin und wieder schon mal ein ‚Bös­es Erwachen’. Aber kein Prob­lem. Sar­turia® wurde ger­ade deshalb ins Leben gerufen, um solche und ähn­liche Nieder­la­gen in einen defti­gen Gewinn ver­wan­deln zu können.

Anderes The­ma: Wer sich nicht von den vehe­ment vertrete­nen Aller­weltsmei­n­un­gen im Inter­net bee­in­flussen lässt, son­dern die Welt mit offe­nen Augen anschaut, der hat vielle­icht schon bemerkt, dass die Poli­tik an unserem Urhe­ber­recht ‚sägt’. Dies­bezüglich wäre es vielle­icht gar nicht verkehrt, wenn sich diejeni­gen Autoren, die etwas von der Sache ver­ste­hen, auf die Hin­ter­beine stellen. Schließlich leben wir in ein­er (noch) funk­tion­ieren­den Demokratie.

Um was es dabei geht, ver­an­schaulicht Andreas Rötzer in der „Zeit Online“: http://bit.ly/1Zcnb7K

Es scheint also immer noch so, dass die Riesen stets ihre Lob­by find­en, während der ‚Kleine Mann’ – oder hier ‚die Nach­wuch­sautoren’ – die Zeche bezahlen müssen. Siehe auch Beitrag in der „FAZ“: http://bit.ly/2uKXaXW

Dass unsere Urhe­ber nicht nur ‚Wirkung’ sind son­dern dur­chaus auch ‚Ursache’ sein kön­nen, dafür macht sich Sar­turia® ganz beson­ders stark. Das inzwis­chen aus­gereifte Sys­tem wirk­samer Förderun­gen bein­hal­tet nicht nur aus­ge­feilte und markengeschützte Tech­niken, um Autoren lit­er­arisch weit über sich hin­aus zu erheben. Es gibt ihnen auch die Möglichkeit nach und nach wach­sende Ver­ant­wor­tung zu übernehmen und so mehr und mehr Zivil­courage zu entwick­eln. Sarturia®-Diplom-Träger lassen sich denn auch nicht so leicht die Pferde ausspannen.

Meine ganz per­sön­liche Mei­n­ung nach fün­fund­dreißig erfol­gre­ichen Jahren als Autor und zwölf Jahren als Akademie-Leit­er und Verleger:

Der Hype um das Self­pub­lish­ing hat sich inzwis­chen rel­a­tiviert. Langsam merken die ange­hen­den Schrift­steller, dass man nicht gle­ich über Nacht zum Best­seller-Autor wird, wenn man nur sein Manuskript hochlädt. Das geht in die Hose, wenn man die Regeln nicht ken­nt. Über­all auf der Welt gibt es Regeln: Beim Box­en, beim Aut­o­fahren, in der Ehe, und – ja – natür­lich auch beim Schreiben.

Aber Vor­sicht: Im Inter­net gibt es so viele Tipps, wie es User gibt. Deshalb rate ich per­sön­lich dazu, jeden der zahlre­ichen Tippge­ber zu unter­suchen, ob er nicht wenig­stens mehr als ein paar hun­dert Ebooks verkauft, oder ob er gar bei wirk­lich namhaften Ver­la­gen pub­liziert hat. Denn nur dann machen seine Ratschläge genü­gend Sinn. Anson­sten weicht eure anfängliche Begeis­terung sehr schnell ein­er tiefen Frustration.

Dies zu ver­hin­dern, ist eines der Anliegen von Sar­turia®. Wir brin­gen Schrift­steller nach vorn!

Mein Name ist Dieter König
Ich bin Leit­er der Sarturia®-Literatur-Akademie und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen ‚Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.’ Ich helfe erfol­gshun­gri­gen Autoren dabei, ihre Ziele zu erreichen.

 

Ver­leger Blog 20170810
Kom­pe­ten­zori­en­tiertes Studium

Immer wieder fra­gen Autoren bei uns nach, was denn nun der Unter­schied zwis­chen Sar­turia® und anderen Lit­er­atur-Akademien oder den flächen­deck­end ange­bote­nen Schreib­schulen wäre. Viele der Frager haben noch nie etwas von den aktuellen Pro­jek­ten und Verän­derun­gen im staatlichen Schul­sys­tem gehört. Kein­er also kann sich so richtig vorstellen, warum Sar­turia® inzwis­chen längst Vor­bild­funk­tion innehat.

Was bedeutet: Kom­pe­ten­zori­en­tiertes Studium?

Quelle: http://bit.ly/2vlg2vp

AUSZUG
Das bun­des­deutsche Schul­sys­tem hat erhe­bliche Män­gel. Der inter­na­tionale Ver­gle­ich der Lern­ergeb­nisse ist Anlass für Ent­täuschung und Kri­tik. Durch die Ergeb­nisse von TIMSS und PISA wurde eine grund­sät­zliche Wende eingeleitet.
ENDE AUSZUG

Mehr dazu find­et man auch auf den Seit­en des Lehrerfort­bil­dungsservers Baden Württemberg:

Quelle: http://bit.ly/2uImRDv

Doch das nur zum ein­lei­t­en­den Verständnis.

Im Jahre 2004, als wir zum ersten Mal über Weit­er­bil­dung sprachen, da wussten wir nichts von ‚Kom­pe­ten­zori­en­tiertem Ler­nen’. Wir sahen nur den Unter­schied zwis­chen der ‚Schreibe’ von Hob­by-Autoren im Gegen­satz zu jen­er beru­flich erfol­gre­ich­er Schrift­steller. Und diese Lücke woll­ten wir schließen.

Mit meinen damals ins­ge­samt fün­fund­dreißig Jahren Erfahrung als Jour­nal­ist und Wirtschaft­sautor war mir natür­lich klar, wo denn der Hase im Pfef­fer lag. Ich musste also nur die lern­willi­gen Schreiber­linge um mich ver­sam­meln, und schon kon­nte es losgehen.

Ich kon­nte ja nicht ahnen, dass ich mir damit eine ‚echte’ Leben­sauf­gabe aufladen würde.

Aber zunächst schien die Sache ein­fach. Ich hat­te ja glück­licher­weise sel­ber zu Anfang mein­er Kar­riere wohltuende Hil­festel­lung von erfahre­nen Schrift­stellern, Lit­er­atur­preisträgern und Best­seller-Autoren erhal­ten. Und wie alle sozial eingestell­ten Zeitgenossen, spürte natür­lich auch ich den Wun­sch, wenig­stens einen Teil der erhal­te­nen Hil­festel­lung zurückzugeben.

Man erin­nere sich nur an die Leis­tun­gen der ‚Ärzte ohne Gren­zen’, an Manuel Neuers ‚Kids Foun­da­tion’, an die diversen Spenden­pro­jek­te des Face­book-Grün­ders Mark Zucker­berg, an Bill Gates und all die anderen sozial eingestell­ten Menschen.

Siehe auch: http://bit.ly/19KotST

Ich habe zwar keine Mil­lio­nen oder gar Mil­liar­den, die ich spenden kön­nte, darum opfere ich das Wertvoll­ste das ich habe, um anderen Men­schen zu helfen: Meine knap­per wer­dende Zeit und mein in lan­gen Jahren erwor­benes Know-how; aber das ist mir ein Bedürfnis.

Nun hätte es natür­lich wenig Sinn gehabt, auf den Schwächen des gegen­wär­ti­gen Schul­sys­tems herumzure­it­en. Ich musste mir also eine gän­zlich andere Meth­ode ein­fall­en lassen wie ich meine Schüt­zlinge dazu brin­gen kön­nte, über sich selb­st hin­auszuwach­sen, ‚ohne’ jemals den Spaß an der Sache zu verlieren.

Man ahnt es schon: Ich benutzte die gle­iche Meth­ode, mit denen meine früheren Fre­unde mich selb­st auf ein akzept­a­bles Lev­el emporge­hoben hatten.

Das Inter­es­sante dabei ist, dass man bei dieser Meth­ode nicht einget­richtert bekommt, was man der Mei­n­ung eines Lehrers nach wis­sen sollte. Der Clou ist, dass es dem Schüt­zling erlaubt ist, in seinem eige­nen Tem­po zu wach­sen und nach und nach Ver­ant­wor­tung zu übernehmen. So wird er langsam aber sich­er zum Profi, ohne dass seine Begeis­terung erlahmt.

Heute erfahre ich, wenn ich die Zeitung lese, dass diese und ähn­liche Meth­o­d­en inzwis­chen Einzug in unser Schul­sys­tem find­en. Das freut mich in zweier­lei Hin­sicht: Zum einen bekomme ich bestätigt, dass meine ure­igen­sten Meth­o­d­en auf dem neuesten Stand der Päd­a­gogik ste­hen, und dass ich zweit­ens am Stammtisch nicht mehr gegen das herrschende Schul­sys­tem wet­tern muss. 🙂

Inzwis­chen bin ich sog­ar ziem­lich sich­er, dass auch der abw­er­tende Begriff ‚Fach-Idiot’ bald von der Bild­fläche ver­schwinden wird, denn ‚Kom­pe­ten­zori­en­tiertes Ler­nen’ bein­hal­tet nun mal den Anspruch, dass wir nach und nach dur­chaus kom­pe­tente Per­sön­lichkeit­en erziehen wer­den, die im erlern­ten Bere­ich prob­lem­los ihren Mann ste­hen können.

Wie prak­tiziert die Sarturia®-Literatur-Akademie nun ‚Kom­pe­ten­zori­en­tiertes Lernen’?

Nun das Prinzip ist recht ein­fach: Wir machen die Neulinge auf Schwach­stellen in ihren Tex­ten aufmerk­sam und über­lassen es ihnen selb­st, sich Gedanken über eine Aufw­er­tung zu machen. Das ist eigentlich alles.

Natür­lich gehört schon ‘einiges’ mehr dazu, das Prinzip auch in der Prax­is am Laufen zu hal­ten. Eine ganze Rei­he gutwilliger Stu­den­ten ist in den ersten Jahren daran gescheit­ert und ver­sucht sich nun auf die herkömm­liche Meth­ode durchzuschlagen.

Die sozial kom­pe­ten­ten Schüt­zlinge sind jedoch geblieben. Sie haben sich in gegen­seit­iger Unter­stützung durch die schwieri­gen Anfangszeit­en gekämpft, ohne jemals ihr Ziel aus den Augen zu ver­lieren. So ver­fü­gen wir heute schon eine kleine aber feine Truppe von Helfern aus Autoren, Lek­toren und Diplo­man­wärtern, die beständig danach streben, ihre Kom­pe­tenz zu erweit­ern, indem sie den nach­fol­gen­den Schüt­zlin­gen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Den Nutzen zu erken­nen erfordert natür­lich eine gehörige Por­tion an Weit­sicht. Darum find­en wir nicht nur erfol­gshun­grige Hob­by-Autoren auf unseren Förder­stufen, son­dern auch Lit­er­atur­preisträger, Dok­toren und Fernse­hjour­nal­is­ten. Sie alle haben ver­standen, wozu man die Hil­festel­lung und das Wer­be­bud­get der großen Ver­lage braucht und wollen sich deshalb so weit wie möglich verbessern. Aber ohne sich ein erstrebenswertes Ziel vorstellen zu kön­nen wird das nichts. Das sollte man wissen.

Wie erre­icht man nun als Stu­dent der Sarturia®-Literatur-Akademie die erstrebenswerte Kompetenz?

Wieder ist die Sache vom Prinzip her recht ein­fach und leicht zu ver­ste­hen: Jed­er Neul­ing freut sich nach­weis­lich über unsere Tipps und Vorschläge, die er zur Aufw­er­tung sein­er Manuskripte erhält. Das schafft Begeis­terung, denn man spürt gle­ich, dass es da Verbesserungsmöglichkeit­en gibt, die man vorher nicht erken­nen kon­nte. Und nach ein­er gewis­senhaften Über­ar­beitung sieht der eigene Text natür­lich bei weit­em bess­er aus als vorher.

Wenn einem solch­es mehrfach zuteil gewor­den ist, spürt man eine wach­sende Verbesserung in der eige­nen Schreibe und man bekommt das Bedürf­nis, das Gel­ernte weit­erzugeben. Das ist natür­lich draußen in den Schreib­foren nur bed­ingt möglich, weil einem zumeist ein paar Besser­wiss­er die gute Laune ver­miesen. Als anerkan­nter Dra­maturg oder Coach erfährt unser Schüt­zling bei Sar­turia® jedoch die Anerken­nung, die er ver­di­ent. Und ‚das’ ist der Schlüs­sel zum Erfolg.

Naturgemäß lernt man als Coach wesentlich mehr über das Schreiben, als sich ein Neul­ing vorstellen kön­nte. Ein gewiss­er Drill stellt sich ein, weil sich die Schwächen der Hob­by-Autoren zumeist ziem­lich ähneln. Das ver­schafft dem Coach deut­lich mehr Sicher­heit im Umgang mit seinen eige­nen Tex­ten. Und das wiederum ist das erste Anze­ichen von wach­sender Kompetenz.

Damit aber nicht genug: Ein Lek­tor bei Sar­turia® ist nicht ein­fach nur jemand, der die Texte sein­er Schüt­zlinge auf das eigene Niveau bringt. Das Lek­torat bei Sar­turia® ist eine der höheren Förder­stufen. Das bedeutet, dass sich ein Lek­tor lit­er­arisch und per­sön­lich immer weit­er entwick­eln wird, wenn er seine Förder­stufe ernst nimmt und den beständi­gen Drill würdigt, der ihn weit­er und weit­er nach oben bringt.

Über die Förder­stufe eines Volon­tärs oder gar Her­aus­ge­bers brauche ich wohl kaum noch Worte zu ver­lieren. Jed­er­mann kann sich denken, dass ein Her­aus­ge­ber Ver­ant­wor­tung zu tra­gen hat und sich so mit dem Gel­ern­ten zusam­men weit­er und weit­er hin zum Profi entwick­elt. Oder glaubt jemand, dass sich ein­er der Her­aus­ge­ber der größeren Ver­lage lieber mit einem Laien unterhält?

Die meis­ten unser­er Schüt­zlinge haben erkan­nt, dass sie mehr und mehr Kom­pe­tenz errin­gen, je inten­siv­er sie sich selb­st in das Wach­s­tum der Sarturia®-Literatur-Akademie ein­brin­gen. Sie übernehmen Auf­gaben im Hin­ter­grund, damit die Sache schneller läuft, oder sie betäti­gen sich in der Öffentlichkeit­sar­beit und so weit­er. Wohl kaum ein­er wird daran zweifeln, dass sich die eigene Kom­pe­tenz durch wach­sende Ver­ant­wor­tung erweitert.

Selb­stre­dend, dass sich die erwor­bene Kom­pe­tenz im selb­st erwählten Beruf auch pri­vat auswirkt. Insofern ist das Studi­um an der Sarturia®-Literatur-Akademie eine runde Sache. Voraus­ge­set­zt natür­lich man ken­nt sein Ziel und ist Manns genug, Ver­ant­wor­tung zu übernehmen.

Für alle Anderen da draußen bleiben immer noch die Schreib­foren und die Klein- und Kle­in­stver­lage, die ohne­hin per Anzeige nach Autoren suchen.

Das Self­pub­lish­ing hat derzeit lei­der vom Schick­sal eine kräftige Ohrfeige erhal­ten. Zweis­tel­lige Rück­gänge in den rel­e­van­ten Län­dern sprechen eine deut­liche Sprache. Und doch rat­en wir den Hob­by-Autoren, sich weit­er­hin damit zu beschäfti­gen, denn nir­gends kriegen sie ein deut­licheres Urteil über die Qual­ität ihrer Werke als in der Anzahl der Leser, die ihr Geld dafür ausgeben.

In diesem Sinne wün­sche ich euch allen, genug Mumm, um euch über den Durch­schnitt hin­aus zu erheben, und natür­lich recht viele Buchverkäufe auf euren Lesungen.

Denn: „Dem Tüchti­gen blüht das Glück!“

Mein Name ist Dieter König
Ich bin Leit­er der Sarturia®-Literatur-Akademie und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen ‚Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.’ Ich helfe erfol­gshun­gri­gen Autoren dabei, ihre Ziele zu erreichen.

 

Ver­leger Blog 20170808
Trotz Smart­phone und Tablet:
Junge Men­schen lesen ‚klas­sisch’

Wie der ‚Buch Markt’ berichtet, lesen 72 Prozent aller deutschen Kinder zwis­chen vier und dreizehn Jahren auch im dig­i­tal­en Zeital­ter mehrmals pro Woche Gedruck­tes. Das Mag­a­zin nimmt Bezug auf die ‚Kinder-Medi­en-Studie 2017’, die derzeit in Berlin vorgestellt wurde.

Die Ini­tia­toren waren ‚Der Spiegel’ und ‚Die Zeit’, die ‚Blue Ocean Enter­tain­ment AG’, die ‚Egmont Eha­pa Media GmbH’, die ‚Pani­ni Ver­lags GmbH’, sowie ‚Gruner + Jahr’.

Erst­mals wurde unter­sucht, welche Medi­en die rund sieben Mil­lio­nen Kinder zwis­chen vier und dreizehn Jahren in Deutsch­land kon­sum­ieren. Beleuchtet wurde in der Kinder-Medi­en-Studie darüber hin­aus, wie Kinder generell ihre Freizeit gestal­ten, wie und wie oft sie die entsprechen­den Medi­en nutzen, ob es Unter­schiede im Online- und Offline-Ver­hal­ten gibt und welche Rollen Eltern und Fre­unde dabei spielen.

Dabei kam her­aus, dass die dig­i­tale Welt zwar attrak­tiv­er als die gedruck­te ist, aber auch dass 72 Prozent aller deutschen Kinder zwis­chen vier und dreizehn Jahren auch 2017 pri­vat mehrmals pro Woche Gedruck­tes konsumieren.

Was ich per­sön­lich aus dieser Studie Wertvolles für mich und Sar­turia® ableit­ete, war die Aus­sage, dass Kinder­büch­er und ‑mag­a­zine mehr Sechs- bis Dreizehn­jährige erre­ichen als YouTube und Spielekon­solen. Ist das nicht eine ‚gute’ Nachricht für erfol­gshun­grige Autoren und her­anwach­sende Schriftsteller?

Aktuelle Fernsehsendun­gen zeigen zudem auf, dass Kinder nach wie vor, gerne mit Fre­un­den im Freien spie­len und mit ihrer Fam­i­lie aktiv sind. Viele Kinder dür­fen sog­ar schon früh selb­st­ständig entschei­den, ‚was’ sie lesen, wobei die Eltern Kin­der­magazine pos­i­tiv­er bew­erten als andere Medi­en. Sie sehen in ihnen eine „sin­nvolle Beschäf­ti­gung“, bei der Kinder etwas ler­nen können.

Die Zuwen­dung der Kinder zu gedruck­tem Leses­toff wird von den Eltern pos­i­tiv gese­hen und dementsprechend gefördert. Durch das Lesen von Büch­ern würde ihrer Mei­n­ung nach die Kreativ­ität der Kinder angeregt und sie wür­den motiviert, selb­st aktiv zu werden.

Den anderen Medi­en schreiben Eltern deut­lich weniger pos­i­tiv­en Bew­er­tun­gen zu. Auf Social-Media-Plat­tfor­men wie Face­book ist denn auch nur eine Min­der­heit – etwas mehr als ein Vier­tel der zehn- bis dreizehn­jähri­gen Kinder – in Deutsch­land vertreten.

Wenn es darum geht, was gele­sen, geschaut, im Netz angesurft und herun­terge­laden wird, behal­ten sich Eltern ein größeres Mit­spracherecht vor. Die wenig­sten Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren dür­fen eigen­ständig Apps down­load­en oder ohne Auf­sicht im Inter­net sur­fen. Bei Büch­ern und Zeitschriften hat diese Alters­gruppe dage­gen schon mehrheitlich die Wahl, was sie lesen möchte.

Die aktuelle Studie bestärkt meine per­sön­liche Annahme, dass wir hier bei Sar­turia® genau richtig liegen, wenn wir Kinder­büch­er in unser Förder­pro­gramm mit ein­beziehen. Kinder­büch­er lassen sich von Autoren leichter verkaufen, und auch bei Lesun­gen gehen Kindergeschicht­en nach­weis­lich bess­er über den Laden­tisch. Und da die Her­aus­ge­ber der großen Ver­lage prak­tisch immer danach fra­gen, wie viele Exem­plare eines Manuskripts denn schon verkauft wor­den seien, liegt es meines Eracht­ens nahe, nicht der Bequem­lichkeit hal­ber auf Lesun­gen zu verzichten.

Lesun­gen und wach­sende Buchverkäufe machen sich gut in der Vita.

Wir wer­den Kinder­büch­ern in Zukun­ft deut­lich mehr Aufmerk­samkeit schenken müssen als bisher.

Mein Name ist Dieter König
Ich bin Leit­er der Sarturia®-Literatur-Akademie und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen ‚Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.’ Ich helfe erfol­gshun­gri­gen Autoren dabei, ihre Ziele zu erreichen.

 

Ver­leger Blog 20170729
Diszi­plin …?

Jet­zt, liebe Fre­unde, da es langsam aber sich­er ans Eingemachte geht, möchte ich gerne eure Aufmerk­samkeit auf ein paar Dinge lenken, über die man im All­ge­meinen nicht lange nachdenkt.

Zum Beispiel ist der Begriff „Diszi­plin“ den meis­ten Men­schen als etwas Neg­a­tives in Erin­nerung geblieben. Mir sel­ber übri­gens auch, für lange Jahre. Der spätere Kon­takt mit dem reich­halti­gen Fun­dus an Fer­nöstlichen Weisheit­en hat mich jedoch bewogen, meine Sichtweisen ein wenig zu korrigieren.

Inzwis­chen sehe ich es so, dass Diszi­plin etwas mit Integrität zu tun hat. Denn wenn ich einem Idioten gerne eine run­ter­hauen möchte und ich tu’ es nicht, dann ver­let­zte ich meine eigene Integrität. Ich ärg­ere mich dann möglicher­weise mein ganzes Leben lang darüber, dass ich es nicht getan habe. Manche Men­schen brauchen sog­ar einen Psy­chi­ater dafür, um Dinge aufzuar­beit­en, die sie eigentlich hät­ten tun wollen und doch nicht getan haben.

Ander­srum betra­chtet ver­hält es sich genau­so: Wenn einem mal die Hand aus­gerutscht ist, obwohl das keineswegs gewollt war, steckt man meist im sel­ben Dilem­ma. Es tut einem sein Leben lang leid.

Ken­nt ihr das Beispiel, in dem ein hüb­sches Mäd­chen an der Theke ste­ht, und der stramme Bursche da am Stammtisch möchte sie gerne ansprechen? Aber er traut sich nicht! Ja, das ken­nt ihr, nicht wahr? Er ver­let­zt in der Tat ger­ade seine Integrität, indem er seinen Wun­sch bei­seite schiebt und sich dazu entschei­det, doch vorher lieber noch ein Bier zu trinken, ehe er sich traut, sie anzusprechen …!

Was dann passiert, ist jedem sofort klar, der mit dem The­ma ‚Diszi­plin’ ver­traut ist: Der Bursche hat sein Bier kaum halb leer, da kommt ein ander­er Kerl here­in und steuert direkt auf die Ange­betete zu, und schon haben die bei­den die schön­ste Unter­hal­tung, während der Bursche am Stammtisch kon­stern­iert in sein Bier­glas star­rt und sich furcht­bar ärgert.

‚Solche Pan­nen’ kön­nen einem passieren, wenn man nicht gewöh­nt ist, mit Diszi­plin umzugehen.

Oder ein anderes Beispiel: In der Zeitung ist eine Stelle aus­geschrieben, mit Urlaub­s­geld und dreizehn­tem Monats­ge­halt und all so Leck­ereien. Lieschen Müller erzählt ein­er Fre­undin, dass sie die Stelle gerne annehmen würde, aber die Fre­undin rät ihr ab, mit dem Argu­ment, dass sich in dieser Fir­ma schlimme Dinge abspiel­ten und schon ganz viele Leute gegan­gen wären, die über die Fir­ma schimpfen würden.

Lieschen Müller verzichtet also lieber, muss aber später in der Zeitschrift ‚Focus’ lesen, dass diese Fir­ma für ihr aus­geze­ich­netes Arbeit­skli­ma bekan­nt wäre. Und nun ist die Stelle nicht mehr frei. Kön­nt ihr euch vorstellen, wie sich das arme Lieschen ärgert?

Meinen Erfahrun­gen nach zu schließen, passieren die häu­fig­sten Diszi­plin­ver­let­zun­gen ger­ade dadurch, dass man sich durch die Mei­n­ung ander­er vom Kurs abbrin­gen lässt. Es gehört näm­lich eine ganze Menge Zivil­courage dazu, ‚ent­ge­gen’ der Mei­n­ung der Mit­men­schen, kon­se­quent seinen eige­nen Weg zu verfolgen.

Aber: Wie – um alles in der Welt – soll man denn son­st sein Ziel erreichen …?

Ihr ahnt es sich­er: Ich lernte im Laufe meines lan­gen Lebens genau ‚das’ zu tun, was ich gerne tun möchte und rig­oros sein zu lassen, was ich ‚nicht’ mag. Und vielle­icht habt ihr es schon errat­en. Es macht weit ‚mehr’ Spaß, als sich von anderen sagen zu lassen, was man tun und lassen sollte.

In meinem Fit­ness-Cen­ter hängt ein Plakat mit einem hüb­schen durch­trainiert wirk­enden Mäd­chen. Darunter ste­ht der Slo­gan: „Wenn jemand sagt, du schaffst das nicht, dann läch­le und ent­geg­ne ihm: ‚Na, dann schau mir mal zu!’“

Eigentlich ist es bekan­nt, dass man nicht glück­lich wird, wenn man auf andere hört. Eigentlich weiß jed­er, dass er seinen eige­nen Weg gehen muss. Die Real­ität aber zeigt, dass viele Men­schen genau dran kranken. Es scheint beque­mer, sich auf andere zu ver­lassen. Die lei­d­volle Geschichte der Men­schheit sollte uns jedoch gelehrt haben, dass uns die Mei­n­un­gen so manch­er Grup­pierung direkt ins Verder­ben schick­en können.

Ich meine also nicht das, was ein Zugführer von seinen Sol­dat­en ver­langt, ich meine allein die Ein­hal­tung ‚mein­er eige­nen’ Richtlin­ien, wenn ich von Diszi­plin spreche.

Klar­er Fall: Nicht die Unter­w­er­fung unter einen Grup­pen­zwang ist für mich maßgebend; ich müsste son­st näm­lich mit irgen­dein­er Gruppe auf die Straße gehen und demon­stri­eren, weil ich mit ver­schiede­nen Gegeben­heit­en nicht ein­ver­standen bin. ‚Das’ also liegt mir fern. Aber ich werde, wo es ange­bracht ist – und wenn der Anstand es zulässt – höflich meine Mei­n­ung über die herrschen­den Missstände kund­tun, denn son­st würde ich meine Integrität verletzen.

Die Ver­wirk­lichung mein­er eige­nen Per­sön­lichkeit, ohne mich dabei von anderen bee­in­flussen zu lassen, ‚das’ ver­ste­he ich unter Diszi­plin. Nix anderes! Het­zkam­pag­nen im Inter­net find­en unter Bee­in­flus­sung und unter Grup­pen­zwang statt, nicht wahr? Genau deshalb bleiben sie mir fremd. Ich habe — weiß Gott — Wichtigeres zu tun. Aber wenn ein­er mein­er Schüt­zlinge sich bemüht, seine Ziele zu erre­ichen, dann mache ich mir den Buck­el krumm und schlage mir die Nächte um die Ohren, ganz ein­fach, weil ich’s mir im Jahre 2004, vorgenom­men habe und weil es mir Spaß macht.

‚Das’ ver­ste­he ich unter Disziplin!

Was hat das nun mit euch als kün­fti­gen Diplom-Schüt­zling inner­halb der Sarturia®-Literatur-Akademie zu tun?

Nun, das ist ganz ein­fach zu beant­worten. Als unsere Schüt­zlinge wollt ihr sich­er, dass ein­er der vielbeschäftigten Her­aus­ge­ber der Großver­lage euer Buch ins Ver­lagspro­gramm aufn­immt. Ein solch­er Her­aus­ge­ber hat naturgemäß nicht sehr viel Zeit, es kann also dur­chaus sein, dass er seinen Frust an euch aus­lässt. Kön­nte ja passieren. Oder …?

Und es wäre ganz sich­er der falsche Weg, sich nun instink­tiv über ihn zu beschw­eren, auch wenn es uns aus Gewohn­heit dazu drängt. ‚Ein’ falsches Wort im Inter­net, und ihr habt eure Chance ver­spielt. Und das ist nicht das, was ihr ursprünglich gewollt habt. Oder?

Das The­ma Diszi­plin mag dem betr­e­f­fend­en Her­aus­ge­ber fremd sein; er ver­di­ent sein Geld auch so und ist zufrieden damit. Er ste­ht wahrschein­lich unter Druck, weil momen­tan ein echter Best­seller­autor fehlt und er nun unbe­d­ingt einen find­en muss. Insofern kann es sein, dass sich sein Weit­blick zeitweise etwas eintrübt.

Ein Diplom-Schüt­zling inner­halb der Sarturia®-Literatur-Akademie weiß um das The­ma Diszi­plin Bescheid. Er hat sich im Laufe sein­er Förderungskar­riere angewöh­nt, die Ner­ven zu behal­ten und nur das zu tun, was er sich vorgenom­men hat. Wer das nicht kapieren will, ist längst wieder auf ‚freiem Fuß’ und ver­sucht sich auf die herkömm­liche Weise durchzukämpfen.

Aber ehrlich: Wozu sich über jeman­den ärg­ern? ‚Da oben’ ist das Ziel und die zahlre­ichen Wider­stände dor­thin müssen ein­fach über­wun­den wer­den; nichts Aufre­gen­des also. Und wenn einem ein mies gelaunter Her­aus­ge­ber in die Quere kommt, so ist das auch nur ein Hin­der­nis, das es zu über­winden gilt. Diszi­plin – siehe oben – ist alles!

Insofern möchte ich euch gerne eine Hausauf­gabe mit auf den Weg geben, die, wenn ihr sie richtig macht, die Erre­ichung eur­er Ziele viel wahrschein­lich­er wer­den lässt:

Beobachtet euch bitte sel­ber und find­et her­aus, wann ihr bei euren alltäglichen Hand­lun­gen nicht genau das getan habt, was ihr eigentlich hät­tet tun wollen. Nein, das ist kein Quatsch, denn genau ‚das’ ist es, was euch in der Ver­gan­gen­heit immer wieder die Erre­ichung eur­er Ziele weit­er in die Ferne gerückt hat …!

Es gibt nie­man­den auf der Welt, der sein Ziel erre­icht, wenn er nicht kon­se­quent in die richtige Rich­tung arbeit­et. Und es gibt eine Menge Möglichkeit­en ‚erfol­g­los’ zu bleiben, aber nur einen einzi­gen Weg, der zum erwün­scht­en Ziel führt.

Ich wün­sche euch allen, dass ihr eure Ziele erreicht.

Mein Name ist Dieter König
Ich bin Leit­er der Sarturia®-Literatur-Akademie und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen ‚Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.’ Ich helfe erfol­gshun­gri­gen Autoren dabei, ihre Ziele zu erreichen.

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Ver­leger Blog 20170720
Der Nieder­gang des Ebooks?

Die ‚Author-Earn­ings-Auswer­tun­gen für die USA’ lassen die Medi­en­berichter­stat­tun­gen Kopf ste­hen. Vom Nieder­gang der Ebooks ist da die Rede. Alarmierend auch gle­ich die Mel­dun­gen aus dem benach­barten UK in diesem Früh­jahr: Forbes, CNN und der Guardian bescheini­gen dem englis­chen Ebook Markt zweis­tel­lig lau­t­ende Einbrüche.

Es ist ja nicht so, dass es in Deutsch­land an ver­schiede­nen Quellen und Stu­di­en man­geln würde. Auch hier liest man teil­weise schon die Hor­ror Nachricht­en. Es gibt zum Beispiel Zahlen vom Börsen­vere­in, von Media Con­trol, und dem Self­pub­lish­ing-Markt in den Selfpublisher-Bibel-Auswertungen.

Wie aber kom­men die Medi­en zu diesen nieder­schmettern­den Prog­nosen für den Ebook-Markt?

Nun, ich äußerte schon mehrmals, dass die ‚Ver­nun­ft’ die stärk­ste Waffe des Men­schen ist. Und es zeigt natür­lich von wenig Ver­nun­ft, wenn ein­er der Medi­en­fritzen einem anderen Medi­en­fritzen ungeprüft nach­plap­pert. Schlim­mer wird das ganze natür­lich, wenn unbe­darfte Kon­sumenten des Gele­se­nen unbeküm­mert Nachricht­en weit­er­ver­bre­it­en, die sie irgend­wo gele­sen haben. Was dabei für ein Quatsch her­auskommt, sieht man an eini­gen der vorgekaut­en Berichter­stat­tun­gen zu Sar­turia® über die wir gar nicht erst reden müssen.

Auf die gle­iche Weise kom­men jedoch auch die Berichter­stat­tun­gen über den Nieder­gang des Ebook-Mark­tes zus­tande. Der eine plap­pert dem anderen nach und so entste­hen Hiob­s­botschaften … oder auch Hyps; je nachdem.

Mein Rat, der den meis­ten Lesern meines Blogs schon bekan­nt ist: Vernün­ftige Leute sind in der Lage, sich und ihre Aufmerk­samkeit aus den all­ge­meinen Struk­turen lösen zu kön­nen, um sich selb­st ein wirk­lichkeit­sna­h­es Bild aus den Gegeben­heit­en machen zu kön­nen. Punkt.

Wenn jemand heiratet, so kann er sich doch auch nicht von irgendwelchen Zeitgenossen einre­den lassen, seine Frau sei eine Schlampe, denn dann braucht er gar nicht erst vor den Altar zu treten. Die Ehe geht sowieso schief. Selb­st wenn sein bester Fre­und so etwas erzählt, darf er nicht blind darauf hereinfallen.

Ich möchte nicht wis­sen, wie viele Ehen auf­grund der Leichgläu­bigkeit eines der bei­den Part­ner gegen die Wand gefahren wor­den sind.

Aber man hat ja zwei Augen im Kopf und einen von Natur aus aufwendig gestyl­ten Denkap­pa­rat. Und der sollte einem im Ide­al­fall an unsere gottge­woll­ten Fähigkeit­en erin­nern. Was spricht dage­gen, dass ein vernün­ftiger Zeitgenosse nicht irgendwelche Nachricht­en sofort und unmit­tel­bar als gegeben anschaut, son­dern sie erst sorgsam auswertet und gegen andere Nachricht­en abwägt? Sollte das nicht jed­er tun?

Lei­der ‚kann’ das nicht jed­er. Obwohl so manch­er Schla­mas­sel ver­mieden wer­den kön­nte, wenn jed­er­mann in der Lage wäre selb­st unbee­in­flusst zu recher­chieren und nach ein­er kor­rek­ten Auswer­tung gän­zlich unbee­in­flusst seine Entschei­dun­gen zu treffen.

Doch, doch, das ist möglich. Die meis­ten Men­schen ver­fü­gen über diese Fähigkeit. Sie hat sich über all die Jahrhun­dert­tausende weit­er und weit­er entwick­elt, weil sie per se die Fähigkeit des Men­schen gewährleis­tet, zu über­leben. Es sieht nur so aus, als ob die Unvernün­fti­gen in der Überzahl wären, weil die sich heftiger gebär­den und lauter äußern als all die Anderen.

Ham­burg war vor kurzem ein echt­es Stu­di­en­beispiel: Gewalt­bere­ite Min­der­heit­en und Krim­inelle beherrscht­en das Szenen­bild noch Tage danach in den Medi­en. Die Ergeb­nisse des G20 Gipfels gin­gen dage­gen förm­lich in den Medi­en unter. Und das Aller­trau­rig­ste ist wohl gewe­sen, dass die über­wälti­gende Überzahl der friedlichen Demon­stran­ten über­haupt nicht mehr wahrgenom­men wurde, obwohl sie uns alle auf die ekla­tante Tat­sache aufmerk­sam machen woll­ten, dass ger­ade diese gefeierten Ober­häupter der G20-Staat­en für die Unzahl der men­schen­ver­ach­t­en­den Kriege in aller Welt und damit für die Ursachen der herrschen­den Missstände ver­ant­wortlich sind und endlich abgelöst gehören.

Eine mein­er Fre­unde äußerte in diesem Zusam­men­hang: „Sie sind da, aber kein­er hört sie!“ Und damit beschreibt er das eigentliche Übel mit sieben Worten. Denn es stimmt: Die über­wiegende Mehrheit der Men­schen ist und bleibt vernün­ftig. ‘Sie sind da, aber kein­er hört sie’.

Für den Einzel­nen schlum­mert hier eine unschätzbar wertvolle Erken­nt­nis: ‚Wenn ich mich nicht sel­ber darum küm­mere was gut für mich und die Meinen ist, dann küm­mert sich nie­mand darum’.

Erin­nern wir uns an unser Ein­gangs­the­ma: Eigentlich ist es wurscht und völ­lig egal, was die Medi­en schreiben, oder was die Foren-Gurus uns vor­beten. Wichtig ist, dass wir einen gesun­den Überblick behalten.

Wollt ihr meine eigene Mei­n­ung zum Nieder­gang des Ebook-Mark­ts hören? Ja? Die ist schnell gesagt:

“Gute Ideen waren in der Ver­gan­gen­heit ‚immer’ so lange erfol­gre­ich, bis sie von ‚besseren Ideen’ abgelöst wor­den sind. Aber wer genau hin­schaut, find­et derzeit noch keinen Ersatz für die Ebooks. Fol­glich geht es auch mit den Ebooks noch einige Zeit weit­er und weit­er, auch wenn ‘poli­tisch gese­hen’ Schwankun­gen in der Beliebtheit auftreten.”

Was solls? Wichtig für uns ist doch bloß, dass wir unsere tolle Möglichkeit nicht ver­lieren, den wahren Wert unser­er Arbeit von zahlen­den Kun­den bew­erten zu lassen. Das ist doch der erste vernün­ftige Schritt auf dem Weg, hin zum Profi. Wir merken dann schon, wenn sich irgend­wann bessere Möglichkeit­en auftun.

Insofern, kön­nen die Medi­en schreiben was sie wollen. Wir nehmen es neu­tral zur Ken­nt­nis, tre­f­fen aber unsere eige­nen Entschei­dun­gen, weil wir sel­ber unsere Auswer­tun­gen vornehmen.

Das ist auch der Grund, warum sich bei Sar­turia® so viele Dok­toren und Lit­er­atur­preisträger weit­er­bilden; sie sind es gewöh­nt, eigene Auswer­tun­gen anzustellen und eigene Entschei­dun­gen zu treffen.

Doch ich bin sich­er, dass auch einige der anderen Autoren fähig sein kön­nten, sich aus den Grup­pen­zwän­gen ‘weniger erfol­gre­ich­er’ Hob­by-Autoren und Nei­der zu lösen. Wir hal­ten ihnen die Tür offen. Keine Frage.

Sar­turia® arbeit­et seit Anfang des Jahres an der Eröff­nung sein­er Inter­na­tionalen Pforten. Autoren aus weit­eren drei Sprachge­bi­eten wer­den bald unsere Dien­stleis­tun­gen in Anspruch nehmen kön­nen. Wir haben inzwis­chen die Leute dafür, damit wir uns auch wirk­lich einge­hend um die fremd­sprachi­gen Neulinge küm­mern können.

Aber das war lange vorauszuse­hen: Sar­turia® ist und bleibt näm­lich etwas ganz Besonderes.

Mein Name ist Dieter König
Ich bin Leit­er der Sarturia®-Literatur-Akademie und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen ‚Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.’ Ich helfe erfol­gshun­gri­gen Autoren dabei, ihre Ziele zu erreichen.
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Ver­leger Blog 20170709
Was mich weiterbringt

Hob­by-Autoren neigen dazu, sich oft­mals mit Din­gen zu befassen, die sie nicht weit­er­brin­gen. Zu den Hob­by-Autoren kön­nte man get­rost all jene Zeitgenossen zählen, die nur wenige, oder noch gar keine Büch­er über die Laden­theke gebracht haben.

Schaut man im Inter­net, so find­et man häu­fig Hob­by-Autoren, die damit beschäftigt sind, sich gegen­seit­ig zu sagen, wie man gute Büch­er schreibt und wie man als Autor erfol­gre­ich wer­den kann. Manche reden gar darüber, wie dumm andere Schreiber­linge seien und welch schlecht­en Charak­ter sie doch hätten.

Machen wir uns nichts vor: Solcher­lei Beschäf­ti­gun­gen führen über­all hin, nur nicht zum eigentlichen Ziel. Und dieses Ziel lautete doch ein­mal ganz klar: erfol­gre­ich­er Schrift­steller sein zu wollen.

Dabei hätte jed­er­mann heutzu­tage Gele­gen­heit­en und Hil­festel­lun­gen, wie es sie zum Start mein­er eige­nen Kar­riere als erfol­gre­ich­er Schrift­steller noch lange nicht gegeben hat.

Allein schon Ama­zon bietet eine wun­der­bare Gele­gen­heit, auszutesten, ob das Gros der Leser­schaft bere­it ist, für neu­nund­ne­un­zig Cent auf den Down­load-Knopf zu klicken.

Aber ger­ade die zahlen­den Leser sind es, die in Wirk­lichkeit entschei­den, ob sich ein Schreiber­ling schlussendlich zu den viel­ge­le­se­nen Autoren zählen darf und nicht mehr zu jenen Zeitgenossen gehört, die alles bess­er wis­sen wollen, die aber in all den Jahren nicht ein­mal Tausend bezahlte Taschen­büch­er unter die Leute gebracht haben.

Aber, liebe Fre­unde, genau hier, bei solch ein­fachen Tests und ihrer kor­rek­ten Auswer­tung, begin­nt der Vernün­ftige doch schon, sich notwendi­ges Wis­sen anzueignen, während die weniger Schlauen weit­er­hin ihren Frust abladen und auf Leser, auf Ama­zon und auf die anderen Schreiber­linge schimpfen, um ihren eige­nen Mis­ser­folg klein­er ausse­hen zu lassen.

Das aber ist pure Selbsttäuschung.

Der schlauere Zeitgenosse dage­gen begin­nt sicher­lich, sich zu über­legen, ‚warum’ denn die Leser nicht auf den Kaufen-But­ton klick­en. „Fifty Shades of Grey“ hat möglicher­weise ein span­nen­deres The­ma, oder vielle­icht liegt es ja auch bloß an der Ein­leitung des Manuskripts, wenn die Inter­essen­ten nicht über den „Blick ins Buch“ hin­aus kom­men. Oder – ganz pro­fan – schon die Kurzbeschrei­bung lässt das Inter­esse der Neugieri­gen erlahmen.

Und schon, liebe Fre­unde, sind wir auf der richti­gen Fährte. Und das mit bor­deige­nen Mit­teln, ganz ohne die Ratschläge aus den Communitys.

Denn genau hier, und nir­gend­wo son­st, unter­schei­det sich der Weg des erfol­gre­ichen, vom Weg des erfol­glosen Schrift­stellers. Denn während die einen sich das Maul zer­reißen, warum die anderen Schuld sind, dass das eigene Manuskript sang- und klan­g­los einge­fahren ist, machen die schlaueren der hoff­nungsvollen Zeitgenossen sich Gedanken darüber, wie sie sich und ihr Werk in den Augen der Leser verbessern könnten.

Das Inter­net ist meines Eracht­ens die wichtig­ste Erfind­ung seit der Zäh­mung des Feuers und der Ent­deck­ung des Rades. Es gewährt uns Zugriff auf Infor­ma­tio­nen, die wir für unser Weit­erkom­men drin­gend benöti­gen. Es birgt aber auch eine dur­chaus erkennbare Gefahr:

Es wirkt allzu inter­es­sant auf den Unbe­darften. Er kann sich in der Flut der ständig wech­sel­nden Infos ver­lieren, im Spaß an ungezählten lusti­gen Clips, in frucht­losen Diskus­sio­nen um des Kaisers Bart, im has­ser­füll­ten Shit­storm und in der glühen­den Het­zkam­pagne; halt in allem, was ihn nicht weiterbringt.

Es lässt sich leicht beobacht­en und auf den Con­ven­tions für ange­hende Schrift­steller im per­sön­lichen Gespräch fest­machen: Es gibt die einen, die alles bess­er wis­sen, und die anderen, die bere­it sind, alles neu zu ergründen.

Mögliche Fra­gen sind natür­lich: Warum verpflicht­en Ebook-Stars trotz­dem große Ver­lage? Und wie viele Ebooks muss ich über Ama­zon verkaufen, um inter­es­sant für die großen Ver­leger zu wer­den? Oder auch: Wie viel Wer­bung wird ein bes­timmter Ver­leger für mich finanzieren? Denn mit der Aufw­er­tung seines Lieblings­man­uskripts ist es ja längst noch nicht getan.

Es tut sich eine ganze Welt voller Fra­gen auf, wenn man sich erst ein­mal entsch­ieden hat, die richti­gen zu stellen. Und je tiefer man ein­dringt und je mehr Förderung man erhal­ten hat desto weit­er wird der Hor­i­zont; desto zahlre­ich­er aber auch die rel­e­van­ten Fragen.

Die Schüt­zlinge von Sar­turia® beispiel­sweise befind­en sich in der glück­lichen Sit­u­a­tion von erfahre­nen Autoren und Lit­er­atur­preisträgern abguck­en zu kön­nen. Sie haben längst ent­deckt, dass Profis ihnen ganz andere Antworten geben, als sie es aus dem Inter­net her gewöh­nt sind. Sie ent­deck­en nach und nach, dass sich ihre Schreibe weit­er und weit­er entwick­elt, je länger sie sich mit der Aufw­er­tung von Tex­ten befassen. Und sie ent­deck­en, ‚wo’ sie die richti­gen Fra­gen stellen müssen um ver­w­ert­bare Antworten zu erhalten.

Mehr noch: Die Stu­den­ten auf den höheren Förder­stufen wis­sen genau, wie sie aus ihrer äußerst mageren Unkos­ten­deck­ung ein laufend wach­sendes Einkom­men gener­ieren kön­nen. Sie erken­nen auch intu­itiv den besten Weg, sich sel­ber bekan­nt zu machen und zwar da, wo es ihnen als auf­streben­der Kün­stler wirk­lich nützt. Dazu braucht man natür­lich ein gesun­des Urteilsver­mö­gen und einen Blick für das Wesentliche.

Denn es gibt eine ganze Menge an Autoren, die es vor ihnen ‚geschafft’ hat­ten und es gibt Leute, die es ’nach ihnen’ schaf­fen wer­den. Das ist keine Illu­sion. Das sind Tat­sachen, die nicht ‚klein’ gere­det wer­den können.

Doch die Autoren, die es tat­säch­lich geschafft haben, ver­fü­gen mit Sicher­heit über den notwendi­gen Blick für das Wesentliche. Wer sich dage­gen ‚sagen lässt’ was er glauben soll, der find­et sich in ein­er Falle wieder, in der er sich bemüht, jemand Unwichtigem zu gefall­en. Jeman­dem der sich nur über Wass­er hal­ten kann, solange die Höri­gen ihm Glauben schenken.

Aber fragt ein­mal einen wirk­lich erfol­gre­ichen Schrift­steller, auf wen er gehört hätte, als er sich damals nach oben gear­beit­et hat.

Ich meine, die Antwort ist nicht allzu über­raschend. Die Stu­den­ten auf den höheren Förder­stufen der Sarturia®-Literatur-Akademie ken­nen diese Antwort, und jed­er der will kann sie eben­falls erfahren, sofern – und das ist der sprin­gende Punkt – sofern er sich von den erfol­glosen Schrei­hälsen loslöst und sich stattdessen mit wirk­lich erfol­gre­ichen Schrift­stellern umgibt.

Wirk­lich erfol­gre­iche Schrift­steller geben einem tat­säch­lich ‘die richti­gen’ Tipps, ganz ohne Hass oder nei­der­füllte Hintergedanken.

Das ist das ganze Geheimnis.

Und diesem Geheim­nis sei dieser Ver­leger Blog hier gewid­met. Oder glaubt auch nur irgen­dein­er unser­er Leser, dass ich mich über fün­fund­vierzig Jahre lang im Busi­ness hätte hal­ten kön­nen, wenn ich auf die Besser­wiss­er, Schrei­hälse und Has­sred­ner gehört hätte?

Nein …?

Gut so! Denn in der Tat schreibe ich meinen Ver­leger Blog nur für cle­vere Zeitgenossen, die fähig sind, sich eine eigene Mei­n­ung zu bilden. Für leicht­gläu­bige Mitläufer und erfol­glose Besser­wiss­er gibt es im Inter­net genug andere Gele­gen­heit­en um mit­disku­tieren zu kön­nen oder gehört zu wer­den als aus­gerech­net die Sarturia®-Literatur-Akademie. Die ist näm­lich etwas ganz Besonderes.

Bei uns find­et man nur Stu­den­ten, die keine Zeit haben, sich um die Het­zkam­pag­nen im Inter­net zu küm­mern. Man find­et Kol­legin­nen und Kol­le­gen, die sich stattdessen allein mit der Absicht befassen, bei den Her­aus­ge­bern der größeren und größten Ver­lage einen guten Ein­druck zu hinterlassen.

Ver­ste­ht ihr den ulti­ma­tiv­en Unterschied?

In diesem Sinne wün­sche ich euch allen recht viel Spaß beim Schreiben sowie beim aus­kno­beln der richti­gen Fra­gen. Und ich wün­sche euch aus­nehmend gute Kon­tak­te zu wirk­lich wichti­gen Leuten. 🙂

Mein Name ist Dieter König

Ich bin Leit­er der Sarturia®-Literatur-Akademie und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen ‚Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.’ Ich helfe erfol­gshun­gri­gen Autoren dabei, ihre Ziele zu erreichen.

Ver­leger Blog 20170703
Der richtige Weg

Nach zwölf Jahren uner­müdlich­er Mal­oche und ungezählter Abwehrmaß­nah­men auf Angriffe frus­tri­ert­er Besser­wiss­er und Nei­der, hat uns ein­er der Pro­fes­soren aus ein­er päd­a­gogisch ori­en­tierten Uni während ein­er einge­hen­den Unter­hal­tung neben anderem auf fol­gen­den Artikel aufmerk­sam gemacht:

http://bit.ly/2sxHl5I

Es ist natür­lich eine Wohltat, wenn man nach den hefti­gen Attack­en und üblen Nachre­den im Inter­net, auf Men­schen stößt, die – so fremd sie uns auch zunächst sein mögen – plöt­zlich ein Lächeln an den Tag leg­en und sagen: „Das machen wir doch schon seit Jahren so“.

Ich gebe zu, die ver­gan­genen zwölf Jahre waren eine harte Zeit. Nicht dass wir jemals daran gezweifelt hät­ten, dass wir auf dem richti­gen Weg sind. Aber es tat uns in der Seele leid, wenn immer wieder vielver­sprechende Autoren auf die Ein­flüsterun­gen frus­tri­ert­er oder nei­dis­ch­er Kol­legin­nen und Kol­le­gen gehört und das „warme Nest“ der Sarturia®-Literatur-Akademie ver­lassen hatten.

Dass prak­tisch jed­er von ihnen einen Ver­lag gefun­den hat, der ihre Werke pub­liziert, zeigt nur, dass sie bei Sar­turia® wenig­stens ein biss­chen was dazugel­ernt haben. Die wichtig­ste Zutat des Ler­nens ist ihnen jedoch abhan­den gekom­men: Die klare Sicht auf die ursprünglichen Ziele!

Wenn man sich die Erfahrun­gen unser­er aktuellen und ehe­ma­li­gen Schüt­zlinge anschaut, so stellt man fest, dass sie ursprünglich ‚alle’ als Neuau­toren – samt und son­ders – den wahren Wert der Sarturia®-Literatur-Akademie ‚erkan­nt’ hatten.

http://www.sarturia.com/sarturia-verlag-erfahrungen/

An den späteren Äußerun­gen im Inter­net kann man jedoch able­sen, dass auf ihrem Weg nach oben ‚irgen­det­was’ fürchter­lich schief gelaufen sein muss.

In lan­gen Gesprächen mit den Pro­fes­soren päd­a­gogisch mod­ern ori­en­tiert­er Uni­ver­sitäten mussten wir uns jedoch sagen lassen, dass dieses Ver­hal­ten der ehe­ma­li­gen Stu­den­ten weniger mit uns und unseren markengeschützten Lehrmeth­o­d­en zu tun hat, son­dern dass es sich um eine allzu bekan­nte Reak­tion han­delt, die oft auftritt, wenn jemand seine ursprünglichen Ziele aus den Augen verliert.

So leid uns auch jene Autoren tun, die das Studi­um allzu früh abge­brochen haben, so erfreut sind wir über den Eifer der wach­senden Zahl an auf­streben­den Autoren, die aus den ver­gan­genen Vor­fällen gel­ernt und einen wichti­gen, per­sön­lichen Vorteil aus den Fol­gen gezo­gen haben.

Es geht ja nicht um Geld, um Verkauf­szahlen oder Anerken­nung im Inter­net. Bei Sar­turia® geht es allein um ein gesun­des Her­anwach­sen ein­er sym­pa­this­chen und starken Autoren­per­sön­lichkeit und deren Fes­ti­gung. Denn mit einem angenehmen und sym­pa­this­chen Men­schen macht man gerne Geschäfte. Und – das überse­hen viele der Hob­by-Autoren – das Geschäft ist untrennbar­er Bestandteil ein­er erfol­gre­ichen Schriftsteller-Karriere.

Klar hat der Spaß auch etwas damit zu tun. Ich behaupte sog­ar, der Spaß an der Sache hat den Haup­tan­teil am Erfolg. Aber die Belast­barkeit ein­er Kette hängt an ihrem schwäch­sten Glied. Ver­formt es sich und gibt schließlich nach, ist das Mal­heur perfekt.

Für uns ange­hende Schrift­steller heißt dies, dass wir tun­lichst auf ‚alle’ Bere­iche acht­en soll­ten, die dazu beitra­gen, uns zu einem erfol­gre­ichen Schrift­steller her­anwach­sen zu lassen. Lei­det auch nur ein Glied der Kette, dann müssen wir uns – in Zeit­en des Inter­nets – in aller Öffentlich dafür recht­fer­ti­gen, ‚warum’ wir es nicht geschafft haben.

Auch mir sel­ber hat­te man zu Anfang mein­er Kar­riere gesagt, ich würde es nicht schaf­fen. Die Leute fragten mich sog­ar, ob ich nicht etwas Anständi­ges zu tun hätte, denn es hät­ten auch schon ‚ganz Andere’ ver­sucht, Schrift­steller zu werden.

Tja, hätte ich mich tat­säch­lich auf das Geschwätz der Nei­der und Besser­wiss­er ein­ge­lassen, dann hätte ich auf rund fün­fund­vierzig wun­der­bare Jahre begeis­tern­der Tätigkeit als Schrift­steller und Wirtschaft­sautor, sowie auf zwölf Jahre befriedi­gen­der Auf­bauar­beit an der Sarturia®-Literatur-Akademie, verzicht­en müssen. Ich hätte dann – im bürg­er­lichen Lehrberuf – in schlecht belüfteten Werk­shallen kom­plizierte Werkzeug­maschi­nen aufge­baut und zum Laufen gebracht.

Natür­lich: In bei­den Fällen hät­ten sich Men­schen über meine Arbeit gefreut. Aber was für ein Unterschied! 🙂

Es gehört also schon eine ganze Menge dazu, für sich den richti­gen Weg zu find­en und ihn auch bis zum Ende ‚gehen’ zu können.

In meinem Leben hat­te ich eigentlich nur vor ‚ein­er’ Sache Angst: dass ich in meinen let­zten Tagen zurück­blick­en und mir eingeste­hen müsste, es ‚nicht’ geschafft zu haben.

Inzwis­chen ist jedoch klar, dass es voll­bracht ist. Wenn ich nun in ein paar Jahren aus Alters­grün­den meine Posten an jün­gere Leute abgebe, dann weiß ich genau, dass jed­er von ihnen unseren hoff­nungsvollen Schüt­zlinge den Zweck jen­er Richtlin­ien erläutern kann, die wir in zwölf lan­gen Jahren gemein­sam erar­beit­et und durchge­set­zt haben.

Sar­turia® ist und bleibt etwas ganz Beson­deres. Und inzwis­chen haben wir ja auch erfahren dür­fen, dass wir nicht als Einzige unser­er Zeit weit voraus gewe­sen sind. Der Buch­markt ist im Wan­del begrif­f­en. Die notwendi­gen Verän­derun­gen lagen längst schon in der Luft. Wir braucht­en sie nur umzuset­zen, um den erfol­gshun­gri­gen Autoren auch wirk­lich helfen zu kön­nen. Und natür­lich sind wir stolz darauf, dass wir den richti­gen Weg ganz alleine gefun­den haben.

In diesem Sinne wün­schen wir allen unseren Stu­den­ten und kün­fti­gen Schüt­zlin­gen, recht viel Spaß beim Studi­um im Rah­men der Sarturia®-Literatur-Akademie, in der Gewis­sheit, dass nicht nur wir, son­dern auch andere kluge Köpfe den von uns eingeschla­ge­nen Weg für richtig und gut befinden.

Dieter König
Leit­er der Sarturia®-Literatur-Akademie und Vor­standsmit­glied im gemein­nützi­gen Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.

Ver­leger Blog 20170608
Drill ver­sus Ratschlag

Immer wieder taucht ein ange­hen­der Autor bei uns auf und fragt nach dem Unter­schied zwis­chen den markengeschützten Werkzeu­gen von Sar­turia® und den Ratschlä­gen die man im Inter­net oder bei anderen Autoren­schulen bekom­men kann.

Meine Antwort ist natür­lich immer dieselbe, drum will ich sie hier der Ein­fach­heit hal­ber mal publizieren.

Ich beginne meist mit fol­gen­dem Beispiel:
Wenn man ein Gefäß vor sich hat, das bis an den Rand mit aller­lei Krim­skrams gefüllt ist, dann kann man sich abmühen wie man will, es hat keinen Platz mehr für Neues.

Genau­so ist es mit Wis­sen. Wenn man schon genug weiß, dann geht ein­fach nichts mehr ‚in den Kopf rein’ weil ‚da drin­nen’ kein Platz mehr ist. Im Gegen­teil, man fängt an, sich aufzure­gen, weil man der vie­len Ratschläge längst über­drüs­sig gewor­den ist.
Wir ken­nen das durch die zunehmende Zahl an Burnouts bei jun­gen Stu­den­ten an der Uni.
Jet­zt wäre es natür­lich eine tolle Sache, wenn wir unser sym­bol­is­ches Gefäß vorher ein­fach leer machen kön­nten. Dann gin­ge wieder was ‚hinein’.
Gute Idee …!

Lei­der funk­tion­iert das nicht mit Know-how und Wis­sen. Man kann den Kopf nicht leeren, um wieder was Neues hineinzupacken.
Die Gute Nachricht ist jedoch:
Man kann den Mech­a­nis­mus ‚umge­hen’. Seit Jahrhun­dert­tausenden – oder länger – prak­tiziert die Tier­welt genau das. Und sie hat Erfolg damit. Wir Men­schen haben jedoch vergessen, dass wir bis vor eine paar hun­dert Jahren genau dieselbe Art und Weise prak­tizierten, um unser Wis­sen weit­erzugeben. Ich frage mich: Warum um alles in der Welt ist das aufgegeben wor­den? Es war doch äußerst erfol­gre­ich? Warum also hat man es durch ein Sys­tem erset­zt, das weniger gut funktioniert?

Dabei ist die Sache doch ganz einfach:

Gebt eurem Sohne­mann einen Ham­mer in die Hand und sagt ihm, er soll damit einen Nagel in die Wand schla­gen. Wenn er erwidert, er könne das nicht, dann macht es ihm ein einziges Mal vor, und dann lasst ihn ruhig fluchend ein Dutzend Nägel krumm schla­gen. Wet­ten, dass er nach zwanzig Minuten weiß, wie man einen Nagel in die Wand haut …?

Etwas immer wieder zu tun, bis es funk­tion­iert, das nen­nt man Drill. Diese Meth­ode hat immer und über­all Erfolg. Sie funk­tion­iert schnell und präzise. Wenn euer Junge fünf­mal vom Rad gefall­en ist, bleibt er schlussendlich drauf sitzen und ‘kann’ es; mit Aus­nahme, wenn die Mam­mi ihren Sohn vorm herun­ter­fall­en schützen will – das ist natür­lich ein Son­der­fall und hat mit einem kor­rek­ten Drill nichts zu tun. Oder gib einem Mäd­chen ein Pferd und lass es auf­steigen. Nach ein­er Stunde platzt sie vor Stolz und Begeisterung.

Oder nehmen wir gar die Star-Surfer in Kali­fornien; die hobeln sich teil­weise sel­ber ihre Surf­bret­ter aus dem Holz. Das haben sie ja den Meis­ter-Surfern abgeguckt. Und nun reit­en sie sel­ber auf haushohen Wellen. Das sieht aus, als ob sie mit dem Brett verwach­sen wären, während sich draußen auf dem Trock­e­nen ein Tourist zeigen lässt, wie man auf einem Surf­brett bal­anciert ohne immer wieder herunterzufallen.

Jet­zt stellt euch mal vor, es gäbe ein Semes­ter für Sur­fun­ter­richt, in dem die Schüler in ihren Bänken sitzen und mit dem Bleis­tift Kur­ven auf Wellenkämme zeich­nen. Mit Prü­fung, natür­lich und mit einem Zeugnis.
Ganz ehrlich: Ich glaube nicht, dass ein­er der Stu­den­ten eines solchen Surf-Semes­ters nach­her raus­pad­deln und die Mon­ster­wellen reit­en kann.
Ver­ste­ht ihr was ich damit sagen will?

Das eine ist Ler­nen in der Prax­is, das andere ist the­o­retis­ches Pauken. Pauken macht nur dann Sinn, wenn man das Gel­ernte gle­ichzeit­ig in der Prax­is anwen­den kann. Aber das weiß offen­sichtlich nicht jeder.

Soviel aber auch zu mein­er Mei­n­ung über das gegen­wär­tige Schulsystem.

Ich sagte es schon einige Male: Ich hat­te das unver­schämte Glück, gle­ich am Anfang mein­er Kar­riere mit den richti­gen Leuten in Kon­takt zu kom­men. Best­seller-Autoren und Lit­er­atur­preisträger darunter. Und kein­er hat mir ein Ohr abgekaut, um mir beizubrin­gen, wie man schreibt. Das hätte nicht funk­tion­iert. Man kann in eine volle Karaffe kein Wass­er mehr schütten.

Ihr werdet es bes­timmt errat­en: Man gab mir den Ham­mer in die Hand und wartete geduldig, bis ich schlussendlich die Nägel in die Wand hauen konnte.

‚Learn­ing by doing’ und ‚Lösun­gen sel­ber find­en lassen’ war das Geheim­nis. Der Drill, immer wieder das­selbe Prob­lem von ver­schiede­nen Seit­en anzuge­hen, half mir, das, was ich in der Schule gel­ernt hat­te, zu umge­hen und so schreiben zu ler­nen, wie es die Leser von mir erwarteten.

Angesichts dieser pos­i­tiv­en Erfahrung wun­dert es mich nicht, wenn ein ganzes Heer an Rat­ge­bern, draußen in den Inter­net­foren, nicht in der Lage ist, lauter Best­seller-Autoren zu gener­ieren. Sie wollen ‚etwas’ in ein ‚gefülltes’ Gefäß schüt­ten. Und wir wis­sen ja inzwis­chen, dass das nicht geht.

Aber schaut euch dage­gen doch mal spaße­shal­ber die Schüt­zlinge auf den höheren Förder­stufen der Sarturia®-Literatur-Akademie an. Irgend­wie sind ihre Begeis­terung und ihr Enthu­si­as­mus ansteck­end. Man spürt den Unter­schied zu jenen Autoren, welche ihre Chance nicht nutzen kon­nten, weil sie mit gän­zlich ‚eige­nen Ideen’ irgend­wo auf dem Weg steck­en geblieben sind und nun ihr Scheit­ern recht­fer­ti­gen müssen.

Es gibt jedoch keinen Grund, den Kopf hän­gen zu lassen. Sar­turia® ste­ht jedem offen; man muss sich nur an die paar grundle­gen­den Richtlin­ien hal­ten kön­nen, die Sar­turia® aus­machen. Dann ist der Weg nach oben offen. Es gibt also keine gültige Ausrede.

Das Geheim­nis ist – wir wis­sen es inzwis­chen — der ständi­ge Drill. Nur wer sich lange und inten­siv genug mit ein­er Sache beschäftigt, wird zum Profi und schließlich zum Meis­ter. Das ist in allen Beruf­szweigen und in allen Klassen des Sports und bei allen Spie­len so, und es bewahrheit­et sich ganz beson­ders beim Schreiben: Wer seine Train­ingsstun­den absolviert und von sich aus gerne und tief in die Materie ein­taucht, der kommt nicht umhin, sich über das schiere Mit­tel­maß hin­aus zu erheben und zum Profi heranzuwachsen.

Vom bloßen Herum­re­den und Wichtig­tun wird man kein anerkan­nter Schrift­steller. ‘Tun’ muss man’s; beständig dran­bleiben und schauen, was andere gemacht haben.
Dann klappt’s wie von selbst!

Ich wün­sche euch allen auf jeden Fall recht viel Spaß bei eur­er Beschäf­ti­gung mit Literatur.

Alles Gute und recht viel Erfolg

Dieter König
Leit­er der Sarturia®-Literatur-Akademie und Vor­standsmit­glied im gemein­nützi­gen Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.

 

Ver­leger Blog 20170518
Halbwissen

Gestern hat mir eine junge Autorin zu ver­ste­hen gegeben, dass ich mit dem was ich sage Unrecht hätte. Und als Beweis für meine Unglaub­würdigkeit führte sie an, dass ihr eine Lek­torin an der Uni etwas ganz anderes gesagt habe.

Nein, es ist ‚nicht’ wichtig, zu wis­sen worum es ging. Hier geht es nur um Wis­sen und Halb­wis­sen. Es geht schlicht und ein­fach um ein gesun­des Urteilsver­mö­gen, das jed­er Men­sch haben sollte, wenn er es zu etwas brin­gen will.

Fan­gen wir mit etwas leicht Ver­ständlichem an:

Jed­er von uns hat bes­timmt schon ein­mal eine ‚tolle’ Gel­dan­lage ange­boten bekom­men, en Schnäp­pchen mit dem er schnell unendlich reich wer­den könne. Oder ist das ‚noch nicht’ passiert? Dann wird es aber noch kom­men. Glaubt mir. Ich habe täglich zehn solch­er Ange­bote im Postfach.

Wenn ich also mein Kap­i­tal auf die Empfehlung des an sich schon ziem­lich ehrlich wirk­enden Finanz­ge­nies set­ze, dann erwarte ich mit Recht, dass seine eupho­risch klin­gen­den Prog­nosen auch wirk­lich ein­tr­e­f­fen. Wer etwas anders behauptet, der schwindelt absichtlich.

Es kön­nte aber sein, dass mein bester Fre­und mir von der Gel­dan­lage abrät. Vielle­icht ist er sel­ber schon mal reinge­fall­en oder er ken­nt die entsprechen­den Maschen aus dem Fernse­hen. Er sagt mir auf jeden Fall: „Tu’s nicht!“

So! Nun ste­he ich vor der Entschei­dung: Wem soll ich glauben? Das Ange­bot klingt gut, die Bevor­mundungsver­suche meines Fre­un­des sind lästig und ärg­ern mich vielle­icht sog­ar. Und vielle­icht will ich diesem Besser­wiss­er ja beweisen, dass ich der Klügere bin. Ganz im Ernst, liebe Fre­unde, das passiert jeden Tag Tausend Mal. Viel öfter jeden­falls als wir annehmen.

Was glaubt ihr? Werde ich nun reich wer­den und es meinem Fre­und zeigen kön­nen? Oder werde ich stattdessen mein Geld ver­lieren? Und wenn ich es ver­liere, wo lag dann der Fehler?

Ich weiß nicht, wie andere Men­schen es hand­haben, ich sel­ber habe in meinem lan­gen Leben eine gän­zlich eigene Meth­ode entwick­elt, meine Entschei­dun­gen abzuwä­gen, sodass ich die Chance habe, weniger schmerzhafte Erfahrun­gen erdulden zu müssen als in meinen frühen Jugendjahren.

Ich schau mir näm­lich meine Rat­ge­ber recht genau an und frage mich: „Meint mein Gegenüber es ehrlich mit mir, oder will er mich nur auf seine Wei­de lock­en, um mir das Fell über die Ohren zu ziehen?“

Wenn ich in vor­ge­nan­ntem Beispiel meinen Finanz-Rat­ge­ber genauer unter die Lupe genom­men hätte, dann hätte ich vielle­icht her­aus­ge­fun­den, dass er eine Pro­vi­sion für jeden überre­de­ten Anleger erhält, egal ob der sein Geld ver­liert oder nicht. Und sich­er hätte ich auch her­aus­find­en kön­nen, wie viele der überre­de­ten Inve­storen ihr sauer ver­di­entes Geld tat­säch­lich schon ver­loren hatten.

Aber natür­lich hätte es auch ganz anders kom­men kön­nen. Mein Fre­und hätte sich ja auch als Psy­chopath ent­pup­pen kön­nen, als grim­miger Nei­der, der mir meinen Erfolg nicht gön­nen wollte, während der ser­iöse und großar­tige Finanzber­ater schon eine ganze Rei­he von Leuten reich und glück­lich gemacht hätte.

Tja, es geht immer ‚so’ oder ‚so’ aus, auf die eine oder andere Art. Ich muss das Ergeb­nis mein­er Recherchen akzep­tieren, wie auch immer es aus­fällt. Und ich muss mich nach ihm richt­en. Aber dadurch habe ich mir eine gesunde Grund­lage für meine Entschei­dungs­find­ung erar­beit­et. Ver­ste­ht ihr?

Der Trick ist ein­fach der, immer und bei jed­er Gele­gen­heit ‚alle’ Rat­ge­ber zu unter­suchen, und zwar nach bestem Wis­sen und Gewis­sen. Das hil­ft mir unge­mein dabei, die schmerzhaften Rein­fälle weniger und weniger wer­den zu lassen.

Richtig anstren­gend wird es im Leben, wenn man ein Vorhaben zum Laufen brin­gen will und dabei schließlich an die Öffentlichkeit gehen muss. Ich sag’s euch aus Erfahrung: Hin­ter jed­er Ecke lauert ein Rat­ge­ber, der dir unbe­d­ingt seine eigene Weisheit aufs But­ter­brot schmieren will.

Nein, es sind nicht immer nur mis­er­able Ratschläge, die man zu hören kriegt. Erfol­gre­iche Leute wie zum Beispiel Best­seller­autoren oder Lit­er­atur­preisträger geben dir oft und gerne wirk­lich wertvolle Tipps. Ganz anders diejeni­gen, die sel­ber noch nichts auf die Rei­he gebracht haben. Die erzählen dir voller Inbrun­st eine Sto­ry vom Pferd und rat­en dir sog­ar ab, von den Tipps der Erfol­gre­ichen zu ler­nen. Alles schon erlebt. Alles schon mehrfach mitgemacht.

Wenn ihr jedoch über die unschätzbare Fähigkeit ver­fügt, eure Rat­ge­ber vorurteil­s­los und gewis­senhaft zu begutacht­en, dann find­et ihr ganz sich­er her­aus, wessen Rat euch weit­er­brin­gen kann und welch­er strikt darauf angelegt ist, euch nur klein und erfol­g­los zu halten.

Wenn euch ‚diese’ Unter­schei­dung gelingt, dann habt ihr den Jack­pot eures Lebens gek­nackt. Dann kann euch nichts mehr passieren. Denn die Fähigkeit, den richti­gen Rat­ge­ber zu ermit­teln, ist die unab­d­ing­bare Grund­lage dafür, eure ersehn­ten Ziele auch wirk­lich erre­ichen zu können.

Ein Tipp am Rande:

Habt ihr die Sätze schon mal gehört: „Ich meine es nur gut mit dir?“ Oder: „Das weiß doch jeder …?“

Ich möchte euch hierzu einen wichti­gen Tipp mit auf den Weg geben: Begreift diese Sätze bitte als Weck­ruf, als Alarm­sig­nal sozusagen. Denn sobald ihr geistig wach seid, habt ihr eine beson­dere Antenne für euer Gegenüber. Ihr müsst dann nur noch die richti­gen Fra­gen stellen und die Antworten gewis­senhaft gegeneinan­der abwä­gen. Mit der Zeit kriegt ihr ein untrüglich­es Gespür dafür, wie ehrlich es der Gegenüber hin­ter sein­er Gut­men­schen-Maske mit euch meint. Wirk­lich sich­er werdet ihr aber erst mit wach­sender Erfahrung.

Nehmen wir das Beispiel, mit dem ich diesen Ver­leger-Blog hier eröffnet habe. Die oben erwäh­nte Autorin hat tat­säch­lich auf die Lek­torin in ihrer Uni gehört, und meine Tipps in den Wind geschlagen.

Wir aber wis­sen jet­zt schon, dass sie es ver­säumt hat, gewis­senhaft zu recher­chieren. Ein wichtiges Kri­teri­um wäre etwa der Ver­gle­ich gewe­sen, wer von uns bei­den Rat­ge­bern denn schon ‚mehr’ Büch­er auf den Markt gebracht hat als der andere; oder auch nur der Ver­gle­ich bei welch­er Art von Ver­la­gen meine oder ihre Büch­er erschienen sind.

Als Zwei­flerin, wie sich die Autorin sel­ber beze­ich­net, hat sie sich stattdessen ein­fach auf ihr Bauchge­fühl ver­lassen und meinen Rat in den Wind geschlagen.

Was soll ich dazu sagen? Jed­er ist natür­lich zunächst ganz allein sel­ber für sich ver­ant­wortlich. Ich kann meinen Schüt­zlin­gen nur dann weit­er­helfen, wenn sie für sich sel­ber her­aus­ge­fun­den haben, ob sie auf meinen Rat ver­trauen dür­fen oder nicht. Nie­mand kann ihnen dabei helfen. Ver­ste­ht ihr?

Mein Name ist Dieter König

Ich bin Leit­er der Sarturia®-Literatur-Akademie und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen ‚Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.’ Ich helfe erfol­gshun­gri­gen Autoren dabei, ihre Ziele zu erreichen.

Ver­leger Blog 20170425
Vit­a­min ‚B’.

Diesen Ausspruch ken­nt wahrschein­lich jed­er: „Ohne Vit­a­min ‚B’ geht ‚gar’ nichts.“ Und gemeint sind natür­lich die Beziehun­gen, die man haben muss, wenn man etwas erre­ichen will.

Beziehun­gen sind das A und O in unser­er Gesellschaft. Hat man einen Fre­und oder Vet­ter in ein­er Führungspo­si­tion ein­er großen Fir­ma, ist es leichter einen lukra­tiv­en Posten zu ergat­tern, als wenn man als Fremder dort anklopft.

Mit Beziehun­gen erhält man meist einen gün­stigeren Preis beim Kauf eines Autos oder ein­er Immo­bilie. Mit Beziehun­gen erhält man Ein­tritt in Kreise, die einem son­st ver­schlossen sind. Mit Beziehun­gen kann man sich beru­flich weit­er­en­twick­eln und seine Kar­riere fördern. Mit Beziehun­gen erre­icht man vielle­icht sog­ar einen lukra­tiv­en Verlagsvertrag.

Aber wie schafft man es, gute Beziehun­gen aufzubauen und aufrechtzuerhalten?

Nun, es hat auf jeden Fall mit Men­schen zu tun. Denn nichts funk­tion­iert von alleine. Es wir immer von Men­schen am Laufen gehal­ten. Also muss man – wenn man gute Beziehun­gen auf­bauen will – vor allem mit Men­schen umge­hen können.

Es gibt Verkäufer-Schu­lun­gen, die so teuer sind, dass der gemeine Zeitgenosse nicht ein­mal daran denken darf, sie zu besuchen. Das Erste, das man dort lernt, ist natür­lich, wie man mit Men­schen umge­ht. Klar­er Fall: Ein Verkäufer hat es immer mit einem Kun­den zu tun, der ihm sein Pro­dukt abkaufen soll.

Ver­sierte Verkäufer haben aus diesem Grund zum Beispiel eine gut geführte Kun­denkartei. Da ste­ht etwa drin, was man beim let­zten Besuch mit dem Geschäftspart­ner besprochen hat­te. Da ste­ht aber auch drin, welch­es Hob­by der Einkäufer eines Großun­ternehmens hat, welche Vor­lieben und welche Mei­n­ung er zum poli­tis­chen Geschehen hat oder ob er Fan von irgen­deinem Fußbal­lvere­in ist und ähn­lich­es. Denn nur wenn sich der Verkäufer von sein­er besten Seite zeigt und sich sym­pa­thisch präsen­tiert, und wenn er darüber hin­aus auch bei The­men mitre­den kann, die den Kun­den inter­essieren, erst ‚dann’ ist er in der Posi­tion, eine gute Beziehung auf­bauen zu kön­nen. Und die braucht er. Denn: „Ohne Vit­a­min ‚B’ geht ‚gar’ nichts.“

Oft ist es aber auch so, dass man gute Tipps und Empfehlun­gen, die mehr als Geld wert sind, schon allein über Fre­unde und Bekan­nte bekommt. Wenn die einen näm­lich gut lei­den kön­nen, dann helfen sie einem gern mal in den Sat­tel wenn man etwas Wichtiges anstrebt. Und das geschieht öfter als man bewusst wahrn­immt. Denn gute Fre­unde – in welch­er Form und Eigen­schaft auch immer — sind die Grundpfeil­er eines fro­hge­muten und erfol­gre­ichen Lebens.

Und jet­zt kommt die rel­e­vante Frage:

Warum gibt es da draußen in den diversen Autoren­foren so viele Has­sti­raden und gegen­seit­ige Anfein­dun­gen? Ken­nt man dort vielle­icht die wichtig­sten aller Zusam­men­hänge gar nicht? Warum son­st ver­suchen einige Leute poten­zielle Fre­unde ver­bal niederzu­machen, nur weil die per­sön­lich ander­er Mei­n­ung sind und ein­fach nicht das tun, was man von ihnen erwartet?

Kön­nte es nicht sein, dass vielle­icht – in einem anderen Leben – ger­ade der ange­grif­f­ene Men­sch einen Tipp parat hätte, mit dessen Hil­fe man etwa einen Ran­dom-House-Her­aus­ge­ber pri­vat tre­f­fen kön­nte? Oder dass die verunglimpfte Per­son plöt­zlich ähn­lich gold­w­erte Insid­er-Infor­ma­tio­nen auf Lager hätte? Wäre es da nicht schade, wenn dieser poten­ziell wertvolle Part­ner die Info zurück­hal­ten würde, nur weil er euch auf­grund eur­er Zor­ne­saus­brüche nicht mehr lei­den kann?

Wer’s wis­sen will: Ich habe in dreizehn Jahren Autoren­förderung genü­gend Leute ken­nen­gel­ernt, die sich sel­ber im Weg ste­hen, nur weil sie glauben, sich an mir oder meinen Fre­un­den abreagieren zu müssen. Und das nur weil wir – aus deren Sicht – das Falsche tun oder denken. Mehr als ein Dutzend solch­er Leute haben im Laufe der Zeit die Förder­stufen von Sar­turia® ‚unter Absin­gen schmutziger Lieder’ ver­lassen, im Prinzip meist nur deshalb, weil ich per­sön­lich nicht vom ein­mal eingeschla­ge­nen Kurs abgewichen bin.

Gut, bis auf zwei beson­ders hart­näck­ige Ex-Fre­unde haben alle wieder bei uns angek­lopft, um ZITAT „ins warme Nest zurück­zukehren“ ZITAT ENDE. Und das zeugt doch ganz klar von einem ‚zeitweili­gen’ Ver­sagen der men­schlichen Ver­nun­ft, wenn man sich im Zorn dazu hin­reißen lässt, einen poten­ziell wichti­gen Fre­und zu verunglimpfen, ihm Vor­würfe zu machen und ihm ‚Fehlver­hal­ten’ anzudichten.

Richtiger wäre es natür­lich in solchen Fällen, erst die Verkauf­stech­niken aus den teuer bezahlten Schu­lun­gen zu studieren, um stattdessen ‚das Wohlwollen’, der verunglimpften Per­son zu erhal­ten. Sich­er würde da noch der eine oder andere wertvolle Tipp her­aussprin­gen, den man natür­lich dann nicht mehr bekommt, sobald man jeman­dem klarzu­machen ver­sucht, was für ein Idiot er doch sei.

Deswe­gen wun­dert es mich immer noch, warum sich manche Leute dazu hin­reißen lassen, ihre Fre­unde durch soge­nan­ntes ‚Flam­ing’ so zu ver­graulen, dass die kein Wort mehr mit ihnen wech­seln. Und damit hat man sich naturgemäß wertvolle Wege ver­baut. Und die verbliebe­nen Wege reichen oft­mals nicht aus, um sich aus dem selb­st­ge­grabenen Loch zu erheben und gut gelaunt weiterzukämpfen.

Schlim­mer noch: Ein ein­mal an den Tag gelegtes Ver­hal­ten nis­tet sich im Laufe der Zeit unbe­merkt dauer­haft ein und man kriegt es nicht mehr los. Und so kann es denn auch sein, dass man im entschei­den­den Augen­blick seines Lebens, der wichtig­sten Per­son über­haupt, vor den Kopf stößt und sich damit sel­ber das Wass­er abgräbt.

Ich kön­nte mir eine Sit­u­a­tion vorstellen, in der ein vielver­sprechen­der Autor vor einem der wichtig­sten Her­aus­ge­ber ste­ht, ihm aber eine patzige Antwort gibt, sobald dieser ihn auf eine der weniger ele­gan­ten ‚Ange­wohn­heit­en’ im Text seines Skripts anspricht. Alles schon dagewesen!

Bei Fre­un­den kann man sich eventuell noch entschuldigen. Bei Her­aus­ge­bern geht das nicht. Wenn da der Rol­l­laden herun­terge­ht, dann ‚bleibt’ er unten. Ein für alle­mal. Wobei nicht sich­er ist, ob sich dieser eine Her­aus­ge­ber nicht auf der Messe mit einem anderen wichti­gen Her­aus­ge­ber darüber unter­hal­ten könnte …!

Mein ganz per­sön­lich­er Tipp an dieser Stelle ist ganz klar: Man sollte ‚allen’ seinen Fre­un­den und Bekan­nten, aber auch frem­den Men­schen gegenüber, Respekt an den Tag leg­en. Denn man kann nie wis­sen, wer von ihnen nun den ulti­ma­tiv­en Tipp in der Tasche hat, der uns ein gutes Stück weit­er­brin­gen kann.

Die Sarturia®-Literatur-Akademie http://www.sarturia.com/akademie/ ist solch eine Insti­tu­tion, die auf­streben­den Autoren mit Tipps und Hil­festel­lun­gen unter die Arme greift. Mehr noch: Die Ver­ant­wortlichen unser­er gemein­nützi­gen Insti­tu­tion sor­gen sog­ar dafür, dass die aufgew­erteten Werke der Stu­den­ten von den wichtig­sten Her­aus­ge­bern der größeren oder ganz großen Ver­lage gele­sen werden.

Vielle­icht wäre es eine gute Idee für hoff­nungsvolle Autoren, zunächst die Verkäufer-Schu­lun­gen zu studieren und dann seinen eige­nen Werde­gang mit der Teil­nahme an den Sarturia®-Ausschreibungen zu beginnen.

http://www.sarturia.com/ausschreibungen/

Denn Diplo­matie und Respekt sind wichtige Lehrfäch­er auf den höheren Förder­stufen unser­er Lit­er­atur-Akademie. Aber schlussendlich ist jed­er zunächst sel­ber für sich verantwortlich!

Dieter König
Leit­er der Sarturia®-Literatur-Akademie und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen ‚Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.’

 

Ver­leger Blog 20170319
Blick hin­ter die Kuslissen

Immer wieder taucht die Frage auf, warum Sar­turia® denn nicht über Ama­zon — oder K&N oder Lib­ri oder Thalia – verkaufen würde.

Wir hal­ten das für eine berechtigte Frage. Allerd­ings muss man wis­sen, dass die Fragesteller da in der Tat ein­er optis­chen Täuschung unter­liegen: Denn selb­stver­ständlich verkaufen wir ein­er­seits direkt an den Han­del und erhal­ten ander­er­seits die entsprechen­den Bestel­lun­gen aus dem Zwis­chen­han­del. So gut wie ‚alle’ Zwis­chen­händler haben schon aus dem Sar­turia® Best­seller-Shop bestellt.

Die Frage ist also ganz offen­sichtlich falsch gestellt. Meines Eracht­ens müsste sie eigentlich anders laut­en. Etwa so: Warum macht Sar­turia® nicht genau­so viel Umsatz wie zum Beispiel ‚dtv’, ‚Drömer Knaur’ oder ‚Bastei-Lübbe’?

Ja genau: So, wie die Frage ‚jet­zt’ daste­ht, würde sie tat­säch­lich Sinn machen, wenn – ja wenn Sar­turia® ein gewin­nori­en­tiert­er Ver­lag wäre. Die Fragesteller überse­hen jedoch, dass Sar­turia® eine anerkan­nt gemein­nützige Insti­tu­tion darstellt, deren Ziel es ist, die besten ihrer Schüt­zlinge bei den großen und mil­lio­nen­schw­eren Ver­la­gen vorzustellen. In der KFZ-Branche nen­nt man solche Unternehmungen „Zulief­er­er“.

Sar­turia® wurde näm­lich allein aus dem Grund ins Leben gerufen, um clev­eren Autoren, die mit den Ratschlä­gen in den Selb­sthil­fe-Foren nicht allzu viel anfan­gen kön­nen, eine Start­plat­tform zu bieten. Eine Absprung­ba­sis, von der aus sie – mit echtem Know-how verse­hen – bei den mächti­gen der Ver­lage anklopfen kön­nen, ohne dass man ihnen die Tür gle­ich wieder vor der Nase zuschlägt.

Was man nicht auf den ersten Blick erken­nen kann: Der „Sar­turia Ver­lag“ ist nur die Pub­lika­tion­splat­tform der gemein­nützi­gen Lit­er­atur-Akademie. Er sorgt dafür, dass die Dinge richtig laufen und dass die Stu­den­ten der Akademie Gele­gen­heit find­en, sich beständig weiterzuentwickeln.

Aber natür­lich geht unsere Pla­nung auch weit in die fernere Zukun­ft. Und da wird es natür­lich so richtig inter­es­sant. Denn sobald alle Vorbe­din­gun­gen erfüllt sind, startet der Ver­lag mit seinen beteiligten Helfern durch, um sich zwis­chen die etablierten Ver­lage zu schieben. Wir wollen ja nicht nur einzel­nen, son­dern ‚allen’ fleißi­gen Helfern ein erfreulich­es Einkom­men sichern.

Allerd­ings sind bis dahin noch einige Schritte zu tun. Man muss wis­sen, dass der kle­in­ste der wirk­lich inter­es­san­ten Ver­lage schon mal sieben Mil­lio­nen Umsatz im Jahr macht. Die let­zten bei­den der ‚Top-Zwanzig’ erre­ichen schon das Zehn­fache. Die wirk­lich Großen aber, wie etwas Springer, geben sich mit Fünfhun­dert Mil­lio­nen im Jahr noch nicht zufrieden. Wir müssen also erst schon noch unsere Hausauf­gaben machen.

Aber unsere Fre­unde wis­sen bere­its wo’s lang geht: Als erfahren­er Geschäfts­mann, erfol­gre­ich­er Autor und langjähriger Ver­lagsleit­er, bedeuten mir Werte wie Fair-Play und Fair-Trade sehr viel. Wer wis­sen will, was ‚ohne’ diese grundle­gen­den Werte passiert, braucht nur die ein­schlägi­gen Tages­nachricht­en zu verfolgen.

Hier bei Sar­turia® leg­en wir großen Wert auf soge­nan­nte Win-Win-Agree­ments. Da die fleißig­sten unser­er Stu­den­ten und Helfer sowohl unsere Schüt­zlinge als auch unser Gedankengut vor­wärts brin­gen, erhal­ten sie die Möglichkeit, sich an den Umsätzen des angegliederten Ver­lags zu beteiligen.

Wir kön­nen natür­lich nicht ‚alle’ mit­nehmen. Schon deshalb nicht, weil sich einige unser­er leicht­gläu­bi­gen Schüt­zlinge schon nach den ersten Erfol­gen von diversen Klein­ver­la­gen abwer­ben lassen. Wer aber seine Chance erkan­nt hat, der ist in jedem Fall mit dabei, wenn wir unsere Vorbe­din­gun­gen erfüllt sehen.

Eigentlich brauchen wir dazu bloß das notwendi­ge Spielka­p­i­tal, das Klein­ver­lage nun mal nicht haben. Wer mit offe­nen Augen hin­schaut, sieht ja selb­st, dass viele der hoff­nungsvollen Ver­leger rei­hen­weise pleite gehen, weil sie ver­suchen, das Prob­lem mit Gewalt zu lösen. Andere tüm­peln jahre­lang auf stag­nieren­den Umsätzen herum. Offen­sichtlich stimmt da die Pla­nung nicht.

Sar­turia® ist laut Steuerbescheid ‚die einzige’ Unternehmung in der Büchre­branche, die es fer­tig gebracht hat, über nahezu ein Jahrzehnt hin­weg, jew­eils zweis­tel­lige Umsatz­zuwächse nachzuweisen. Das schaf­fen nicht ein­mal die Riesen der Branche.

Im Laufe des Jahres aber öff­nen wir uns sowohl für die Spanisch sprechende, als auch für die Englisch sprechende Autoren­welt. Und wir haben noch ‚mehr’ vor.

Wer also einiger­maßen gut rech­nen kann, dürfte sich­er in der Lage sein, die Zukun­ft­saus­sicht­en unser­er Unternehmung real zu bewerten.

Die wichtig­ste Grund­vo­raus­set­zung für den Anschluss an die erfol­gre­ichen Ver­lage ist in jedem Fall, dass wir nicht nur einzelne Buch­lä­den, son­dern die gesamte Welt der Buch­händler an unseren Neuer­schei­n­un­gen inter­essieren. No way out!

Und da gibt es tat­säch­lich massen­haft Medi­en, die für die Ver­lage Anzeigen schal­ten, um die Händler möglichst nach­haltig zu beein­druck­en. Ich berichtete im “Ver­leger Blog 20160807 — Die nack­te Wahrheit” darüber, wie teuer die bil­lig­sten Anzeigen sind. Und dieser Umstand dik­tiert bere­its die erste unser­er Vorbedingungen.

Sar­turia® hat ver­lags­seit­ig inzwis­chen schon erfreulich gute Kon­tak­te zu Händlern, die direkt und ohne Umweg bei uns bestellen. Mehr noch: Fast alle Bar­sor­ti­menter und Grossis­ten kaufen inzwis­chen bei uns ein, ohne dass wir jemals einen Cent an Wer­bung aus­gegeben hät­ten. Wir sind also längst auf dem richti­gen Weg.

Erfreulicher­weise gibt es mehr als ein paar Tausend Buch­händler in Deutsch­land, die auf qual­i­ta­tiv hochw­er­tige und span­nende Lit­er­atur warten; also genau unser Klien­tel. Wir müssen unsere Wer­bung also nur unter fach­män­nis­ch­er Anleitung pla­nen, denn eine einzige der kle­in­sten der kleinen Anzeigen – die den Recherchen nach wenig­stens 7.000 Euro ver­schlingt – reicht natür­lich nicht so ganz an jenen Aufwand her­an, den die Großen der Buch­branche betreiben.

Man sieht, dass Klein­ver­lage sich eine Spiegel-Best­seller-Platzierung mit größter Wahrschein­lichkeit abschminken kön­nen. Wir sel­ber ste­hen jedoch mit den Großen der Branche in Verbindung. Und so wis­sen wir seit Jahren, wo genau die Trig­ger­schwellen liegen, bei denen wir die näch­sten Wach­s­tumss­chübe provozieren kön­nen. Und unsere Schüt­zlinge sind selb­stre­dend mit dabei. Also ‚mehr’ kön­nen wir für hoff­nungsvolle Autoren wirk­lich nicht tun.

Wer also die Idee hat, sich als anerkan­nter Schrift­steller aus der Masse her­ausheben zu wollen und schließlich allein vom Schreiben leben zu kön­nen, der hat in der Tat gute Voraus­set­zun­gen, ein Stück des Kuchens abzubekom­men. Denn auf den höheren Förder­stufen wer­den die Fleißi­gen automa­tisch an den steigen­den Umsätzen beteiligt. Und zwar so lange sie sich, ihren Zie­len und unseren Richtlin­ien treu bleiben.

Wer diese Voraus­set­zung ‚nicht’ mit­brin­gen kann oder nicht will, der ist sich­er als Self­pub­lish­er oder bei den gewin­nori­en­tierten Ver­la­gen weit bess­er aufge­hoben als bei uns. Denn hier in unser­er Gemein­schaft herrscht defin­i­tiv Fair-Play und Fair-Trade. Wir wollen näm­lich, dass unsere Schüt­zlinge gewinnen.

Wer sich als Autor davon ange­sprochen fühlt, ist jed­erzeit her­zlich willkommen!

Dieter König
Ver­leger, Leit­er der Sarturia®-Literatur-Akademie und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen ‚Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.’

Ver­leger Blog 20160217
Sich sel­ber im Weg stehen

Jet­zt, da ich ‚mit­ten drin’ stecke, sehe ich das Kern­prob­lem mit über­raschen­der Klarheit, und mir ist plöt­zlich aufge­gan­gen, ‘warum’ manche Leute das Hand­tuch wer­fen: Sie träu­men vom großen Erfolg, und auf ein­mal wird ihnen klar, dass ihre Träume einen Hak­en haben. Sie haben mit Sar­turia® zwar so etwas wie einen Sechser im Lot­to vor Augen, aber den kriegen sie nicht durch eine ‚Ziehung’. Sie müssen sich diesen Sechser mit Eifer ‚erar­beit­en’. Sobald es also ums ‚Stipendi­um’ geht, tren­nt sich die Spreu vom Weizen.

Ich habe in den let­zten dreizehn Jahren eine ganze Rei­he von Men­schen gese­hen, für die es offen­sichtlich leichter war, wieder in die Träumerei zurück zu kehren, als die Ver­wirk­lichung ihrer Pläne durchzustehen.

Schwamm drüber!

Wir kön­nen nicht ‘alle’ Dauer-Träumer oder Ego­ma­nen unter­stützen. Und wir wollen das auch gar nicht. Wir haben längst einen wach­senden Stamm an wirk­lich kerni­gen Stu­di­en­teil­nehmern, die genau wis­sen, wohin sie wollen, und die auch wis­sen, was sie dafür tun müssen, um dort anzukommen.

Das wis­sen nicht alle! In Wirk­lichkeit gibt es da eine unsicht­bare, men­tale Hemm­schwelle, die manche Leute davon abhält, den von uns sorgsam eingeeb­neten Weg bis zu Ende zurück­zule­gen. Diese Hemm­schwelle gibt es nicht nur in Bezug auf das Studi­um unter Sar­turia®, son­dern es gibt sie in Bezug auf ‚alle’ Bere­iche des öffentlichen Lebens. Nir­gend­wo ist es anders als bei uns!

In Wirk­lichkeit gibt es gar nichts Leichteres, als seinen eige­nen Weg zu gehen. Wir wis­sen ja inzwis­chen: Wer genü­gend Spaß an irgen­dein­er Sache hat, der kommt prak­tisch ganz von alleine an sein Ziel.

Das ist, wie wenn man den Kil­i­mand­scharo besteigen will und weiß, dass der Führer den Weg ken­nt. Man hat sich dazu entsch­ieden und zieht dann ein­fach los. Dass es einem die let­zten Kräfte abver­lan­gen wird, weiß man und nimmt es ein­fach in Kauf. Egal, ob einem auf dem Weg nach oben ‚alles weh tut’, oder einem der Atem fehlt, man macht ein­fach weit­er und besin­nt sich erst wieder, wenn man ‚oben’ ist.

Der Aus­blick? Na ja, man ‚muss’ ihn genießen weil man nach­her ‘zu erzählen hat’ dass er ‘gewaltig’ und ‘unver­gle­ich­lich’ ist. Das erwartet man einfach.

Der ‚wahre’ Grund für den Auf­stieg ist aber – und das sollte man sich wirk­lich genau durch den Kopf gehen lassen – dass wir sel­ber später tief in uns drin wis­sen wer­den, dass wir ‘oben’ gewe­sen sind. Wir wis­sen dann, dass wir es ‘geschafft haben’, dass wir gegen uns sel­ber gewon­nen haben, dass wir — ganz ein­fach aus­ge­drückt — einen Höhep­unkt in unserem Leben erre­icht haben, den man kaum mehr über­bi­eten kann.

Erfol­gre­iche Berg­steiger ver­fü­gen zum Beispiel ganz offen­sichtlich über den entsprechen­den Drang. Ruck­sack-Touris­ten eben­falls, wenn sie zu Fuß ganze Staat­en durch­queren. Oder Aben­teur­er wie Gün­ter Wamser, der auf dem Pfer­derück­en den amerikanis­chen Dop­pelkon­ti­nent, der Länge nach von Feuer­land bis Alas­ka, in einem Stück bezwang. http://bit.ly/2kwszDA.

Aber eigentlich haben ‚wir alle’ einen unstill­baren Drang in uns. Einen unge­bändigten Willen etwas Großes zu erre­ichen. Der Eine spürt ihn ‚mehr’, der Andere ‚weniger’. Die Frage ist nur: Ste­he ich mir sel­ber im Weg, oder kom­men mir – im Gegen­satz dazu – auf­tauchende Hin­dernisse ‚ger­ade recht’?

Bei zwei fik­tiv­en Berg­steigern mit unter­schiedlich­er Men­tal­ität ist das Prob­lem möglicher­weise am leicht­esten nachvol­lziehbar: Bei­de ken­nen das Risiko, doch der eine schreckt vor einem gefährlichen Über­hang zurück und seilt sich wieder ab. Ver­ständlich: Das Risiko ist ihm zu groß. Er ist vielle­icht nicht in Höch­st­form. Und außer­dem geht es ja um ‚nichts’; er ist ‚nicht gezwun­gen’, den Gipfel zu erre­ichen. Zum Erzählen hat er ‚auch so’ schon genug, und jed­er wird ver­ste­hen, dass es bess­er war, hier aufzugeben.

Ich glaube, jed­er ken­nt solche und ähn­liche Argu­mente aus eigener­er Erfahrung.

Sein Konkur­rent dage­gen, hat intu­itiv aufge­hört, sich irgendwelche Gedanken zu machen. Stattdessen konzen­tri­ert er sich allein auf die Suche nach Möglichkeit­en, wie er den Über­hang über­winden kön­nte. Seine Gedanken befassen sich allein mit der näch­sten Aktion, mit der passenden Klemm­schraube, mit dem richti­gen Kara­bin­er, mit dem Sitz des let­zten Schnap­pers und mit dem näch­sten Hand­griff. Er ist ‚auf dem Weg’, und nur alleine ‚das’ zählt.

Ich glaube sog­ar, dass aus diesem Kon­text her­aus der bekan­nte Ausspruch: „Der Weg ist das Ziel“ abgeleit­et wor­den ist. In einem anderen Zusam­men­hang scheint er mir näm­lich nicht wirk­lich zu passen.

Ich per­sön­lich ‚lebe’ sog­ar ganz bewusst nach diesem – sagen wir – Mot­to, weil nichts anderes für mich Sinn macht. Entsch­ieden habe ich mich ja schon längst, und es gibt keinen Grund, warum ich mich ständig neu ‚umentschei­den’ sollte. Ich kenne doch das Ziel, für das ich mich ursprünglich entsch­ieden habe, in- und auswendig; also muss ich auch nicht mehr lange darüber nachdenken.

Außer­dem ist der erste Schritt auf meinem Weg längst getan, und ich erfreue mich an den Auf­gaben, die ich jew­eils ger­ade erledi­gen darf. Dass ich ab und zu unter der Last lau­thals stöhne, gehört ein­fach dazu. Genau­so freue ich mich über jedes Hin­der­nis, dass es zu bezwin­gen gilt. Denn das ist mein Weg, und er macht mir höl­lis­chen Spaß.

Und nun frage ich mich – natür­lich nur rein rhetorisch – warum nicht alle Men­schen ein­fach los­marschieren. Sie ken­nen doch die Rich­tung zu einem lohnend erscheinen­den Ziel. Und es ist doch ein­fach, in diese Rich­tung zu gehen, ohne auf die Ablenkun­gen, links und rechts am Weges­rand zu achten.

Ich nehme an, dass in diesem Fall wohl ‚kein­er’ vom Weg abkom­men würde.

Die reale Welt sieht jedoch – wie wir wis­sen – ganz anders aus: Nur wenige Men­schen bleiben sich und ihren Zie­len wirk­lich treu, und wir ken­nen inzwis­chen einige der immer wiederkehren­den Recht­fer­ti­gun­gen für einen Rich­tungswech­sel zur Genüge:

1. Auf einem anderen Weg geht es leichter.
2. Es wirft jet­zt noch nicht genug ab.
3. Ich schaffe das sowieso nicht.
4. Da sind schon ‚ganz andere’ dran gescheitert.
5. Es dauert mir zu lange.
6. Zu wenig Zeit.
7. Nicht der richtige Augenblick.
8. Meine Fre­unde sagen mir, es tauge nichts.
9. Die Sterne ste­hen ungünstig.
10. Mor­gen kommt eine bessere Gelegenheit.

Man stelle sich nur mal vor, solche Ideen wür­den einem ‚dazwis­chen kom­men’, wenn man sich entsch­ieden hat, den Führerschein zu machen …! Ganz im Ernst: Man würde dann sich­er noch auf dem Ster­be­bett zu begrün­den ver­suchen, warum man niemals Auto gefahren ist.

Aber ger­ade im vor­liegen­den Beispiel mit dem Führerschein ist leicht zu ver­ste­hen, dass der Bursche sich mit seinen Argu­menten sel­ber im Weg ste­ht. Das Prob­lem: Schaut man stattdessen auf sich sel­ber, dann sieht man das auf ein­mal gar nicht mehr.

Denn der Men­sch als solch­es ist in der Tat förm­lich ‚darauf getrimmt’, für alles und jedes eine Recht­fer­ti­gung zu suchen. Warum ich heute nicht zur Schule gegan­gen bin? Nun, mir ging’s nicht so gut. Warum ich Bernd angel­o­gen habe? Nun, ich kon­nte ihm nicht die Wahrheit sagen, und außer­dem macht es ihm nichts aus. Warum ich meinen Mann bet­ro­gen habe? Aber das ‚musste’ ich doch tun, weil er nicht gut zu mir war.

Alles schon gehört! Alles schon mal gesagt bekommen …!

Ver­sucht man jedoch den Mech­a­nis­mus der ‚automa­tis­chen Recht­fer­ti­gung’ zu ver­ste­hen, so wird einem nach und nach klar, dass man damit nur die Schuld für sein eigenes Ver­sagen einem Anderen zuweisen möchte, weil das beque­mer ist.

Man muss den Men­schen nur genau genug zuhören.

Aber man stelle sich – nur mal so zum Spaß – vor, es gäbe da einen bösar­ti­gen Dämon. Ein Ungetüm das dem Wankelmüti­gen jedes Mal wieder einen äußerst kräfti­gen Tritt in den Hin­tern ver­passen würde, sobald er im Begriff wäre, sich eine bequeme Recht­fer­ti­gung für eine sein­er Unter­las­sun­gen zurecht zu leg­en: ‚Noch fünf Minuten liegen bleiben’, zum Beispiel; ‚wenn ich ‚ein kleines biss­chen’ zu spät komme, wird man mich schon nicht gle­ich raus schmeißen’. „Rumms!“, würde es machen, und der Kerl würde gegen die Tür knallen, sodass er – in der Ver­mei­dung weit­er­er Kon­se­quen­zen – pünk­tlich zum Arbeit­santritt erscheinen würde. Oder: ‚Ich wollte eigentlich Schnee schip­pen, aber es ist zu kalt draußen, und eigentlich benutzt kaum jemand den Gehsteig’. „Wromm …!“ Schon würde er mit der Nase im Schnee liegen und fluchen. Doch nun wäre er schon mal vor Ort und kön­nte also auch gle­ich ‚Schnee schip­pen’, ehe das leib­haftig gewor­dene schlechte Gewis­sen aber­mals ‚zuschlägt’.

Man sieht, dass ein geziel­ter Tritt in den Hin­tern, einen wankelmüti­gen Men­schen tat­säch­lich auf den richti­gen Weg brin­gen kön­nte. Deshalb wohl auch die mil­itärische Strenge in den Truppenbeständen.

Bloß, so funk­tion­iert das bei Sar­turia® nicht.

Der sprin­gende Punkt ist ja der: Als Leit­er der Sarturia®-Literatur-Akademie muss ich eines Tages die Besten der Besten an der Hand nehmen und sie den wirk­lich wichti­gen Her­aus­ge­bern vorstellen. Und nun muss man sich natür­lich fra­gen, ob ich den Herrschaften ‚da oben’ guten Gewis­sens einen Möchte­gern-Schrift­steller anbi­eten kann, der jedes Mal eine kräfti­gen Tritt in den Aller­w­ertesten braucht, ehe er daran denkt, seine ursprüngliche Entschei­dung weit­er zu verfolgen.

Klare Antwort: Nein …!

Das wäre beru­flich­er Selb­st­mord. Nie und nim­mer werde ich deshalb meinen Ver­traut­en im Busi­ness irgend­je­man­den empfehlen, von dem ich nicht sel­ber überzeugt bin. Das heißt im Klar­text: Jemand der sich sel­ber im Weg ste­ht, ist bei Sar­turia® nicht gut aufge­hoben. Irgend­wann geben wir ihm seine Manuskripte zurück, denn wir küm­mern uns vernün­ftiger­weise lieber um Leute, die ihre Förder­po­si­tio­nen eine nach der anderen aus­füllen und dabei die notwendi­gen Erfahrun­gen sammeln.

Ich kann und werde nur jeman­den weit­erempfehlen, wenn ich mich sel­ber darüber freuen würde, wenn er mir von jemand Anderem emp­fohlen wird.

Keine Frage: Sar­turia® ist und bleibt etwas ganz Beson­deres. Und Autoren, die sich nicht sel­ber im Weg ste­hen, die wis­sen das längst.

Dieter König
Ver­leger und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen ‚Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.’

Ver­leger Blog 20170209
Erwartungshaltung

Seit nun­mehr ziem­lich genau dreizehn Jahren schaue ich mir die ver­schieden­sten Erwartung­shal­tun­gen an und ziehe meine Schlüsse draus.

Vor allem Neulinge aus den ver­schieden­sten Schreib­foren schick­en mir immer wieder diesel­ben Anfra­gen: „Ich habe einen über­wälti­gen­den Roman geschrieben. Wie hoch ist denn mein Vorschuss?“ Oder: „Ich habe schon drei Ebooks bei Ama­zon hochge­laden; stellen Sie die auf der Frank­furter Buchmesse vor?“ Oder aber: „Ich werde nichts mehr an meinem Manuskript ändern, denn son­st entspricht es nicht mehr meinem Schreibstil.“

Natür­lich muss ein Autor stolz auf sein Werk sein. Keine Frage. Aber man sollte nicht mit ein­er über­zo­ge­nen Erwartung­shal­tung in eine Sache hineinge­hen, die rel­a­tiv neu für einen ist.

Wenn ich mir den Ter­min­plan eines der ‚ges­tande­nen’ Autoren anschaue, dann wim­melt es da von Ter­mi­nen, Appoint­ments, Lesun­gen und Teil­nah­men an gut besucht­en Lit­er­atur Events. Ein schönes Zeichen dafür, dass sich dieser Autor inten­siv mit seinem Beruf beschäftigt und sich richtig rein­hängt, um beständig weit­er wach­sen zu können.

Die Erwartung­shal­tung eines Profis scheint also doch ein gutes Stück von der Erwartung­shal­tung eines Ama­teurs abzuweichen.

Aber auch die Her­aus­ge­ber haben eine Erwartung­shal­tung. Sie erwarten zumin­d­est, dass eine Ein­re­ichung eine bes­timmte Form aufweist und der Text einiger­maßen gut zu lesen ist. Sie haben nicht die Zeit, jedes Buch einzeln bis zum bit­teren Ende durchzule­sen. Manch­mal reichen ihnen schon zehn Sätze, um das Manuskript auf den großen Haufen zu werfen.

Entschließt sich ein Her­aus­ge­ber dazu, ein Manuskript bis zum Ende durchzule­sen, dann ändert sich seine Erwartung­shal­tung. Er erwartet dann einen sym­pa­this­chen Men­schen, dessen Ver­hal­ten Grund zur Hoff­nung gibt, dass er den Ver­lag des Her­aus­ge­bers mit weit­eren, gelun­genen Werken beglück­en wird. Das wäre zumin­d­est der Idealfall.

Wir sehen ganz klar die Diskrepanz zwis­chen den bei­den Erwartung­shal­tun­gen. Sie passen nicht zusam­men. Logis­cher­weise muss nun ein­er von den bei­den seine Erwartung­shal­tung kor­rigieren, son­st kom­men sie ‚niemals’ zusammen.

Betra­cht­en wir es von der Warte des Her­aus­ge­bers aus: Ganz sich­er würde er seine Erwartun­gen zurückschrauben, wenn die Sit­u­a­tion es ver­langte. Er kön­nte sicher­lich ‚mehr’ Autoren gewin­nen, wenn er seine Ansprüche weniger hoch anset­zen würde.

Glück­licher­weise herrscht eine ganz andere Sit­u­a­tion auf dem Markt. Er braucht sich keine Sor­gen um Autoren zu machen, denn die ren­nen ihm das Haus weg. Er kann also seine Erwartun­gen höher schrauben, bis nur noch vere­inzelte Manuskripte übrig bleiben, die seine Ansprüche übertr­e­f­fen. Und die schlägt er dann dem Ver­leger zur Pub­lika­tion vor.

Wie sieht es aber bei den einzel­nen Autoren aus? Haben sie genü­gend Her­aus­ge­ber, die sich um ihr Manuskript stre­it­en, sodass sie ihre Ansprüche empor schrauben könnten?

Soll ich ehrlich sein? Ich glaube, eher nicht!

Warum, bitteschön, gibt es denn so viele Inde­pen­dent-Autoren und Self­pub­lish­er? Doch nicht weil die Riesen­ver­lage sich um sie reißen. Und bes­timmt auch nicht, weil sie ohne Ver­lag erfol­gre­ich­er wären als Urhe­ber mit ordentlichem Verlagsvertrag.

Nein bitte, kommt mir nicht mit der höheren prozen­tualen Auss­chüt­tung bei Ama­zon oder Thalia. Betra­chtet bloß mal hun­dert über­durch­schnit­tlich oft verkaufte Ebooks, die bei zehn Euro Net­toverkauf­spreis zwar sat­te drei Euro Beteili­gung abw­er­fen, aber ich glaube nicht, dass die sich daraus errech­neten drei­hun­dert Euro Auss­chüt­tung eine wirk­lich gute Ent­loh­nung darstellen. Die weitaus meis­ten Self­pub­lish­er erre­ichen nicht ein­mal ‚das’.

Aber das wäre immer­hin noch bess­er, als wenn ihr für die Pub­lika­tion eures Buch­es noch bezahlen müsst. Das kommt zuweilen auch schon mal vor. Oder nicht? Aber ver­gle­icht das mal ganz nüchtern mit einem ordentlichen Verlagsvertrag.

Das sind Welten …!

Gut, ich ver­ste­he: Die Erwartung­shal­tung des durch­schnit­tlichen Autoren rech­net einen ordentlichen Ver­lagsver­trag, gar nicht erst ein. Denn wie soll er einen ergattern …?

Genau das ist der Grund, warum sich nur die mutig­sten der emporstreben­den Autoren auf den Hin­tern set­zen, um ein Stipendi­um bei Sar­turia® zu errin­gen. Sie glauben daran, dass es möglich ist, an sich sel­ber zu arbeit­en und sich soweit zu verbessern, dass sie eine Chance haben.

Nun ja, es wird trotz­dem nicht jed­er eine J. K. Rowl­ing, die derzeit als eine der reich­sten Ladys im Unit­ed King­dom geführt wird. Aber es reicht ja auch schon, wenn ihr mit dem Schreiben allein euren Leben­sun­ter­halt ver­di­enen kön­nt. Oder täusche ich mich da?

Insofern ist eine pos­i­tive Erwartung­shal­tung dur­chaus ange­bracht. Denn schon ich sel­ber hat­te mich nach meinen bei­den Erstveröf­fentlichung bei Heyne, München auf die Sock­en gemacht und nach einem Ver­lag gesucht, der mir ein regelmäßiges Einkom­men bieten kon­nte. Und so wurde ich Wirtschaftsautor.

Ja, die Büch­er über Indus­trie­m­an­ag­er, über die Größen in der Finanz­di­en­stleis­tungs­branche und über Verkäufer-Know-how etc. wur­den alle­samt Sell­er. Aber, nein, ich habe niemals einen wirk­lichen Best­seller geschrieben, zumin­d­est bis jet­zt noch nicht. Aber es ist trotz­dem ein tolles Gefühl, wenn man sich keine Sor­gen machen muss, während man am Com­put­er sitzt und Inter­es­santes in die Tas­tatur tippt.

Ich sagte es schon: Es gibt tat­säch­lich eine Möglichkeit, über die mageren Tantiemen der Indie-Autoren und Self­pub­lish­er hin­auszuwach­sen, sofern – und das ist der sprin­gende Punkt – sofern man seine Erwartung­shal­tung über­denkt und auf die tat­säch­lich herrschende Sit­u­a­tion anpasst.

Man kann nicht ein­fach kom­men und Top-Ten Büch­er veröf­fentlichen. Wobei sich Ama­zon-Top-Ten und die Spiegel-Best­sellerliste aus dem Buch­han­del dur­chaus unter­schei­den. Aber egal. Top-Ten bedeutet: Die ersten zehn aller hoff­nungsvollen Autoren. In Bezug auf die Gesam­tan­zahl der Pub­lika­tio­nen bei Ama­zon bedeutet das: Zehn von 28 Mil­lio­nen. Siehe http://bit.ly/2lvflHQ

Laut Börsen­vere­in des deutschen Buch­han­dels http://www.boersenverein.de/de/182716 set­zten sich die Gesamt-Umsätze für 2016 auf fol­gende Weise zusammen:

ZITAT:
Sor­ti­ments­buch­han­del 4.427 Mio. Euro (48,2 %),
Ver­lage direkt 1.919 Mio. Euro (20,9 %),
Inter­net­buch­han­del 1.602 Mio. Euro (17,4 %),
son­stige Verkauf­sstellen 931 Mio. Euro (10,1 %),
Ver­sand­buch­han­del 118 Mio. Euro (1,3 %),
Waren­häuser 113 Mio. Euro (1,2 %),
Buchge­mein­schaften 77 Mio. Euro (0,8 %).

Der sta­tionäre Buch­han­del bleibt der wichtig­ste Ver­trieb­sweg für Bücher.
ENDE ZITAT

Der Inter­net­buch­han­del umfasst also schätzungsweise nur etwa ein Sech­s­tel der Gesamtheit aller Buchverkäufe.

Noch was: Wer den oben genan­nten Artikel des Börsen­vere­ins aufmerk­sam durch­li­est, der stellt fest, dass sich die Zahlen mit­tler­weile wieder sta­bil­isiert haben. Und von einem „Ster­ben“ der Ver­lage ist schon lange nicht mehr die Rede. Keine Frage: Die Ver­lage tun das, was ein Self­pub­lish­er nicht tun kann oder nicht tun will.

Das ist auch der Grund, warum Sar­turia® seinen Schüt­zlin­gen kein „X“ für ein „U“ vor­ma­cht. Wie ich schon im Ver­leger Blog 20161107 aus­führte: Es ist reine Augen­wis­cherei, wenn Ama­zon behauptet, ein Autor erre­iche mit seinem Werk so und so viele ‚Mil­lio­nen Leser’. Denn wie erk­lärt es sich son­st, dass die meis­ten der Autoren nur ein oder zwei verkaufte Ebooks abgerech­net kriegen und oft nicht ein­mal das.

Was Ama­zon mit ‚Leser’ beze­ich­net, sind in der Tat bloß ‚mögliche Inter­essen­ten’, die zuweilen acht­los über das eigene Ange­bot hin­wegscrollen. Aber die PR-Abteilung des Riesen sug­geriert dem Unter­be­wusst­sein der Self­pub­lish­er durch die Wort­wahl, sie kön­nten mit einem einzi­gen Buch Mil­lionär wer­den. Dabei ken­nt im Grunde genom­men jed­er­mann den Spruch: „Vor den Erfolg haben die Göt­ter den Schweiß gesetzt.“

Es gibt also tat­säch­lich einen guten Grund, seine Erwartung­shal­tung anzu­passen. Die Stu­den­ten der Sarturia®-Literatur-Akademie haben es jeden­falls getan. Und eine seit Jahren per­ma­nent steigende Anzahl von Autoren, die ihre Manuskripte bei uns ein­re­ichen, tut es eben­falls. Erst recht, seit jed­er­mann in der Lage ist, sich durch Fleiß und Guten Willen sein Stipendi­um zu sichern.

Wir geben uns nicht mit Kleinkram zufrieden. Unsere Ziele liegen da oben, bei den Her­aus­ge­bern der größeren und ganz großen Ver­lage. Und wir unter­stützen alle, die wirk­lich ‚dahin’ wollen nach besten Kräften, egal wie lange es dauert.

Bloß vom Abwarten, Face­book durch­stöbern und What­sApp schreiben wird das nix. Man muss seine Erwartung­shal­tung erst anpassen, ehe man sie hochschrauben kann.

Dieter König
Ver­leger und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen ‚Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.’

Ver­leger Blog 20170121
Wer darf mir Ratschläge erteilen?

Liebe Fre­unde und Interessenten!

Ich hat­te bere­its mehrfach erwäh­nt, dass mir vor knapp vierzig Jahren her­vor­ra­gende Rat­ge­ber zur Seite standen, ohne deren Hil­festel­lung ich den Absprung zu ein­er Profi-Lauf­bahn als Schrift­steller wahrschein­lich niemals geschafft hätte.

Der erste hil­fre­iche Rat­ge­ber in ein­er lan­gen Rei­he wohl­gesin­nter Fre­unde, war Wolf­gang Jeschke, selb­st erfol­gre­ich­er Autor, Lit­er­atur­preisträger und Her­aus­ge­ber bei Heyne, München, ein­er Ran­dom-House-Tochter übri­gens. Ein weit­er­er Rat­ge­ber auf mein­er Lauf­bahn als Wirtschaft­sautor war mein dama­liger Ver­leger aber natür­lich auch sein Chef-Lek­tor; von den vie­len erfahre­nen Kol­le­gen und Fre­un­den der Zun­ft ganz zu schweigen.

Sie alle hat­ten bere­its Dutzende von Sell­ern und Best­sellern auf den Markt gebracht, während ich sel­ber mich müh­sam aber den­noch eifrig für meine ersten Inter­views mit den Größen aus Indus­trie und Wirtschaft qualifizierte.

Ich glaube, wir sind uns darin einig, dass ich keine besseren Lehrmeis­ter hätte bekom­men kön­nen. Und der Erfolg gab den Meth­o­d­en der dama­li­gen Fre­unde ja auch Recht.

In der Folge schrieb ich im Auf­trag mein­er Ver­leger Büch­er über Geschäft­sideen, über Fir­men­bosse, über IBM-Man­ag­er, über Finanz­mogule und sog­ar über einen Rock’n’Roll-Weltmeister. Alles unter den gestren­gen Augen meines Mäzen und Chef-Lek­tors Peter. P. Talkenberger.

So lernte ich das Handw­erk eines Schreiber­lings von der Pike auf ken­nen und lieben. Und das alles nur durch Hin­weise und Vorschläge, gän­zlich ohne ein einziges Wort der Kri­tik und vor allem gän­zlich ohne einen soge­nan­nten ‚heil­samen’ Ver­riss, aus dem man dem Vernehmen nach ja so viel ler­nen könnte …!

Lasst mich ehrlich mit euch sein: In den ver­gan­genen vierzig Jahren habe ich viele wirk­lich gute Schrift­steller stolpern und fall­en sehen, allein deshalb, weil sie unter der mas­siv­en Kri­tik – die es wohl gewohn­heitsmäßig bei ‚jedem’ Kün­stler hagelt – den Spaß an der Sache ver­loren haben. An ihrem Fall erfreut haben sich wohl nur die Kri­tik­er sel­ber. Sie recht­fer­ti­gen sich dann auch noch stolz mit dem Argu­ment: „Ich habe ja gle­ich gesagt, dass ‚der’ nicht lange als Schreiber­ling beste­hen kann …!“

Ist euch so was auch schon begeg­net? Ja?

Kün­stler sind ein dankbares Objekt für Kri­tik­er. Sie bieten mit ihren Werken eine ein­ladend große Angriffs­fläche für die weniger Kon­struk­tiv­en, sie zu pack­en und sich an ihnen abreagieren zu kön­nen. In Wirk­lichkeit gibt es keine Gege­nar­gu­mente, mit welchem sich die Angriffe frus­tri­ert­er Men­schen auf ein Werk oder eine Kun­st­form abwehren ließen. Oder find­et doch ein­fach mal ein Gege­nar­gu­ment auf die Aus­sage: „Dieter König und seine Autoren bei Sar­turia® schreiben grot­ten­schlechte Büch­er.“ Kom­men­tar überflüssig. 🙂

Aber genau ‚das’ ist der Grund, warum ich heute in meinem Ver­leger Blog darüber sprechen möchte. Denn ich möchte keinen unser­er Schüt­zlinge straucheln und fall­en sehen. Ich möchte auss­chließlich und von ganzem Herzen nur ‚Gewin­ner’ um mich herum scharen; Fre­unde die ihre helle Freude am Beruf eines Schreiber­lings find­en und Autoren, die genau­so glück­lich sind wie ich sel­ber, in der Gewis­sheit, den richti­gen Beruf gewählt zu haben.

Unser The­ma lautet deshalb: ‚Wer darf mir Ratschläge erteilen?’ Und – liebe Fre­unde – diese Frage ist eine der wichtig­sten über­haupt. Sie ist sog­ar ‚so’ wichtig, dass sie ganz für sich allein über Glanz und Erfolg oder über totales Unter­liegen entschei­den kann; gnaden­los und ultimativ.

In den ver­gan­genen zwölf Jahren, seit ich mich unter Sar­turia® um auf­strebende Kün­stler küm­mere, habe ich ein kleines Biss­chen hin­ter die Kulis­sen schauen kön­nen. Ich habe sehr viele Leute ken­nen gel­ernt, die ein tierisches Vergnü­gen dabei empfind­en, wenn sie anderen Men­schen helfen kön­nen; und es wer­den immer mehr, denn Sar­turia® wächst immer schneller.

Lei­der habe ich auch Men­schen ken­nen­gel­ernt, denen es höl­lis­chen Spaß zu machen scheint, die Werke der Fre­unde und Kol­le­gen in den Dreck zu ziehen. Und das alles unter dem Vor­wand, dass der Attack­ierte ja son­st nichts ‚ler­nen’ würde. Ich frage mich allen Ern­stes, wie viel Ingrimm sich wohl unsicht­bar hin­ter der Maske eines Men­schen ver­ber­gen mag, der sich und sein Tun auf diese Weise rechtfertigt.

Ich muss geste­hen: Wir hier bei Sar­turia® haben am Anfang auch nicht alles richtig gemacht. Aber es wäre uns niemals einge­fall­en unseren Schüt­zlin­gen etwas anderes an die Hand zu geben als höfliche Hin­weise und gediegene Vorschläge. Wer sich par tout nicht daran hal­ten wollte, der zele­bri­ert – wie man inzwis­chen weiß – irgend­wo anders seine abstrusen Meth­o­d­en, aber nicht mehr bei uns.

Ich per­sön­lich habe mir eine Regel zu Eigen gemacht, die mich zuver­läs­sig vor unangemesse­nen Angrif­f­en schützt. Sie lautet:

„Wenn du wenig­stens genau­so viele erfol­gre­iche Büch­er auf den Markt gebracht hast, wie ich sel­ber, dann höre ich dir zu. Sind es deut­lich weniger, dann bist du der falsche Rat­ge­ber für mich!“

Macht diese Regel auch für euch Sinn?

Ich habe mich schon gle­ich am Anfang aus den diversen Schreib­foren zurück­ge­zo­gen, denn dort war es gang und gäbe, dass jed­er­mann, wenn er kaum mehr als ins­ge­samt hun­dert Ebooks verkauft hat­te, seine geball­ten Ansicht­en über Schrift­stellern auss­chüt­tete, die zehn­tausend gedruck­te Büch­er oder mehr verkaufte hatten.

In Ama­zon ist es sog­ar üblich, dass Leute, die noch ‚gar kein’ Buch verkauft haben, über langjährig erfol­gre­iche Autoren her­fall­en, und ihre Werke nie­der­ma­chen, weil sie die Per­son nicht mögen. Die geziel­ten Abw­er­tun­gen sind zwar für Eingewei­hte recht leicht zu erken­nen, weil die Argu­men­ta­tion total an den Haaren her­beige­zo­gen ist. Aber lei­der sind die meis­ten Leser diesen Bew­er­tun­gen scho­nungs­los aus­geliefert, und selb­st ‚Heise’ find­et keine Lösung für den Bew­er­tungskrieg bei Ama­zon. Aber den Erfolg eines engagierten Schrift­stellers hal­ten solche Bew­er­tun­gen ‚den­noch’ nicht auf.

Wer fragt sich denn da noch nach dem auss­chlaggeben­den Grund, eine Lit­er­atur-Akademie wie Sar­turia® ins Leben zu rufen? Mehr noch: Über mich per­sön­lich ist längst bekan­nt, dass ich gerne ein kleines Biss­chen jen­er Hil­fe zurück­zahlen möchte, die ich bei meinem Ein­stieg von den Erfol­gre­ichen der schreiben­den Zun­ft erhal­ten habe.

Übri­gens: Wie man Argu­mente erken­nt und ihnen begeg­net, wenn sie nur auf Abw­er­tung abzie­len, das ler­nen unsere Stu­den­ten im Rah­men unser­er Sarturia®-Literatur-Akademie.
http://www.sarturia.com/akademie

Aber reden wir von den Möglichkeiten:

Inzwis­chen ken­nen nicht nur unsere Schüt­zlinge die Ziele von Sar­turia®, son­dern auch die Gäste und Fans auf unseren Seit­en: „Wir wollen möglichst viele Autoren befähi­gen, sich von den Her­aus­ge­bern der größeren und großen Ver­lage per­sön­lich berat­en zu lassen.“

Aber dazu ist natür­lich einiges an Wis­sen und Kön­nen notwendig. Das aber kriegt nie­mand durch herbe Kri­tik und bösen Ver­ris­sen in die Köpfe auf­streben­der Autoren. Im Gegen­teil: Das klappt nur mit grif­fi­gen Tipps, per­ma­nen­ter Anleitung seit­ens der Rat­ge­ber, und vor allem mit Freude der Helfer am Wach­s­tum des Schützlings.

Gestern Abend hat­te ich wieder ein­mal einen erfol­gre­ichen Geschäfts­mann im Fernse­her sagen hören: „Es gibt Men­schen, die freuen sich über deinen Erfolg, und es gibt Men­schen, die has­sen dich dafür. Schau zu, dass du dir als Begleit­er auf deinem Weg nach oben, die richti­gen Fre­unde aussuchst.“

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Ich wün­sche euch allen, dass ihr niemals euere Ziel aus den Augen ver­liert, ganz egal, was man über euch und eure Werke sagt oder schreibt!

Und deshalb wün­sche ich euch: Viel Erfolg bei eurem Streben.

Dieter König
Ver­leger und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen ‚Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.’

Ver­leger Blog 20170104
Die Sar­turia Erfolgsleiter

Der fol­gende Beitrag wurde bere­its als Newslet­ter an unsere Schüt­zlinge ver­schickt. Inzwis­chen bin ich jedoch der Mei­n­ung, dass wir ihn unseren inter­essierten Gästen nicht voren­thal­ten dürfen.

Das let­zte Jahr ist selb­stver­ständlich wieder ein Reko­rd­jahr gewor­den, wie gewohnt. Wichtiger ist jedoch die Tat­sache, dass wir in Kürze erneut einige Autoren in den oberen Eta­gen der Ver­lagswelt vorstellen dür­fen. Unsere Pläne gehen also auf!

Ein­er nach dem anderen.

Wie ihr wisst, möcht­en wir gerne so viele Autoren wie nur irgend möglich bei den Her­aus­ge­bern der wirk­lich poten­ten Ver­lage vorstellen. Dafür arbeit­en wir, und dafür schla­gen wir uns die Nächte um die Ohren. Aber es klappt natür­lich nur, wenn unsere Schüt­zlinge mit­spie­len und den notwendi­gen ‚Biss’ mitbringen.

Erin­nert euch bitte an den Ver­leger-Blog 20160807 mit dem Titel „Die nack­te Wahrheit“. (Siehe weit­er unten)

Dort hat­te ich unter anderem die ‚Self­pub­lish­er-Bibel’ zitiert, die in ihren Sta­tis­tiken belegt, dass etwa 99,9% der Self­pub­lish­er mit lächer­lich gerin­gen Tantiemen nach Hause gehen müssen. Trotz­dem lehnen es die Indie-Autoren ab, sich selb­st als Hob­by-Autoren beze­ich­nen zu lassen. Ver­ständlich. Aber lei­der hil­ft das nicht weiter.

Vielver­sprechen­der erscheint da also schon die Möglichkeit über einen reg­ulären Ver­lag zu pub­lizieren … falls man mit seinem Werk den Her­aus­ge­ber überzeu­gen kann.

Aber auch hier gibt es Unter­schiede und Grenzen.

Im Ver­leger-Blog 20160807 nahm ich näm­lich auch Bezug auf die wis­senschaftliche Studie von ‚Silke Heinig’, (Siehe weit­er unten) die belegt, dass tat­säch­lich nur etwa ein Fün­f­tel aller Ver­lage in Deutsch­land über den Min­des­tum­satz von rund 17.000 Euro im Jahr hin­aus­ge­langt, um sich über den soge­nan­nten Hob­by Sta­tus hin­aus aufzu­rap­peln und wenig­stens als Steuer zahlen­der Ver­lag anerkan­nt zu werden.

Das bedeutet, dass das Einkom­men von jew­eils vier von fünf Ver­la­gen als Hob­by-Einkom­men gew­ertet wer­den muss und deshalb wed­er zum Leben noch zum Ster­ben reicht. Eine adäquate Förderung von Kün­stlern – die natür­lich sehr viel Geld kostet – ist also vol­lkom­men illusorisch.

Das restliche Fün­f­tel zahlt zwar Steuern, erre­icht aber eben­falls nicht genü­gend hohe Umsatz­zahlen, sodass Messebe­suche und Anzeigen­wer­bung flach fall­en wenn der Ver­lag dabei nicht pleit­ege­hen soll. Doch unter dem let­zten Bruchteil an Ver­la­gen find­en wir die weni­gen wahrhaft Großen und die Größten.

Da sich aus der Studie von ‚Silke Heinig’ leicht errech­nen lässt, dass nur Ver­lage ab ein­er bes­timmten Größenord­nung genug Geld in der Kasse haben, um die Werke ihrer Autoren aus­re­ichend bewer­ben zu kön­nen, liegt es nahe, dass wir uns genau ‚diese’ Ver­lage her­aus­suchen. Was nützt uns ein pub­liziertes Werk, wenn wir nichts daran ver­di­enen oder gar für die Pub­lika­tion bezahlen müssen? Wir wollen doch möglichst viele Leser gewin­nen und dafür weitaus mehr als ein paar Dol­lar Taschen­geld an Tantiemen ein­stre­ichen. Ist es nicht so?

Inzwis­chen weiß wohl jed­er, dass das Helfer-Team von Sar­turia® die Auf­gabe übern­immt, euch so weit zu fördern, dass ihr mit euren Werken an die Türen der Großmeis­ter klopfen kön­nt; egal wie lange der Werde­gang dauert. Allerd­ings klappt das nur, wenn schlussendlich alle notwendi­gen Voraus­set­zun­gen als gegeben vorliegen.

Das heißt, unsere Schüt­zlinge müssen sich genü­gend Know-how angeeignet haben, um eventuelle Fra­gen der erfahre­nen Her­aus­ge­ber intel­li­gent beant­worten zu kön­nen. Sie müssen darüber hin­aus ein eigenes Buch in den Hän­den hal­ten, das den gehobe­nen Ansprüchen der unter­schiedlichen Her­aus­ge­ber der Großver­lage genü­gen mag.

Und sie müssen vor allem ihre Ner­ven im Zaum hal­ten kön­nen, damit sie sich lock­er und flock­ig mit schein­bar höher gestell­ten Leuten unter­hal­ten kön­nen, ohne das große Flat­tern zu bekom­men. Anson­sten hat ein Autor – wie wir ja leicht sehen kön­nen – so gut wie keine Chance.
Wie denn auch …?

Die gute Nachricht: Im Laufe der Zeit errin­gen unsere Schüt­zlinge — wie man inzwis­chen sehen kann – so viel Übung in allen notwendi­gen Bere­ichen, sodass wir mit ihnen zusam­men gute Beziehun­gen zu den wirk­lich wichti­gen Per­so­n­en im Busi­ness auf­bauen können.

Doch die anvisierten Her­aus­ge­ber trifft man lei­der nicht über­all an. Sie sind sel­ten auf den Messen zu find­en und schon gar nicht auf den Buch-Con­ven­tions oder in den pro­fa­nen Autoren­foren. Man muss also ver­ste­hen, wie man sie an sich als Erfolg ver­sprechen­den Autor inter­essieren kann — und wenn man in Kon­takt gekom­men ist, dann sollte man flugs einen Ter­min mit ihnen vereinbaren.

Wenn die Her­aus­ge­ber der anvisierten Ver­lage nach den ersten Kon­tak­ten nicht gle­ich wieder abge­sprun­gen sind, dann ist das schon mal ein gutes Zeichen. Wenn sie sog­ar noch von sich aus auf uns zukom­men – wie bei mir sel­ber geschehen – dann haben wir in diesem Fall aller Wahrschein­lichkeit nach recht gute Karten. Und die soll­ten wir mit genü­gend Sym­pa­thie und reich­lich gutem Willen nützen.

Meist aber muss man sich schon noch ein kleines Biss­chen ‚mehr’ bemühen, bis man über­haupt wahrgenom­men wird.

Man kann es betra­cht­en wie bei der Bewer­bung in einem inter­na­tionalen Unternehmen: Wenn man erst mal in Kon­takt ist, braucht man nur noch in Kon­takt zu ‚bleiben’ bis der richtige Augen­blick gekom­men ist. Und wenn man sich dabei keine groben Schnitzer erlaubt …!

Ab dann gibt es natür­lich kein Zögern mehr. Die Herrschaften ‚da oben’ sind Geschäft­sleute. Sie sind es gewöh­nt, dass ihre Part­ner wis­sen, was sie wollen. Es gilt der sym­bol­is­che Hand­schlag. Die Verträge wer­den nachgereicht.

Aber kein­er der Autoren sollte jemals auf die Idee kom­men, etwa den einen der Her­aus­ge­ber gegen den anderen auszus­pie­len, um irgendwelche imag­inären Vorteile her­auszuk­itzeln. Man nimmt das Ange­bot an oder lehnt es ab. Ein Zwis­chend­ing gibt es nicht.

Es kann aber dur­chaus sein, dass der Her­aus­ge­ber noch Wün­sche äußert, oder Bedin­gun­gen for­muliert. Wer sich hier zick­ig anstellt, hat schon ver­loren. Selb­st wenn man sein­er Liebling­spro­tag­o­nistin blonde Haare ver­passen soll, damit sie nicht zu sehr Schnee­wittchen ähnelt, dann nickt man nur, nimmt sich das Manuskript vor und ver­passt dem Mäd­chen blonde Haare. Basta!

Ich erwäh­nte es bere­its: Mein zuständi­ger Her­aus­ge­ber bei Heyne, München, gab mir zunächst mein Erstlingswerk zurück, mit den beglei­t­en­den Worten: „Abgelehnt! Hun­dert Seit­en zu lang und Dialoge nicht inter­es­sant genug.“

Wie man inzwis­chen weiß, muss eine solche Ablehnung kein Hin­der­nis darstellen. Darum rate ich jedem, dem man Ähn­lich­es sagt, zu einem kom­men­tar­losen Wun­schkonz­ert, nach dem Mot­to: ‚Zähne zusam­men­beißen und rig­oros abändern!’

Glaubt mir, es lohnt sich!

Hier noch mal für alle Inter­essierten ein Blick auf den Werde­gang eines Autors, der das Sarturia®-Förderprogramm erfol­gre­ich durchläuft:

  1. Schreiben. Wer lieber mit dem Handy herum­spielt, ver­passt das reale Leben.
  1. Die Hil­fe der Dra­maturgie-Coach­es ernst nehmen. Denn hier ‚startet’ das eigentliche Förderprogramm.
  1. Sich sel­ber um den Posten eines Coach­es oder Lek­tors bemühen. Nur wer sich sel­ber engagiert, lernt wirk­lich genug.
  1. Sich um weit­er­führende Posten bemühen. Als Profi auftreten kann eigentlich nur, wer sich wirk­lich gut auskennt.
  1. Frei­willige Beiträge leis­ten, wie Öffentlichkeit­sar­beit im Inter­net etc. Man lernt über­all und auf jedem Posten noch dazu.
  1. Mith­il­fe des Men­tors ein ansprechen­des The­ma für sein Erstlings- oder sein Schlüs­sel­w­erk find­en und ausarbeiten.
  1. Mith­il­fe des Teams ein Klasse-Buch erstellen und es ‚gewis­senhaft’ überarbeiten.
  1. Das Team von Sar­turia® nach besten Kräften auch aktiv bei den Kon­tak­tauf­nah­men zu geeigneten Ver­la­gen unterstützen.

Das ist alles!

Ach ja, eines gehört natür­lich dazu: Von Anfang an und per­ma­nent den ‚Dau­men drauf hal­ten’. Wer dran­bleibt, hat naturgemäß die größten Chan­cen, auch wenn es nicht auf Anhieb klappt. Aber wenn man seine Kraft lange genug in die richtige Rich­tung lenkt, dann kehrt sich irgend­wann die Strö­mung um und man schwimmt auf der Welle.

So war es bei mir, und so ist es auch bei Autoren, die ich auf meinem Weg ken­nen­ler­nen durfte. Und damit es bei euch genau­so sein wird, rack­ern wir uns ab, ohne zu mur­ren oder zu knurren.

Es gibt nur ‚ein’ Ziel für uns: Dafür zu sor­gen, dass ‚ihr’ eure Ziele erreicht!

Dieter König
Ver­leger und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen ‚Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.

Ver­leger Blog 20161207
Selb­st­bes­tim­mung und Fremdbestimmung

„Du wirst dir das doch nicht gefall­en lassen“, nötigt die Mut­ter ihre frisch ver­heiratete Tochter. „Nun geh hin und sag’ ihm mal ordentlich die Meinung!“

Das uner­fahrene Mäd­chen in unserem Beispiel hört auf die Mut­ter, ver­sucht ihrem frisch ange­traut­en Ehe­gat­ten ‚die Mei­n­ung’ zu sagen und find­et sich unver­mit­telt vor dem Schei­dungsrichter wieder.

Was ist passiert?

Nun, die junge Ehe­frau ken­nt es nicht anders, als dass die Mut­ter „alles weiß“ weil sie laut­stark darauf hin­weist, dass sie „immer recht hat“. Und man kann es der frisch ver­heirateten Tochter nicht übel nehmen, dass sie immer noch auf die Mut­ter hört; denn schließlich ist sie von ihr großge­zo­gen und jahre­lange behütet worden.

Viele Leser – vor allen Din­gen Müt­ter – wer­den den zulet­zt genan­nten Argu­menten beipflicht­en. Müt­ter haben tat­säch­lich ‚mehr’ Erfahrung als ihre Kinder.

Aber: Man sollte dabei ‚Eines’ nicht überse­hen: Die Tochter in unserem Beispiel han­delt nicht ‚selb­st­bes­timmt’, son­dern lässt sich ihre Hand­lungsweise ‚einre­den’.

Ganz ehrlich: Schon beim Lesen dieser Zeilen spüren die meis­ten Men­schen, dass hier irgen­det­was nach poten­zieller Auseinan­der­set­zung riecht. In Wirk­lichkeit lässt man sich nicht ‚einre­den’, was man zu tun oder zu lassen hat. Da gibt’s Ärg­er. Denn nicht ein­mal Robot­er funk­tion­ieren so oder ähn­lich, und schon gar nicht erwach­sene und eigen­ver­ant­wortliche Menschen.

Eigentlich, lieber Leser, sind wir uns doch darin einig, dass jed­er ‚sein eigenes’ Leben führen muss. Oder etwa nicht? Wir wis­sen aber auch, dass es ver­dammt schw­er ist, sich zum Beispiel während der Pubertät aus den Fän­gen der elter­lichen Gewalt zu befreien, um endlich tun und lassen zu kön­nen, was einem beliebt. Wir ahnen es schon: Dieser Kampf ist so alt wie die Menschheit.

Ich denke, jed­er kann ein Lied davon sin­gen, wie schw­er es den Eltern zuweilen fall­en mag, endlich loszu­lassen, obwohl das Unver­mei­dliche früher oder später sowieso passiert. Aber manche Kinder sitzen tat­säch­lich noch mit Vierzig auf der elter­lichen Couch und lassen sich bemut­tern, auch wenn dies nicht sehr viele sind.

Was hat das mit uns Autoren zu tun?

Nun, ich beobachte die selb­st­bes­timmten, aber auch die fremdbes­timmten Autoren in den diversen Autoren­foren schon seit dreizehn lan­gen Jahren, und ich werde diese Abhängigkeit­en wahrschein­lich auch in den näch­sten dreizehn Jahre unverän­dert weit­er beobacht­en kön­nen. Mehr noch: Die Ten­denz, Fremdbes­tim­mung zu erdulden, ist bei manchen Autoren teil­weise so stark, dass sie sog­ar über­raschend gute Ange­bote in den Wind schla­gen, nur damit sie den Fre­un­den und Schreibkol­le­gen ‚gefall­en’.

Da gibt es kein Abwä­gen zwis­chen ver­schieden inter­es­san­ten Möglichkeit­en und kein Suchen nach dem Opti­mum. Da herrscht auss­chließlich pro­fan­er Grup­pen­zwang, genau wie in der Fam­i­lie. Und manchen Betrof­fe­nen gelingt es nicht, sich aus dieser Abhängigkeit zu befreien und sich abzunabeln.

Das auf­fäl­lig­ste Beispiel ist das hart­näck­ige Gerücht in ein­er bes­timmten Gat­tung von Schreiber­lin­gen, dass Autoren von Ver­la­gen grund­sät­zlich über den Tisch gezo­gen wer­den. Diese Mei­n­ung hält sich hart­näck­ig und man­i­festiert sich in soge­nan­nten Dixi-Klo-Parolen, von denen sich nahezu eine ganze Gen­er­a­tion von poten­ziellen Nach­wuch­sautoren bee­in­flussen lässt. Schließlich glauben sie sel­ber felsen­fest daran, dass es Ver­leger ganz und gar nicht gut mit ihnen meinen.

Was für ein Unsinn …!

Ich kenne zwar nicht ‚alle’ Ver­lage. Per­sön­lich kenne ich jedoch eine ganze Rei­he von Ver­legern, groß und klein. Und ich weiß, wie sehr sich die meis­ten von ihnen den Hin­tern aufreißen, damit ihre Schüt­zlinge gut aufge­hoben sind. Größeren und ganz großen Ver­la­gen ste­ht sog­ar zu diesen Bemühun­gen auch noch genü­gend Geld zur Ver­fü­gung, um aus einem guten Buch einen Best­seller zu machen. Und auf solche Chan­cen verzicht­en die fremdbes­timmten Autoren, um böswilli­gen Men­schen oder auch nur den unin­formierten Kol­legin­nen und Kol­le­gen in den Foren zu ‚gefall­en’.

Selb­st­bes­timmte Men­schen dage­gen prüfen natür­lich die ‚tat­säch­lichen Gegeben­heit­en’. Das ist dur­chaus möglich. Man schaut zum Beispiel, wie viel Erfolg jemand schon hat­te, ehe er uns einen Rat erteilen darf. So ist man in der Lage, intel­li­gent abzuwä­gen, wessen Rat einem aller Wahrschein­lichkeit nach klein und erfol­g­los hal­ten und welch­er einen weit­er­brin­gen kön­nte. Vielle­icht ist es sog­ar bess­er, ‚bei­de’ Ratschläge zu ignori­eren und sich am eige­nen Urteilsver­mö­gen zu ori­en­tieren. Erfol­gre­iche Leute bedi­enen sich ‘auss­chließlich’ dieser zulet­zt genan­nten Vorgehensweise.

Wir erleben hier immer wieder, dass Autoren fas­sungs­los die Augen aufreißen, wenn sie plöt­zlich ent­deck­en, welche Möglichkeit­en wir ihnen tat­säch­lich eröff­nen. Die meis­ten von ihnen sind erfreulicher­weise so weit selb­st­bes­timmt, dass sie sich nicht von anderen Mies­mach­ern draus­brin­gen lassen. Hin und wieder taucht jedoch jemand auf, der sich im Nach­hinein hat einre­den lassen, er hätte sich – trotz allem – total falsch entschieden. 🙂

Um keine Missver­ständ­nisse aufkom­men zu lassen: Wir kön­nen und wollen nie­man­den hal­ten. Wir haben ‚auch so’ alle Hände voll zu tun. Aber es tut mir um die Wankelmüti­gen leid. Denn die Schwarze Pro­pa­gan­da trifft nicht uns, son­dern nur allein die fremdbes­timmten unter den hoff­nungsvollen Autoren. Sie lassen sich auf ein­mal dazu ver­leit­en, eine wohl ein­ma­lige Chance in den Wind zu schla­gen und schwim­men lieber wieder im großen Teich der ‚ewigen Kämpfer’ da draußen. Aber von „War­nun­gen und Ver­sprechun­gen“ wird nie­mand satt, egal wie oft man ihnen damit in den Ohren liegt.

Man wird ver­ste­hen, dass ich meinen Kon­tak­ten keinen Autoren vorstellen kann, der den Man­tel nach dem Wind hängt. Die wür­den mir was hus­ten. Im Prinzip ist es eine Frage der Intel­li­genz, sich richtig zu entschei­den. Aber das merkt man erst hin­ter­her. Auf jeden Fall ist leicht einzuse­hen, dass ich auf Dauer nur sta­bile und lern­be­gierige Fre­unde unter­stützen kann. Das ist abso­lut kein bös­er Wille; es ist eine Frage mein­er eige­nen Möglichkeiten.

Ich schenke meine Zeit gerne hoff­nungsvollen Men­schen. Um sie zu fördern, arbeite ich Tag und Nacht für nen Appel und ’n Ei. Das ist kein Prob­lem für mich, denn das let­zte Hemd hat keine Taschen. Das Einzige, was mir bleibt, wenn ich mich nieder­lege, ist das Bewusst­sein, dass ich möglichst viele hoff­nungsvolle Autoren vor dem Heru­mir­ren bewahrt und stattdessen auf den richti­gen Weg gebracht habe.

In diesem Sinne freue ich mich über jeden Einzel­nen, der sich nicht draus­brin­gen lässt, son­dern zuver­läs­sig und sich­er seine Ziele im Auge behält, bis er sie mit uns zusam­men erre­icht. Eine ‚schönere’ Beloh­nung kann man wohl nir­gend­wo son­st bekom­men. Oder …? 🙂

Ganz liebe Grüße aus der Kampfzentrale
Dieter König
Ver­leger und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen ‚Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.’

Ver­leger Blog 20161123
Durchhaltevermögen

Ich hat­te bere­its mehrfach erwäh­nt, dass Ernest Hem­ing­way dem geneigten Leser ver­rät, wie er vierzig Ver­lage abklap­pern musste, ehe ein­er davon so gnädig war, das Manuskript des auf­streben­den Kün­stlers zu druck­en und einen Weltbest­seller daraus zu machen.

In der heuti­gen Zeit ver­suchen es die Autoren – wenn über­haupt – nur ein einziges Mal, vielle­icht auch zweimal, ehe sie ganz und gar aufgeben und sich stattdessen dem Self­pub­lish­ing zuwen­den. Oft mit über­zo­ge­nen Hoffnungen.

Um ein hart­näck­iges Missver­ständ­nis auszuräu­men: Das Self­pub­lish­ing an sich hat dur­chaus seine Berech­ti­gung. Ich rate jedem zu dieser Meth­ode, der die erfreulichen Möglichkeit­en aus Spaß an der Sache nutzen möchte und vielle­icht gar kein Inter­esse daran hat, als reg­ulär­er Autor anerkan­nt zu werden.

Solch benutzer­fre­undliche Möglichkeit­en gab es 1980 noch nicht, als ich sel­ber den steini­gen Weg zurück­legte, um mich als erfol­gre­ichen Schrift­steller und Wirtschaft­sautor zu etablieren. Und ich ver­rate euch ein Geheim­nis: Es ist bis heute für Neulinge ein har­ter und steiniger Weg geblieben.

Nun ist es natür­lich ein Riesen-Unter­schied, ob ich aus Spaß an der Freude einen der leichteren Wege wäh­le, oder ob ich zwar anerkan­nter Schrift­steller ‚wer­den will’, aber mich von meinem kon­se­quenten Vorhaben ‚abbrin­gen lasse’.

Und hier erkenne ich zu meinem Lei­d­we­sen eine Prak­tik, die ich per­sön­lich nicht für gut heißen kann. Es ist der latent schlum­mernde Wun­sch von Autoren, die es nicht geschafft haben, hoff­nungsvolle Autoren möglichst niederzuhal­ten und ihnen ihre Hoff­nun­gen auszure­den. „Du schaffst es ja doch nicht.“ Und „Alle Ver­leger sind geldgierige Wölfe. Da kann man ja gle­ich in ein Haifis­chbeck­en springen.“

Alles schon dagewe­sen. Alles schon gehört und gele­sen. Und einige der hoff­nungsvollen Leute lassen sich tat­säch­lich davon beeinflussen.

Natür­lich gehört zu ein­er erfol­gre­ichen Kar­riere auch die Fähigkeit, sich nicht von anderen Leuten beir­ren zu lassen. Wo käme man hin, wenn man sich immer wieder nach Anderen richt­en und schwanken würde wie ein Blatt im Wind?

Kein Prob­lem für unsere Schüt­zlinge. Sie wis­sen was sie wollen und leg­en sich ordentlich ins Zeug, um vor den wichti­gen Her­aus­ge­bern beste­hen zu kön­nen. Aber alle Jahre wieder lässt sich ein­er unser­er Proban­den ins Straucheln brin­gen und fängt an, uns zu erk­lären, warum er nun doch wieder lieber auf die Fre­unde in den Selb­sthil­fe­foren hören wolle.

Nun gut, eine Mit­glied­schaft in zweck­di­en­lichen Foren, in denen sich die Autoren sel­ber gegen­seit­ig helfen, ist ja nichts Schlecht­es. Viele tun sicher­lich gut daran, diesen Weg auf immer beizubehalten.

Aber ehrlich: Wenn jemand sich ern­stlich entsch­ieden hat­te, seinen eige­nen Weg zu gehen und sich dann doch wieder draus­brin­gen lässt, dann – liebe Fre­unde – hat er mein­er Mei­n­ung nach sowieso kaum noch eine Chance, seine Ziele zu erreichen.

Schlim­mer noch: Wenn ich mich für ihn ein­set­ze, gefährdet er meinen Sta­tus. Denn wenn ich einem mein­er ver­trauensvollen Kon­tak­te eine inkon­se­quente Per­son vorstelle, dann lehnen sie diese nicht nur rig­oros ab, son­dern erteilen mir einen Rüf­fel. Ich hätte mich dann bis auf die Knochen blamiert und den bere­its erhal­te­nen Ver­trauensvorschuss wieder einge­büßt. Ein wahrlich schlechter Dienst an meinen Schützlingen …!

Jed­er wird ver­ste­hen, dass unsere Türen weit offen ste­hen. Man kommt nicht nur leicht zu uns here­in, son­dern auch schnell wieder hin­aus. Wir möcht­en bei den anvisierten Ver­la­gen selb­stver­ständlich nicht im Zusam­men­hang mit wankelmüti­gen Schu­la­b­brech­ern, son­dern allein mit unseren erfol­gre­ichen Schülern und pro­fes­sionell arbei­t­en­den Autoren genan­nt werden.

Ver­set­zt euch doch ein­fach mal in die Lage eines noblen Her­aus­ge­bers, der für seinen Ver­lag möglichst viele Best­seller pub­lizieren soll und auch schon ver­schiedene vielver­sprechende Manuskripte in der Schublade hat.

Ein­fache Frage: Würde eure Wahl auf einen Schreiber­ling fall­en, von dem ihr nicht sich­er seid, ob ihr euch mor­gen noch auf ihn ver­lassen kön­nt? Oder würdet ihr euch stattdessen lieber für einen Schrift­steller entschei­den, von dem ihr auf­grund sein­er Ver­hal­tensweise in der Ver­gan­gen­heit dur­chaus annehmen kön­nt, dass er auch noch mehrere Nach­fol­ge­bände mit euch zusam­men pub­lizieren wird?

Ich sag’s euch gle­ich: Nicht jed­er­mann wird bei größeren und großen Ver­la­gen Her­aus­ge­ber. Da oben sitzen absolute Profis mit sehr guter Men­schenken­nt­nis. Das bedeutet, dass ich nicht in der Lage bin, den Herrschaften einen ‚Hal­lo­dri’ für einen pro­fes­sionell arbei­t­en­den Schrift­steller andrehen zu können.

Ich sah und sehe es deshalb als meine Auf­gabe an, schon im Vor­feld die Spreu vom Weizen zu tren­nen. Das geht ganz automatisch.

Siehe: http://www.sarturia.com/

Wir ver­fol­gen gemein­sam im Team den Werde­gang jedes Einzel­nen. Und jed­er im Team weiß auch genau ‚warum’ ich mich um bes­timmte Leute ganz beson­ders kümmere.

Der Grund ist klar: Wenn ich an die schrift­stel­lerische Zukun­ft des Betr­e­f­fend­en glaube, dann muss ich auch an den Wert mein­er Unter­stützung glauben. Mit Hal­b­gas gewin­nt man kein Rennen!

Wer meine Ver­leger Blogs in der Ver­gan­gen­heit aufmerk­sam studiert hat, der weiß inzwis­chen auch, anhand der wis­senschaftlichen Unter­suchun­gen, dass sich zwis­chen Hob­by-Autoren und pro­fes­sionell arbei­t­en­den Schrift­stellern ein enorm großer Erfol­gs-Abgrund auftut.

http://www.sarturia.com/verleger-blog/

Und den kann man eigentlich nur erfol­gre­ich über­brück­en, wenn man das Geld eines der großen Ver­lage im Rück­en hat.

Deshalb gilt mein einziges Bestreben der Hil­fe für jene Autoren, die das Zeug dazu haben, die Her­aus­ge­ber der größeren und großen Ver­lage von sich und ihrem Tal­ent überzeu­gen zu können.

Der kor­rek­te Weg begin­nt mit unseren Ausschreibungen.

http://www.sarturia.com/ausschreibungen/

Wir pub­lizieren auss­chließlich die Erstlingswerke unser­er Schüt­zlinge. Die Erfol­gsleit­er begin­nt aber erst da, wo der Neul­ing Ver­ant­wor­tung übern­immt und anderen Autoren Hil­festel­lun­gen gibt.

http://www.sarturia.com/

Und erst, wenn ein Schüt­zling genug Erfahrun­gen gesam­melt hat, kann ich ihn an der Hand nehmen und meinen per­sön­lichen Kon­tak­ten vorstellen.

Die Meis­ten wis­sen es ja schon:
‘Hier’ spielt die Musik …! 🙂

Aber es liegt an jedem selber.
Ich kann tat­säch­lich nur den Eifrigen und Fleißi­gen helfen!

Ganz liebe Grüße
Dieter König
Ver­leger und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen ‚Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.’

Ver­leger Blog 20161107
Selb­sthil­fe­grup­pen und Eigenpublizisten

Ama­zon ver­spricht uns, dass wir – ganz ohne Ver­lag — Mil­lio­nen Leser erre­ichen kön­nen. Wir brauchen dazu nur unser E‑Book in ihren For­mu­la­ren hochzu­laden, und schon sind wir anerkan­nte Buchautoren.

Erstaunlich, wie viel Leute darauf here­in­fall­en. Dabei ist die Aus­sage von Ama­zon nur ein geschick­ter Trick, um von den Tat­sachen abzu­lenken. Tat­sache ist näm­lich, dass wohl kaum ein­er der Self­pub­lish­er ‚Mil­lio­nen Leser’ erre­ichen dürfte. Das erre­ichen Leute wie J.K. Rowl­ing mith­il­fe eines poten­ten Ver­lags, der Geld genug in die Ver­mark­tung eines Manuskripts pumpen kann. Self­pub­lish­er und Autoren der kleinen und kle­in­sten Ver­lage ‚träu­men’ nur davon, wenn auch recht ‚inten­siv’.

Tja, wenn Ama­zon etwa schreiben würde: Lieber Autor, Sie erre­ichen mit Ihrem E‑Book zwar nicht Mil­lio­nen von Lesern aber wenig­stens Mil­lio­nen ‚möglich­er Inter­essen­ten’, dann kön­nte man es vielle­icht sog­ar noch tolerieren. Die Aus­sage im gegen­wär­ti­gen Mar­ket­ing ist jedoch schlichtweg ‚gel­o­gen’. Aber was tut man nicht alles, um mit ver­trauensseli­gen Leuten möglichst viel Geld zu verdienen.

Ich hoffe, ihr habt schon mal nach den Einkom­menssta­tis­tiken von Ama­zon und den anderen E‑Book-Plat­tfor­men gegoogelt. Schaut mal, wie viele Self­pub­lish­er bei Ama­zon ihr Glück ver­suchen. Wenn das Unternehmen nun an jedem Einzel­nen im Schnitt nur zwei Dol­lars ver­di­ent, dann hat es seine Unkosten bere­its gedeckt. Und da fragt eine Autorin in ihrem Face­book-Auftritt noch, ob sie mit ihren Tantiemen denn am ‚unteren Ende’ der Nahrungs­kette stünde. Da geht einem fast der Hut hoch, wenn man denn einen tra­gen würde.

Ich habe nichts dage­gen, dass Unternehmen gutes Geld ver­di­enen. Aber nur, wenn sie diejeni­gen, an denen sie ihr Geld ver­di­enen, nicht über den Löf­fel barbieren.

In Wahrheit müsste sich die Annonce von Ama­zon vielle­icht in etwa so lesen: „Ein Prozent unser­er Self­pub­lish­er bekommt monatlich mehr als hun­dert Euro an Tantiemen. Die besten davon bekom­men mehr. Der über­wiegende Rest muss sich jedoch mit ein paar mageren Dol­lar zufriedengeben. Er bekommt sie jedoch erst aus­bezahlt, sobald die Min­dest­gren­ze für Auszahlun­gen über­schrit­ten ist.“

Lasst euch also keine Sto­ry vom Pferd erzählen – tut euch einen großen Gefall­en und googelt das Wichtig­ste lieber ‚sel­ber’ nach …!

Natür­lich gibt es Bemühun­gen, die herrschen­den Geset­zmäßigkeit­en auszuhe­beln. Das Argu­ment: „Es muss doch – ver­dammt noch mal – möglich sein, mit einem guten Buch die anderen Self­pub­lish­er zu überrunden.“

Dieses Argu­ment ver­ste­he ich dur­chaus. Und viele, viele Self­pub­lish­er-Päp­ste verkün­den auch in ihren Self­pub­lish­er-Bibeln, dass sie das Rezept dafür gefun­den hät­ten. Solche Büch­er verkaufen sich übri­gens rel­a­tiv gut im Eigenverlag.

Ich frage mich jedoch: Wie lange gibt es solche Büch­er schon. Und: Hat sich dadurch auch nur irgen­det­was zum Besseren geän­dert? Nein? Tja, warum denn nicht …?

Von Selb­sthil­fe­grup­pen und Eigen­pub­lizis­ten halte ich übri­gens genau­so wenig. Ich meine, jed­er, der schon mal ein E‑Book hochge­laden hat, erk­lärt den anderen Möchte­gern-Autoren, wie sie erfol­gre­ich wer­den kön­nten. Aber wie man sieht, kön­nen sie in Wirk­lichkeit nach der Lek­türe solch­er Tipps stram­peln, wie sie wollen, über eine bes­timmte recht niedere Max­i­mal­gren­ze hin­aus gelan­gen sie nun mal nicht, egal was sie anstellen.

Das gilt übri­gens auch für Pub­lika­tionsver­suche bei Klein- und Kle­in­stver­la­gen. Es ist ein­fach nicht genug Geld für nach­haltige Pro­duk­twer­bung vorhan­den. Ich habe die tat­säch­lichen Sta­tis­tiken studiert – das ist für jeden möglich – und ich staune immer wieder über den immensen Abgrund zwis­chen den mageren Tantiemen­zahlun­gen an Self­pub­lish­er und den ver­gle­ich­bar riesi­gen Auss­chüt­tun­gen an die Autoren der Publikumsverlage.

Wie aber – um alles in der Welt – über­windet man als ange­hen­der Autor diesen unsäglichen Abgrund?

Nun, es gibt kein Paten­trezept dafür, aber es ist zu schaf­fen: Zwis­chen 1983 und 2003, habe ich es als Schrift­steller und Wirtschaft­sautor immer wieder sel­ber geschafft. Und das unendliche Glück, das mir damals durch die Hil­fe mein­er Her­aus­ge­ber und Men­toren zuteil­wurde, möchte ich jet­zt unseren hoff­nungsvollen Autoren weit­ergeben. Das ist ein echt­es inneres Bedürfnis!

Lei­der kann ich meine Erfahrun­gen nicht an ‚alle’ weit­ergeben, denn nur die Tüchti­gen schaf­fen es, mir nachzueifern. In unserem Uni­ver­sum gibt es keine total leichte Art, einen wün­schenswerten Effekt zu erzie­len. Das bedeutet: Nur wenn sich ein tal­en­tiert­er Anwärter ganz und gar ‚hineinkni­et’, hat er eine reelle Chance von den Her­aus­ge­bern der poten­ten Ver­lage über­haupt erst mal wahrgenom­men zu werden.

Ich habe immer noch ein gutes Ver­hält­nis zu meinen früheren Her­aus­ge­bern und Men­toren. Und auf meine Fra­gen hin bestäti­gen sie mir, dass sie kein­er­lei Notiz von den Massen­pub­lika­tio­nen nehmen. Wenn sie einen brauch­baren Schrift­steller suchen, dann wer­den sie bei ser­iösen Ver­la­gen fündig.

Diese Aus­sage sollte natür­lich den Ver­fassern der soge­nan­nten Self­pub­lish­er-Bibeln und auch den Vertretern der Inde­pen­dent-Szene zu denken geben. Sie kön­nen dem­nach zwar die Werke ihrer Schüt­zlinge bei irgendwelchen Ver­legern anbi­eten, aber die poten­teren der Ver­lage wer­den nicht zugreifen. Sie brauchen Profis. Und die holen sie sich irgend­wo anders!

Ver­ste­ht ihr nun, warum ich mich von den Selb­sthil­fe­grup­pen und Inde­pen­dent­foren abge­wandt habe? Ja? Es macht näm­lich keinen Sinn auch nur einen Gedanken auf die Tipps der Leute dort zu ver­schwen­den. Sie mögen alle gut gemeint sein, aber sie lassen sich ein­fach nicht mit den Erfahrun­gen eines Profis vergleichen.

Ich kann und werde deshalb also nur mein eigenes Know-how weit­ergeben. Und wer die notwendi­ge Pow­er mit­bringt, um sich aus dem Mit­tel­maß zu erheben, der ist her­zlich willkom­men. Ich freue mich unge­mein über jeden, der es mit unser­er Hil­fe fer­tig bringt, dass er von immer größeren Ver­la­gen wahrgenom­men wird. Aber das eigentliche Ziel ist natür­lich ‚ganz da oben’!

Wer von euch traut sich, mit uns die ange­botene Leit­er zu erklimmen?

Dieter König

Ver­leger und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen ‚Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.’

Ver­leger Blog 20161018
Der richtige Weg

Es ist die eine Sache, von etwas Gutem zu ‘wis­sen’. Es ist aber anscheinend eine ganz andere Sache das Gute auch für sich nutzen zu können.

Ich sage das deshalb, weil alle paar Monate wieder ein Autor bei uns auf­taucht, der sich wahnsin­nig darüber freut, uns gefun­den zu haben, der dann aber nicht ‚anspringt’ und sein Leben wie bish­er weit­er­führt, als hätte er nie von uns erfahren. Und wenn ich ihn dann direkt frage, ob er denn nicht – wie seinen Kol­le­gen bei Sar­turia® — alles daran set­zen wolle, sich über das Mit­tel­maß hin­aus zu erheben, dann erk­lärt er mir eifrig, dass er doch fleißig Kurzgeschicht­en schreibe und die meis­ten davon auch brav bei Sar­turia® einreiche.

Wie gesagt, es sind nur ein paar Einzelne. Die meis­ten der neuen Autoren lesen sich die gesamten Aus­gaben des Ver­leger-Blogs auf ein­mal durch und fra­gen mich danach direkt, welche Auf­gaben sie denn übernehmen dürften, damit sie sich so schnell wie möglich mit dem ‚eigentlichen’ Busi­ness ver­traut machen könnten.

Der Eine hat also sehr gut ver­standen, dass das ‚eigentliche’ Busi­ness nicht das ger­ing­ste mit dem Hob­by-Schreiben zu tun hat. Die anderen, vere­inzel­ten Autoren aber erk­lären mir eifrig und vehe­ment, dass sie genau auf dem richti­gen Weg sind und sich ihre Tipps fürs Schreiben von den Fre­un­den in den Foren da draußen holen. Und da hät­ten sie schon eine ganze Menge gelernt …!

Was soll ich sagen? Es gibt da kein­er­lei Argu­mente. Ich muss ein­se­hen, dass ich mich nicht um jeden Einzel­nen küm­mern kann.

Es ist offen­sichtlich genau wie beim Fußball: Einige gelan­gen nicht mal in die Kreis­li­ga, obwohl jed­er Hob­by-Kick­er schon mal davon geträumt hat, Bas­t­ian Schwe­in­steiger oder Lukas Podol­s­ki ablösen zu können.

Ich weiß, die Indie-Plat­tfor­men lock­en mit hehren Ver­sprechun­gen, die – wenn man den Report in einem mein­er früheren Blog­beiträge ver­standen hat — in 99,9% der Fälle nicht ein­gelöst wer­den kön­nen. Der Grund kön­nte aber auch in der Abhängigkeit von der Mei­n­ung der Foren­fre­unde sein. Es ist schw­er seinen Weg zu ändern, wenn einem die Fre­unde mit tausend Grün­den in den Ohren liegen, warum man es bess­er ‚lassen’ sollte.

Dabei wäre die Entschei­dung so ein­fach: Man braucht nur zu fra­gen, wie viel Erfolg der jew­eilige Rat­ge­ber schon gehabt hat. Ich per­sön­lich halte mich strikt an diese Regel. Wer also ‚weniger’ Büch­er über die Laden­theke gebracht hat als ich sel­ber, der sollte sich wohl bess­er einen Rat ‚von mir’ anhören, als mir einen erteilen zu wollen. Ist das nicht logisch?

Im mod­er­nen Lit­er­atur Busi­ness scheint diese Logik jedoch total per­vertiert zu sein. Prak­tisch jed­er, der die ersten E‑Books an den Mann gebracht hat, erteilt in seinem Blog Ratschläge über das Schreiben.

Natür­lich sind diese Ratschläge gut gemeint und sie spiegeln meist auch die Erken­nt­nisse aus den ersten Erfahrun­gen wieder. Die Frage ist, ob sich ein Neul­ing darauf ver­lassen sollte, oder ob er sich nicht bess­er an einem Sell­er- oder Best­seller-Autor ori­en­tieren sollte, wenn er ‚was wer­den’ will.

Ich meine, selb­st in der Schule bit­tet man doch nicht den Los­er, son­dern eher den Primus um Hil­fe, wenn man eine Rechenauf­gabe nicht kapiert hat.

Der richtige Weg ist jedoch rel­a­tiv ein­fach zu ver­ste­hen: Bei den aller­meis­ten Indie-Autoren ist der Erfolg ‚gedeck­elt’. Siehe wis­senschaftliche Studie in einem mein­er früheren Beiträge. Das heißt, man kann stram­peln, wie man will, man schafft es nicht in die Spiegel Charts. Punkt.

Nun, eigentlich wäre damit schon die Ziel­rich­tung skizziert. Für mich war der Fall sehr schnell klar. Und diese Erken­nt­nis wird auch ‚so lange’ Bestand haben, bis mir jemand beweist, dass es einen besseren Weg gibt. Und das hat wed­er Ama­zon, noch Thalia oder gar Epub­li bis­lang fer­tigge­bracht. Diese Plat­tfor­men ver­di­enen eine Menge Geld, keine Frage, aber sie lösen ihre Ver­sprechun­gen nicht ein, denn das Gros der ungezählten E‑Book-Autoren geht mit lächer­lich gerin­gen Tantiemen nach Hause.

Nun weiß man aber, dass die Entschei­dungsträger der Großver­lage genü­gend Geld zur Ver­fü­gung haben, um aus einem guten Roman einen Sell­er oder gar Best­seller zu machen; Geld, das son­st nie­mand in den Werde­gang eines Autors investieren kann, auch wenn er gerne möchte.

Nun würde ich mir per­sön­lich als Neul­ing jemand suchen, der sich ausken­nt, der sel­ber mal in der Sit­u­a­tion war, einen der rel­e­van­ten Her­aus­ge­ber für sich zu inter­essieren. Und genau ‚den’ würde ich fra­gen, wie er es gemacht hat. Keinen anderen! Denn nur jemand, der den Weg sel­ber gegan­gen ist, kann mir sagen, wo die Steine liegen, über die ich stolpern könnte.

Ich erwäh­nte es schon mal: Als mich Wolf­gang Jeschke ins Heyne Ver­lags­ge­bäude nach München ein­ge­laden hat­te, da hat er dies sicher­lich nicht gemacht, um mir gegenüber mit dem Ver­lag angeben zu kön­nen. Nein, ganz bes­timmt nicht. Eher scheint es mir, als habe er sich einen Ein­druck ‚von mir’ ver­schaf­fen wollen, ehe er meine Büch­er veröffentlichte.

Wenn man sich ‚das’ durch den Kopf gehen lässt, dann ist es eigentlich nur noch ein klein­er Schritt. Was, bitteschön, macht denn ein junger Mann, wenn er sein­er Ange­beteten gefall­en will. Und was macht der Bewer­ber, wenn er eine Chance bei einem inter­na­tionalen Man­ag­er ergat­tern will?

Richtig: Er bere­it­et sich gründlich vor und zeigt seine beste Seite!

So! Und genau diese Vor­bere­itung kriegt jed­er unser­er Schüt­zlinge, wenn er die Sit­u­a­tion ver­standen und den richti­gen Weg ins Visi­er genom­men hat. Er kriegt jede mögliche Unter­stützung von unserem Helfer-Team. Und wir lassen nicht lock­er, bis er seine Ziele erreicht.

Das bed­ingt aber auch, dass wir unsere Zeit und unsere Kraft und unser Know-how nicht an Leute ver­schwen­den dür­fen, die den Weg nicht sehen und deshalb immer noch ziel­los heru­mir­ren. Man kann Leuten nicht helfen, die nicht von sich aus den notwendi­gen ‚Biss’ mit­brin­gen. Es ‚geht’ ein­fach nicht. Es wäre so, als ver­suche man einen Hund zum Jagen zu tragen.

Ich hoffe, ihr ver­ste­ht, warum wir uns nur um die Inter­essierten und Fleißi­gen küm­mern kön­nen. Es ist nicht böse gemeint, doch unsere Uhr hat auch nur vierundzwanzig Stunden.

Aber reicht ruhig eure Geschicht­en ein. Vielle­icht packt euch irgend­wann mal der Ehrgeiz. Und dann sind wir natür­lich voll für euch da!

Dieter König
Ver­leger und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen Fördervere­in Sar­turia® Autoren­schule e.V.

Ver­leger Blog 20161006
Die Zeit­en haben sich gewandelt:

Nach zwölf Jahren inten­siv­en Strebens haben wir nun die ersten pro­fes­sionell arbei­t­en­den Autoren im Fokus unser­er Förder­leis­tun­gen. Diese Autoren zeich­nen sich nicht nur durch Kön­nen aus, son­dern auch durch Fleiß und Streb­samkeit, vor allem aber durch ein zuvork­om­mendes, hil­fs­bere­ites Wesen. Ich kann also kaum einen Fehler machen, wenn ich mich dazu hergebe, solche Autoren meinen Kon­tak­t­per­so­n­en vorzustellen.

Klar: Ich blamiere mich nur ungern, und das ist auch der Grund, warum wir uns in let­zter Zeit von eini­gen Autoren tren­nen mussten. Lit­er­aturstudi­um hin oder her, wenn sich jemand nicht an Richtlin­ien hält und mit der pauschalen Ansicht herum­läuft, dass er bloß ‚ausgenom­men’ wird, dann sehe ich mich außer­stande, mich für ihn einzuset­zen. In diesem Fall ist es bess­er, wenn er sein Werk bei BoD, Cre­ate Space oder Ama­zon und Co. pub­liziert. Das Estab­lish­ment des Lit­er­atur­busi­ness spielt näm­lich in ein­er ganz anderen Liga.

Es ist natür­lich nichts dage­gen einzuwen­den, wenn sich jemand bemüht, seine Büch­er übers Inter­net anzu­bi­eten, oder sich bei Kle­in­stver­la­gen zu verdin­gen. Von nix kommt nix. Unsere Wet­tbe­werbe sind ger­ade für solche Leute gedacht, die sich ein wenig umtun wollen. Sobald uns jedoch jemand sig­nal­isiert, er habe seine Chance erkan­nt und wolle sich mit uns zusam­men zum Profi empo­rar­beit­en, dann bekommt er ab diesem Zeit­punkt jede nur mögliche Unter­stützung seit­ens unseres Teams. Aber es darf uns natür­lich auch nie­mand böse sein, wenn wir uns von Leuten tren­nen, die sich nicht an unseren Zie­len ori­en­tieren. Klar­er Fall: Sar­turia® ist zwar eine gemein­nützige Ein­rich­tung, aber kein Wohlfahrtsinstitut.

Ein paar deut­liche Worte:
Wir hal­ten nichts von Ver­sprechun­gen. Davon gibt es im Inter­net schon genug. Auf die Gefahr hin, uns zu wieder­holen: „Ohne Fleiß kein Preis!“ Was wir hier bei Sar­turia® für einen streb­samen Zeitgenossen tun kön­nen, ist darauf beschränkt, ihm das Werkzeug und die Hil­fe zur Ver­fü­gung zu stellen, mit deren Hil­fe er sich zum Profi entwick­eln kann. Tun muss er es allerd­ings sel­ber. Doch wir wollen zumin­d­est, dass er mal vom Schreiben allein leben kann.

Dafür haben wir ja längst die grundle­gen­den Voraus­set­zun­gen geschaf­fen. Wir wollen aber noch mehr. Deshalb stellen wir die besten unser­er Schüt­zlinge bei unseren Kon­tak­ten im Lit­er­atur­busi­ness vor. Das macht aber nur Sinn, wenn der einzelne Autor genü­gend ‚Biss’ mitbringt.

Ver­gle­icht es doch ein­fach mit dem Werde­gang der Fußball­stars: Erst wenn ein­er ‚so gut’ kickt, dass er auf­fällt, kriegt er entsprechende Ange­bote. Warum sollte es bei uns anders sein?

Nie­mand hat gesagt, dass es ein­fach sein würde. Aber es ist mach­bar. Ich sel­ber habe es ja auch ‚hin gekriegt’, und ich bin ‚kein’ Wun­derkind. Ich zeige euch aber gerne auf, was ich per­sön­lich als wichtig erachte, und was ihr keines­falls tun dürft.

Soweit ich das überblicke, sind wir bei Sar­turia® die Einzi­gen, die sich ‚so sehr’ um ihre Schüt­zlinge küm­mern. Und dieses Fak­tum haben anscheinend inzwis­chen auch einige jen­er Autoren bemerkt, die allzu früh das Hand­tuch gewor­fen und es draußen bei den Klein­ver­la­gen ver­sucht haben. Sie klopfen derzeit der Rei­he nach wieder bei uns an. Aber wir kön­nen Autoren nur unter­stützen, wenn wir sich­er sind, dass sie inzwis­chen akzep­tiert haben, wie das richtige Leben funk­tion­iert. Denn das Leben verzei­ht keine Fehler.

Im Prinzip ist die Sache jedoch ein­fach: Man sollte zumin­d­est merken, wenn man sich unter Fre­un­den wohlfühlt, als Mit­glied eines Teams, das darauf aus ist, einem das Leben leichter zu machen. Also braucht man nur ‚das’ zurück­zugeben, was man erhal­ten hat. Gesunde Fam­i­lien funk­tion­ieren so, auch Part­ner­schaften und Geschäftsbeziehungen.

Lei­der weiß ich, dass das nicht über­all so prak­tiziert wird. Es stimmt schon, was eine unser­er Kom­men­ta­torin­nen im face­book geschrieben hat: Es gibt da draußen Halsab­schnei­der, die nach Autoren angeln, ihnen das Geld aus der Tasche ziehen, und sich dann schul­terzuck­end abwen­den. Ich habe ja Sar­turia® sein­erzeit nicht ‚umson­st’ ins Leben gerufen; dafür gab es einen trifti­gen Grund.

Unser Team bildet jedoch einen sicheren Schutzwall, der die Autoren vor Abzock­ern abschirmt und ihnen somit viele Ent­täuschun­gen erspart, wenn – und das ist der sprin­gende Punkt – wenn unsere Schüt­zlinge unsere Ziele ver­ste­hen und ihnen die her­vor­ra­gen­den Möglichkeit­en klar wer­den, die Sar­turia® bereitstellt.

Denn inzwis­chen kann jed­er ergoogeln, wie min­i­mal die Chan­cen sind, als Self­pub­lish­er, oder Autor eines Klein­ver­lags mehr als ein paar Dutzend Büch­er zu verkaufen. Siehe auch die wis­senschaftlichen Unter­suchun­gen, auf welche die früheren Ver­leger Blogs Bezug nehmen (Siehe weit­er unten)

Der einzige, wirk­lich erfol­gre­iche Weg für auf­strebende Autoren führt ganz klar über die Her­aus­ge­ber der großen Pub­likumsver­lage. No way out!

Sar­turias Schüt­zlinge haben sich längst entsch­ieden: Sie befind­en sich im Train­ing, um ihre ulti­ma­tive Her­aus­forderung meis­tern zu kön­nen. Denn wie gesagt: Es ist zwar nicht leicht, aber den­noch machbar!

Lasst es uns zusam­men vollbringen.

Dieter König
Ver­leger und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen Fördervere­in Sar­turia® Autoren­schule e.V.

Ver­leger Blog 20160920
Die richtige Einstellung

Man kriegt immer das, was man anstrebt!
Über diese Aus­sage stolpere ich immer wieder.
Aber Achtung: Die weisen Lehrer aus Fer­nost sagen uns, dass diese Aus­sage ein zweis­chnei­di­ges Schw­ert sein kann. Es kann dich sowohl zum Sieg führen, als auch – im schlimm­sten Fall – sog­ar umbringen.

Ich erin­nere mich an einen Fahrtrain­er unter dem all­seits bekan­nten „Stern“, der mir ein­dringlich schilderte, was passieren kann, wenn ein Fahrzeug ins Schleud­ern kommt, der Fahrer sich verkrampft und sich auf den einzi­gen Baum am Weges­rand konzentriert.

Die entsprechende men­tale Übung ist übri­gens Stan­dard beim ADAC und bei all den anderen Train­ing­sein­rich­tun­gen. Und es ist auch das Erste, was man als Ren­n­fahrer lernt: Man trainiert, sich und sein Denken zu kontrollieren.
Warum?
Tja: Man kriegt immer das, was man anstrebt!

Gut trainierte Aut­o­fahrer und pro­fes­sionelle Ren­n­fahrer fahren laut Sta­tis­tik weit weniger oft gegen diesen einen Baum am Weges­rand, als es uner­fahrene, untrainierte Aut­o­fahrer tun.

Vielle­icht ist der Begriff ‚neg­a­tives Pos­tu­lat’ leichter bei fol­gen­dem Beispiel zu verstehen:

Zwei Olym­pi­oniken bere­it­en sich auf die Olympiade vor. Der eine ist hoch motiviert, weil er einen aus­geze­ich­neten Train­er hat, der ihn seel­isch und moralisch auf den Sieg vor­bere­it­et. Der Train­er des anderen ist ger­ade krank und die Frau des Olym­pi­oniken liegt ihm dauernd in den Ohren, dass er doch endlich die Wand stre­ichen soll, anstatt trainieren zu gehen, denn ‚er wird doch sowieso nicht gewin­nen’. (Das ist ein abso­lut ‚neg­a­tives’ Pos­tu­lat) Aber schließlich glaubt der Arme sel­ber dran und stre­icht die Wand, anstatt zu trainieren.

Also mir per­sön­lich ist längst klar, welch­er der bei­den mit größter Wahrschein­lichkeit ver­lieren wird. Denn auch er kriegt das, was er anstrebt!

Ich hab im Duden nachgesehen:
Postulat:
(bil­dungssprach­lich) etwas, was von einem bes­timmten Stand­punkt aus oder auf­grund bes­timmter Umstände erforder­lich, unab­d­ing­bar erscheint; Forderung

Als Schuljunge, der sich laufend mit den Kam­er­aden zu messen hat­te, sind mir Pos­tu­late sehr wohl bekan­nt; pos­i­tive wie neg­a­tive. Denn wie oft habe ich gese­hen, dass jemand aufgegeben hat, nur weil er meinte, er schaffe das sowieso nicht. Einzelne von uns dage­gen bracht­en wahre Husaren­stücke zuwege. Aber nur, weil sie kein­er­lei Zweifel daran hegten, dass sie es schaf­fen würden.

Was haben Pos­tu­late mit unserem Werde­gang als Schrift­steller zu tun?

Nun, das ist leicht zu beant­worten. Im Inter­net sind ja die unter­schiedlich­sten Mei­n­un­gen zu lesen. Eine davon, die in ähn­lich­er Form sehr häu­fig auf­taucht, ist die, dass Ver­leger Halsab­schnei­der seien und nur nach per­sön­lichem Prof­it streben; da könne man ja gle­ich in ein Haifis­chbeck­en sprin­gen. Das Beispiel stammt aus einem Kom­men­tar, den jemand vor ein­er Weile auf unser­er Face­book-Seite veröf­fentlicht hat.

Man kann das Pos­tu­lat in dieser Aus­sage förm­lich ‚riechen’: Es zwingt den­jeni­gen, der es veröf­fentlicht hat, in die Rolle eines ‚ungerecht behan­del­ten Zeitgenossen’, dem nichts anderes übrig bleibt, als sein Manuskript als Self­pub­lish­er bei Ama­zon und Co. hochzu­laden. Einem Ver­leger würde sich diese Per­son nie und nim­mer anvertrauen.

J. K. Rowl­ing hat­te sich­er ein ganz anderes Pos­tu­lat. Sie schick­te näm­lich ihr Manuskript an einen Ver­leger, ohne diesen als Halsab­schnei­der einzuschätzen, und ohne lieber in ein Haifis­chbeck­en zu springen.

Ver­gle­ichen wir doch ein­mal spaße­shal­ber, was das jew­eilige Pos­tu­lat aus dem Betr­e­f­fend­en gemacht hat:

Nun ist es nicht ganz leicht abzuschätzen, was unsere Kom­men­ta­torin aus ihrem Tal­ent gemacht hat. Sie taucht auf jeden Fall nicht in den Büch­er-Charts auf. Erfahrungs­gemäß weiß ich aber, dass nur sehr wenige Autoren mehr als ein paar Hun­dert Euro aus ihren E‑Book-Verkäufen erzie­len. Die aller­meis­ten eher weniger.

Schauen wir dage­gen J. K. Rowl­ing an. Sie gilt mit­tler­weile als die drit­tre­ich­ste Frau Englands.

Gut, nicht jed­er kann so viel Erfolg haben, wie J. K. Rowl­ing. Nein, das ganz bes­timmt nicht. Aber pack­en wir unsere Erken­nt­nis­suche von der anderen Seite her an: Wer glaubt, das J. K. Rowl­ing diesen Erfolg gehabt hätte, wenn sie mit dem Pos­tu­lat ihrer – sagen wir – Kol­le­gin herumge­laufen wäre, das besagt, Ver­leger seien alle Halsab­schnei­der und sie könne ja gle­ich lieber in ein Haifis­chbeck­en springen …?

Merkt ihr was?
Die eigene Denkweise kann einen tat­säch­lich ein Leben lang in Armut hal­ten, oder vielle­icht sog­ar — im Extrem­fall — umbrin­gen. Denn man kriegt immer, was man anstrebt.

Ein Außen­ste­hen­der kann da eigentlich gar nicht helfen. Oder hat schon mal jemand ver­sucht, einen obdachlosen Trinker auf eine vernün­ftige Lebensweise einzuschwören? Nein? Das geht näm­lich nicht; der Bursche wird stets felsen­fest behaupten, dass es ihm dur­chaus nicht bess­er gehen könnte.

Das ist auch der Grund, warum ich diese Zeilen nur für eine kleine Auswahl an auf­streben­den Autoren schreibe. Ich schreibe sie für Leute, die fähig sind, sich und ihre Gedanken ganz neu­tral und ohne Vor­be­las­tung zu betra­cht­en. Und wer dazu in der Lage ist, der ist auch in der Lage, für sich sel­ber auszuw­erten, wohin er will, und was er dafür tun muss.

Nein, ich will Sar­turia® nicht als alleiniges Heilmit­tel darstellen. Es gibt mein­er Mei­n­ung nach genü­gend starke Per­sön­lichkeit­en, die von sich sel­ber aus die Tech­niken der alten Meis­ter studieren und sich darauf trainieren kön­nen, eine wirk­lich gute Schreibe zu entwick­eln. Und sie kön­nten auch dur­chaus in der Lage sein, ganz alleine den Her­aus­ge­bern der poten­ten Ver­lage gegenüberzutreten, wie es zum Beispiel J. K. Rowl­ing oder Ernest Hem­ing­way getan haben. Keine Frage.

Für die meis­ten anderen Autoren mag es jedoch hil­fre­ich sein, zusam­men mit erfahre­nen Coach­es nach ver­steck­tem Poten­zial im eige­nen Manuskript zu fah­n­den, um das Beste aus sich her­auszu­holen. Vor allem mag es ganz beson­ders hil­fre­ich sein, wenn man sich sel­ber als Helfer betäti­gen kann, um seine Pro­fes­sion­al­ität zu fes­ti­gen und um dies schließlich auch glaub­haft doku­men­tieren zu können.

Ich glaube näm­lich fest daran, dass die Her­aus­ge­ber der poten­ten Ver­lage, nach pro­fes­sionell arbei­t­en­den Leuten suchen, mit denen sie auch ‚nach’ der Erstaus­gabe noch genü­gend Geld für ihre Großver­lage schef­feln können.

Ver­ste­ht ihr nun, was gemeint ist, wenn ihr über den Satz stolpert: Man kriegt immer, was man anstrebt?

Weit­er­hin viel Erfolg bei eur­er Weiterentwicklung!

Dieter König
Ver­leger und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.

Nach­trag:
Ein­er unser­er Face­book-Fre­unde äußerte seine Mei­n­ung zu vorste­hen­dem Ver­leger Blog. Ich möchte nicht ver­säu­men, seine Mei­n­ung, sowie die Antwort darauf der Kor­rek­theit wegen hier anzufügen:

Georg Britzkow: Neben ein­er richti­gen Ein­stel­lung gehört aber auch ein dick­es Fell dazu. Denn manch ein­er schafft es zwar ein Buch zu schreiben, bewirbt sich dann bei mehreren Ver­la­gen und knickt nach den ersten Absagen ein oder veröf­fentlicht es dann selbst.

Sar­turia: Ohne Sar­turia, ja …! So allein auf sich gestellt, kippt das anfängliche Pos­tu­lat oft tat­säch­lich! Ernest Hem­ing­way hat wohl vierzig Ver­lage abgeklap­pert, ehe sich ein­er ‘gnädig gezeigt’ hat. Aber Sar­turia übern­immt ‘genau diese’ Arbeit für seine Autoren, sobald alle Voraus­set­zun­gen stim­men. Das dicke Fell kann man sich also sparen. Sar­turia ist und bleibt halt doch etwas ganz Besonderes.

Ver­leger Blog 20160912
Welche Autoren haben eine echte Chance?

Nun, man wird wohl ver­ste­hen, dass nicht alle Möchte­gern-Autoren eine wirk­liche Chance haben, ein­mal vom Schreiben allein leben zu kön­nen oder gar einen Platz in den Spiegel-Charts zu ergattern.

Was also muss ein Autor mit­brin­gen, um wenig­stens ‚eine annehm­bare Chance’ zu haben, ein­mal zu der Crème de la Crème anerkan­nter Schrift­steller zu gehören?

Na ja, in Mit­teleu­ropa sollte er wenig­stens ‚einiger­maßen gut’ die deutsche Sprache beherrschen, das ist leicht einzuse­hen. Kein Men­sch liest gerne Stolper­sätze und mit Fehlern über­häufte Manuskripte. Und – das glauben erfahrungs­gemäß die wenig­sten — er sollte sich einiger­maßen gut benehmen kön­nen. Das ist wesentlich wichtiger als es scheint.

Ver­gle­ichen wir doch ein­fach mal Dieter Bohlens Erfahrun­gen aus zwölf Jahren „Deutsch­land sucht den Super­star“ mit den Erfahrun­gen aus zwölf Jahren „Sar­turia® sucht das Super­tal­ent“. Es ist erstaunlich, wie wenig Unter­schiede es da gibt.

Der aller­größte Fehler ist natür­lich der, sich sel­ber heil­los zu über­schätzen. Das ist bei Sar­turia® nicht anders als bei DSDS. Der einzige Unter­schied: Bei DSDS erlebt man die Reak­tion unmit­tel­bar und schmerzhaft, weil das Pub­likum es einem deut­lich zeigt, und weil die Juroren kein Blatt vor den Mund nehmen.

Die Reak­tio­nen auf Ablehnung oder Kri­tik sind jedoch in bei­den Fällen genau gle­ich: Dieter Bohlen musste sich schon mal sagen lassen, dass er ‚Käse verzapfen’ würde und dass er ‚keine Ahnung von Musik’ habe.

Natür­lich verkraften wir so etwas genau­so gut wie der Pop-Titan.

Aber manche der Wun­derkinder von eige­nen Gnaden schaf­fen es hier wie dort, aus den ver­schieden­sten Grün­den, nicht bis — sagen wir — in den ‚Recall’. Die Folge der Ablehnung: Fre­unde und Anver­wandten müssen sich die aben­teuer­lich klin­gen­den Ausre­den anhören oder in Face­book und Twit­ter nach­le­sen. Das Fernse­hen ist jedoch ein scho­nungslos­er Kommentator.

Bei Sar­turia® sieht das Ganze zwar ein biss­chen human­er und fre­undlich­er aus als bei DSDS. Aber in der Prax­is arbeit­et die innewohnende Mechanik ganz genau­so, denn einige der bei uns vorstel­lig gewor­de­nen Autoren geben schon während oder nach der ersten Pub­lika­tion frei­willig auf und suchen nach gän­zlich eige­nen Wegen.

Das ist völ­lig in Ord­nung, denn es hil­ft uns dabei, uns auf die verbliebe­nen Schüt­zlinge zu konzen­tri­eren, und ihnen das wichtig­ste Handw­erk­szeug zu ver­mit­teln, das sie auf ihrem Weg nach oben drin­gend benötigen.

Aber sowohl bei DSDS als auch bei Sar­turia® regiert der Spaß an der Sache. Zwar kön­nen wir — als gemein­nützige Insti­tu­tion — unsere Kon­tra­hen­ten nicht in die Karibik schick­en, aber unter Fre­un­den geht die Post genau­so ab, wie in den DSDS-Bungalows.

Dabei haben wir die meis­ten unser­er spek­takulären Förder­pro­gramme noch gar nicht etabliert. Wir warten noch auf die angekündigten Spenden unser­er Bank und ähn­lich wohlwol­len­der Insti­tu­tio­nen. Aber wir erhal­ten jet­zt schon jede Menge Erfol­gs­berichte von unseren auf­streben­den Autoren, die bele­gen, wie viel Spaß es macht, am eige­nen Fortkom­men zu arbeiten.

http://www.sarturia.com/sarturia-verlag-erfahrungen/

Der größte Unter­schied zu DSDS ist natür­lich der, dass unsere Autoren zu keinem Zeit­punkt ‘gezwun­gen’ sind auszuschei­den. Sie haben alle Zeit der Welt, sich auf die Gespräche mit den Her­aus­ge­bern der Großver­lage vorzubereiten.

Wem das zu lange dauert, oder wem das zu viel Arbeit ist, der darf natür­lich jed­erzeit prob­lem­los aussteigen. Umso mehr Aufmerk­samkeit kön­nen wir den verbliebe­nen und — vor allem — den laufend here­in­strö­menden Neuau­toren schenken.

Uns ist nur ein einziges Ziel wichtig, und dieses Ziel lautet: Möglichst viele Tal­ente bei möglichst großen Ver­la­gen unterzubrin­gen. Keine Frage: Wir arbeit­en hart daran, auch unseren ‚neuen’ Schüt­zlin­gen Aufla­gen von 10.000 Büch­ern und mehr zu ermöglichen.

Alles andere ähnelt wiederum den Ver­hält­nis­sen bei DSDS: Wer die Absicht­en und Ziele von Sar­turia® richtig ver­standen hat und sich nur genug ein­set­zt, der erhält auch die größt­mögliche Förderung. Fleißige und sym­pa­this­che Autoren dür­fen sich – wie nir­gend­wo son­st – beson­deres Know-how aneignen, indem sie am Entste­hung­sprozess der Büch­er teil­haben und sich die Manuskripte der Nach­wuch­sautoren im Ver­gle­ich zu jenen der Profis anschauen.

Genau hier ler­nen die meis­ten unser­er Schüt­zlinge, sich ein wenig zurück­zunehmen und sich stattdessen als zuver­läs­sige Team­play­er zu ver­hal­ten. Diese Eigen­schaft kommt bei den meis­ten der rel­e­van­ten Her­aus­ge­ber sehr gut an. Denn diese Herrschaften schla­gen sich sicher­lich weniger gern mit Staral­lüren selb­stver­liebter Schein-Wun­derkinder herum und suchen lieber nach Profis, mit denen man in enger Zusam­me­nar­beit den Markt erobern kann; sym­pa­this­che, pflegele­ichte Arbeit­stiere etwa, die ver­sprechen, dem Ver­lag des Her­aus­ge­bers möglichst auch kün­ftig noch ‚gutes Geld’ zu ver­di­enen. Eben Team­play­er, mit denen man ‚was anfan­gen’ kann.

Und – ich sagte es schon – kein­er der kleineren Ver­lage ist in der Lage ‚so viel’ Geld in einen neuen Buchau­tor zu steck­en, wie die Pub­likumsver­lage mit großem Namen. Self­pub­lish­er sind schon gle­ich ‚gar nicht’ dazu in der Lage.

Also hier wie da: Ein hoher Ein­satz und eine erstrebenswerte Belohnung.

Aber auch bei DSDS ste­ht nicht nur der Erst­platzierte im Ram­p­en­licht. Nein, auch etwa die Zweit- und Drittplatzierten gehen ihren Weg und kön­nen allein mit Musik ihr Geld ver­di­enen, wenn sie das wollen.

Bei Sar­turia® ist es ganz ähn­lich. Wir haben für die fleißi­gen unser­er Schüt­zlinge Wege vor­bere­it­et, mit denen sie bin­nen kurz­er Frist weit mehr Geld ver­di­enen, als ihre Tantiemen abw­er­fen können.

Ziel ist ganz klar, dass alle fleißi­gen Autoren im Laufe der Zeit genü­gend viel Geld zur Ver­fü­gung haben, um ihre aufgew­erteten Manuskripte den Großver­la­gen — nun von einem pro­fes­sionellen Lev­el aus — anbi­eten zu kön­nen. Die Chan­cen als Profi sind ein­fach höher.

Zurück zum Anfang:
Die Tore von Sar­turia® ste­hen selb­stver­ständlich ‚jedem’ offen. Man sollte sich jedoch zuallererst fra­gen: Will ich wirk­lich an die Spitze? Oder reicht es mir, wenn ich meinen Spaß habe, egal wie viele Büch­er ich verkaufe?

Für die Let­zt­ge­nan­nten sind die diversen Autoren­foren und die Klein­ver­lage da draußen wahrschein­lich die richtige Alter­na­tive. Wer jedoch an die Spitze will, der find­et nir­gend­wo mehr Unter­stützung als unter den Fit­tichen der Hel­fer­riege unser­er gemein­nützi­gen Insti­tu­tion, egal was die Kri­tik­er da draußen sagen.

Sar­turia® ist und bleibt etwas ganz Besonderes!

Dieter König

Ver­leger und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen Fördervere­in Sar­turia® Autoren­schule e.V.
Ver­leger Blog 20160829
Wo will ich hin …?

Im let­zten Ver­leger Blog, Anfang des Monats — siehe weit­er unten — nahm ich Bezug auf die wis­senschaftliche Studie von Silke Heinig (Siehe dort). Dieser Studie zufolge stellen sich – ganz grob gerech­net – 80% der in Deutsch­land ansäs­si­gen Ver­lage als Hob­by-Ver­lage dar, die zu klein sind, um für ihre Umsätze Steuern abführen zu müssen.

Logisch, dass Ver­lage mit kleinen oder kle­in­sten Umsätzen kein Geld zur Ver­fü­gung haben, um das Buch eines ihrer Autoren wirk­sam bewer­ben zu können.

Heutzu­tage gibt es jedoch genü­gend Autoren, die damit zufrieden sind, wenn ihr Buch wenig­stens gedruckt erscheint, ohne dass sie größere Kosten in Kauf nehmen müssen, wie sie bei „Print on demand“ oder „Druck­kosten­zuschussver­la­gen“ anfall­en wür­den. Insofern kann es dur­chaus sein, dass diese Autoren bei Klein- und Kle­in­stver­la­gen sehr gut aufge­hoben sind. Sie dür­fen nur nicht zuviel erwarten.

Ver­lage, die tat­säch­lich in der Lage sind, ein Buch­pro­jekt wirkungsvoll zu bewer­ben, die spie­len in ein­er ganz anderen Liga. Wer also die Idee hat, erfol­gre­ich­er Schrift­steller wer­den zu wollen, der muss sich dem­nach gut über­legen, ‘wo’ er sich und sein Manuskript vorstellen will.

Reicht es bei Klein­ver­la­gen meist, ein selb­st über­ar­beit­etes Rohmanuskript einzure­ichen, so sind die größeren Ver­lage wesentlich kri­tis­ch­er. Man sollte sich – ehe man ein­re­icht – einen erfahre­nen Lek­tor leis­ten, der in der Lage ist, aus einem Rohmanuskript ein ele­gant zu lesendes Kunst­werk zu fab­rizieren. Schließlich ver­langt er auch eine Menge Geld für seine Arbeit. Aber erst mit einem gewis­senhaft über­ar­beit­eten Skript hat man eine Chance bei etablierten Verlagen.

Nun ist es aber längst nicht gesagt, dass ein­er der etablierten Ver­lage wil­lens oder auch nur in der Lage ist, sein Kap­i­tal in das allererste Buch eines Schrift­stellers zu steck­en. Das Risiko ist ein­fach zu groß.

Aus den Webina­ren des „Börsen­vere­in für den deutschen Buch­han­del“ kann man her­ausle­sen, dass im Ver­lagswe­sen wohl ein paar hun­dert durch­schnit­tliche Werke von einem einzi­gen Best­seller finanziert wer­den. Das heißt im Klar­text: Nur mit sehr viel Glück ist man im Nor­mal­fall aus­gerech­net der­jenige, für dessen lit­er­arisches Werk der Großteil des Wer­be­bud­gets aus­gegeben wird.

Aber ‚wenn’ das der Fall ist, dann kann man sich mit Fug und Recht zu den erfol­gre­ichen Autoren zählen.

Nun taucht natür­lich die Frage auf: Unterziehe ich mich diesem Kampf, um mich gegen die vie­len Konkur­renten durchzuset­zen, oder reicht es mir, wenn Bekan­nte, Ver­wandte und ein Dutzend ander­er Leser mein Werk im Bücher­re­gal ste­hen haben?

Der Kampf ist hart, daran beste­ht kein Zweifel. Aber es reicht nicht, wenn man eine eigene Home­page auf­macht und sein Buch bei Ama­zon und Co. anbi­etet. Jed­er­mann kann sich die Sta­tis­tiken sel­ber zusam­men googeln, wenn er nicht auf die irreführen­den Angaben von Lit­er­atur-Gurus ver­traut, die sel­ber nicht in der Lage waren, ihr Werk bei einem der Großver­lage unterzubringen.

Ich weiß, dass es nicht immer allzu fre­undlich aufgenom­men wird, wenn irgend­je­mand die wahren Sachver­halte ins grelle Licht rückt. Ich kann da ein trau­riges Lied davon sin­gen. Aber ich habe mich nun mal der Unter­stützung von erfol­gshun­gri­gen Autoren ver­schrieben, und da hat man eben Seit­en­hiebe von Leuten zu verkraften, die gerne ein anderes Licht auf die wahren Fak­ten wer­fen würden.

Aber wer von euch sich sel­ber die Mühe macht und gewis­senhaft recher­chiert, der kommt zwangsläu­fig auf die gle­ichen Zahlen, die ich bei meinen Recherchen her­aus­ge­fun­den habe. Das Inter­net ist ja für jeden zugänglich …!

Laut der wis­senschaftlichen Studie von Silke Heinig bleiben dem­nach ger­ade mal 6% aller Ver­lage übrig, die genü­gend Ein­nah­men erwirtschaften, um wirkungsvolle Wer­bung für ein Buch­pro­jekt zu finanzieren, damit für euch als Autor wenig­stens eine annehm­bare Chance auf eine Platzierung in den Lit­er­atur-Charts besteht.

Man darf ja nicht nur den Umsatz der Ver­lage alleine betra­cht­en. Man muss auch die Pacht fürs Ver­lags­ge­bäude mit ein­rech­nen, die Löhne und Gehäl­ter für die vie­len Büromi­tar­beit­er, die anfal­l­en­den Nebenkosten für Geräte und Büro­ma­te­r­i­al und natür­lich die Entste­hungskosten eines Buch­es, von denen die Druck­kosten den Haup­tan­teil verschlingen.

Selb­stver­ständlich will ein mon­etär ori­en­tiert­er Ver­lag möglichst auch einen Batzen Gewinn erwirtschaften, sowie der Ver­legerfam­i­lie einen schö­nen Lebens­abend sich­ern. Was ‚dann’ noch übrig bleibt, wird für all­ge­meine Wer­bung und für die Verkaufs­förderung aus­gegeben. Und das ist bei Großver­la­gen ganz schön viel …!

Aber ‚ein­er’ der Posten in der Verkaufs­förderung ist natür­lich euer eigenes Buch, wenn es erst mal angenom­men wor­den ist.

Wenn man sich mit den Recherchen über die oben gemacht­en Aus­sagen befasst, dann bekommt man schnell die Idee, wohin man eigentlich will.

Es ist nicht jed­er­manns Sache, sich so weit emporzuar­beit­en, dass man einen besseren Ein­druck bei den wichti­gen Her­aus­ge­bern hin­ter­lässt als die zahlre­ichen Konkur­renten. Vielle­icht ist es beque­mer, sich mit den Verkauf­szahlen zu beg­nü­gen, die man beispiel­sweise als Self­pub­lish­er erzie­len kann. Vielle­icht stimmt es ja ‚doch’ dass man ‚ohne’ Ver­leger bess­er fährt. Das muss jed­er für sich sel­ber entscheiden.

Sar­turia – als gemein­nützige Insti­tu­tion in sein­er Gesamtheit – ist allein für auf­strebende Schrift­steller gemacht, die wis­sen, dass noch mehr in ihnen steckt und die den fes­ten Willen haben, sich bei den Her­aus­ge­bern der Riesen gut darzustellen.

Vergesst nicht: Ich per­sön­lich habe es schon ein­mal gemacht, und ich werde es wieder tun. Dazu brauche ich aber euren ungeteil­ten Willen. Ich unter­stütze nur Leute, die wirk­lich Spaß daran haben, an ihren Auf­gaben zu wach­sen. Und das ist – Gott sei Dank – die über­wiegende Mehrheit.

Lasst es uns also angehen!
Sar­turia ist und bleibt etwas ganz Besonderes!

Dieter König
Ver­leger und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.

Ver­leger Blog 20160807
Die nack­te Wahrheit

Eigentlich passiert es regelmäßig, dass neue Autoren zu mir kom­men und mich rund­her­aus fra­gen, wo denn bei Sar­turia der Hak­en sei. Und ich ver­ste­he diese Leute sehr, sehr gut.

Ich brauche nur in den ver­schiede­nen Autoren­foren zu sur­fen, in den Blogs und Face­book-Auftrit­ten, und da sehe ich ganz deut­lich die Wurzel des Übels: Es kur­sieren dort Aus­sagen, die mit den vorherrschen­den Tat­sachen nicht das Ger­ing­ste zu tun haben.

Das Fatale: Kein­er von unseren Helfern kann den hoff­nungsvollen Schreiber­lin­gen da draußen auch nur einen Zipfel der Wahrheit näher brin­gen, ohne dass sie die Hölle ent­fes­seln und einen soge­nan­nten „Shit­storm“ über sich erge­hen lassen müssen. Die Wahrheit will offen­sichtlich nie­mand hören.

Lasst mich deshalb hier nur ein paar Fak­ten aufzählen, denn es liegt mir fern, irgend­je­mand meine eigene Mei­n­ung aufzwin­gen zu wollen:

Unter­suchen wir doch ein­fach mal die Umsätze von Self­pub­lish­ern, Klein­ver­legern, Ver­la­gen und Großver­la­gen, auch wenn die Zahlen von Blog­gern und Mei­n­ungs­führern manch­mal sehr ein­seit­ig dargestellt wer­den. Doch ich halte den Großteil der Autoren für fähig, einen eige­nen Blick­winkel zu find­en und dann gän­zlich eigene Schlüsse zu ziehen.

Die „Self­pub­lish­er Bibel“ bildet zum Beispiel die Menge der Self­pub­lish­er Büch­er auf dem Markt gegenüber der Menge der Ver­lagspro­duk­te ab.

Quelle: https://bit.ly/2tZm5EQ

Daraus kann man ent­nehmen, dass tat­säch­lich recht viele Self­pub­lish­er auf den Markt drän­gen. Allerd­ings habe ich nicht auf den ersten Blick her­aus­find­en kön­nen, „wie viel Umsatz“ sie gegenüber den Autoren bei Großver­legern machen. Doch ich bin sich­er, dass einge­hende Recherchen auch ‚diese’ Zahlen zutage fördern.

Wun­der­schön abge­bildet ist jedoch das Ver­hält­nis der weni­gen E‑Books, die einen erfreulichen Mark­tan­teil genießen, gegenüber dem Großteil jen­er, die sich nur zu weni­gen Exem­plaren oder gar nur vere­inzelt verkaufen lassen. Ganz offen­sichtlich muss man die Sta­tis­tiken nur richtig lesen können.

Ich hat­te schon früher mal erwäh­nt, dass eines unser­er Büch­er, das monate­lang bei Ama­zon knapp unter den Top100 platziert war, ins­ge­samt kaum mehr als 100 Verkäufe pro Monat gener­ierte. Das ent­larvt so manche Schätzun­gen im Inter­net als pro­fanes „Schönre­den“.

Die Angabe in der „Self­pub­lish­er Bibel“, dass ein Top100 Self­pub­lish­er bei Ama­zon im Schnitt 500 Euro am Tag ein­nimmt, halte ich schlicht für einen Druck­fehler. Denn dann hätte jed­er dieser hun­dert Autoren 182.500 Euro Jahre­sein­nah­men zu verze­ich­nen. (Das über­steigt bei Weit­em das Jahres­salär eines durch­schnit­tlichen EU-Abge­or­den­ten.) Zusam­men wür­den sie also wenig­stens 18,25 Mil­lio­nen Euro Mark­tan­teil erwirtschaften. Und das wage ich nun doch ein­fach mal anzuzweifeln.

Hun­dert verkaufte E‑Books pro Monat ist prak­tisch nur ein Nasen­wass­er. Inter­es­sant ist in diesem Zusam­men­hang der Ver­gle­ich mit unserem Print­book-Umsatz, der schon um Etlich­es größer ist. Und Sar­turia ist kein­er der Ver­lage, wie man sie zuhauf im Inter­net find­et, und die zum Teil recht aggres­siv um Autoren wer­ben. Sar­turia ist schlicht und ein­fach ein gemein­nütziger Vere­in zur Förderung von Kun­st und Kul­tur in deutschsprachi­gen Ländern.

Das wäre denn auch die passende Über­leitung zu den inter­es­san­ten Umsätzen der Klein- und Kleinstverlage:

Fol­gende Dat­en sind der wis­senschaftlichen Studie von Silke Heinig entnommen:

Quelle: https://bit.ly/2tY8CNz

In Ihrem Beispiel ermit­telte sie ein Ver­hält­nis von 17.235 an her­stel­len­den buch­händ­lerischen Unternehmen, während die amtlichen Umsatzs­teuer­sta­tis­tiken in der gle­ichen Zeit ins­ge­samt nur 3.708 steuerpflichtige Ver­lage erfassen. (Die Steuerpflicht gilt erst ab einem Min­des­tum­satz von 16.617 Euro)

Wer also rech­nen kann, der find­et die über­wiegende Mehrzahl, also 13.527 Klein- und Kle­in­stver­leger mit einem Umsatz unter 16.617 Euro. Das heißt im Klar­text: Nur jed­er fün­fte Ver­leger – darunter natür­lich die Riesen der Großver­lage – set­zt mehr als 16.617 Euro um. (Die Aus­gangszahlen mögen natür­lich von Jahr zu Jahr etwas schwanken)

Und nun die beschei­dene Frage: Wer von den Self­pub­lish­ern und wer von den Ver­la­gen ist denn über­haupt in der Lage, genü­gend Wer­bung in ein Buch oder in einen auf­streben­den Schrift­steller zu investieren?

Betra­cht­en wir es mal ‚so’: Ein Ver­lag, der mit – sagen wir – 20.000 Euro Print­book-Umsatz bere­its zu den steuerpflichti­gen Ver­la­gen gehört, vertreibt seine Büch­er üblicher­weise über Ama­zon oder meinetwe­gen auch über Lib­ri. Als offizielle Mitess­er kassieren diese Zwis­chen­händler rund die Hälfte seines Umsatzes. Bleiben also noch 10.000 Euro übrig. Davon rech­nen wir allein bei der anfal­l­en­den Größenord­nung an Druck­kosten im besten Fall so über den Dau­men etwa 6.000 oder 7.000 Euro. Bleiben also aller­höch­stens 4.000 Euro im Jahr übrig.

Falls er als Ver­leger alles Zusam­men­hän­gende sel­ber erledi­gen kön­nte und keine weit­eren Unkosten pro­duzierte, dann hätte er pro Monat für sich und seine Lieben etwa 333 Eurolinge ver­di­ent. Brut­to wohlge­merkt. Und dabei zählt er prak­tisch schon zur Elite der aufge­führten 17.235 Verlage.

Wer­bung für seine Schüt­zlinge? Woher nehmen und nicht stehlen …?

Oben genan­nter Studie ist deshalb auch die fol­gende Sta­tis­tik ent­nom­men, welche das Ver­hält­nis der Anzahl der betr­e­f­fend­en Ver­lage zu ihren Umsätzen im erfassten Zeitraum darstellt:

Summe aller Ver­lage 3.708 = 100%

Umsatz – Anzahl – Prozentanteil:
Klein­er als 50 000 Euro — 820 = 22,0%
50 000 – 100 000 Euro – 613 = 16,5%
100 000 – 250 000 Euro – 753 = 20,3%
250 000 – 500 000 Euro – 439 = 11,8%
500 000 – 1 Mio. Euro – 356 = 9,6%
1 Mio. – 2 Mio. Euro – 241 = 6,5%

Höhere Umsätze haben nur die Groß- und Pub­likumsver­lage, wie beispiel­sweise die bekan­nten Ran­dom House Töchter.

Wenn man weiß, dass ein Messeauftritt im Min­i­mum 5.000 Euro ver­schlingt – in der Prax­is jedoch eher 50.000 oder gar mehrere 100.000 – dann kann sich jed­er sel­ber aus­rech­nen, ab welchem Jahre­sum­satz ein Ver­lag wohl genug Geld zur Ver­fü­gung haben kann, um aus einem guten Schrift­steller einen Best­seller-Autor zu machen.

Eine Anzeige bei Lib­ri oder den entsprechen­den Medi­en schlägt näm­lich eben­falls mit 1.200 oder manch­mal gar mit 7.000 Euro zu Buche. (Siehe Anzeigen­wer­bung der entsprechen­den Medi­en) Dies nur, falls ein Self­pub­lish­er auf die Idee kom­men sollte, seine eigene Wer­bung finanzieren zu wollen.

Und damit weiß man natür­lich auch, warum die Her­aus­ge­ber der rel­e­van­ten Ver­lage so wäh­lerisch mit ihren Nach­wuch­sautoren sind.

Für uns auf­strebende Autoren stellt sich somit die Frage: Lassen wir’s gut sein und beg­nü­gen wir uns damit, von den Bekan­nten und Ver­wandten gele­sen zu wer­den, oder leg­en wir uns ins Zeug, um mit jenen Autoren mithal­ten zu kön­nen, welche trotz allem in der Lage waren, ihre Chance zu nutzen?

Nein, es genügt nicht, in frem­den Foren und Face­book-Auftrit­ten ver­bal über die Konkur­renten herz­u­fall­en. Damit gewin­nt man keinen Blu­men­topf. Nein, es ist im Gegen­teil bit­ter notwendig, sich wirk­lich grif­fige Argu­mente anzueignen, um einen der wirk­lich wichti­gen Her­aus­ge­ber für sich ein­nehmen zu können.

Mit diesen Fak­ten im Hin­terkopf wisst ihr nun auch, warum Sar­turia euch die Gele­gen­heit gibt, das kom­plette Buchgeschäft, von vorne bis hin­ten, mit allen Höhen und Tiefen ken­nen­zuler­nen. Ich bin näm­lich sich­er, dass ein erfol­gre­ich­er Her­aus­ge­ber und Lek­tor mit aus­re­ichend Erfahrung und einem guten Buch unter dem Arm wesentlich bessere Chan­cen hat, als jemand der mit den Ratschlä­gen aus Foren und Blogs ver­sucht, einen Her­aus­ge­ber bei ein­er Ran­dom House Tochter zu überzeugen.

Wir hier bei Sar­turia arbeit­en prak­tisch Tag und Nacht sehr hart daran, dass ihr gewin­nt. Wir wollen gerne wieder mal einen unser­er Schüt­zlinge wirk­lich gut unterge­bracht wissen!

Dieter König
Ver­leger und Vor­standsmit­glied des gemein­nützi­gen Fördervere­in Sar­turia Autorenschule

Ver­leger Blog 20160716
Real­ität und Versprechungen

„Ich brauche keinen Ver­lag“, sagte mir ein­er der ange­hen­den Autoren. „Ich kann das alles sel­ber machen.“ Er nahm dabei Bezug auf die Wer­be­texte von BoD, Cre­ate­Space und diversen anderen Plattformen.
„Ja”, antwortete ich, „das stimmt: Du kannst das tat­säch­lich alles sel­ber machen. Ja und dann …?“

Ich mache es kurz: Ich unter­lag in der darauf fol­gen­den Argu­men­ta­tion, und der Autor ‚ging’ mit dem Gefühl, ‚recht behal­ten’ zu haben.

Eine Weile später tauchte er in der Autoren­liste eines der Buchver­lage auf, die in der Wer­bung nach Autoren suchen, und ich wollte wis­sen, wie es ihm denn so ergan­gen sei. Und so erfuhr ich, dass er sich doch wieder an einen Ver­lag gewandt habe, „weil das Self­pub­lish­ing nicht genug abge­wor­fen hat“.

Vor Kurzem begeg­nete ich ihm in einem der Schreib­foren, in welchem er nun wiederum Tipps für Self­pub­lish­er gab, eben so, wie es auch andere tun. Auf meine Frage ‚nach dem erneuten Gesin­nungswech­sel’ sagte er mir, man müsse als Schrift­steller flex­i­bel bleiben. Und sei­ther habe ich nichts mehr von ihm gehört.

Sar­turia betreibt sel­ber ein Schrift­steller-Forum. Im Gegen­satz zu den ‚offe­nen’ Foren da draußen ist dies jedoch ein Forum für ‚erfol­gshun­grige’ Autoren. Neben dem Self­pub­lish­er-Bere­ich für Ein­steiger, pfle­gen wir vor allem den Infor­ma­tions- und Diskus­sions­bere­ich für Autoren, die ‚mehr’ wollen, als nur ihre Fre­unde mit Büch­ern zu beliefern. Wir bieten bekan­ntlich Möglichkeit­en an, über die ein Schrift­steller Erfahrung mit der Pub­lika­tion von lit­er­arischen Werken sam­meln und sich pro­fes­sionell weit­er­en­twick­eln kann, damit er eines Tages fähig ist, mit den Her­aus­ge­bern der großen Pub­likumsver­lage auf Augen­höhe zu verhandeln.

Dabei lernt er vor allem, ‚Real­ität und Ver­sprechun­gen’ auseinan­derzuhal­ten. Und diese Fähigkeit halte ich per­sön­lich für ‚die wichtig­ste’ in diesem Busi­ness. Denn wer sich auf falsche Ver­sprechun­gen ein­lässt, der kommt nie irgend­wo an.

Meine eigene, ganz per­sön­liche Mei­n­ung kommt vor allem in einem offe­nen Brief an eine Autorin zur Gel­tung, die uns einen Tipp zur Ver­fü­gung gestellt hat, wofür ich mich natür­lich aufrichtig bedanke!

Die Antwort darauf fiel mir nicht ger­ade leicht, und sie benötigte viel­er Worte, aber ich glaube, es ist eine gute Idee, wenn ich sie euch allen auszugsweise zur Ver­fü­gung stelle. Sie beleuchtet näm­lich recht gut einige Aspek­te zwis­chen ‚Real­ität und Versprechungen’:

AUSZUG:
Der Punkt ist jedoch folgender:
Lib­ri, als Großhändler, der rund die Hälfte des Verkauf­spreis­es deines Buch­es ein­stre­icht, tut zunächst mal ‘gar nix’! Du musst sel­ber für dich und dein Buch Wer­bung machen. Eine entsprechende Anzeige über Lib­ri kostet dich meist mehrere tausend Euros. Eine einzige Anzeige …! Zwei kosten natür­lich das Dop­pelte. So: Und nun rechne mal bitte aus, wie viele Büch­er du verkaufen musst, um regelmäßig Anzeigen beim Buch­han­del lancieren zu können.

Das gle­iche Prob­lem haben die Ver­lage und Klein­ver­lage da draußen auch. Aber sie ver­schweigen die Krux: Ihr knappes Bud­get erlaubt ihnen genau­so wenig Luft­sprünge wie uns. Die Folge: Sie verkaufen auch nicht viel mehr Büch­er als wir hier bei Sar­turia. Deshalb müssen sie auch ihr Geld ‘an den Autoren’ ver­di­enen. No way out!

Man braucht nur mit offe­nen Augen das Inter­net zu durch­forschen, dann find­et man her­aus: Wer in der Lage sein will, einen Best­seller auf den Markt zu brin­gen, der muss fähig sein, tief in die Taschen zu greifen. Sehr tief. Und es ist kein Geheim­nis, dass dieser eine Best­seller-Autor hun­dert ’schwächere’ Autoren finanziert. Du stöberst gerne im Inter­net, also kannst du dir auch die entsprechen­den Berichte ‘ergoogeln’.

Ich mag meine Autoren nicht belü­gen: Ohne ein mil­lio­nen­schw­eres Pol­ster wird es uns nicht gelin­gen, Anschluss an die Großver­lage zu find­en. Und das gelingt auch den diversen Ver­la­gen da draußen nicht. Und genau deshalb find­est du so viele Anzeigen in den Google-Ergeb­nis­sen: “Ver­lag sucht Autoren”.

Großver­lage wirst du nicht unter diesen Anzeigen find­en. Denn die sind alle heil­los überlaufen.

Ich hab’s schon im face­book und im Ver­leger-Blog geschrieben: Zwis­chen Ver­la­gen und Großver­la­gen gibt es eine gewaltige Lücke. Sie ist ganz schön groß, und du kannst sie nur über­brück­en, wenn du einen der ‚allmächti­gen’ Her­aus­ge­ber an dir interessierst.

Bist du berühmt wie Dieter Bohlen, dann hast du’s ein­fach. Du ruf­st an, sagst denen, ‘was’ du veröf­fentlicht haben möcht­est und han­delst an Tantiemen ein paar Prozent ‘mehr als üblich’ her­aus. Die suchen dann auch den passenden Ghost­writer für dich.

Bist du NICHT berühmt, dann musst du dir sehr genau über­legen, wie du den Allmächti­gen da oben klar machen willst, dass ger­ade ‘du’ in der Lage bist, dem Ver­lag die investierten Gelder zurück zu erwirtschaften und dazu noch einen sat­ten Gewinn. Die Herrschaften glauben näm­lich nicht alles. Du musst deinen Vor­trag schon ‘halt­bar’ begrün­den können.

Ich führe immer wieder das Beispiel des damals fün­fzehn­jähri­gen Paoli­ni an, der sein Skript zunächst im Ver­lag der Eltern pub­lizierte. Im darauf­fol­gen­den Jahr hat er dann so – was weiß ich — an die 150 Lesun­gen oder mehr gehal­ten und dabei an die 5.000 Büch­er verkauft. Wenn du es genauer wis­sen willst, kannst du es im Inter­net nachrecherchieren.

Also wenn man mit ’solchen’ Dat­en und Fak­ten bei ein­er Ran­dom-House-Tochter auf­taucht, dann nimmt es mich nicht Wun­der, wenn der Her­aus­ge­ber ‘zuschlägt’ wie es bei Paoli­ni der Fall war. Jed­er Inter­essierte ken­nt das Ergeb­nis: Mehrere Bände von ERAGON und min­destens eine Verfilmung.

Aber glaub’ nicht, dass Lieschen Müller so etwas erre­icht hätte, wenn sie bei Ama­zon ger­ade mal 100 E‑Books verkauft hat.

Klare Aus­sage: Entwed­er gebt ihr euch mit zehn oder hun­dert oder gar im Extrem­fall tausend verkauften Büch­ern zufrieden, egal was ihr anstellt, um berühmt zu wer­den, oder ihr überzeugt einen der knall­harten Her­aus­ge­ber der Großver­lage und erfüllt seine Forderun­gen und Wünsche.

Ich kann das deshalb so genau sagen, weil ich diesen Weg erfol­gre­ich gegan­gen bin.

Außer­dem schaue ich mir all die Ver­sprechun­gen da draußen ganz genau an und ver­gle­iche sie mit den Fak­ten. So weiß ich zum Beispiel, dass wir mit ein­er Platzierung knapp unter den Top100 bei Ama­zon kaum mehr als 150 E‑Books verkauft haben; ein Autor ‘ver­hungert’ dabei.

Tja. WAS für ein ‘gewaltiger’ Unter­schied zu ver­lags­ge­bun­de­nen Bestseller-Autoren …! 🙂 🙂 🙂

Informiere dich bitte sel­ber über die tat­säch­lichen Gegeben­heit­en hin­ter all den lock­enden Ver­sprechun­gen. Aber bitte mit offe­nen Augen. Das ist dur­chaus möglich. Und dann denke an meine Worte: Es gibt nur einen einzi­gen Weg, und der führt über die allmächti­gen Herausgeber.

Weißt du nun, warum ich immer wieder predi­ge, dass du dich nach und nach pro­fes­sionell auf­stellen sollst? Ich möchte gerne haben, dass ein­er der Her­aus­ge­ber anerken­nend zu dir sagt. “Also wenn das ’sooo’ ist …”
ENDE AUSZUG

Man kann es dur­chaus so machen wie Ernest Hem­ing­way, der sich – seinen Worten zufolge – nicht scheute, vierzig Ver­lage abzuk­lap­pern. Es ist aber nicht sich­er, dass man dann genau­so ‚angenom­men’ wird wie einst Hem­ing­way. Aber ich möchte diesen aufwendi­gen Weg dur­chaus nicht ‚kleinre­den’.

Ander­er­seits haben wir bei Sar­turia eine sta­bile Erfol­gsleit­er gebaut, bei deren Erklet­tern unsere Schüt­zlinge nicht allein auf ihre mageren Tantiemen angewiesen sind. Sie kön­nen sich nach und nach ein Grun­deinkom­men ‚zusam­men­basteln’, das sich aus dem Autorenra­batt beim Verkauf von Büch­ern auf Lesun­gen und der Part­ner-Pro­vi­sion beim Verkauf der Büch­er über die eigene Home­page zusam­menset­zt. Sie kön­nen sich auch als Helfer ein­brin­gen und sich ein paar Euro zusät­zlich ver­di­enen, während sie sich weit­er­bilden und ihre Vita aufw­erten. Und es gibt Ver­anstal­tun­gen, von denen sie dur­chaus ihren gesamten Unter­halt bestre­it­en kön­nen, während ihre Vita sich füllt und im Laufe der Zeit ‚mehr’ her­ma­cht als die Vita der Konkurrenten.

Aber das kann man nur ver­ste­hen, wenn man sich umfassend informiert und sich auch ener­gisch darum kümmert.

Wir ken­nen das ja alle: „Ohne Fleiß kein Preis!“

Ganz liebe Grüße
Dieter König
Ver­leger und zweit­er Vor­stand des gemein­nützi­gen Fördervere­ins Sar­turia Autoren­schule e.V.

Ver­leger Blog 2016061
Was ‚zu sagen haben’ …!

Es tut mir leid, meine lieben Fre­unde, aber ich stelle fest, dass ich der derzeit­i­gen Lit­er­atur-Szene nicht wirk­lich ‚etwas abgewin­nen’ kann. Ich meine, ich kann mich kreuz und quer durch die Neuer­schei­n­un­gen der Klein- und Großver­lage und vor allem durch die Self­pub­lish­er-Szene lesen, ich finde nicht wirk­lich etwas, dass mein Herz berührt und mich aufrüt­telt. Auch die ‚sneak peeks’ bei „Har­ry Pot­ter“ und „Fifty Shades of Gray“ haben mich nicht wirk­lich ver­an­lasst, aus meinem Leses­tuhl zu sprin­gen und mich mit jeman­dem ern­stlich darüber zu unter­hal­ten. Das, liebe Fre­unde, ist mir zum let­zten Mal beispiel­sweise bei „Sieben Wind­stärken“ oder bei „Im Tief­flug über die Milch­straße“ passiert. Unsere Her­aus­ge­ber und Coach­es wer­den es bestäti­gen: Über den Inhalt dieser bei­den Büch­er ‚musste’ ich ein­fach schwärmen.

Nein, das soll keine Schle­ich­wer­bung sein. Entwed­er man mag die Büch­er oder man mag sie nicht. Was ich stattdessen damit sagen will: Es gibt dur­chaus Lit­er­atur, über die es sich zu sprechen lohnt. Und nun die entschei­dende Frage: Warum gibt es nicht ‚mehr’ davon?

Lasst es mich ‚so’ aus­drück­en: Sex, Drugs, Rock’n’Roll oder auch Fan­ta­sy-Geschicht­en und Hor­ror-Schinken lassen sich lei­dlich gut verkaufen. Aber es gibt derzeit ‚kein’ Buch, das man den Verkäufern ganz ohne die Werbe­mil­lio­nen der Großver­lage aus den Hän­den reißen würde.

Sind wir denn schon ‚so satt’, dass wir nichts mehr zu sagen haben? Oder lohnt es sich ein­fach nicht, die Stimme gegen die herrschen­den Missstände und Ungerechtigkeit­en zu erheben? Oder ist es gar den herrschen­den Schicht­en gelun­gen, uns ganz ein­fach den Schneid abzukaufen, damit sich nie­mand mehr was zu sagen traut?

Nehmen wir die Musik-Szene längst ver­gan­gener Zeit­en: Ich habe sein­erzeit die Protest­welle miter­lebt. Ich bin nächte­lang vor dem Plat­ten­spiel­er gesessen, damit ich einen Zugang zu den Tex­ten von Leuten wie Bob Dylan bekom­men habe. Aufmüp­fig, eigen­willig, mitreißend, so spi­en die Bands ihre Wahrheit unter die Zuschauer, denn sie ‚hat­ten was zu sagen“.

Nun habe ich als Ver­leger und zweit­er Vor­stand des gemein­nützi­gen Vere­ins Sar­turia Autoren­schule e.V. zwölf Jahre lang darum gekämpft, unseren Schüt­zlin­gen beizubrin­gen, was man beim Schreiben ‚nicht’ tun darf. Und wir haben auf­grund unser­er Anstren­gun­gen wirk­lich tolle Büch­er über die Theken der Buch­händler gebracht. Nun ist es mein­er Mei­n­ung nach an der Zeit, einem Herzenswun­sch nachzugeben: Ich möchte – par­al­lel zu unseren gemein­schaftlichen Anstren­gun­gen als Autoren­schule – gerne Büch­er von Leuten veröf­fentlichen, die ‚etwas zu sagen haben’.

Es ist mir als Mit­glied unser­er Gesellschaft dabei vor allem wichtig, dass wir als Men­schen wach bleiben, dass wir ver­suchen, unsere Geschicke selb­st zu bes­tim­men, auch wenn wir es vorder­gründig nur indi­rekt über die Wahlbeteili­gung zuwege brin­gen. Aber wir kön­nen zumin­d­est unsere eigene Mei­n­ung haben und sie anderen Men­schen mit­teilen; ver­bal und natür­lich in gedruck­ten Büchern.

Wir kön­nen uns sog­ar in Szenen­lokalen und Buchshops zusam­menset­zen und lesen oder auch unsere Gedanken aus­tauschen. Die Zen­trale von Sar­turia ist inzwis­chen solch eine Lokalität; wir gehen Bier holen sobald Besuch kommt. Und bald wer­den wir eine größere Loca­tion zur Ver­fü­gung haben, in der wir uns regelmäßig tre­f­fen und disku­tieren können.

Warum ich das hier schreibe?

Nun, Sar­turia ist inzwis­chen groß genug, sodass wir hin und wieder ohne Bedenken auf­streben­den Schrift­stellern eine kosten­lose Buchveröf­fentlichung zusagen kön­nen. Einzige Voraus­set­zung: ‚Sie haben was zu sagen’. Wenn sie mich, unsere Coach­es und Lek­toren, vor allem aber unsere Her­aus­ge­ber mit ihrem Manuskript so sehr anspricht, dass wir nicht anders kön­nen, als über den Inhalt zu disku­tieren, dann schauen wir, dass wir dieses Werk ohne viel­er Worte druck­fähig bekom­men und es weltweit ver­füg­bar machen. Vol­lkom­men kosten­los für den Autor.

Mehr noch: Wir ver­suchen darüber hin­aus das Werk des Ver­fassers als Türöffn­er bei den bekan­nten Großver­la­gen zu ver­wen­den. Vergesst bitte nicht, dass dies sowieso unserem erk­lärten Ziel entspricht: Wir wollen endlich wieder einen Schüt­zling aus unser­er Mitte bei einem Großver­lag unterge­bracht wissen.

Und vielle­icht erschaf­fen wir mit unser­er Unter­stützung jen­er Autoren, ‚die etwas zu sagen haben’, eine ganz neue Kult-Szene: „Das Zen­trum der neuen Lit­er­atur“, gewis­ser­maßen. Pos­i­tive Verän­derun­gen geschehen näm­lich nicht von alleine. Sie brauchen einen Kern, an dem die ver­schiede­nen Ansicht­en kon­den­sieren kön­nen. Sie brauchen Büch­er, welche die Mit­men­schen anrühren und wachrütteln.

In Wirk­lichkeit ist es gar nicht so wichtig, wie viel Geld man mit seinen Büch­ern ver­di­ent. Viel wichtiger ist die Frage, wie viel wir unseren Lesern und Mit­men­schen auf ihrem Lebensweg mit­geben. Schließlich sind ‚wir’ die Gesellschaft, und die Gesellschaft sind ‚wir’.

Sar­turia tra­chtet auf jeden Fall danach, das „Zen­trum der neuen Lit­er­atur“ zu wer­den, und dazu brauchen wir euch: ‚Autoren, die etwas zu sagen haben’.

Lasst es uns angehen!

Dieter König
Ver­leger und zweit­er Vor­stand, gemein­nütziger Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.

Ver­leger Blog 20160606
Bindungs­frist und Bindungsangst

Hin und wieder taucht jemand bei den Klein­ver­la­gen – und naturgemäß auch beim Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V. – auf, mit der Angst, er müsse kom­plett seine Rechte abgeben und wäre ein Leben lang an den Ver­lag gebunden.

Was ist da schief gelaufen?

Nun, es gibt tat­säch­lich Leute, die ori­en­tieren sich an der Mei­n­ung ander­er, ohne diese Mei­n­un­gen auch nur im Ger­ing­sten zu hin­ter­fra­gen oder son­st wie zu über­prüfen. Her­aus kommt naturgemäß Non­sens, obwohl es heutzu­tage recht ein­fach ist, sich eine fundierte per­sön­liche Mei­n­ung zu bilden.

Wenn ich etwas über Äpfel erfahren will, dann darf ich nicht auf jeman­den hören, der Äpfel nicht mag, son­dern ich muss mich um jeman­den bemühen, der Fach­mann ist und demgemäß viel mit Äpfeln zu tun hat.

Wenn ich heute die ungeschmink­te Mei­n­ung von Leuten lesen will, dann brauche ich nur zu googeln. Aber ich muss mir gewiss sein, dass ich achtzig oder neun­zig Prozent der geäußerten Mei­n­un­gen ein­fach zu über­lesen habe, weil sie ger­ade mal für den Mülleimer tau­gen. Aus den restlichen zehn oder zwanzig Prozent extrahiere ich dann das, was ich gerne wis­sen möchte.

Das geht aber nicht, ohne dass ich die Quellen der Mei­n­un­gen intel­li­gent bew­erte. Das heißt, ich muss her­aus­find­en, wie kom­pe­tent der­jenige ist, dessen Mei­n­ung ich da lese. Und erst dann kann ich die übrig gebliebe­nen Mei­n­un­gen gewicht­en und ein­sortieren. Übrig bleibt das Für und wieder der Ansicht­en, von Men­schen, auf deren Mei­n­ung ich nun tat­säch­lich Wert lege.

Selb­st wenn meine per­sön­lichen Fre­unde mir Ratschläge erteilen, so bin ich mir bewusst, dass auch deren Mei­n­un­gen per­sön­lich gefärbt sind – es geht ja gar nicht anders – und deshalb lasse ich mir in der Prax­is auf jeden Fall zeigen, ‚woher’ meine Fre­unde ihre Infor­ma­tio­nen bezo­gen haben.

Auf diese oder ähn­liche Weise erar­beite ich mir stets eine gesunde Entschei­dungs­grund­lage und ver­mei­de das Risiko auf jeman­den zu hören, der später im „Worst Case“ ein dummes Gesicht macht und betrof­fen äußert: „Das habe ich echt nicht wis­sen kön­nen, ich hab’s ja nur gut gemeint!“

Oder glaubt jemand, dass Sar­turia als Gemein­schaft­spro­jekt ‚deshalb’ so erfol­gre­ich gewor­den ist, weil ich auf andere Leute gehört hätte? Oder weil sich die Mit­stre­it­er auf die Wer­beaus­sagen der Self­pub­lish­er-Plat­tfor­men ver­lassen hät­ten? Oder weil unsere Autoren sich von erfol­glosen Schrift­stellern hät­ten sagen lassen, wie das Geschäft geht?

Nein liebe Fre­unde, man muss schon ein biss­chen intel­li­gen­ter an die Sache herange­hen. Suche ich einen Ver­leger, der mich weit­er­brin­gen soll, so sollte diese Per­son zum Beispiel zuerst sel­ber jede Menge Büch­er geschrieben und erfol­gre­ich verkauft haben. Suche ich Ansprech­part­ner, die mir helfen, mein Manuskript aufzuw­erten, so wende ich mich doch logis­cher­weise an jeman­den, der das tagtäglich tut, und höre nicht ein­fach auf Kol­le­gen, die sel­ber nur zwanzig E‑Books verkauft haben. Suche ich jeman­den, der mir Auskun­ft über einen Ver­lag oder über eine Autoren­schule geben soll, dann frage ich nicht diejeni­gen, die dort wieder raus­ge­flo­gen sind, son­dern diejeni­gen, die es geschafft haben, ‚drin’ zu bleiben und eifrig an ihrer Kar­riere basteln. Oder etwa nicht?

Es ist meine ganz per­sön­liche Angele­gen­heit, zu entschei­den, wen ich frage, wenn ich die Ameisen auf mein­er Ter­rasse loswer­den will. Ich kann ein­er­seits die Prospek­te der Chemiefritzen studieren, oder ich kann mich ander­er­seits auf jenen Seit­en tum­meln, die naturverträgliche Haus­mit­telchen anpreisen. Und wenn es dann funk­tion­iert hat, dann habe ich mir meine eigene, ganz per­sön­liche Mei­n­ung erarbeitet.

Sooo funk­tion­iert das ‚wahre’ Leben.

Ich meine, ich kann natür­lich auch auf andere Art und Weise alt wer­den. Aber tief im Innern weiß ich dann, was ich hätte bess­er machen sollen; vergesst nicht, ich war sel­ber auch mal jung …!

Aber stellt euch nur mal vor, eine Self­pub­lish­er Plat­tform würde damit wer­ben, dass ihr als Autoren keinen Ver­lag braucht. Sie wür­den euch sog­ar vor den Verträ­gen und Bindungs­fris­ten war­nen, weil sie schon vie­len Autoren zum Ver­häng­nis gewor­den seien. Sie wür­den euch irgend­je­man­den vorstellen, der – ganz ohne Ver­lag – auf Platz eins der E‑Book-Charts gelangt wäre. Wie würdet ihr diese Aus­sagen bew­erten? Wären sie wirk­lich nüt­zlich für euch?

Ich kann euch nicht sagen, wie ihr es bew­erten sollt. Aber ich kann euch sagen, was ich per­sön­lich in diesem Fall machen würde: Ich würde mir anschauen, welchen Erfolg die E‑Book-Stars tat­säch­lich haben und ihn ver­gle­ichen mit dem Erfolg, den die Stars mit Ver­lags­bindung haben. Dann würde ich jene Autoren inter­viewen, die mir beson­ders inter­es­sant erscheinen, um eine gültige Entschei­dungs­grund­lage zu schaffen.

Gut, ich bin schon länger im Geschäft und habe ganz andere Kon­tak­te als ein Anfänger. Aber auch Anfänger kön­nen sich durch den Mei­n­ungs­d­schun­gel durch­graben: Wozu gibt es denn Messen? Dort kann man sich Auto­gramme von seinen Lieblingsstars geben lassen und so ganz neben­bei auch noch seine zurecht­gelegten Fra­gen losballern.

Und siehe da. Die Antworten unter­schei­den sich ganz gewaltig von jenen, die man in den diversen Autoren­foren bekommt, die man im Inter­net zuhauf findet.

Man muss nur mehrere dieser Stars anhören. Dabei erfährt man vielle­icht, dass man von einem Ver­lag oder von einem Fördervere­in eine ganz andere Unter­stützung erwarten kann als von Ama­teuren, die sich gegen­seit­ig Ratschläge geben. Man erfährt auch, wie viel Geld und wie viel Herzblut in die Förderung eines vielver­sprechen­den Autoren gesteckt wer­den müssen, wenn es ‚was wer­den’ soll. Und auf ein­mal ver­ste­ht man, warum die Bindungs­frist notwendig ist, denn ein Ver­lag will seine Investi­tio­nen wieder zurück­haben und darüber hin­aus ein biss­chen ‚mehr’, son­st kann er seine Arbeit nicht machen.

Man erfährt aber auch etwas über Fußan­geln und Fall­en und über die Chan­cen, die man bei BoD oder Cre­ate­Space oder im Selb­stver­lag zu erwarten hat. Klar­er Fall: Wis­sen ist Macht.

Oder glaubt ihr, dass ihr von jeman­dem gute Ratschläge erwarten kön­nt, der aus über­trieben­er Besorg­nis Ver­lage ablehnt und stattdessen Ratschläge von Lieschen Müller weit­ergibt, die ger­ade mal hun­dert­fün­fzig E‑Books verkauft und zwanzig gedruck­te Büch­er ver­schenkt hat, oder weniger?

Nein, liebe Fre­unde. Wer in der Lage ist, seine Zukun­ft kor­rekt zu pla­nen, der weiß, dass es tausend Wege gibt, die ihn immer weit­er vom Ziel weg­brin­gen. Dass es aber auch ein paar gut befes­tigte Straßen gibt, von denen aus man sein Ziel von Anfang an im Blick­feld haben kann.

Man muss natür­lich die Fähigkeit besitzen die zur Ver­fü­gung ste­hen­den Möglichkeit­en gegeneinan­der abzuwä­gen, um sich selb­st einen wirk­lich bege­hbaren Weg zu bere­it­en. Aber ich kann euch ganz genau bericht­en, wie ich selb­st zum erfol­gre­ichen Wirtschaft­sautor und schließlich zum Man muss vor allem wis­sen, ‚wohin’ man will und man muss von sich selb­st überzeugt sein, dass man in der Lage ist, auf­tauchende Hin­dernisse zu über­winden, ohne an ihnen zu scheit­ern. Und man muss im richti­gen Augen­blick das Eine tun und das Andere lassen kön­nen, je nachdem.

Nur wer wirk­lich ‚weiß’ dass seine Ange­betete genau die Richtige ist, mit der er sein Leben ver­brin­gen will, der wird auch zu jed­er Zeit die richti­gen Entschei­dun­gen tre­f­fen. Da bin ich mir bei anderen Zeitgenossen natür­lich über­haupt nicht sich­er. Und bekan­nter­maßen weiß man erst was man hätte haben kön­nen, wenn man es ver­loren hat.

Ich kann euch natür­lich nicht garantieren, dass euch der richtige Weg auch wirk­lich ans Ziel bringt. Dazu gehört – trotz allem – auch eine gesunde Por­tion Durchhaltevermögen.Aber ich kann euch ganz genau bericht­en, wie ich selb­st zum erfol­gre­ichen Wirtschaft­sautor und schließlich zum Grün­der von Sar­turia gewor­den bin.

Besucht mich im Forum und stellt eure Fragen!

Liebe Grüße
Dieter König
Ver­leger und zweit­er Vor­stand, Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e. V.

Ver­leger Blog 20160526
Verlags-Hopping

Es stimmt schon: Bei den großen Pub­likumsver­la­gen braucht man es in der Regel gar nicht erst zu ver­suchen, weil die eh nur sehr sel­ten jeman­den nehmen und publizieren.

Was aber ist mit den Auss­chrei­bun­gen der Klein­ver­lage, die sich bish­er am Markt hal­ten kon­nten? Lohnt es sich da nicht, immer wieder mal teilzunehmen, um hin und wieder einen neuen Ein­trag in der Vita vor­weisen zu können?

Dage­gen ist im Prinzip über­haupt nichts einzuwen­den. Man muss nur wis­sen, dass die kleineren Ver­lage nur ein begren­ztes Wer­be­bud­get haben, das bei manchen der Pub­lizis­ten ein­deutig gegen null geht. Oder wie will man sich erk­lären, dass man in den AGB zum Beispiel lesen kann: „Die Auflage ist jew­eils auf fün­fzig Exem­plare begrenzt“?

Nein, liebe Fre­unde, ich halte das für dur­chaus in Ord­nung. Unsere ersten Aufla­gen, vor nun­mehr rund zehn Jahren, waren auch nicht wesentlich höher. Das hat sich inzwis­chen natür­lich gewan­delt. Wichtig ist nur zu wis­sen, dass man erst dann eine wahrnehm­bare Präsenz und eine sin­nvolle Tantieme­nauss­chüt­tung erre­ichen kann, wenn der Ver­leger groß genug ist, um ordentlich Geld für eure Förderung in die Hand zu nehmen.

Wie man sieht, klafft da eine Riesen-Lücke, über die man auf nor­malem Weg wohl kaum sprin­gen kann. Deshalb boomt auch das Geschäft mit den Self­pub­lish­ern, die aber eben­falls an dieser Lücke zu kauen haben.

Der Vorschlag von Sar­turia ist deshalb ganz pro­fan: Jed­er, der es wirk­lich zu etwas brin­gen will und ver­standen hat, wo das Prob­lem liegt, der darf sich aufraf­fen und den Posten eines frei­willi­gen Helfers annehmen.

Der Vorteil: Er lernt das Lit­er­atur-Busi­ness von der Pieke auf ken­nen. Mehr noch: Wenn er fleißig ist, ste­hen ihm Tür und Tor offen, nach und nach ‚alles’ über das Lit­er­atur-Geschäft zu erfahren. Alte Weisheit: Wis­sen ist Macht! Und wer sich im Laufe der Zeit weit genug nach oben gear­beit­et hat, der bekommt von mir per­sön­lich ein Empfehlungss­chreiben, das er den Her­aus­ge­bern der Pub­likumsver­lage unter die Nase hal­ten kann.

Jed­er von euch mag sich sel­ber aus­rech­nen, wer ‚mehr’ Chan­cen hat, von einem erfahre­nen Her­aus­ge­ber ernst genom­men zu wer­den: Lieschen Müller, die ger­ade ohne Anleitung ihren ersten Roman getippt hat, oder ein ges­tanden­er Buchau­tor, der in seinem Empfehlungss­chreiben außer ein­er erfreulichen Vita auch noch einen Nach­weis vor­legen kann, dass er als aus­geze­ich­neter Lek­tor und Her­aus­ge­ber so manch­es erfol­gre­iche Buch auf den Markt gebracht hat und sich deshalb ‚auf Augen­höhe’ mit seinem Gegenüber unter­hal­ten kann?

Ohne Fleiß kein Preis! Und es ist noch kein Meis­ter vom Him­mel gefall­en! Aber betra­chtet es doch ein­mal so, wie die Lehre des Kun- Fu: Wer sich bis in die Grade hin­aufgear­beit­et hat, dem bringt man automa­tisch gebührende Achtung ent­ge­gen. Denn jed­er­mann respek­tiert die erbrachte Aufopfer­ung und Hingabe eines Schülers, der es zum Meis­ter gebracht hat.

Warum – um alles in der Welt – glaubt irgend­je­mand, dass es im Lit­er­atur-Busi­ness anders sein könnte?

Dieter König
Ver­leger und zweit­er Vor­stand des gemein­nützi­gen Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.

Ver­leger Blog 20160514
Selfpublisher

Das E‑Book macht’s möglich. Man kann endlich sein müh­sam getipptes und heiß geliebtes Werk einem bre­it­en Pub­likum vorstellen. Und das Schöne daran: Man erhält prozen­tu­al gese­hen ‚mehr’ Tantiemen, als je ein alteinge­sessen­er Ver­lag auss­chüt­ten würde.

Inzwis­chen kann man auch über Plat­tfor­men wie BoD oder Cre­ate­Space eigene Werke ‚druck­en’ lassen, sodass man auch was in der Hand hat.

Und man ist nicht allein. Das ganze Web ist voll von Ratschlä­gen, wie man es als Self­pub­lish­er zu etwas brin­gen kann. Bei Ama­zon kann man ganze Büch­er über dieses The­ma down­load­en. Jedes Buch enthält andere Tipps, die einem sagen, wie man sein Buch gestal­ten soll, damit man erfol­gre­ich verkauft und möglichst hohe Tantiemen ein­stre­ichen kann.

Ich finde diese Wand­lung des Mark­t­geschehens wirk­lich gut, genau­so wie ich sein­erzeit auch die Mark­t­wand­lung im Musik­busi­ness gut fand. Kreativ­ität ist die größte Gabe, die der Men­sch je erhal­ten hat, und man sollte sie keines­falls einschränken.

Ich bin jedoch Real­ist genug, um mit offe­nen Augen Vorteile gegen Nachteile abwä­gen zu kön­nen. Für den einen mag die Wurst die bessere Wahl sein, während der andere zu Recht auf Salat schwört. Keines von bei­den ist falsch. Und es scheint für Hob­by-Autoren, die nicht unbe­d­ingt in die TopTen der ‚Spiegel Charts’ gelan­gen wollen, sicher­lich die beste Wahl zu sein, ihr Tal­ent einem bre­it­en Pub­likum vorzustellen. Man kann prak­tisch ohne Koste­naufwand der ganzen Welt zeigen, dass man Fan­tasie hat. Fan­tasie und gute Ideen.

Allerd­ings sollte man schon ein biss­chen ‚schreiben kön­nen’. Denn wie man sieht, gibt sich Ama­zon inzwis­chen nicht mehr mit ‚jedem’ Manuskript zufrieden. Und es bringt ja auch nichts, wenn der poten­zielle Inter­essent schon bei der Vorschau die Stirn kraus zieht und lieber bei bekan­nteren Autoren nach­schaut. Denn weltweit ‚anbi­eten’ zu kön­nen, bedeutet auch weltweit ‚ver­glichen’ zu werden.

Aber angenom­men, unser Beispiel-Autor hat ein Lit­er­atur-Studi­um absolviert und weiß über Ringel­natz, Rilke und Heine Bescheid, sodass jed­er Kri­tik­er ihn mit Vorschus­s­lor­beeren über­häuft, so hat er doch bessere Chan­cen. Oder?

Ich wage nicht zu wider­sprechen. Aber nach meinen Beobach­tun­gen unter­liegt er ‚den­noch’ dem­sel­ben Wet­tbe­werb, dem Susanne Müller unter­liegt, die sich ihre Tipps in irgen­deinem der zahlre­ichen Schrift­steller­foren geholt hat.

Es ist der ‚geneigte Inter­essent’, der entschei­det, welch­es E‑Book er gerne down­load­en möchte und welch­es nicht.

Und dies­bezüglich gibt es etwas Inter­es­santes zu ent­deck­en: Zur Zeit der Entste­hung dieses Ver­leger Blogs belegte „Arthur C. Clarke“ mit „Ren­dezvous mit Rama“ Platz 9.429. Dieses Werk zählt zweifel­los zu den absoluten Langzeit-Best­sellern. Mit sein­er Platzierung hat der Schrift­steller posthum – ihr kön­nt es genauer recher­chierten – rund 98% oder 99% der von Ama­zon ange­bote­nen Büch­er hin­ter sich gelassen.

Nun wis­sen wir hier aber von unser­er allerersten Antholo­gie „Die Null Matrix“, dass sie nach ihrem Erscheinen auf Anhieb unter den Top Tausend rang­ierte. Das bedeutete im End­ef­fekt – trotz der Spitzen­platzierung – nicht mehr als ‚dreiundzwanzig’ bezahlte Down­loads im Spitzenmonat.

Kom­men­tar überflüssig!

Ich denke, jed­er­mann kann sich sel­ber aus­rech­nen, dass er sich davon nicht die Wurst auf dem Brot leis­ten kann. Anders natür­lich die Riesen wie Ama­zon oder BoD und so weit­er, denen es egal ist, wie gut euer Buch verkauft wird. Bei einein­halb Mil­lio­nen E‑Books (Eigene Angabe von Ama­zon) kann man sich das Ergeb­nis leicht sel­ber ausrechnen.

Ich meine, es gibt natür­lich schon einen Grund, warum die Riesen den Autoren große Ver­sprechun­gen machen: Mit Speck fängt man Mäuse. Deshalb sollte sich jed­er Autor genau darüber informieren, ob und wie die ‚wirk­lichen’ Gegeben­heit­en mit seinen eige­nen Zie­len zusam­men­passen. Will ich nur stolz auf mein eigenes E‑Book ver­weisen kön­nen, dann ist es schlussendlich egal, welchen Erfolg ich mit mein­er Pub­lika­tion erziele. Will ich aber eines Tages als anerkan­nter Schrift­steller gel­ten und eventuell sog­ar von meinen Tantiemen ‚leben kön­nen’, dann lohnt sich sicher­lich der Blick über den Teller­rand hinaus.

Denn selb­st ‚Stephen King’ hat mit ‚The Plant’ einen Aus­flug ins vielver­sprechende E‑Book-Geschäft gewagt. https://de.wikipedia.org/wiki/The_Plant

Da er die Down­load-Idee jedoch aufgegeben hat, und weit­er­hin Ver­leger-Dien­stleis­tun­gen in Anspruch nimmt, gehe ich davon aus, dass es dafür einen trifti­gen Grund gibt.

Ich bin selb­st erfol­gre­ich­er Schrift­steller und kenne das Geschäft seit 1980 sehr genau. Ich musste mir auch erst die Sporen ver­di­enen, ehe ich meine damals noch spär­lichen Erfolge einem Ver­leger im Wirtschaftssek­tor auf den Tisch knallen konnte.

Ich weiß natür­lich nicht, ‚wie knapp’ es damals aus­ging, aber es reichte glück­licher­weise für eine Zusage aus, sodass ich in der Folge für die Größen der Wirtschaft und der Finanz­di­en­stleis­tungs­branche Büch­er schreiben durfte. Und dabei habe ich natür­lich sehr viel gelernt!

Das ist auch der Grund, warum ich mir nicht gerne sagen lasse, dass man heutzu­tage ohne Fleiß, nur mit einem ‚über­wälti­gend guten’ Manuskript, Best­seller­autor wer­den könne. Ich hege da so meine Zweifel.

Ihr wisst, dass ich seit nun­mehr zwölf Jahren nichts anderes mehr tue, als vielver­sprechen­den Autoren einen Weg zu ebnen, der sie Schritt für Schritt und Stufe für Stufe ihrem angestrebten Ziel näher bringt. Selb­stver­ständlich lasse ich die Tipps, die da draußen so herum­schwirren, völ­lig außer Acht und lege meinen Schüt­zlin­gen nur die eige­nen Erfahrun­gen ans Herz. Das halte ich für notwendig, denn auch die erfol­gre­ichen mein­er Schrift­steller-Kol­le­gen bestäti­gen mir: „Ohne Fleiß kein Preis!“

Also stelle ich mir die bei­den Alter­na­tivwege als total unter­schiedliche Routen vor. Für einen Hob­by-Autoren, der nur seinen Spaß haben will, rate ich gerne zum leichteren Weg. Einem auf­streben­den Schreiber­ling, der ‚mehr’ will, als auf ein eigenes E‑Book bei Ama­zon zu ver­weisen rate ich, die Werbeslo­gans der Self­pub­lish­er-Plat­tfor­men unbe­d­ingt kri­tis­ch­er zu betra­cht­en. Die ganze ‘Stram­pelei’ nützt nichts, wenn man den falschen Weg gewählt hat.

Das war übri­gens der Grund für die Grün­dung von Sar­turia. Das war der Grund für den Aufruf an Helfer, die ver­standen haben, worum es geht. Und deshalb investieren wir alle hier unser Herzblut und unsere ganze Kraft. Wir bauen ein Gerüst, an dem sich die ziel­stre­bi­gen und fleißi­gen unser­er Autoren empor hangeln kön­nen, ins Licht. Wir möcht­en näm­lich, dass ‚sie alle’ langfristig gewinnen.

Hier noch ein willkür­lich aus­gewähltes Zitat aus ein­er Kun­den­rezen­sion des Best­sellers von Arthur C. Clarke, das mir ins Auge gesprun­gen ist und das ich euch nicht voren­thal­ten möchte:

ZITAT

Noch etwas zur Über­set­zung: Ein paar Nach­hil­fes­tun­den Deutsch und auch Sachunter­richt täten ganz gut. Die sprach­lichen und tech­nis­chen Aus­rutsch­er reißen einen doch immer wieder aus dem Lesev­ergnü­gen. Ein wenig mehr Sorgfalt hier und ich hätte gerne einen Stern mehr gegeben.

ENDE ZITAT

Und ‚das’ ist nun genau ‚das’, was ich jedem unser­er neu ein­re­ichen­den Schüt­zlinge immer und immer wieder ans Herz lege: Es macht zwar Spaß, ein­fach drau­f­los zu schreiben, aber es macht noch weitaus ‚mehr’ Spaß, die Anerken­nung sein­er Leser zu erringen.

Aus vor­ge­nan­nten Grün­den bieten wir inzwis­chen bei­de Wege an: Den Weg über die Autoren­schule oder auch die ein­fache Art, sich ein Buch druck­en zu lassen, ohne große Sorge um die Zukun­ft; nur des Spaßes wegen.

Die erste Meth­ode funk­tion­iert bere­its seit zwölf Jahren her­vor­ra­gend. Die zweite Meth­ode etablieren wir derzeit erst. Aber wir wer­den sie so gestal­ten, dass jed­er­mann jed­erzeit ‚ernst’ machen und aus der Spaß-Sek­tion zu den auf­streben­den Autoren wech­seln kann. Denn es ist wirk­lich befriedi­gend, wenn man schließlich sagen kann: „Ich bin anerkan­nter Buchautor …!“

Dieter König
Ver­leger und Zweit­er Vor­stand des gemein­nützi­gen Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.

Ver­leger Blog 20160419
Literaturpreise!

Man stolpert immer wieder über sie und fragt sich manch­mal, nach welchen Gesicht­spunk­ten sie vergeben wer­den. Denn nicht immer kann man ihre Ver­gabe nachvol­lziehen. Aber jed­er Autor hätte gerne einen.

Das ist auch gar nicht so verkehrt, denn ich glaube schon, dass die Herrschaften bei den Großver­la­gen einen Lit­er­atur­preis durch erhöhte Aufmerk­samkeit hon­ori­eren. Das ist natür­lich nur eine ganz per­sön­liche Annahme, aber ich sel­ber würde einen Lit­er­atur­preis in mein­er Beurteilung eines Schrift­stellers berücksichtigen.

Wir wis­sen jedoch alle, dass es nicht so leicht ist, einen Lit­er­atur­preis zu ergat­tern. Meist erfährt man erst durch die Medi­en, dass irgend­wo wieder mal ein Preis ver­liehen wor­den ist. Aber im Nach­hinein nützt das nicht sehr viel.

Eine Lösung wäre es natür­lich, im Sar­turia-Autoren-Forum nachzuguck­en, denn wir hat­ten in der Ver­gan­gen­heit schon mal einen Web-Scout darauf ange­set­zt, das Inter­net nach aktuellen Preis-Auss­chrei­bun­gen zu durchforsten.

Wir wollen diese Tra­di­tion jet­zt wieder fort­führen und suchen jeman­den aus dem Kreis unser­er Fans und Schüt­zlinge, der Spaß daran hat, sich mit den hon­ori­gen Urhe­bern der ver­schieden­sten Lit­er­atur­preise anzufreunden.

Er muss nix anderes tun und kriegt seine Aktiv­en-Beteili­gung trotz­dem. Ein beque­mer Job also. Und doch ist er mit ein­er gewis­sen Ver­ant­wor­tung ver­bun­den. Denn wir wollen wis­sen, wo wir unsere Manuskripte ein­re­ichen kön­nen. Der Rest – das wis­sen wir alle – liegt in den Hän­den der Glück­göt­tin For­tu­na; und die ist sehr, sehr launisch.

Aber ich denke, im Laufe der Zeit wer­den sich doch mehr und mehr Lit­er­atur­preisträger zu unseren Stam­mau­toren gesellen. Man kann ja nicht ewig Lot­to spie­len, ohne zumin­d­est einen Dreier zu ergattern.

Aber ein Lit­er­atur­preis in der Vita genügt natür­lich noch lange nicht, wenn wir jene Leute an uns inter­essieren wollen, die es gewöh­nt sind, jeden Tag Hun­derte von Autoren ‚abzulehnen’.

For­mulieren wir es ander­srum: Wir müssen uns – vor allem anderen – als unver­drossene Kämpferin­nen oder Kämpfer beweisen. Als harte Knochen, denen die vie­len ‚Absagen’ glatt am Gesäß vor­bei gehen. Denn ganz ohne starken Willen und ohne ein stand­sicheres Durch­hal­tev­er­mö­gen kön­nen wir gle­ich wieder ein­pack­en und das Schreiben als reines Hob­by betreiben.

Aber – das darf nicht unter­schätzt wer­den – wir brauchen natür­lich eben­falls ein wirk­lich gutes Manuskript. Eines das ganz ver­schiedene Kri­te­rien erfüllt, sodass es auch einem der hart­ge­sot­te­nen Profis zumin­d­est ‚inter­es­sant’ erscheinen mag.

Das sind die grundle­gend­sten Voraus­set­zun­gen, ohne die nix, aber auch gar nix geht.

Bei Punkt „Eins“ sind wir hier bei Sar­turia bloße Zuschauer. Es liegt an jedem sel­ber, ob er Mumm genug in den Knochen hat oder nicht.

Bei Punkt zwei jedoch fühlen wir uns ganz per­sön­lich ‚mit’ ver­ant­wortlich. Und da haben wir auch die notwendi­gen Werkzeuge und eine langjährige Erfahrung, um dem Autor zu helfen, aus einem guten The­ma ein gutes Buch zu machen.

Aber damit ist die Schlacht noch lange nicht gewon­nen. Eine gewisse Pro­fes­sion­al­ität gehört auf jeden Fall mit dazu. Wenn man von Tuten und Blasen keine Ahnung hat und dem Lek­tor beim Erstkon­takt auch noch seine eigene Unwis­senheit um die Ohren schlägt, dann kann man ein ‚noch so gutes’ Buch in der Tasche haben; unser Gegenüber wird es ver­mut­lich auf den großen Haufen werfen.

Hat man sich aber eine Menge Erfahrung angeeignet, in der Öffentlichkeit­sar­beit, bei Auto­gramm­stun­den und beim Vor­lesen, dann redet man schon ziem­lich auf Augen­höhe mit den Herrschaften.

So richtig pro­fes­sionell wirkt man vor allem dann, wenn man auch noch eine ansehn­liche Menge an verkauften Büch­ern nach­weisen kann, und wenn man Erfahrung darin hat, wie man ‚wirkungsvoll’ in den Medi­en auf sich und seine Büch­er aufmerk­sam macht. Kön­nt ihr euch vorstellen, dass in diesem Fall ein Gespräch zwis­chen Her­aus­ge­ber und Autor recht erfreulich ver­laufen würde?

Es gibt tat­säch­lich Dutzende von unwirk­samen Meth­o­d­en, sich als viel gele­sen­er Autor etablieren zu wollen. Aber glaubt mir: Es gibt ‚eine’ sichere Meth­ode, denn hin und wieder ‚schafft’ es ein­er der Autoren. Und in den sel­tensten Fällen kann man es auf ‚pures Glück’ schieben. Ver­ste­ht ihr?

Was mag wohl passieren, wenn ihr den Her­ren wirk­lich bele­gen kön­nt, dass ihr genau wisst, wovon ihr sprecht, und wenn ihr ihnen ohne Rück­fra­gen, auf sym­pa­this­che Art und Weise die erwarteten Zahlen liefert, weil ihr Profi seid und Bescheid wisst …?

Wer jet­zt noch lange über­legen muss, ehe er antwortet, der hat sich­er ‚irgend­was’ in der Ver­gan­gen­heit über­lesen. Oder er hat sowieso keine Ahnung vom Beruf eines Verkäufers.

Wir hier bei Sar­turia arbeit­en hart daran, auf­streben­den Autoren im Laufe der Zeit aufs Pferd zu helfen. Wir geben jedem wiss­be­gieri­gen Helfer die Gele­gen­heit, alle Notwendigkeit­en ken­nen­zuler­nen und auszutesten. Es wird nicht ein­fach. Aber es kann ‚gemacht’ werden.

Unseren Lohn bekom­men wir dann, wenn ihr es ‚geschafft’ habt!

Deshalb wollen wir, dass ihr gewinnt!

Liebe Grüße
Dieter König
Ver­leger und zweit­er Vor­stand des gemein­nützi­gen Fördervere­ins, Sar­turia Autoren­schule e.V.

Ver­leger Blog 20160412
Vom Manuskript zum Bestseller

Wer hat das größte Bud­get, um Autoren zu Best­seller-Autoren machen zu kön­nen? Bei welchen Ver­la­gen habe ich aus­ge­sorgt, wenn sie mein Manuskript annehmen? Bei wem sollte ich mich vorstellen, wenn meine Vita wirk­lich schon genü­gend Erfolge aufzuweisen hat …?

DIE GRÖSSTEN DEUTSCHEN BUCHVERLAGE:

Quelle: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/rangliste-der-20-groessten-verlage-buchverlage-sind-immer-abhaengiger-von-bestsellern-seite‑2/2635834–2.html

Rang .. Ver­lag .. Ums. in Mill. Euro .. Veränd. zum Vorj. in %
1 Springer Science+Business Media … 588 .….….…. 8,1
2 Cor­nelsen Ver­lags­gruppe .….….….… 346,9 .….……2,3
3 Klett-Gruppe .….….….….….….….….…..344,0* .….….. 3,5
4 West­er­mann Ver­lags­gruppe .. .….….. 226,8* .….…..5,8
5 Welt­bild .….….….….….….…. .….….….. 224,2 .….…..1,6
6 Weka Fir­men­gruppe .….….….….….… 208,3 .….….. 6,8
7 Ran­dom House .….….….….….….….… 201,8 .….……3,1
8 Wolters Kluw­er Deutsch­land .….….… 180 .….….… ‑2,7
9 Haufe Gruppe .….….….….….….….….. 159,3 .….….. 4,8
10 Vogel Medi­en Gruppe .….….….….…. 144 .….…… ‑31,0
11 Mair­Du­Mont .….….….….….….….….… 143 .….…… 14,4
12 C.H. Beck .….….….….….….…. .….…. 130,0* .….…. 0
13 Deutsch­er Fachver­lag .….….….….… 124,3 .….….…. 5
14 Thieme .….….….….….….…. .….….…..117 .….….… 15,8
15 Ren­trop Ver­lagshaus .….….….….…… 115 .….….….…1
16 Lan­gen­schei­dt .….….….….….….….…..86,9 .….….…. 1,6
17 BI/Brockhaus .….….….….….….… .….. 83 .….….….… 8,2
18 Wiley-VCH .….….….….….….….. .….… 82,9 .….….….. 4,3
19 Ver­lags­gruppe Lübbe .….….….….….. 75,3 .….….…. 26,8
20 Droe­mer Knaur .….….….….….….….…69,6 .….….….…6,4
21 Sar­turia .….….….….….….….….….…. 0,00001.….… 43,0 🙂

Wie wir sehen, ist die Ver­lags­gruppe Lübbe gar nicht mal so schlecht aufgestellt.
Beina­he wären sie an das enorme Wach­s­tum von Sar­turia herangekommen …! 🙂 🙂 🙂

Ein biss­chen Spaß muss sein! 🙂

Nun aber im Ernst für die, die’s noch nicht gele­sen haben:

Wer im Vor­feld bere­its genü­gend Büch­er verkauft hat, damit er über­haupt von den Pub­likumsver­la­gen wahrgenom­men wird, find­et ganz unten in diesem Blog-Beitrag einen Link zu ein­er nahezu voll­ständi­gen Liste. Mit Sicher­heit kann er dort den einen oder anderen poten­ten Ver­lag auswählen, der genü­gend Geld in die Wer­bung seines Buch­es steck­en kön­nte. Das ist eine der Grund­vo­raus­set­zun­gen, damit das Buch über­haupt eine Chance bekommt, am Run nach einem begehrten ‚Best­seller-Titel’ teilzunehmen.

Dazu muss man natür­lich erst ein­mal wis­sen, wie ein Best­seller über­haupt zus­tande kommt. Es entspricht näm­lich nicht der Wahrheit, wenn man euch sagt, man müsse nur ein wirk­lich gutes Buch schreiben, um Best­seller-Autor zu wer­den. Nein, das ist ‚so weit’ von der Wahrheit ent­fer­nt, als würde jemand behaupten, des Bauern Kuh Mar­gret wäre das erste Lebe­we­sen, das heil vom Jungfer­n­flug zum Mars zurück­gekehrt sei.

In Wirk­lichkeit macht nicht die Qual­ität des Buch­es einen Best­seller, son­dern das Werbe-Bud­get des Verlegers.

Die Sache ist ein­fach zu ver­ste­hen, wenn man’s weiß:
Es gibt da zum Beispiel die Spiegel-Charts. Die lis­ten auf, wer von den Büch­ern unter die Top Hun­dert gekom­men ist, und welch­er von den meistverkauften Titeln auf Platz Eins gerutscht ist. Die Verkäufer im Buch­han­del star­ren wie hyp­no­tisiert auf diese Charts — sie hän­gen sie sog­ar für die Kun­den in ihrem Laden aus — und stellen sich natür­lich die best­platzierten Titel ins Verkauf­s­re­gal, weil sie ja wis­sen, dass in der Presse recht viel Rum­mel um die Top Ten der Spiegel-Charts gemacht wird.

Wer also glaubt, mit Klein­ver­la­gen einen Best­seller lan­den zu kön­nen, der hat das dahin­ter ste­hende Prinzip nicht ver­standen und sollte diesen Absatz vielle­icht noch ein­mal lesen — oder noch bess­er — nach dazuge­höri­gen Beiträ­gen googeln.

Das Vorste­hende muss man als hoff­nungsvoller Autor ein­fach wis­sen, wenn man nicht unverse­hens die Lust ver­lieren will. Denn Wis­sen ist Macht. Wenn ich weiß, wie etwas funk­tion­iert, dann kann ich seine Mechanik auch für mich aus­nutzen, selb­st wenn es sehr viel Vorar­beit benötigt.

Wichtig zu wis­sen also: Die größten der großen Buch­händler haben ein Agree­ment, eine Vere­in­barung, mit den Spiegel-Leuten. Sie melden über ihre Verkauf­skassen die Anzahl der verkauften Büch­er an den Spiegel, und der wertet die ver­schiede­nen Mel­dun­gen aus und kann somit genau ermit­teln, welch­es Buch deutsch­landweit- oder auch weltweit — am häu­fig­sten verkauft wor­den ist, und auf welchem Platz die Konkur­ren­zti­tel gelandet sind. Das fasst die Spiegel-Redak­tion in den Büch­er-Charts zusam­men und stellt es den Händlern zur Verfügung.

Man kann sich also in den schön­sten Far­ben aus­mahlen, was das bewirkt:
Taucht ein Buch oben in den Charts auf, so sehen es die Inter­essen­ten im Aushang an der Wand des Buch­ladens und greifen intu­itiv zuerst nach dem entsprechen­den Buch. Klar, der Buch­händler hat die Büch­er aus den Charts ja ganz vorne, möglichst griff­bere­it, platziert. In der Folge gehen genau von diesem Buch ‚mehr’ Exem­plare über die Theke, als von anderen Büch­ern. Das wiederum reg­istri­eren die elek­tro­n­is­chen Verkauf­skassen und melden es an den Spiegel.

Und dort, im Ver­lags­ge­bäude des mächti­gen Blattes, sitzen die entsprechen­den Redak­teure und schieben den Buchti­tel in ihren Charts um einen oder zwei Plätze höher. Und das hat natür­lich zur Folge, dass die Händler das Buch ’noch’ weit­er vorne hin­stellen, damit der Inter­essent es ’noch’ leichter hat, es zu ergreifen. Das ist, wie wenn man ein Mikro­fon vor den Laut­sprech­er hält. Aktion und Reak­tion schaukeln sich blitzar­tig auf, bis der Laut­sprech­er über­lastet aufgibt und die Zunge herausstreckt …!

Auch J. K. Rowl­ing ist — wenn man dem Film­bericht Glauben schenken will — nach der endgülti­gen Pub­lika­tion ihres ersten Har­ry Pot­ter Schinkens vor den Charts gesessen und hat jede neue Platzierung begeis­tert bejubelt, während der erste Band zur Spitze emporgek­let­tert ist. Das geht wohl jedem Schrift­steller so, der sein Herzblut in eine span­nende Geschichte investiert hat.

Aber — wie gesagt — das Herzblut reicht nicht aus. Es müssen schon ein paar Mil­lio­nen Euro ‘mehr’ sein, wenn man ein Buch in die Top-Ten brin­gen will. Und da sind Klein­ver­lage — oder auch die kleineren Großver­lage — wohl kaum die richti­gen Part­ner. Diesen Umstand muss man sehr gut ver­ste­hen, wenn man den Kampf allen Ern­stes aufnehmen will.

Der junge Christo­pher Paoli­ni, der mit fün­fzehn Jahren seinen Weltbest­seller „Eragon“ veröffentlichte
https://de.wikipedia.org/wiki/Christopher_Paolini
bietet ein Schul­beispiel für eine wirkungsvolle Strate­gie, um einen Best­seller auf die Beine zu stellen: Seine Eltern – ein Ver­legere­hep­aar – ließen das Buch druck­en und förderten es nach besten Kräften, so wie es die Pub­lika­tion­splat­tform von Sar­turia mit den Werken sein­er Schüt­zlinge eben­falls tut.

Entschei­dend war natür­lich die fol­gende Aktion des jun­gen Paoli­ni: Er tin­gelte näm­lich mit seinen Eltern durch die gesamten USA, um das Buch in Schulen, Bib­lio­theken und Buch­lä­den bekan­nt zu machen. Irgend­wo glaube ich gele­sen zu haben, dass er wohl an die 250 Lesun­gen in diesem Jahr abge­hal­ten haben soll, ehe die Paoli­ni-Fam­i­lie dann tat­säch­lich einen poten­ten Großver­lag begeis­tern kon­nte. Mit­tler­weile gibt es, soweit ich weiß, die fün­fte Fort­set­zung der Sto­ry auf dem Markt.

Merkt ihr was …?

Es ‘gibt tat­säch­lich’ einen bege­hbaren Weg vom hoff­nungsvollen Anfänger zum Best­seller-Autor. Man muss nur wis­sen, dass dieser Weg sich nicht bewälti­gen lässt, indem man abwartet und Tee trinkt.

Natür­lich ist die Grund­vo­raus­set­zung für eine entsprechende Strate­gie, dass man ein gelun­ge­nes Buch in den Hän­den hält. Und zwar ein Buch mit ein­er tollen Sto­ry und eine lit­er­arisch qual­i­ta­tiv ansprechende ‚Schreibe’ des Autors. Das Helfer-Team von Sar­turia kann – als Vertreter ein­er anerkan­nt erfol­gre­ichen Autoren­schule — seine Autoren prob­lem­los zu Höch­stleis­tun­gen ans­pornen. Anders als im Self­pub­lish­ing, oder auch bei der gängi­gen Prax­is in den kleineren Ver­la­gen, ist die Grund­vo­raus­set­zung mith­il­fe des Sar­turia-Teams also dur­chaus erreichbar.

Aber dann kommt der Teil, an dem die Helfer von Sar­turia nur bed­ingt mitwirken kön­nen: Der Autor muss sich und sein Buch bekan­nt machen. Diese Arbeit muss er schon sel­ber leis­ten, denn man kann einen Hund nicht zum Jagen tra­gen. Ein clev­er­er Autor muss sel­ber seine Lesun­gen abhal­ten, selb­st wenn er anfangs noch gar kein Hon­o­rar von den bere­itwilli­gen Buch­hand­lun­gen bekommt. Später sieht es dann anders aus. Da kön­nte man allein vom Hon­o­rar für Lesun­gen ganz gut ‚leben’.

Der Punkt ist der: Wenn ein Paoli­ni — meines Wis­sens — so an die 5.000 Buchverkäufe an seinen Großver­lag melden kann, dann hat er weitaus bessere Chan­cen das Inter­esse des Chef-Lek­tors zu errin­gen, als Renate Schmitz, die auf ihrer einzi­gen Lesung zehn Büch­er verkauft hat. Logisch oder?

Ist doch klar: Der Ver­ant­wortliche Her­aus­ge­ber eines poten­ten Großver­lags muss sich zumin­d­est ‚vorstellen’ kön­nen, dass das Buch, das ihr ihm in die Hände drückt, die vie­len, vie­len Wer­bekosten wieder here­in­spielt, oder – noch bess­er – dem Ver­lag einen sat­ten Gewinn beschert. Aber das kann natür­lich wed­er der Autor noch Sar­turia bee­in­flussen. Das Ergeb­nis dieses einen Augen­blicks hängt allein von dem Bild ab, das sich hin­ter der Stirn des All­ge­walti­gen abze­ich­net. Hört er im Geiste genü­gend viele Dol­lars klimpern, so legt er dem Autor die Hand auf die Schul­ter und grat­uliert ihm zu seinem Ehrgeiz.

Aber glaubt nicht, dass eine einzige Vorstel­lung reicht, auch wenn ihr genü­gen verkaufte Büch­er vor­weisen kön­nt. Es gab da mal einen amerikanis­chen Autor, der seinen Fans erzählte, er habe ins­ge­samt ‘vierzig’ Ver­lage anlaufen müssen, ehe ein­er an das Poten­zial seines Buch­es geglaubt hat. Der Name des Autors war „Ernest Hemingway“.

‚Sooo’ läuft das Busi­ness! Lasst euch nichts von Glück erzählen. Glaubt nicht an die Sto­ry vom Pferd, die euch Leute erzählen wollen, die selb­st noch nicht wirk­lich weit­ergekom­men sind.
Es liegt allein an euch …!

Das Helfer-Team von Sar­turia ist jedoch so hoch motiviert – und es ist auch, wie man sehen kann, in der Lage, alles dafür zu tun – dass ihr als hoff­nungsvolle Autoren den Absprung auch wirk­lich schaf­fen kön­nt, wenn ihr’s tat­säch­lich und unbe­d­ingt wollt.
Aber denkt bitte daran: Es liegt allein an euch!

Hier eine Auflis­tung der für Vorstel­lun­gen infrage kom­menden Ver­lage, aus denen jed­er eine Auswahl der poten­testen Part­ner tre­f­fen kann, wenn er sich per Google über dessen Büch­er und Erfolge informiert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutschsprachiger_Verlage

Liebe Grüße
Dieter König
Ver­leger, Lek­tor, Coach, Buchautor
2. Vor­stand gemein­nütziger Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.

Ver­leger Blog 20160403
Von Sar­turia zum größeren Verlag

Ja, liebe Fre­unde, es stimmt tat­säch­lich: Sar­turia hat bere­its ‚eine ganze Rei­he’ tal­en­tiert­er Schüt­zlinge insoweit unter­stützt und gefördert, sodass sie inzwis­chen bei vielver­sprechen­den Ver­la­gen unterkom­men konnten.

Eine tolle Sache – und ein Riesen-Erfolg für Sar­turia. Die Fak­ten lassen sich übri­gens von jed­er­mann nachver­fol­gen, wenn er das wün­scht; ‚Google’ liefert so gut wie jede mögliche Bestätigung.

Aber genau solche erfreulichen Ergeb­nisse unser­er Leis­tun­gen gehören mit zur allum­fassenden Strate­gie von Sar­turia und somit zu den erk­lärten Zie­len des gemein­nützi­gen „Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.“

Wir trafen sog­ar schon ver­such­sweise mit eini­gen unser­er früheren Stam­mau­toren soge­nan­nte ‚Auflö­sungsvere­in­barun­gen’, sodass sie ihre Werke unge­hin­dert größeren Ver­la­gen anbi­eten kön­nen. So etwas gehört untrennbar zum ‚weltweit ein­ma­li­gen Ser­vice’ von Sar­turia. Wir wer­den also die Sache weit­er­ver­fol­gen und sehen, ob das Ent­ge­genkom­men von unser­er Seite auch wirk­lich zum gewün­scht­en Erfolg geführt hat. Wir drück­en dafür auf jeden Fall bei­de Daumen.

‚Noch’ sind keine ‚großen Namen’ unter den Ver­la­gen, bei denen unseren Schüt­zlin­gen untergekom­men sind. Aber das spielt über­haupt keine Rolle, denn es han­delt sich ja um einen der notwendi­gen Schritte ‚nach oben’, und die ‚muss’ man ein­fach zurück­le­gen, wenn man wirk­lich solche Erfolge anpeilen will, wie beispiel­sweise ein „Christop­er Paoli­ni“ sie vor­weisen kann.

Auch Paoli­ni nutzte kluger­weise zunächst einen kleinen Ver­lag um den ersten Band von „ERAGON“ fachgerecht zu bewer­ben. Es war übri­gens der Ver­lag sein­er Eltern, „Paoli­ni Inter­na­tion­al LLC“.

Erst nach Hun­derten von Lesun­gen und Tausenden von Buchverkäufen durfte er es wagen, bei ein­er „Ran­dom-House-Tochter“ vorzusprechen.

Dass er den richti­gen Weg gewählt und seine Sache aus­nehmend gut gemacht hat, lässt sich daran able­sen, dass seine Büch­er in der Folge weltweit 33 Mil­lio­nen Mal verkauft wor­den sind.

Ein ‚klein­er’ Ver­lag hat natür­lich kein solch­es Wer­be­bud­get wie zum Beispiel der Riese „Ran­dom House“. Nicht ein­mal annäh­ernd. Man sollte also auf große Ver­sprechun­gen klein­er Ver­lage möglichst nicht here­in­fall­en. Kein einziger Best­seller ist durch das bloße Tal­ent seines Autors ent­standen. Es bedarf vor allem der Werbe­mil­lio­nen eines poten­ten Verlagspartners.

Wie man sieht, tut man sehr wohl gut daran, sich als Autor soweit „fit“ zu machen, dass sich die großen Häuser auch tat­säch­lich erfol­gre­ich ansprechen lassen, ohne dass man sich blamiert. Ich sel­ber hab’s ja schon vorgemacht und weiß deshalb, ‚wie es geht’. Und viele frühere Schüt­zlinge von Sar­turia sind eben­falls schon auf dem richti­gen Weg.

Macht es ihnen also ein­fach nach! Aber lasst euch nicht erzählen, dass ihr es sowieso ‚nicht’ schafft, oder dass ihr den ‚falschen Weg’ gewählt hät­tet. Ich hab’ das sel­ber schon oft erlebt: Erfol­glose Leute belabern gern die fleißi­gen, hoff­nungsvoll auf­streben­den Tal­ente, um sie eben­falls zum ‚aufgeben’ zu bewe­gen. Aber ihnen Gehör zu schenken und sich von ihnen belabern und ‚nie­der­ma­chen’ zu lassen, wäre natür­lich totaler Unsinn.

Man sollte wirk­lich keinen Deut auf irgendwelche Unken­rufe geben. Nie und nim­mer! Denn es gibt in Wirk­lichkeit nur ‚ein einziges’, wirk­sames Rezept, um dauer­haften Erfolg erzie­len zu kön­nen: „Fleiß und bedin­gungslose Hingabe!“ Alle anderen ‚Geheim­rezepte’ führen defin­i­tiv ins Vergessen und Verder­ben. Lasst euch diese Tat­sache von einem wirk­lich ‚erfol­gre­ichen’ Profi bestäti­gen, egal bei welchem Ver­lag er publiziert.

Wenn man schon den Weg unser­er ehe­ma­li­gen Schüt­zlinge ver­fol­gt, dann sieht man, dass vor allem die fleißi­gen unter unseren früheren ‚Helfern’ den Sprung aufs ‚näch­ste Lev­el’ geschafft haben. Wir sind natür­lich mächtig stolz auf unsere eige­nen Leis­tun­gen, mit denen wir ihnen den Weg geeb­net haben, auch wenn dies nicht ein­fach gewe­sen ist. Aber es beweist natür­lich wieder mal:

Sar­turia ist halt doch etwas ganz Besonderes.

Wer den auf­streben­den Leuten nacheifern will, der hat derzeit immer noch die Möglichkeit, eben­falls einen neben­beru­flichen ‚Helfer­posten’ zu ergat­tern. Denn nir­gends lernt man mehr über den erfol­gre­ichen Umgang mit Lit­er­atur, als wenn man sich beständig mit ihr beschäftigt.

Es gibt zurzeit sog­ar schon ein paar Euro ‚mehr’ für die Hil­feleis­tun­gen, als wir ‚bish­er’ ver­sprechen kon­nten. Siehe auch:

Wer gut genug rech­nen kann: Irgend­wann sind die Helfer tat­säch­lich in der Lage, allein von ihrer Beteili­gung zu leben. So ist es geplant, und so ist es eingerichtet.

Aber das war und ist natür­lich nie und nim­mer ‚die Haupt­sache’. Erk­lärter­maßen sollte das eigentliche Ziel allein das per­sön­liche und intellek­tuelle Wach­s­tum des ange­hen­den Schrift­stellers sein, bis er irgend­wann auf Augen­höhe mit den Lek­toren der Großver­lage ste­hen und freimütig – ganz ohne Vor­be­halte – mit den All­ge­walti­gen ver­han­deln kann.

Das Ziel, unseren Autoren ‚genau dies’ zu ermöglichen, haben wir bei Sar­turia uns zur ‚zen­tralen Auf­gabe’ gemacht.

Wer also in der Lage ist, seine Chance zu erken­nen und sie wahrzunehmen, der meldet sich rasch unter info@sarturia.com
Ich küm­mere mich per­sön­lich um ihn.

So, und jet­zt brin­gen wir noch ein paar unser­er anerkan­nt fet­zi­gen Antholo­gien auf den Markt, in denen wir den Lesern eure her­vor­ra­gend ver­fassten und tierisch span­nen­den Geschicht­en zum Lesen anbieten.

Ich hab’ mich über den Fort­gang der Arbeit­en informiert: Die Manuskripte dreier Sam­mel­bände sind mehr oder weniger fer­tig und bere­it für die Endkontrolle.

Dieses Jahr wird erneut ein ganz fan­tastis­ches Jahr für Sar­turia und seine Autoren. Wir freuen uns tierisch ‚mit euch’ darüber.

Ganz liebe Grüße

Dieter König
Ver­leger und zweit­er Vor­stand des gemein­nützi­gen „Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.“

Ver­leger Blog 20160324

Liebe Autoren!

Dafür, dass sich durch die Umstruk­turierung einige Verzögerun­gen ergeben hat­ten, bit­ten wir höflich um Entschuldigung. Aber dafür kom­men im Früh­jahr und Som­mer wesentlich mehr Büch­er auf den Markt als vor­mals geplant. Ab April kön­nen wir näm­lich den Tur­bo­lad­er einschalten.

Zu Beginn des Blogs möchte ich gerne eine Bemerkung zur soge­nan­nten “Hil­fe durch Kri­tik” wieder­holen, weil die Kla­gen neu ein­tr­e­f­fend­er Autoren darüber nicht abreißen wollen.

Ihr wisst, liebe Fre­unde: Bei Sar­turia ‚gibt’ es keine Kri­tiken, auch keine ’noch so gut gemein­ten’. Wir sind der Mei­n­ung, dass jed­er Autor ‚sel­ber’ entschei­den kann, ob sich das Geschriebene gut lesen lässt, oder ob es verbesserungswürdig erscheint.

Autoren sind Kün­stler. Doch Kün­stler sind von Natur aus angreif­bar und leicht aus der Fas­sung zu brin­gen. Und Sätze wie: „Man wird doch noch die Wahrheit sagen dür­fen“, haben schon so manchen auf­streben­den Kön­ner aus der Spur geworfen.

Hier, bei Sar­turia, haben wir einen kri­tik­freien Raum geschaf­fen, in dem sich ange­hende Schrift­steller völ­lig unge­hemmt entwick­eln kön­nen. Mehr noch: Ich werde mich um jeden Autor per­sön­lich küm­mern, dem durch Kri­tik oder durch unsachgemäße Äußerun­gen, irgen­dein Unrecht zuge­fügt wor­den ist.

Sym­pa­thie, Tipps und Hil­fe sind die einzi­gen Werte, die ein auf­streben­der Autor von unser­er Seite aus erwarten darf und kann.

Mein per­sön­lich­er Tipp: Mei­det Leute, die euch glauben machen wollen, ‚sie wüssten es bess­er’ als ihr selb­st. Das Min­deste, was ihr euch zuliebe auf jeden Fall tun soll­tet: Schaut, ob solch ein ‚Kri­tik­er von eige­nen Gnaden’ schon tat­säch­lich mehr Büch­er als ihr selb­st veröf­fentlicht hat, und ob er erfol­gre­ich­er damit war als ihr selbst.

Aus Erfahrung weiß ich, dass ‚wirk­lich erfol­gre­iche’ Autoren euch niemals in der Luft zer­reißen wer­den. Im Gegen­teil: Echte Meis­ter der Fed­er wis­sen aus eigen­er Erfahrung ganz genau, wie gerne erfol­glose Leute ihre Frus­tra­tion an auf­streben­den Kün­stlern aus­lassen, nur weil ‚die’ sich von Natur aus nicht adäquat wehren können.

Schickt mir ruhig eine Nachricht, wenn euch so etwas passiert, dann braucht ihr nicht auf diesem Erleb­nis sitzen zu bleiben. Es tut mir näm­lich jedes Mal wieder in der Seele leid, wenn fleißige und auf­strebende Kün­stler unter frus­tri­erten Ver­sagern lei­den müssen.

Anderes The­ma:
Ihr wisst inzwis­chen alle, dass ihr durch die Bemühun­gen der Helfer eines ‘gemein­nützi­gen Vere­ins’ unter­stützt werdet. Vor allem die Neulinge, die zum ersten Mal ihre Geschicht­en bei Sar­turia ein­re­ichen, wis­sen noch nicht, dass ihre weitre­ichende Unter­stützung erst durch den Gemein­schafts­gedanken möglich gewor­den ist.

Deshalb möchte ich hier gerne noch ein­mal darauf hin­weisen und füge den Link auf die Satzung sowie auf das Antrags­for­mu­lar in diese Info ein. Wer es also noch nicht gemacht hat: Bitte füllt das Antrags­for­mu­lar aus und sendet es uns zu.

Der Jahres­beitrag von 5€ ist sowieso nur mar­gin­al zu betra­cht­en. Die Hil­fe, die unsere Vere­ins­mit­glieder erhal­ten, ist um ein Mehrfach­es wertvoller.

Wir vergessen natür­lich nicht, uns dies­bezüglich auch bei unseren bish­eri­gen Spendern zu bedanken! Jed­er Cent kommt allein unseren Schüt­zlin­gen zugute.

Dass ein Buch nicht von heute auf mor­gen entste­hen kann, ist inzwis­chen wohl jedem klar. Nicht so ganz klar ist, woher die Helfer für eine solche Mam­mu­tauf­gabe kommen.
Keine Frage: Wir sprechen gezielt Autoren an, die sich gerne weit­er­en­twick­eln wollen, und die dafür auch bere­it sind, anderen Autoren unter die Arme zu greifen. Denn man lernt am meis­ten durch die Fehler der andern …!

Es gibt übri­gens laut AGB ein paar Euro dafür, wenn ihr beispiel­sweise Manuskripte nach Fehler­teufelchen durch­stöbern, oder das Inter­net nach Werbe­möglichkeit­en durch­suchen wollt.
http://www.sarturia.com/forum/viewtopic.php?f=21&t=265

Bis­lang reichte das ger­ade mal für ein Aben­dessen mit Fre­un­den. Da aber unsere Pub­lika­tion­splat­tform zum sech­sten Mal in unmit­tel­bar­er Folge Reko­rdzuwach­srat­en aufweist, wach­sen die Auss­chüt­tun­gen natür­lich eben­falls in zweis­tel­liger Höhe, und bere­its für das ver­gan­gene Jahr kön­nen sich die beson­ders Fleißi­gen aus der frei­willi­gen Helfer-Riege sog­ar schon einem Urlaub leis­ten. Und es wird naturgemäß mehr und mehr; denn rück­wärts ‚machen’ wir nicht!

Unter den Helfern herrscht inzwis­chen eine Bomben­stim­mung, weil sie ja längst schon sehen kön­nen, wohin der Hase läuft. Aber Anbe­tra­cht unseres Wach­s­tums wun­dert es nicht, dass ständig ein Man­gel an engagierten Autoren und Helfern herrscht, die mit uns zusam­men noch weit­er emporstreben möchten.

Schickt uns also bitte eine Mail, mit dem Betr­e­ff „Aktiv­er Helfer“ zu.
info@sarturia.com
Ich küm­mere mich sofort um euch. Aber nehmt euch nicht zu viel Zeit, denn wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Die meis­ten von euch ken­nen ja unsere Ausschreibungsseite
http://www.sarturia.com/ausschreibungen/
Sie leis­tet auf­streben­den Autoren abso­lut gute Dienste.

Nun ver­mis­sen wir hin und wieder Ein­sendun­gen von ‘Alten Hasen’, die bei uns schon einige Male veröf­fentlicht haben. Aber glaubt mir, ihr liegt uns min­destens genau­so am Herzen, wie all die Neulinge, die immer schneller bei uns ein­trudeln. Im Gegen­teil: Logis­cher­weise kriegen nur ‘Alte Hasen’ ihre Vita so weit aufgepeppt, bis sie endlich auch für die Lek­toren der großen Häuser inter­es­sant werden.

Erin­nert euch: Wir hat­ten uns aus diesem Grund für die Stam­mau­toren, die schon ein­mal unter dem Schwa­nen­fed­er-Logo von Sar­turia pub­liziert wor­den sind, Fol­gen­des gedacht:

Wer sich zwis­chen Anfang März und Ende Mai an ein­er unser­er Auss­chrei­bun­gen beteiligt, darf sich ein Buch nach freier Wahl aus unserem Web-Kat­a­log aus­suchen. http://sarturia.com/buch-shop/

Und die ‚Zeit’ dafür ist noch nicht ein­mal ‚halb um’. Trotz­dem soll­tet ihr euch ein biss­chen beeilen. Egal welch­er der Wet­tbe­werbe euch am meis­ten zusagt; es kommt nur darauf an, pünk­tlich vor dem ‚Zuschnap­pen’ einzusenden. Ihr ken­nt das ja: Die Dead­line rückt meist schneller näher als einem lieb ist …!

Natür­lich erhält der Autor des besten Beitrags für die jew­eilige Antholo­gie wieder eine Urkunde und wird auf Face­book vorgestellt; eine wichtige Werbe­möglichkeit übri­gens, falls ihr einen Beleg für euer Wirken benötigt, oder nur eueren Fre­un­den imponieren wollt.

Ihr wisst ja, unser einziges Ziel ist es, alles dafür zu tun, damit ihr euch als Autor auch wirk­lich beweisen könnt.

In diesem Sinne:
Fro­hes Schaffen!

Liebe Grüße

Dieter König
Ver­leger, Lek­tor, Coach, Buchau­tor und
2. Vor­stand Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e. V.

Ver­leger Blog 20160310

Wer im Vor­feld bere­its genü­gend Büch­er verkauft hat, damit er über­haupt von den Pub­likumsver­la­gen wahrgenom­men wird, find­et weit­er unten einen Link zu ein­er nahezu voll­ständi­gen Liste. Mit Sicher­heit kann er dort den einen oder anderen poten­ten Ver­lag auswählen, der genü­gend Geld in die Wer­bung seines Buch­es steck­en kön­nte. Das ist eine der Grund­vo­raus­set­zun­gen, damit das Buch über­haupt eine Chance bekommt, am Run nach einem begehrten ‚Best­seller-Titel’ teilzunehmen.

Dazu muss man natür­lich erst ein­mal wis­sen, wie ein Best­seller über­haupt zus­tande kommt. Es entspricht näm­lich nicht der Wahrheit, wenn man euch sagt, man müsse nur ein wirk­lich gutes Buch schreiben, um Best­seller-Autor zu wer­den. Nein, das ist ‚so weit’ von der Wahrheit ent­fer­nt, als würde jemand behaupten, des Bauern Kuh Mar­gret wäre das erste Lebe­we­sen, das heil vom Jungfer­n­flug zum Mars zurück­gekehrt sei.

In Wirk­lichkeit macht nicht die Qual­ität des Buch­es einen Best­seller, son­dern das Werbe-Bud­get des Verlegers.

Die Sache ist ein­fach zu ver­ste­hen, wenn man’s weiß:
Es gibt da zum Beispiel die Spiegel-Charts. Die lis­ten auf, wer von den Büch­ern unter die Top Hun­dert gekom­men ist, und welch­er von den meistverkauften Titeln auf Platz Eins gerutscht ist. Die Verkäufer im Buch­han­del star­ren wie hyp­no­tisiert auf diese Charts — sie hän­gen sie sog­ar für die Kun­den in ihrem Laden aus — und stellen sich natür­lich die best­platzierten Titel ins Verkauf­s­re­gal, weil sie ja wis­sen, dass in der Presse recht viel Rum­mel um die Top Ten der Spiegel-Charts gemacht wird.

Wer also glaubt, mit Klein­ver­la­gen einen Best­seller lan­den zu kön­nen, der hat das dahin­ter ste­hende Prinzip nicht ver­standen und sollte diesen Absatz vielle­icht noch ein­mal lesen — oder noch bess­er — nach dazuge­höri­gen Beiträ­gen googeln.

Das Vorste­hende muss man als hoff­nungsvoller Autor ein­fach wis­sen, wenn man nicht unverse­hens die Lust ver­lieren will. Denn Wis­sen ist Macht. Wenn ich weiß, wie etwas funk­tion­iert, dann kann ich seine Mechanik auch für mich aus­nutzen, selb­st wenn es sehr viel Vorar­beit benötigt.

Wichtig zu wis­sen also: Die größten der großen Buch­händler haben ein Agree­ment, eine Vere­in­barung, mit den Spiegel-Leuten. Sie melden über ihre Verkauf­skassen die Anzahl der verkauften Büch­er an den Spiegel, und der wertet die ver­schiede­nen Mel­dun­gen aus und kann somit genau ermit­teln, welch­es Buch deutsch­landweit- oder auch weltweit — am häu­fig­sten verkauft wor­den ist, und auf welchem Platz die Konkur­ren­zti­tel gelandet sind. Das fasst die Spiegel-Redak­tion in den Büch­er-Charts zusam­men und stellt es den Händlern zur Verfügung.

Man kann sich also in den schön­sten Far­ben aus­malen, was das bewirkt:
Taucht ein Buch oben in den Charts auf, so sehen es die Inter­essen­ten im Aushang an der Wand des Buch­ladens und greifen intu­itiv zuerst nach dem entsprechen­den Buch. Klar, der Buch­händler hat die Büch­er aus den Charts ja ganz vorne, möglichst griff­bere­it, platziert. In der Folge gehen genau von diesem Buch ‚mehr’ Exem­plare über die Theke, als von anderen Büch­ern. Das wiederum reg­istri­eren die elek­tro­n­is­chen Verkauf­skassen und melden es an den Spiegel.

Und dort, im Ver­lags­ge­bäude des mächti­gen Blattes, sitzen die entsprechen­den Redak­teure und schieben den Buchti­tel in ihren Charts um einen oder zwei Plätze höher. Und das hat natür­lich zur Folge, dass die Händler das Buch ’noch’ weit­er vorne hin­stellen, damit der Inter­essent es ’noch’ leichter hat, es zu ergreifen. Das ist, wie wenn man ein Mikro­fon vor den Laut­sprech­er hält. Aktion und Reak­tion schaukeln sich blitzar­tig auf, bis der Laut­sprech­er über­lastet aufgibt und die Zunge herausstreckt …!

Auch J. K. Rowl­ing ist — wenn man dem Film­bericht Glauben schenken will — nach der endgülti­gen Pub­lika­tion ihres ersten Har­ry Pot­ter Schinkens vor den Charts gesessen und hat jede neue Platzierung begeis­tert bejubelt, während der erste Band zur Spitze emporgek­let­tert ist. Das geht wohl jedem Schrift­steller so, der sein Herzblut in eine span­nende Geschichte investiert hat.

Aber — wie gesagt — das Herzblut reicht nicht aus. Es müssen schon ein paar Mil­lio­nen Euro ‘mehr’ sein, wenn man ein Buch in die TopTen brin­gen will. Und da sind Klein­ver­lage — oder auch die kleineren Großver­lage — wohl kaum die richti­gen Part­ner. Diesen Umstand muss man sehr gut ver­ste­hen, wenn man den Kampf allen Ern­stes aufnehmen will.

Der junge Christo­pher Paoli­ni, der mit fün­fzehn Jahren seinen Weltbest­seller „Eragon“ veröffentlichte,
https://de.wikipedia.org/wiki/Christopher_Paolini
bietet ein Schul­beispiel für eine wirkungsvolle Strate­gie, um einen Best­seller auf die Beine zu stellen: Seine Eltern – ein Ver­legere­hep­aar – ließen das Buch druck­en und förderten es nach besten Kräften, so wie es die Pub­lika­tion­splat­tform von Sar­turia mit den Werken sein­er Schüt­zlinge eben­falls tut.

Entschei­dend war natür­lich die fol­gende Aktion des jun­gen Paoli­ni: Er tin­gelte näm­lich mit seinen Eltern durch die gesamten USA, um das Buch in Schulen, Bib­lio­theken und Buch­lä­den bekan­nt zu machen. Irgend­wo glaube ich gele­sen zu haben, dass er wohl an die 250 Lesun­gen in diesem Jahr abge­hal­ten haben soll, ehe die Paoli­ni-Fam­i­lie dann tat­säch­lich einen poten­ten Großver­lag begeis­tern kon­nte. Mit­tler­weile gibt es, soweit ich weiß, die fün­fte Fort­set­zung der Sto­ry auf dem Markt.

Merkt ihr was …?

Es ‘gibt tat­säch­lich’ einen bege­hbaren Weg vom hoff­nungsvollen Anfänger zum Best­seller-Autor. Man muss nur wis­sen, dass dieser Weg sich nicht bewälti­gen lässt, indem man abwartet und Tee trinkt.

Natür­lich ist die Grund­vo­raus­set­zung für eine entsprechende Strate­gie, dass man ein gelun­ge­nes Buch in den Hän­den hält. Und zwar ein Buch mit ein­er tollen Sto­ry und eine lit­er­arisch qual­i­ta­tiv ansprechende ‚Schreibe’ des Autors. Das Helfer-Team von Sar­turia kann – als Vertreter ein­er anerkan­nt erfol­gre­ichen Autoren­schule — seine Autoren prob­lem­los zu Höch­stleis­tun­gen ans­pornen. Anders als im Self­pub­lish­ing, oder auch bei der gängi­gen Prax­is in den kleineren Ver­la­gen, ist die Grund­vo­raus­set­zung mith­il­fe des Sar­turia-Teams also dur­chaus erreichbar.

Aber dann kommt der Teil, an dem die Helfer von Sar­turia nur bed­ingt mitwirken kön­nen: Der Autor muss sich und sein Buch bekan­nt machen. Diese Arbeit muss er schon sel­ber leis­ten, denn man kann einen Hund nicht zum Jagen tra­gen. Ein clev­er­er Autor muss sel­ber seine Lesun­gen abhal­ten, selb­st wenn er anfangs noch gar kein Hon­o­rar von den bere­itwilli­gen Buch­hand­lun­gen bekommt. Später sieht es dann anders aus. Da kön­nte man allein vom Hon­o­rar für Lesun­gen ganz gut ‚leben’.

Der Punkt ist der: Wenn ein Paoli­ni — meines Wis­sens — so an die 5.000 Buchverkäufe an seinen Großver­lag melden kann, dann hat er weitaus bessere Chan­cen das Inter­esse des Chef-Lek­tors zu errin­gen, als Renate Schmitz, die auf ihrer einzi­gen Lesung zehn Büch­er verkauft hat. Logisch oder?

Ist doch klar: Der Ver­ant­wortliche Her­aus­ge­ber eines poten­ten Großver­lags muss sich zumin­d­est ‚vorstellen’ kön­nen, dass das Buch, das ihr ihm in die Hände drückt, die vie­len, vie­len Wer­bekosten wieder here­in­spielt, oder – noch bess­er – dem Ver­lag einen sat­ten Gewinn beschert. Aber das kann natür­lich wed­er der Autor noch Sar­turia bee­in­flussen. Das Ergeb­nis dieses einen Augen­blicks hängt allein von dem Bild ab, das sich hin­ter der Stirn des All­ge­walti­gen abze­ich­net. Hört er im Geiste genü­gend viele Dol­lars klimpern, so legt er dem Autor die Hand auf die Schul­ter und grat­uliert ihm zu seinem Ehrgeiz.

Aber glaubt nicht, dass eine einzige Vorstel­lung reicht, auch wenn ihr genü­gen verkaufte Büch­er vor­weisen kön­nt. Es gab da mal einen amerikanis­chen Autor, der seinen Fans erzählte, er habe ins­ge­samt ‘vierzig’ Ver­lage anlaufen müssen, ehe ein­er an das Poten­zial seines Buch­es geglaubt hat. Der Name des Autors war „Ernest Hemingway“.

‚Sooo’ läuft das Busi­ness! Lasst euch nichts von Glück erzählen. Glaubt nicht an die Sto­ry vom Pferd, die euch Leute erzählen wollen, die selb­st noch nicht wirk­lich weit­ergekom­men sind.
Es liegt allein an euch …!

Das Helfer-Team von Sar­turia ist jedoch so hoch motiviert – und es ist auch, wie man sehen kann, in der Lage, alles dafür zu tun – dass ihr als hoff­nungsvolle Autoren den Absprung auch wirk­lich schaf­fen kön­nt, wenn ihr’s tat­säch­lich und unbe­d­ingt wollt.
Aber denkt bitte daran: Es liegt allein an euch!

Hier eine Auflis­tung der für Vorstel­lun­gen infrage kom­menden Ver­lage, aus denen jed­er eine Auswahl der poten­testen Part­ner tre­f­fen kann, wenn er sich per Google über dessen Büch­er und Erfolge informiert.

https://de.wikipedia.org/wi…/Liste_deutschsprachiger_Verlage

Liebe Grüße
Dieter König
Ver­leger, Lek­tor, Coach, Buchautor
2. Vor­stand gemein­nütziger Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V.

Ver­leger Blog 20160220

Es ist schon erstaunlich, wie viele ver­schiedene Charak­tere sich bei uns ein­find­en. Der Eine traut sich nicht wirk­lich, seine Geschichte anzu­bi­eten, der Andere ist so sehr von seinem Werk überzeugt, dass sich jed­wed­er Lek­tor schon ‚vom Anschreiben allein’ her abgestoßen fühlt. Der Dritte ist bere­its von so vie­len Ver­la­gen abgelehnt wor­den, dass er es – trotz ander­slau­t­en­der Überzeu­gung – nun ‚doch’ als Self­pub­lish­er ver­suchen möchte.
Schließlich stoßen auch Leute zu uns, die in den diversen Schreib­foren da draußen auf ziem­lich eigen­tüm­liche Weise – sagen wir mal – ‚unter­richtet’ wor­den sind, sodass sie es bei uns schw­er haben, sich mit den vortr­e­f­flichen Schreibtech­niken der höchst erfol­gre­ichen Alt­meis­ter befassen zu können.
Alle haben jedoch den unstill­baren Drang, ihre Werke ein­er möglichst großen Anzahl von Lesern zur Ver­fü­gung zu stellen, auch wenn anfangs nicht viel dabei ver­di­ent ist.
Wir kön­nen nicht ‚allen’ helfen. Wir kön­nen nur denen helfen, die ihre Chance mit schar­fem Auge erkan­nt haben und sich ern­stlich auf den Hin­tern set­zen wollen. Denn selb­st wenn wir die Gele­gen­heit haben, einem offen­sichtlich erkennbaren Tal­ent ein Empfehlungss­chreiben für die großen Pub­likumsver­lage mitzugeben, wer­den sie so manch­es Mal trotz­dem ignoriert.
Woran mag das liegen?

Ich habe mir erlaubt, die Anschreiben jen­er Autoren zu begutacht­en, die – trotz Empfehlungss­chreiben von unser­er Seite – von den Großver­la­gen da draußen abgelehnt wor­den sind.
Gut, der eine oder andere hat wohl ‚doch’ zu dick aufge­tra­gen. In diesem Fall empfehlen wir natür­lich, wenig­stens die kün­fti­gen Anschreiben von uns ‚gegen­le­sen’ zu lassen. Vier Augen sehen mehr als zwei.
Aber manche Anschreiben waren wirk­lich gut for­muliert: Höflich, sach­lich und die Ref­eren­zen – bamm, bamm, bamm – ohne Schnörkel und Übertrei­bun­gen. Man hätte also meinen kön­nen, sie wären als vielver­sprechende, kün­ftige Best­seller-Autoren mit Hand­kuss aufgenom­men worden.
Aber denkste …!

Ein biss­chen Licht kon­nte ich in die Sache brin­gen, als ich mich mit den Lek­toren jen­er Ver­lage unter­hal­ten habe, für die ich früher fleißig geschrieben hat­te. Zwar bestätigten sie mir, dass so ein offiziell abge­fasstes Begleitschreiben sicher­lich seine Berech­ti­gung hat. Schließlich stammt es von ein­er renom­mierten Autoren­schule und nicht von irgen­deinem Druck­kosten­zuschussver­lag oder so. Der ORF ‚ver­langt’ sog­ar ein Empfehlungss­chreiben. Also kön­nen wir davon aus­ge­hen, dass Werk und Autor wohl tat­säch­lich etwas ‚genauer’ in Augen­schein genom­men wor­den sind.
Bei der Frage, ‚warum’ denn die Autoren nun, trotz allem, ein Ablehnungss­chreiben erhal­ten haben, gin­gen die Mei­n­un­gen auseinan­der. Ich bekam – erwartungs­gemäß — so viele Antworten, wie ich Gespräche geführt hat­te. Paten­trezepte gibt es also nicht. Die gab es nie!

Hier jedoch eine entsprechende Liste der erhal­te­nen Antworten auf meine Frage nach dem ‚Warum’:

1. Passt grund­sät­zlich nicht ins Programm
2. Zu viele gute Autoren in Wartestellung
3. Trifft nicht den Kern der entsprechen­den Sparte
4. Trifft nicht den Zeitgeist
5. Per­sön­liche Geschmackssache

Punkt 1. kenne ich aus meinen Anfangszeit­en als Schrift­steller, und der Wort­laut kön­nte auch gut und gerne mit der Erk­lärung aus Punkt 5. erset­zt wer­den. Und man muss den entsprechen­den Lek­tor oder Her­aus­ge­ber auch ver­ste­hen, denn er liest wohl gut ein Dutzend Treat­ments neuer Manuskripte täglich und entschei­det auf­grund des per­sön­lichen Geschmacks, ob er das ‚Manuskript als solch­es’ über­haupt erst in die Hand nehmen will.
Und wenn er dann tat­säch­lich zum Manuskript greift, dann kann er aus Zeit­man­gel nur stich­proben­weise hier und da einige Zeilen über­fliegen. Sor­ry, aber das ist die gängige Prax­is. Find­et er dabei nicht ‚das’, was er von ein­er sprich­wörtlichen ‚Gold­e­nen Gans’ erwartet, dann lehnt er ab. Rig­oros. Ohne Gewissensbisse.
Man schätzt, dass bei einem der großen Pub­likumsver­lage ein einziger Best­seller­autor an die fünfhun­dert oder tausend ‚Ver­such­skan­inchen’ an Nach­wuch­sautoren finanzieren muss. Man kann sich also die Chan­cen aus­rech­nen, wenn man bei sein­er Bewer­bung nicht wirk­lich pro­fes­sionell auftritt.

Diese Erfahrun­gen sind auch der Grund, warum wir sein­erzeit den gemein­nützi­gen Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e.V. gegrün­det haben. Unsere Helfer sind sei­ther in der Lage, ‚so lange’ mit unseren Schüt­zlin­gen zu arbeit­en, bis sie erstens qual­i­ta­tiv hochw­er­tige Pub­lika­tio­nen vor­weisen kön­nen und bis sie zweit­ens genug Ref­erenz­ma­te­r­i­al gesam­melt haben, damit es sich lohnt, ihnen ein pro­fes­sionell abge­fasstes Begleitschreiben mitzugeben. Eine echte Möglichkeit sie wenig­stens in die Nähe der TopTen aktueller Autoren-Bewer­bun­gen zu katapultieren.

Also, eine bessere Chance ‚sehen’ wir nicht, son­st wür­den wir sie unseren Schüt­zlin­gen anbieten.

Aber es ist ja auch nicht beson­ders schlimm, wenn unsere Autoren – nun als Stam­mau­toren – trotz­dem noch eine Weile bei uns bleiben und die großar­tige Möglichkeit nutzen, ihre Werke unter dem Schwa­nen­fed­er-Logo von Sar­turia zu publizieren.
Wenn sie fleißig mithelfen den Verkauf ihrer Büch­er anzukurbeln – Gele­gen­heit­en gibt es ja genug – dann lässt es sich eine Weile bei uns aushal­ten. Als gemein­nütziger Fördervere­in fehlen uns zwar die Mil­lio­nen, die ein­er der großen Pub­likumsver­lage in seine Autoren investieren kann, aber dafür haben unsere Schüt­zlinge die abso­lut geniale Möglichkeit, sich als Helfer zu etablieren.
Nicht nur, dass man nir­gend­wo ‚mehr’ über Lit­er­atur ler­nen kön­nte als auf einem Helfer Posten bei Sar­turia, nein, unsere Aktiv­en Helfer sind darüber hin­aus gar nicht darauf angewiesen, allein von ihren mageren Tantiemen zu zehren. Durch eine ansehn­liche Erfol­gs­beteili­gung an den Umsätzen der Pub­lika­tion­splat­tform, erre­ichen unsere Aktiv­en Helfer näm­lich im Laufe der Zeit eine echte finanzielle Grundsicherung.
Tja und eines Tages sind sie dann tat­säch­lich in der Lage, sich nur noch allein und auss­chließlich um die Ver­mark­tung ihrer Werke und Tal­ente küm­mern zu kön­nen. Und dies ist dann wirk­lich die ulti­ma­tive Chance, die wir unseren Fre­un­den ver­schaf­fen kön­nen. Denn wer oft genug ‚hoch genug’ sprin­gen kann, der erre­icht schließlich auch die Trauben, die dem Fuchs im Märchen ‚zu sauer’ sind …!

Mein heutiger Tipp für ange­hende Autoren:
Entwick­elt euch langsam aber sich­er zu Profis. Informiert euch dabei genau über eure Möglichkeit­en. Ver­gle­icht die Dien­stleis­tun­gen eur­er anvisierten Part­ner untere­inan­der, und wählt diejeni­gen aus, die euch die größt­mögliche Sicher­heit bieten. Schaut vor allem, ob sie nur an euch ver­di­enen wollen, oder ob sie euch helfen wer­den, den großen Sprung zu den Pub­likumsver­la­gen wagen zu können.

Als Ver­leger und zweit­er Vor­stand des Fördervere­ins, vor allem aber als treuer Fre­und fleißiger Autoren, möchte ich in jedem Fall dabei zuse­hen, wie ihr ‚gewin­nt’.

Her­zliche Grüße

Dieter König
Fördervere­in Sar­turia Autoren­schule e. V.
Finken­weg 9
72669 Unterensingen
Tel.: 07022–941716‑1
info@sarturia.com
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