Wiktor Guzinski — Das Monster

Das Mon­ster rumorte und wollte sich ein­fach nicht beruhi­gen lassen. Woran kon­nte das nur liegen? Ble­ich und erschrock­en griff sich Rit­ter Eck­e­hardt an den Wanst. Ja, was bei allen Göt­tern sein­er Vor­fahren mochte er wohl ver­brochen haben, dass sich dieses Ungetüm so wild auf­führte? Aber würde diese Frage jemals beant­wortet werden?

Mit eis­ern­er Wil­len­skraft ver­suchte sich der Rit­ters­mann zu beruhi­gen. Doch das namen­lose Mon­strum tobte immer noch wild und wütend. Es warf es sich gegen die Wände seines Kerk­ers, wahrhaft und fest entschlossen, sich zu befreien. auszubrechen in die ungeschützte und wehrlose Welt; egal, welche Fol­gen für alle andere Wesen des Uni­ver­sums daraus entstanden.

Natür­lich war es Rit­ter Eck­e­hardt klar, dass er niemals alleine mit diesem Untier fer­tig wer­den kön­nte, aber den­noch wollte es zumin­d­est ver­suchen. Schließlich führte er einen Zug von fün­f­tausend Mann zu Pferd an. Somit musste er wirk­liche und wahre Größe beweisen. Doch der Kampf war ungleich.

Da! Ein wüten­der Schrei der Bestie.

Hat­ten es die Untergebe­nen eben­falls vernommen?

Nein, es machte nicht den Anschein, als wäre es an dem.

Und das war gut so.

Zumin­d­est vorerst.

Doch der Rit­ter merk­te, dass die Kerk­er­wände des Mon­sters nach­gaben. Der Kampf würde wohl nicht zu seinen Gun­sten ausfallen.

Urplöt­zlich schlug die Pranke des Unge­heuers gegen die Kerk­ertür. Die Nieten des Riegels began­nen sich zu lösen.

Und das Tier brüllte sieges­sich­er auf. Der unter­schwellige Tri­umph war unüberhörbar.

Nur noch ein Hieb und dann …!

Alles schien in Zeitlupe zu geschehen: Eck­e­hardt beugte sich vor­wärts, griff nach dem Knauf seines Schw­ertes. Das Mon­ster wieder­holte seinen Schrei und schlug erneut mit voller Kraft zu.

Und das Git­ter gab nach: Das Untier war frei!

Der Getreue, der direkt hin­ter dem Rit­ters­mann marschierte, wurde unverse­hens blass und stürzte ohn­mächtig zu Boden.

Jet­zt war Eck­e­hardt alles klar:

Es waren die Bohnen, die diese Blähung verur­sacht hatten …!

 

Wik­tor Guzin­s­ki ist seit lan­gen Jahren Stam­mau­tor bei Sar­turia. Seine Satiren lock­ern vor allem die Sci­ence-Fic­tion auf. Er betreut die tech­nis­che Seite des Autoren-Forums und ste­ht überdies den anderen Autoren als per­sön­lich­er Ansprech­part­ner zur Verfügung.

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